Ah, mhm, du machst meine Gedanken zielgerichteter.
Brenda Brathwaite hat letztens ein Brettspiel entwickelt, bei dem man so viele Spielfiguren wie möglich in einen Zug pfercht. Was man da genau spielt, dass die Spielfiguren Juden sind und diese deportiert werden sollen, haben die Spieler erst hinterher erfahren. Die Reaktionen wären wohl die erwarteten gewesen: Von Bestürzung und moralischen Bedenken, bis hin zu Schulterzucken. Jedenfalls hat das Spiel bei einer Gruppe Menschen was bewirkt und mehr wie eine bestimmte Zielgruppe kann man ja nicht ansprechen.
Ich stelle mir auch eine Versoftung von Die letzten Glühwürmchen sehr eindrucksvoll vor. Das Spiel selbst wäre eine Simulation wie Stranded Kids oder Lost in Blue, nur kann man kein Happy End erreichen, weil es unvermeidlich ist, dass die Schwester und man selbst stirbt. Das sollte dem Spaß an der Spielmechanik nicht im Weg stehen.
Wie Mordechaj sagt, Spiele wollen kommunizieren. Dass das letztlich Spaß sein muss, halte ich allerdings für falsch. Vielleicht reden wir auch ein bisschen aneinander vorbei und das was ich nicht als Spaß bezichne ist für dich doch Spaß.
Und übrigens, wer zum gefeierten Avantgardisten aufsteigen will, muss ja doch wieder folgsam sein. Ich sehe mich als alten Kauz (hoho :3) mit Specht im Bart, der im Schaukelstuhl auf der Veranda Karo- Kaffee trinkt und ein Holzscheit zurechtschnitzt. Für Selbstliebe ist immer Platz, aber Messias kann ich nur für mich selbst sein.
Edit:
In solchen Fällen halte ich ja die Intention des Autors für absolut. Ich verstehe aber dein Problem und man kann auch gerne zweifeln, wenn der Autor versagt sie rüberzubringen.Zitat von Kelven






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