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Thema: Wutschachtel

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Auratus Beitrag anzeigen
    Mittagspause - sich auf Maultaschensuppe freuen, heiß machen - und nach der halben Portion ne tote Fliege aus dem Gefäß löffeln.
    Fliege zurück in ihr nasses Grab, Löffel auf Seite legen - dann zügig aufstehen, eiligen Schrittes Richtung Örtchen und den Rest des Gefäßes ins Klo kippen.
    Sowas ist mir echt noch NIE passiert.
    Mein Freund hatte das mal mit ner Dose Chili und einer fetten schwarzen Spinne
    Der Horror. Es sah fast schon majestätisch aus, als nach dem Öffnen des Gefäßes der dunkle Körper langsam an die Oberfläche trieb - die stocksteifen, zur Mitte gekrümmten Beine voraus. Wie ein dunkelmagisches Artefakt. Mein armer Freund verzichtet seitdem weitestgehend auf Dosennahrung.

  2. #2
    Damn. Ich weiß nicht, ob ich das mal erzählt habe, aber meine Familie hat letztes Jahr ein kleines, aber feines Grundstück auf einem Berg gekauft. Darauf steht schon seit 20 Jahren der Garten von meinen Großeltern, in dem ich viele, viele Sommer als Kind verbracht habe. Ich habe zu diesem Garten eine sehr enge Beziehung und ich liebe dieses Grundstück mehr, als es vernünftig ist. Wir arbeiten gerade daran, es auszubauen (wichtigster Punkt auf der Tagesordnung: Vernünftiges Internet. Und vielleicht Abwasser) und irgendwann mal soll da ein kleines Häuschen draufkommen. Ist echt schön da.

    Auf dem Grundstück steht ein Monster von einem Baum. Er türmt über dem ganzen Berg, steht im Prinzip an der höchsten Stelle und wirkt dadurch noch einmal eine ganze Ecke größer, als er es mit seinen 50 Metern sowieso schon tut. Diese Fichte ist Jahrhunderte alt und war für mich immer das (sprichwörtlich) Größte. Für mich gehört dieser Baum zur Familie wie sonst nichts. Lacht ruhig. Ich hänge an diesem Baum.



    (Auf dem Bild kommt die schiere Größe des Baums nicht so gut rüber. Aber abseits von Google Maps habe ich gerade keine Bilder zur Hand.)

    Gestern gab es eine Windhose. Und nach unzähligen Jahrzehnten, kletternden Kindern und verzweifelten Stutzversuchen ist die Fichte jetzt Geschichte. Der Baum hat sich der schieren Zerstörungswut des Wirbelsturms gebeugt und ist gefallen. Und er hat meiner Familie dabei einen letzten Gefallen getan: Statt au die Straße zu fallen oder auf ein Nachbargrundstück oder gar das kleine Häuschen hat er es geschafft, genau den kleinen Fleck zu treffen, an dem er friedlich liegen kann. Er hat zwei weitere Apfelbäume auf dem Weg mitgenommen, aber die sollten sowieso irgendwann weichen. Ansonsten hat uns der Sturm weitesgehend verschont, hier und da sind ein paar Fenster beschädigt und ein paar Blumenbeete zerwühlt, aber nichts dramatisches. Und zum Glück ist auch niemand zu Schaden gekommen.

    Ich bin echt traurig deswegen. Und heule. Wegen einem alten Baum.

  3. #3
    Naja, ich wüsste jetzt erst mal auch nicht unbedingt, was ich dazu sagen sollte, wenn man wegen einem Baum anfängt zu weinen. Aber ich verstehe Dich nach der Story wirklich gut :/ Ich verbinde auch einen bestimmten Ort mit meiner Kindheit, den ich aber heute nie wieder betreten kann durch widrige Umstände. Das ist u.U schon hart irgendwo...

    Manchmal träume ich von ihm und wache mit einer Träne wieder auf.

    Vielleicht hilft es ja für Dich, einen kleinen Text über deinen Garten zu schreiben. Das aktiviert noch einmal zusätzliche Erinnerungen an früher und vielleicht lässt sich dein Frust-Erlebnis dadurch besser verarbeiten. Funktionierte bei mir ganz gut eigentlich...

  4. #4
    Aufrichtiges Beileid, Caro. Ich war auch mehr als geknickt, als die Kiefer hier im Garten klein gesägt und abtransportiert wurde... Nur noch ein Stumpf ist da, schön grade gesägt, weil da mal ein Tisch draus werden soll...
    Aber vielleicht solltest du diese Chance nutzen, um dir ein duftendes, wohltuendes Souvenir zu machen...

  5. #5
    Du hast eine Irminsul verloren. Die Bäume tragen die Welt und vermitteln uns ein Gefühl von Alter und Beständigkeit. Ich kann verstehen, wie du dich fühlst

  6. #6
    Das erinnert mich daran, als mein schöner Pflaumenbaum abgeholzt wurde (weil er zu groß geworden ist). Der wurde zwar nicht von der Natur entwurzelt, aber von Menschenhand entfernt, das Resultat ist mehr oder weniger dasselbe. Ich fühle mit dir.

  7. #7
    Kann das zwar nicht annähernd nachempfinden wie du dich fühlen musst, aber eine ähnliche Situation gab es bei uns auch einmal. Der Garten meiner Ur-Oma ist auch so ein kleines Heiligtum meiner Kindheit. Oft darin gespielt oder einfach im Bach, der durch den Garten fließt, geplanscht. Das ist einfach so eine Konstante an dem viele Erinnerungen hängen. Selbst heute fahre ich ab und an noch hin und spiele dort und gehe dort spazieren, weil es einfach so schön ist die gesamte Kindheit, die ganze schöne Zeit, die man mit diesem Ort verbindet Revue passieren lassen.
    Also tröste dich, ich glaube niemand hier findet diese Gefühle irgendwie lächerlich oder komisch, ich schätze jeder hat einen besonderen Ort oder Platz an dem ein Stück Nostalgie und viele Erinnerungen hängen.

  8. #8
    Das geht ja gut los: erster Morgen nach dem Sommer an dem ich Eis von meinen Autoscheiben kratzen durfte.

  9. #9
    Zitat Zitat von Auratus Beitrag anzeigen
    Das geht ja gut los: erster Morgen nach dem Sommer an dem ich Eis von meinen Autoscheiben kratzen durfte.
    Der Klimawandel kommt halt auch in Deutschland so langsam in Fahrt. Bin mal gespannt wie das in 20 Jahren aussieht bei uns.

  10. #10
    Gut, dazu muss man natürlich sagen, dass Auratus ziemlich hoch wohnt. Bei unseren ja noch moderaten 250 Metern waren die Nächte zwar scheiße kalt, aber Frost konnte ich nicht feststellen. Wir haben eher ein Nebelproblem... >_>

    2018/19/20 soll es aber angeblich richtig kalten Winter bekommen. Und um ehrlich zu sein halte ich den folgenden Blog eines Wetterfachmanns, dem ich gerne zuhöre, gar nicht mal so unglaubwürdig...

    http://www.wetter.com/news/wetter-im...02e339592.html

  11. #11
    Ich Flipp aus!

    Ich habe vor an die zwei Monaten bei Ikea ne Küche bestellt. Vor 5Wochen kam die. Da ich leider noch nicht die Fußleisten dran hatte, da ich das Laminat noch nicht verlegt hatte, die die mir zu wenig Trittschall geschickt hatten und ich darauf dann auch warten musste, habe ich die erst nach ca. 10 Tagen aufbauen wollen. Leider fehlte der Siphon und ein Küchenschrank. Das habe ich bei 20 Paketen die mir die Spedition lieferte offenbar nicht gemerkt.
    Also wendete ich mich per Mail an Ikea (Telefon könnt ihr vergessen). Irgendwann wurde ich wirklich angerufen. Mir wurde gesagt, dass die Sachen nachgeliefert würden und spätestens am Samstag den 16-09 ankommen müssten. Ich habe mir extra am Montag und Dienstag Urlaub genommen. Gestern (Mittwoch!) kamen dann die Sachen per Post, als ich nicht daheim war. Und so musste ich heute etwas früher von der Arbeit abdampfen, um noch zur Post zu können. Ich habe dann dieses 27 KG Paket zur Bushaltestelle getragen und hier hin befördert.
    Nun stelle ich auspacken der ganzen Pakete fest, dass so ziemlich überall mal der Lack ab ist, Risse drinn sind etc. Ich baue alles so auf, dass man das überwiegend nicht sieht und räume entsprechend um und will nun die erste Schublade einhängen. Geht nicht. Sie stößt an einer Seite an die Arbeitsplatte und passt nicht drunter.
    A>rrrRFGGGGGGGGGGhhhhhhhh!

  12. #12
    Ugh! Blöde öffentliche Verkehrsmittel! Blöde Kirmesveranstaltungen mitten in der Woche!
    Hätte heute EIGENTLICH eine Prüfung für ein Zertifikat für Business English gehabt... EIGENTLICH.
    Naja, fing schon gut damit an, dass mir der Bus den ich nehmen wollte vor der Nase wegfuhr. Kein Ding, dachte ich. Hab den nächsten genommen und musste dann feststellen... oh crap, ist mal wieder diese komische Kirmes.
    Bus fuhr dann schon mit etwas Verspätung weiter, ich rief vorsichtshalber meinen Englischdozenten an, der hätte mir auch noch 5 Minuten eingeräumt, die hätten THEORETISCH auch gereicht. Aber nö, der verdammte Bus muss ja ein paar Haltestellen vor meiner anhalten und per Durchsage durchgeben: "Endstation".

    Urgh. Erfolglos versucht meinen Dozenten zu erreichen danach und entschieden erstmal wieder nach Hause zu fahren. Erwähnte ich schon dass ich nach der ganzen Kacke dezent angepisst war, auf den Busverkehr und ein bisschen auf mich selber?
    Naja, kann man jetzt nichts mehr ändern an der Sache, war noch beim Arzt für eine AU für heute, morgen früh erstmal zum Englischdozenten und mit ihm sprechen, hoffe mal ich kann den Kram im Dezember nochmal machen. Ist zwar nichts überlebenswichtiges für meine Ausbildung, wäre aber ein nettes Extra, vorallem da ich nix für zahlen muss.

  13. #13
    Ich könnt mich ohrfeigen, dass ich jahrelang nicht zum Zahnarzt gegangen bin. Resultat seit letzter Woche: Vorderer Zahn weg.

    Denk mir nichts böses, beiße in ein Brötchen rein - und merke, wie mein vorderer, linker Schneidezahn "ausgehebelt" wird. Der Zahn war bereits wurzelbehandelt, hab also gottseidank keine Schmerzen. Befund beim Zahnarzt: Zahn war so brüchig (kann passieren, da wurzelbehandelt und somit seit Jahren nichtmehr mit Nährstoffen versorgt; so hats mir zumindest der Zahnarzt erklärt), da gabs keine Möglichkeit mehr den zu retten.

    Ende vom Lied: Zahn musste raus, und ich darf mich jetzt in Unkosten für den Zahnersatz stürzen. Mal davon abgesehen, dass die nächsten Sitzungen alle nicht angenehm werden... Das Ziehen des Zahns selbst war schon nicht schön, und das war noch der harmlose Teil was mir mein Zahnarzt erklärt hat^^.

    Ende und Moral vom Lied: Geht alle zum Zahnarzt! Täglich 2x Zähneputzen reicht nicht, wie ich selbst zu spät erfahren habe...

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