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Aber weswegen ich eigentlich schreibe: die Kritiken des "Lexikon des internationalen Films". Mir fällt immer wieder auf, dass dieses ominöse Lexikon bei Einträgen zu Filmen zitiert wird. In 90% der Fälle ist es eine negative Kritik, die einem vorherigen recht positiven Ton im Wiki-Artikel komplett widerspricht. Oft gibt es nur eine weitere Kritik, manchmal gar keine weitere. Die deutsche Wikipedia ist mehr oder weniger ein Sprachrohr dieses idiotischen Lexikons, das ansonsten keinerlei Relevanz oder Renommée besitzt.
Das Problem an der deutschen Wikipedia habe im Vergleich zum Beispiel zum Wikia-Projekt festgestellt ist das es inzwischen eine Art Kuratorium entwickelt hat und dadurch inzwischen auch wie ein "echtes" Lexikon geführt wird, wodurch der anarchistische Mitmachgedanke abstirbt, obwohl die beteiligten Personen davon ausgehen, dass das Ganze der Qualitäts- bzw. zumindest Ordnungssicherung dient. Das Verwenden der Kritiken aus diesem besagten Lexikon ist eine deutschsprachige und halbwegs anerkannte Quelle, die eben die internationalen Filme abdeckt. Schaut man sich im Vergleich mal deutsche Produktionen an, werden da auch andere Quellen herangezogen, einfach weil sie da sind. Nach den Leitlinien der dt. Wikipedia sollen englische Direktzitate vermieden werden und man hat offenbar auch nicht den Anspruch auf Kritiken zurückzugreifen, die irgendwie unprofessionell wirken, zum Beispiel weil sie im Web gepostet wurden. Wobei bei manchen Filmen zumindest mal Weblinks zu Kritiken auf Rotten Tomatoes etc. angeboten werden.

Da stecken schon gewisse Überlegen hinter, auch wenn sie einem nicht gefallen mögen.

Was deine Kritik angeht, hast du Recht. Was die Leute tun, die Wikipedia loben, ist sich der anhaltenden Kritik entgegen zu stemmen, die Wikipedia grundsätzlich (nicht wg. der Qualität einzelner Artikel) nicht anerkennen wollen und da gibt es immer noch sehr viele. Was dabei aus dem Blick gerät ist, wer da Artikel verfasst und wer da in den inneren Gremien über Änderungsanträge und dergleichen entscheidet. Für Außenstehende sind die Entscheidungsmechanismen da allzu häufig eine Blackbox. Das liegt aber auch daran, dass Wikipedia in Deutschland schon immer nur ein Elitenprojekt war. Leute die dort regelmäßig Artikel schreiben, Änderungen vorschlagen und Überarbeitungen vornehmen und sich damit eine wichtige Stellung erarbeitet haben sind ein relativ überschaubarer Kreis, während der Großteil der Nutzer, wie ich, da vllt. mal ein paar Rechtschreibfehler moniert oder in einer Buchauflistung mal noch einen fehlenden Titel einfügt. Was bei der Kritik, finde ich, eher zu kurz kommt, ist das man darüber sprechen müsste, wie da wirklich die Entscheidungen gemacht werden.