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Thema: Wutschachtel

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  1. #1
    Zitat Zitat von おしりぺんぺん Beitrag anzeigen
    Strom und Gas von 75€ auf 85€, Abrechnung gekommen von 360€ und Mieter hat mal glatt die Rente gesteigert von 320€ auf 400€. Ich wohne seit 1 und halb Jahren zirka 50km entfernt von Köln, kann doch kein Student bezahlen den Scheiß.
    Zahlt der Vermieter Strom und Gas?
    Ich weiß nicht, wie es so in anderen Regionen ist, aber in meiner Gegend muss man der Mieter dies anmelden. Der Vermieter hat damit gar nichts am Hut.

    Zitat Zitat von Vincent D. Vanderol Beitrag anzeigen
    Eine Mieterhöhung von 25% nach nur anderthalb Jahren scheint seeeeeehr suspekt. Ich würde mich mal beim Mieterbund erkundigen, ob das rechtens ist, mein löchriges Gedächtnis sagt, dass maximal 10% nach 3 Jahren drin sein sollten. :/
    Es sind 20%. (BGB §558 Abs. 3)
    Also 20% von 320 € wären 64 €. Dementsprechend also darf die Miete in den drei Jahren maximal auf 384 € steigen.
    Es gibt aber zwei Ausnahmen, wann die Knappungsgrenze nicht gilt, und zwar bei Modernisierungen und erhöhten Betriebskosten. Allerdings muss der Vermieter dies beim Mieter vorlegen und auch begründen können.
    Eine Mieterhöhung muss aber immer vom Mieter zugestimmt werden. Der Mieter hat dabei eine Frist von drei Monaten und kann sich in diesen drei Monaten erkundigen, ob dies mit rechten Dingen zugeht. Ich würde also mal den Mieterverein nachfragen und ggf. die Mieterhöhung nicht akzeptieren. Wenn eine Mieterhöhung bevorsteht, hat der Mieter aber auch noch ein Sonderkündigungsrecht (BGB §561).

  2. #2
    Zitat Zitat von Vincent D. Vanderol Beitrag anzeigen
    Eine Mieterhöhung von 25% nach nur anderthalb Jahren scheint seeeeeehr suspekt. Ich würde mich mal beim Mieterbund erkundigen, ob das rechtens ist, mein löchriges Gedächtnis sagt, dass maximal 10% nach 3 Jahren drin sein sollten. :/
    Jop, werde hier wohl auch schnell wie möglich ausziehen.

    Zitat Zitat von Whiz-zarD Beitrag anzeigen
    Zahlt der Vermieter Strom und Gas?
    Ich weiß nicht, wie es so in anderen Regionen ist, aber in meiner Gegend muss man der Mieter dies anmelden. Der Vermieter hat damit gar nichts am Hut.

    Es sind 20%. (BGB §558 Abs. 3)
    Also 20% von 320 € wären 64 €. Dementsprechend also darf die Miete in den drei Jahren maximal auf 384 € steigen.
    Es gibt aber zwei Ausnahmen, wann die Knappungsgrenze nicht gilt, und zwar bei Modernisierungen und erhöhten Betriebskosten. Allerdings muss der Vermieter dies beim Mieter vorlegen und auch begründen können.
    Eine Mieterhöhung muss aber immer vom Mieter zugestimmt werden. Der Mieter hat dabei eine Frist von drei Monaten und kann sich in diesen drei Monaten erkundigen, ob dies mit rechten Dingen zugeht. Ich würde also mal den Mieterverein nachfragen und ggf. die Mieterhöhung nicht akzeptieren. Wenn eine Mieterhöhung bevorsteht, hat der Mieter aber auch noch ein Sonderkündigungsrecht (BGB §561).
    Wohne in NRW, ist halt meine erste Bude und kenne mich deswegen nicht so wirklich mit den Vorschriften aus. Aber ja, ich bezahlt Strom und Gas, der Vermieter bezahlt meinen Wasser verbrauch (75€ jeden Monat, also Miete 245€+75€ Wasser ). Hab den Vermieter angerufen und hab jetzt drei Monate zeit mir eine neue Wohnung zu suchen. Oh man...

  3. #3
    Mehrere Millionen für einen prestigeträchtigen Bibliotheksneubau und seit Jahren ist das Dach so undicht, dass an Regentagen überall Eimer herumstehen müssen, damit nicht alles vollnässt, insbesondere an den Arbeitsplätzen. Und man darf dann den eigenen Unterlagen beim Nasswerden zuschauen. Manchmal fragt man sich, was es soll.

  4. #4
    In der Stadt steht seit X Jahren an GENAU DERSELBEN STELLE DIREKT VOR EINER AMPEL ein Starenkasten. Es scheint immernoch welche zu geben, die den zum ersten Mal sehen und von den erlaubten 50 mal eben auf Schritttempo ankern. Da konnte ich mir das Fluchen dann auch nicht mehr verkneifen. "Mann trag deine Karre doch gleich rüber"

  5. #5
    In unserem Ort haben die Seifenverkäufer jetzt auch einen hingebastelt. Blöd nur, dass da die B49 von der Universitätsstadt bis zum Vogelsberg durchführt und alle Autos und LKWs in der Rushhour nicht mehr mit 50, sondern mit 30 durchbrettern. Von Lärmminderung kann hier nicht die Rede sein, zumal die Grundschulkinder nun eine noch dichtere Straße vor der Nase haben und alle Fenster von Häusern an der Hauptstraße eh isoliert sind. Naja, für den Landkreis Gießen war ja bis jetzt gefühlt keine Anschaffung zu blöd.

  6. #6
    Ich schließe mich Daens Meinung an, dass man eigentlich solchen Betrieben nicht Ausbildungsbetrieb nennen sollte und in solchen Betrieben auch keine Ausbildung durchgeführt werden sollte. Da es zum Glück nur noch etwa 4-5 Monate sind, bis meine Ausbildung zu Ende ist, werde ich die Füße still halten, danach werde ich den Betrieb wohl bei der zuständigen Kammer (in dem Falle IHK) anschwärzen.

    Ich habe kein großes Interesse daran nach der Ausbildung dort weiter zu arbeiten (eine Übernahme ist mir sicher, auch wenn es nur angedeutet wurde). Als fertiger Fachinformatiker Anwendungsentwicklung hat man glaub ich gute Karten schnell einen gut bezahlten Job zu finden.

    Den Ausbildungsrahmenplan habe ich zum Beginn der Ausbildung nur kurz mal gesehen (wurde vom Ausbilder dann wieder einkassiert, eine Kopie habe ich nie erhalten), aber es wurde in den 2 1/2 Jahren nie wieder thematisiert, geschweige mit mir zusammen überprüft in wie weit ich da bin.
    Ich habe allgemein das Gefühl, dass der Betrieb an einem seidenen Pfaden hängt und der Ausbilder (gleichzeitig auch ein Geschäftsführer) auch gar keine Zeit aufbringen kann oder will um als Ausbilder tätig zu sein. Da kommen oft genug "Motivationsparolen", dass man nicht so viele Fehler produzieren oder besser im Team arbeiten soll. Ich bin völlig genervt von dem Ausbilder, da er nur fordert, keine Zeit für Fragen und überhaupt kein Fachwissen hat.
    Außerdem finde ich das ständige Vergleichen mit den 2 verbleibenden Kollegen der Entwicklungsabteilung völlig zum Kotzen, man wird über einen Kamm geschoren. Das ist auch immer das finale Argument was kommt, wenn kein anderes Argument hilft.

    Übrigens gibt der Wikipedia-Artikel zum Ausbilder einen kurzen, vagen Überblick, was man braucht um Ausbilden zu dürfen: https://de.wikipedia.org/wiki/Ausbilder

  7. #7
    Wenn sie dir das nicht vermittelt haben:
    https://www.zv.uni-leipzig.de/filead...menplan_04.pdf

    Dann hau auf sie drauf. Das höre ich sooo oft, dass Leute von ihren Ausbildern so angenervt sind, mir ist genau dasselbe passiert damals in der Ausbildung, also unbedingt dagegen vorgehen.

    Und ansonsten findest du als Anwendungsentwickler IMMER was - selbst hier in der Gegend kenne ich unzählige Unternehmen die verzweifelt suchen. Du packst das!

  8. #8
    Bayern ist scheiße!
    Und seine Bewohner. Dieser Menschenschlag. Hinterfotzig zum Gehtnichtmehr!
    Hier zählt nicht, was Du kannst, sondern nur in welche Beziehungen Du hineingeboren wirst. Und wenn Du keine Beziehungen hast musst Du hintenrum agieren und andere Leute wegdrängen.
    Wenn Dich jemand auf dem Kieker hat wird er mit aller Macht versuchen, Dir zu schaden, wo's nur geht. Mein ganzes Leben gerät aus den Fugen!
    Sie haben keinen Respekt gegenüber seinen Mitmenschen.
    Man darf keine Rücksicht auf seine Mitmenschen nehmen, denn ansonsten ist der gesellschaftliche Aufstieg versperrt.
    Bayern.
    Die Leute hier.
    Diese Hektik hier.

    Das einzig gute an diesem Land ist das strikte Rauchverbot. Und das ein oder andere Bier. Aber deswegen bleib ich nicht hier!
    (NRW, ick hör dir trapsen!)

  9. #9
    Hoppla, wo auch immer du da gewesen bist aber da wundere ich mich schon dass ich so etwas lese. Ich kann von Bayern exakt gegenteiliges behaupten und ich war schon öfters dort. Ich war zum Beispiel als Botschafter vom BRK in Süd/Oberbayern unterwegs und habe gemeinsam mit Kollegen um Fördermitgliedschaften geworben. Die Leute, die wir treffen und kennenlernen durften waren zum größten Teil so super bequem, so pflegeleicht und so entspannt, es war eine Zeit, die mir einfach nur viel gegeben hat. Die wenigsten wollten mit uns nichts zu tun haben bzw. wurden wir fast gar nicht verbal angegriffen...Ich finde, dass die bayerische Mentalität, wie ich sie kennenlernen durfte bis jetzt eine sehr gemütliche und bodenständige ist. Wo warst du denn gewesen? Das würde mich tatsächlich mal interessieren...

  10. #10
    Naja ich lebe seit über 30 Jahren in diesem Moloch. Die Stationen im Einzelnen:

    Würzburg: gehört für mich an sich gar nimmer zu Bayern. War bis zur Grundschule dort und ich glaube, der annehmbarste Ort in Bayern, weil die Leute tatsächlich noch ok sind und sich nicht nur für Fitnessstudios und Aktienkurse interessieren.

    Nürnberg: Eine unfreundliche Gegend, nicht wirklich warm geworden mit den Leuten da. Nur Aktienkurse und Fitnessstudio interessieren. Und mach da ja keine Kreativberufe, das wird dir von allen Seiten ausgeredet. Und du wirst als Spinner abgestempelt.

    München: Man bekommt keine Chancen, hier irgendetwas zu machen. Die Mieten infernalisch und Du lernst hier einfach keine Leute kennen. Zudem sind viele hintenrum.

    Altmühltal/ Ingolstadt: siehe Nürnberg

    Landkreis Tölz/ München: Die Tölzer sind zwar nett - aber du kannst da auch nur leben wenn Du gescheid reich bist. Gleichzeitig muss ich immer wieder in die Landeshauptstadt und da werde ich von allen Seiten untergebuttert und werde jetzt sogar noch explizit fertig gemacht.

    Man kriegt in Bayern nur schwer einen Fuß auf den Boden. Ich kenne da jetzt schon ein paar Leute, die alle gescheitert sind. Auch mich wollten die frustrierten Arbeitsämter auf Hartz IV sehen, weil mit diesem Studium bin ich selber schuld, nichts zu finden und ein Sozialschmarotzer (nur das Tölzer Arbeitsamt empfahl mir explizit eine Umschulung an der ich nun aber wohl zerbrechen werde).

    p.s.: Egal wo ich neu hingekommen bin, es lief immer gleich. Man wird gemobbt oder hintenrum fertig gemacht und rausgedrängt und bekommt keine Fuß in die Tür. Und alle sagen immer: Selber schuld. Hätt'st halt was gescheites studiert/ hättest dich halt gewehrt/ du musst halt den Anderen fertig machen/ das Leben ist so...
    Von gegenseitigem Respekt und Rücksichtnahme hat hier noch nie jemand was gehört. Und viele Kollegen meinten auch: Das ist speziell hier so schlimm. Und wenn Du nicht dazu gehörst, gehörst DU nicht dazu.
    Man wird auch überall rausgedrängt. Habe fast 12 Wochen für einen TV-Sender unentgeltlich gearbeitet und als die Urlaubsleute aus der Redaktion wieder alle da waren hieß es, ich bekäme das Volontariat jetzt doch nicht, weil ich zu "introvertiert" wäre für den Beruf des Journalisten. Auch wenn meine Beiträge allesamt spitze waren. Und ich sogar als Praktikant selbstständig die redaktionellen Inhalte festlegen durfte. Und ach ja - das Arbeitszeugnis fiel merkwürdig mies aus. Daraufhin hat mich dann eine Firma in Würzburg, die mich schon anstellen wollte, als sie das Zeugnis anforderte wieder ausgestellt.
    Und ein Tonstudio in München für das ich freiberuflich gearbeitet hatte, übernahm einen ehemaligen Kumpel von mir, nachdem ich ihn öfters mal bei Aufträgen dabei hatte. Ich wurde danach nie wieder angerufen. Schon merkwürdig. Ich will aber auch kein Arschloch sein. Aber in Bayern musst du ein Arschloch sein!

    Versteh mich nicht falsch: Ich mag die Bergwelt. Aber ich kann hier einfach nicht existieren. Und Kloputzen (wie vom Arbeitsamt angeordnet) will ich nicht. Außerdem ist es höchst merkwürdig, dass ich jetzt - sobald ich im Ruhrpott bin - mich wohler fühle und ich nicht ständig das Gefühl habe - hintergangen und gemobbt zu werden. Ich verdiene hier sogar momentan das meiste Geld - habe nur noch keinen festen Wohnsitz. Aber wenn meine Ausbildung, wo ich systematisch fertig gemacht werde, jetzt scheitert, dann bin ich auf und davon. Essen ist zwar nicht die schönste Stadt und auch leicht abgefuckt, aber von den Menschen und dem Umgang etwas vernünftiger... wobei in der Region die Leute auch - verglichen mit Bayern - sehr viel ärmer sind. Vielleicht machts das aus. Und ich scheiß auf die leicht höhere Kriminalität dort.

    Geändert von Cuzco (06.02.2016 um 12:41 Uhr)

  11. #11
    Sorry, aber das hat nichts mit Bayern zu tun, denn das ist überall so.

  12. #12

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Zitat Zitat von Whiz-zarD Beitrag anzeigen
    Sorry, aber das hat nichts mit Bayern zu tun, denn das ist überall so.
    Sehe ich auch so, denn wenn es so wäre, hätte ich nicht genau das Gegenteil von Cuzco hier in Bayern erreicht.
    Ich habe nach der Schule nicht studiert, habe nach meiner Ausbildung einen schlechten Job gehabt, aber seit dem ersten Jobwechsel (der nun schon ein paar Jahre her ist) verdiene ich genug, um mehr als zufrieden zu sein. Die Leute in meiner Arbeit sind bis auf wenige Ausnahmen super, die Leute hier in der Stadt ebenfalls großartig bzw. gibt es hier nicht viel Stress. Was will ich mehr? Mir geht es hier gut und für mich käme nie ein anderes Bundesland als Bayern in Frage.

    @Cuczo
    Meinst du nicht, dass das Problem eher deine Erwartungen an Bayern sind bzw. wie du und deine Bildung / Studium hier aufgenommen wird? Und vor allem, wie deine Einstellung dazu ist? Denn um ehrlich zu sein, es wundert mich kein Stück dass du in Bayern kein Fuß fassen kannst, wenn du immer nur ausstrahlst: "Hier kotzt mich alles an! Und du! Und du! Und besonders du!". Sowas merken die Leute...

  13. #13
    Stimme Whizzar zu. Sicher kann ich mich gut in deine Situation hineinversetzen, weil es mir lange mal recht ähnlich ging. Jedoch gibt es überall im Land diesen einen oder anderen Fleck, mit dem du nicht warm wirst. Ich kann zum Beispiel deine Erfahrungen mit dem Altmühltal und München nicht nachvollziehen, weil ich eben dort auch selbst unterwegs gewesen bin. Jedoch sprechen deine Erfahrungen eine andere Sprache. Ich fühle mich dagegen im Norden oder etwa in Köln unwohl und jedes Mal total missverstanden. Ich glaube, dass jeder Mensch - so verschieden er ist - auch die unterschiedlichsten Erfahrungen in den unterschiedlichsten Gegenden macht. Lass dich jedenfalls aufgrund deiner schlechten Erfahrungen nicht hängen und versuche, davon zu profitieren, indem du einfach nichts anderes tust als deinen Weg weiterzugehen. Es klingt wie eine hohle Phrase, aber du wirst merken, das sich genau das irgendwann auszahlen wird!

    Edit: Gerade über das, was Knuckles sagt, solltest du dir mal Gedanken machen. Wenn du irgendwohin mal neu hinziehst oder mal hinfährst, lass dich einfach überraschen und schraube deine Erwartungen ein bisschen nach unten. Ich verspreche dir, dass du alles um dich herum dann ganz anders wahrnehmen wirst. c:

    Geändert von Haudrauf (06.02.2016 um 13:32 Uhr)

  14. #14
    Zitat Zitat von Knuckles
    Meinst du nicht, dass das Problem eher deine Erwartungen an Bayern sind bzw. wie du und deine Bildung / Studium hier aufgenommen wird? Und vor allem, wie deine Einstellung dazu ist? Denn um ehrlich zu sein, es wundert mich kein Stück dass du in Bayern kein Fuß fassen kannst, wenn du immer nur ausstrahlst: "Hier kotzt mich alles an! Und du! Und du! Und besonders du!". Sowas merken die Leute...
    Nein! Diese "Einstellung" habe ich zwar aktuell, aber nur aufgrund meiner Erfahrungen. Das war auch nicht immer so: Ich bin nämlich immer positiv an alles rangegangen und hatte im ersten Anflug auch nie ein Problem mit irgendetwas hier. Aber es gab immer irgendwas, was mich auf die Fresse fallen ließ. Meist Personen die im Hintergrund gearbeitet haben, weil ihnen irgendwas nicht gepasst hat. Und viele Menschen hier sind sehr negativ eingestellt. Im Arbeitsamt wurde ich NUR negativ aufgenommen. Mein Studium wurde als Hobby bezeichnet und der Abschluss als minderwertig und mir wurde gesagt, ich sei wieder so ein Sozialschmarotzer, die hier nix verloren hätten. Und das nicht nur bei einem Arbeitsamt. Letztenendes haben die mich in Tölz dann auf die Spur gebracht umzuschulen. Mit welchem Ergebnis: Ich hab mir den Arsch aufgerissen, die Leistungen passen auch, aber aufgrund eines schlechten Starts mit einer bestimmten Personengruppe haben die mich jetzt auf dme Kieker und wollen mich durchfallen lassen. Ich habe immer souverän reagiert und meistens auch nix dagegen unternommen und es nie jemanden heimgezahlt. Ich war immer ehrlich und hab immer versucht eine Lösung zu finden. Auch die Sache mit dem Volo stinkt zum Himmel. Oder die Personalabteilung in der Firma wo ich Diplomarbeit geschrieben habe - die eine Anstellung - auch ein weiteres Praktikum einfach verneinten, weil weil halt. Auch diese bayerische arrogante Ich-bin-besser-als-du-und-lass-es-raushängen hab ich leider ganz ganz oft mitbekommen. Nur was soll ich machen? Ich habe halt auch kein Vitamin B. Wie soll man sich da wehren. Viele Leute, die mich kennen, sagen, einschließlich meiner Eltern, dass ich mir einfach alles gefallen ließe und zu ehrlich sei. Ich will aber einfach auch kein Arschloch sein.

    Und ich kenne auch sehr viele Leute, die von Bayern die Schnauze voll haben. Einer hat jahrelang in Düsseldorf gelebt und hat gemeint, er würde sofort wieder zurückgehen, wenn er hier nicht seine Familie hätte. Auch jemand aus Bochum, der mich öfter mal mit dem Auto mitgenommen hat, hat über die nicht so pralle bayerische Weltoffenheit berichtet. Und ich war übrigens immer erst so, dass ich gesagt habe, sie sollen den Bayern noch ein Chance geben. Letztendes lernt man hier ja auch viele tolle Leute kennen. Wie ich feststellen musste: Ja, man lernt viele tolle Leute kennen, aber nicht in irgendwelchen hilfreichen Positionen. Der Abschuss war, als ich im Ausland mal auf ein älteres Ehepaar aus Ingolstadt traf und da ich zu diesem Zeitpunkt grade mal 30-40 km von der Stadt entfernt auf dem Dorf wohnte, hab ich auch mit ihnen über die "Heimat" gesprochen, mit folgendem Fazit: "Es gibt nix krattligeres (engstirnigeres), wia an Schanzer (Einwohner der Stadt Ingolstadt)!"

    @Haudrauf: Ich werde meinen Weg weitergehen. Er wird aber wohl vom Isartal zum Ruhrtal führen. Bisher hat sich die Gegend als -witzigerweise- sehr freundlich und weltoffen offenbart.Ich war jetzt auch schon richtig oft da und auch lange. Und hatte nie das Gefühl, dass einen die Menschen dumm kommen/ nicht leiden. In Bayern geht das leider öfter so. Die Menschen lassen sich auch auf mehr ein, hören einem zu. Gut, die sind auch nicht so reich. Müssen nicht wie in Bayern jeder einen BMW, Mercedes oder Audi fahren, um cool zu sein. Im ganzen Ruhrgebiet gibt es wahnsinnig viele Studenten. Und die Leute sind dort halt einfach entspannter. In München ist immer alles megahektisch. Und geschäftig. Die Leute rennen nur noch aufgetakelt herum. Mehr Schein als sein. In NRW, auch in Köln sind die Leute recht entspannt, lustig, lachen viel und tragen "normale" Kleidung, respektive fahren meistens ziemlich Schrottkarren, bei denen dich die Jugendlichen in Bayern schief anschauen (Was, Du fährst Honda!)
    Dennoch: Meine Tölzer Berge sind ebenfalls mit netten und freundlichen Menschen bevölkert. Die Stadt (Tölz) ist wunderschön und die Lebensqualität spitze. Und die Leute entwas normaler als in der Stadt. Aber die Mieten, die Lebenshaltungskosten an sich sind sehr hoch und Kultur ist eher wieder auf München zentriert. Und Arbeit in meinem Bereich findet man im Oberland auch nicht. Und die Umschulung werde ich wohl nicht schaffen, weil man mich auf dem Kieker hat. Also muss ich weg von da. Irgendwohin, wo's was gibt - und das wohl außerhalb von Bayern.

  15. #15
    Dass die Leute zumindest in München unfreundlich sind, habe ich auch schon miterleben dürfen. Damals, 10. Klasse Abschlussfahrt München 2004. Egal, wo man war und was man gefragt hat, immer bekam man eine dumme Antwort oder wurde mit zusammengezogenen Augenbrauen angestarrt, als wollte man uns die Pest an den Hals wünschen. Ich kann verstehen, wenn man irgendwann so einen Eindruck bekommt. Freiwillig würde ich da auch nicht mehr hingehen wollen.

    - Das Inno -

  16. #16
    Neues vom Ausbilder:
    Ich bin mit meinen Kollegen gestern in einen neuen Raum umgezogen (mit großen neuen 16:10-Monitoren, wirklich Spitzenteile), der wegen baulicher Maßnahmen das ganze Wochenende gelüftet wurde. Da war es entsprechend kalt, die Heizung in diesem Raum hat eine Macke und heizt nicht richtig.
    Nach 2 Stunden frieren habe ich den Mut zusammen genommen und habe beim Ausbilder Bescheid gesagt, dass es da so kalt ist, dass ich nicht vernünftig arbeiten kann. Im Endeffekt wurde ich deswegen erniedrigt, beschimpf, mir den weiteren beruflichen Werdegang in krank-verdrehter Form vorgeführt (dass ich nichts gescheites werden würde und da nur geduldet wäre) und mir auch noch mit einer Abmahnung und deren Konsequenzen gedroht, falls ich nach Hause gehen würde.

    Ich war recht schockiert davon, so etwas von meinem Ausbilder zu hören. Selbst wenn man etwas Stress hat, darf man seinen Frust nicht so an einen Azubi auslassen.

    Ich bin entsprechend bis zum Feierabend geblieben (wo es endlich etwas wärmer wurde), denn wegen so einen Blödsinn will ich keine Abmahnung erhalten. Da hoffe ich dass ich mir nichts weg geholt habe, das war als ob ich die ganze Zeit auf einem kalten Stein gesessen hätte. Nicht mal meine Winterjacke hat da geholfen, viel aufstehen und laufen auch nicht.

    edit: Übrigens ist mein Vertrauen in den Ausbilder komplett weg. Werde bald anfangen mich bei anderen Arbeitgebern zu bewerben, ich will mit der Angst, bei jeden so'nem Blödsinn den Ausbildungsplatz oder später den Job zu verlieren, nicht leben. Ansonsten muss ich mir psychologische Hilfe holen.

    PS: Bei meiner Bewerbung für den Ausbildungsplatz habe ich genau 50 heraus geschickt (nur Emails, keine Briefe), 7 mal wurde überhaupt darauf reagiert, 4 Bewerbungsgespräche (wovon 2 Betriebe absolut grottenschlecht waren) von dem Rest habe ich nie wieder was gehört, also 86% Müll.

    Geändert von niR-kun (09.02.2016 um 21:05 Uhr)

  17. #17
    @Gendrek: Danke. Ich habe den ersten Text tatsächlich geschrieben, nachdem ich erfahren habe, dass ich meine Ausbildung wahrscheinlich nicht schaffen werde (eine schlechte Praxi-Beurteilung). Allerdings hab ich das Problem nicht mit fremden Umgebungen, sondern mit der Umgebung in der ich mich grade befinde. Aber insoweit hast Du recht: jede neue Situation ist oftmals eine fremde Umgebung für jemanden. Naja, mal sehen wie's weitergeht.

    @Whiz-zarD: Ich kann voll und ganz nachvollziehen, dass es bei Dir ebenfalls ziemlich scheiße gelaufen ist in der Vergangenheit. Ich freue mich auf jeden Fall, dass Du etwas gefunden hast. Wegen Bad Tölz: Bad Tölz selbst ist der freundlichste Ort weit und breit. Ich habe nie behauptet, dass die Leute in Tölz scheiße sind. Die Gegend (der gesamte Landkreis) ist wie das Paradies auf Erden: Das Alpenpanorama vor Lenggries, der Sylvensteinsee, der Kochel- und der Walchensee und wirklich super nette Leute. Ich werde mir das Leben hier nur bald nicht mehr leisten können. Und nichts was mich dort hält, außer ein paar gute Freunde, die tolle Gegend und die netten Menschen. Wegziehen zu müssen bedeutet entweder nach Nürnberg oder mal schauen. Arbeitslos werd ich auf jeden Fall nicht im Oberland leben bleiben können.

    @niR-kun: Das ist ja ne richtige WTF-Situation. Man rechnet mit nichts Schlimmen und dann kommen aus heiterem Himmel solche Angriffe. Ich kenne das auch. Ich hoffe trotzdem, dass das nur eine Phase war und nicht immer so ist. Da er allerdings ziemlich unberechenbar erscheint würde ich ihn auch nicht in einem "guten" Moment darauf ansprechen. Vielleicht ist er aber auch vernünftig und entschuldigt sich von selbst bei Dir.

    @Daen: Natürlich gibt es in Bayern auch eine Menge guter Leute. Das habe ich nie bestritten. Dennoch - da Du ja auch von hier kommst - müsstest Du diese "typischen" Macken eigentlich kennen.

    @Leana: Das mit dem Zeugnis war ziemlich fies. Es wurde erst sechs Wochen ausgefertigt nachdem ich schon weg war. Es war eine (!) Seite mit Stichpunkten(!) und war "wohlwollend" formuliert. Übersetzt bedeutete es "ein treudoofer übereifriger Bastard" (zeigte außergewöhnliches Engagement), der "keine Anweisungen von oben befolgt" (das Verhalten zu Vorgesetzten war einwandfrei), der "endlich weg ist" (Wir bedanken uns für seine Mitarbeit). Und ach ja, der Gipfel: "Herr A. bringt bereits bemerkenswerte Kenntnisse im Bereich Videoschnitt und journalistischem Arbeiten mit." (er prahlte mit seiner Arbeit!). Ich ließ es natürlich übersetzen und bin dann noch mal in den Sender gefahren - da war allerdings nie jemand zuständig und es hieß, dass es von einer externen Verlagsgruppe ausgefertigt wurde...
    Zitat Zitat
    Wenn du jetzt schon weißt, dass sie dich die Prüfung nicht bestehen lassen wollen, dann wende dich an eine übergeordnete Institution. Sowas gibt es für alle Ausbildungsberufe. Du hast nämlich einen Anspruch auf eine faire Prüfung!
    Das ist leider in dem Bereich nicht so einfach. Die Beurteilungen machen die Lehrer - ein Außenstehender wird das gar nicht beurteilen können. Und auf meine Kollegen hört keiner, da sie selbst noch in Ausbildung sind. Auch wenn meine Praktikumsstellen ebenfalls beide gemeint haben, ich wäre gut. Die können das alle nicht beurteilen. Nur die Ausbilder können das. Das einzige wäre die Ausbildungsstätte zu verlassen und woanders das Jahr zu wiederholen.

    Geändert von Cuzco (09.02.2016 um 20:49 Uhr)

  18. #18
    Zitat Zitat von Cuzco Beitrag anzeigen
    @Leana: Das mit dem Zeugnis war ziemlich fies. Es wurde erst sechs Wochen ausgefertigt nachdem ich schon weg war. Es war eine (!) Seite mit Stichpunkten(!) und war "wohlwollend" formuliert. Übersetzt bedeutete es "ein treudoofer übereifriger Bastard" (zeigte außergewöhnliches Engagement), der "keine Anweisungen von oben befolgt" (das Verhalten zu Vorgesetzten war einwandfrei), der "endlich weg ist" (Wir bedanken uns für seine Mitarbeit). Und ach ja, der Gipfel: "Herr A. bringt bereits bemerkenswerte Kenntnisse im Bereich Videoschnitt und journalistischem Arbeiten mit." (er prahlte mit seiner Arbeit!). Ich ließ es natürlich übersetzen und bin dann noch mal in den Sender gefahren - da war allerdings nie jemand zuständig und es hieß, dass es von einer externen Verlagsgruppe ausgefertigt wurde...
    Ich vermute mal, dass du an dem schlechten Zeugnis jetzt nichts mehr ändern kannst, aber in Zukunft würde ich mich mit sowas nicht mehr abfinden. Es gibt immer Möglichkeiten, sich zu wehren.

    Zitat Zitat von Cuzco Beitrag anzeigen
    Das einzige wäre die Ausbildungsstätte zu verlassen und woanders das Jahr zu wiederholen.
    Das wäre sicherlich eine Möglichkeit. Du könntest aber auch die Lehrer fragen, was du tun kannst, um deine schlechte Praxi-Beurteilung zu verbessern. Und wenn du denen klar machst, dass dir der Beruf Spass macht, dann werden sie dir bestimmt auch helfen.

  19. #19

    Gala Gast
    Ich bin wütend darüber, dass die Wutschachtel so Verdiskussioniert wird! SCHÄMT EUCH ALLE.

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