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Thema: Wutschachtel

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    @Haudrauf: Naja, es ist vllt weniger eine Unselbstständigkeit ihrerseits... Ich glaube eher, dass ihre Mutter sie total im Griff hat. Solche Menschen blühen meist richtig auf, wenn sie das Nest verlassen. Und mit der Hilfe eines Partners geht das eh meist super.

    Geändert von Dizzy (03.11.2015 um 14:40 Uhr)

  2. #2
    Das was Dizzy sagt.

    Wo soll sie Selbstständigkeit entwickeln, wenn ihr von Seiten der Eltern nicht die Chance dazu gegeben wird? Das ist keine prinzipielle Charaktereigenschaft namens "Unselbstständigkeit", sondern ein Produkt der Umstände. Da musst du weitsichtig genug sein, um zu erkennen, dass du es mit 13 vielleicht nicht so gut im Griff gehabt hättest, wenn du Sohn ihrer Eltern gewesen wärst. Und dadurch, dass sie noch bei ihren Eltern wohnt, gibt es nun mal effektiv eine Abhängigkeit.

  3. #3
    Gut, das stimmt nun auch wieder. Wobei ich aber gestehen muss, auch noch bei meinen Eltern zu wohnen. Aber diese Gründe nehmen auch schon ganz andere Dimensionen an.

    Edit an Soladra: So in Etwa sind meine Eltern aber auch. Dann musst du deiner Mutter sagen, dass du wichtigeres und besseres zu tun hast, denn wenn du für dein zukünftiges Leben büffelst ist das wichtiger und hat mehr Priorität. Häng ihr ruhig auch unter die Nase, dass es nicht davon besser wird, indem sie sich nur Stoff von RTL reinzieht, anstatt sich mal ein bisschen (wirklich nur ein wenig) mit dem Stoff auseinander zu setzen.

    Geändert von Haudrauf (03.11.2015 um 15:40 Uhr)

  4. #4
    Ist ja nix schlimmes bei den Eltern zu wohnen. Sie macht ihr Abi, da hat sie nicht die finanziellen Mittel, um mal eben auf eigenen Beinen zu stehen Gib ihr Zeit und vor allem den Rückhalt, den sie braucht um sich überhaupt entfalten zu können.

  5. #5
    Nein Nein, versteht mich keineswegs falsch. Ich finde es nicht schlimm, dass sie noch bei ihren Eltern wohnt. Ich tus immerhin auch noch. Nur, dass sie sich noch alles so Gefallen lässt. Am Ende habe ich mal mit der Mutter geredet und sie gefragt, ob das teilweise wirklich so sein muss wie es ist, dann ist auch mal die eine oder andere Strafe wieder weggefallen. Aber die kann mich leiden und man merkt der irgendwie auch an, dass sie das ja nicht tut, damit es ihr eigene Vorteile schafft, sondern, weil die Frau wirklich verzweifelt um ihre Tochter ist. Wir wohnen hier auf Käffern, durch denen ein Schmalspurbähnchen fährt und deren Fahrpläne recht übersichtlich ist. Sie kriegt es mit Ach und Krach hin, den richtigen Zug zu erwischen, weiß aber nicht, wie man einen Fahrkartenautomat bedient. Das sind die kleinen Dinge, die einfach jeder kann und die mich bisweilen echt Nerven kosten. Wenn wir dann zum Weihnachtsmarkt irgendwann fahren, bestehe ich drauf, dass sie mit dem Zug kommt, damit sie das dann auch mal lernt. Ich verlange ja nicht, dass sie jetzt von Reiskirchen bis ins Ötztal und wieder zurück fahren soll, wie ich im letzten Jahr, aber...kommt schon! Drei, vier Haltestellen, alle mit vollautomatischer, gut verständlicher Fís-Ansage, das muss doch zu bewältigen sein...

  6. #6
    Wenn du dir nicht sicher bin, lass es. Es ehrt dich, wie du dich um sie kümmerst und ich finde, du hast da auch ein gutes Gespür. Unabhängig werden muss sie so oder so selbst, sonst gibt das nachher noch eine Verlagerung und du wirst "die Mutter" (ich hoffe du verstehst was ich sagen möchte). Gerade da ich jetzt einfach mal ausgehe, dass du nach etwas festem, dauerhaftem suchst, macht es das fast noch schlimmer und wenn sie sich jetzt nicht ändert / ändern kann (wo evtl Gefühle da sind und man viel füreinander tut), wird sie es später wohl auch nicht.

    Am besten für sie wäre, auszuziehen, da sie sich so auf Dauer nicht daheim entwicklen kann. Ich hab das damals zu Beginn der Ausbildung auch gemacht, denn ich hatte selber eine unglaublich anstrengende, cholerische Mutter. SIe ist heute nicht viel anders, doch der Abstand und meine Unabhängigkeit von "Hotel Mama" machen es entspannter.
    Vielleicht hilft dir ja die eine oder andere Aussage hier, ich hab jetzt einfach mal ungefiltert geschrieben, was ich denke, daher nimms mir nicht übel.

  7. #7
    @Haudrauf: Ja natürlich macht sich ihre Mutter Sorgen. Sie hat ein unselbstständiges Kind großgezogen, was nie gelernt hat eigenständig zu handeln und nun steht sie da mit nem unselbstständigen Kind, welches nie gelernt hat eigenständig zu handeln. Hatte auch mal nen Freund, der es mit 24 immer noch seinen Eltern recht gemacht hat, der dann anrufen musste wenn er später als 19:00 uhr zuhause war und bei dem die Eltern gesagt haben, er soll nachts nicht unterwegs sein. Ich meine, ich kenn die gute Dame ja nicht, aber sei bloß nicht so naiv und fall auf das liebe und fürsorgliche Verhalten der Mutter rein. Wer seinem 21-jährigen Kind noch Stubenarrest und Telefonverbot gibt brauch einem nicht erzählen, dass er sein Kind so erzogen hat, dass es irgendwann auf eigenen zwei Beinen stehen kann.

  8. #8
    @Haudrauf: Wenn ich in deiner Haut stecken würde, würde ich die Bevorzugte so oft wie möglich motivieren, sich selbstständig um ihre Sachen zu kümmern (du hast zum Beispiel von der guten Idee geschrieben, sie zu zwingen, dich per Zug zu treffen), auch mal bis zum frühen Morgen von Zuhause wegzubleiben (schön lange Rollenspielrunde oder Bierabend) und spontan mal bei Freunden des Vertrauens zu übernachten. Und die Eltern müssen sich eben durch solche Sorgenereignisse Vertrauen in ihre Tochter und einen gesunden Grad Realismus angewöhnen. Klar, Ängste sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen: Doch jeder Psychologe wird sagen, dass man Ängste nur überwindet, indem man sich ihnen stellt - und am besten auch so bald und so oft wie möglich.

    @Soladra: Ich kann nur unterstreichen, was Haudrauf geschrieben hat. Da du glücklicherweise schon 18 bist und damit wieder ein ganz anderes rechtliches Verhältnis zu deinen Eltern hast, hast du nichts zu verlieren, wenn du sie offen mit der Sache konfrontiest und (ruhig deinen Vater dazuholen; er ist gerade als Hobby-Programmierer für den Wissensstand deiner Mutter mitverantwortlich!) ihr die Sache und den damit verbundenen Frust ersteinmal sachlich schlichtet. Sollte das nichts bringen, kannst du dann klarstellen, dass du keine Zeit für solche nervraubenden Angelegenheiten hast und sie selbst lernen sollte, mit solch einfachen Angelegenheiten klarzukommen - immerhin ist sie 40 Jahre alt, was immernoch ein gutes Alter ist, um Neues zu lernen.

  9. #9
    Wenn du dein Glück davon abhängig machst, ob jemand anders sich bald ändert, bist du bescheuert.

  10. #10
    Zitat Zitat von Corti
    Wenn du dein Glück davon abhängig machst, ob jemand anders sich bald ändert, bist du bescheuert.
    Ja, immer von Montag bis Freitag. So fall ich wenigstens in deiner Umgebung nicht weiter auf

    Ich mache mein Glück Gott sei Dank nicht davon abhängig. Ich bin halt unter recht schwierigen Umständen groß geworden und dann wird man auch nach ner Zeit irgendwie selbstständig. Natürlich hat sich dann auch in mir ein gewisser Slang eingeschlichen, der nach einem Menschen verlangt, der auch ansatzweise selbstständig ist. Sie muss nach wie vor nicht freihändig Dreirad fahren und gleichzeitig telefonieren, ich habe nach wie vor selbst an anderen Stellen noch Nachholbedarf (Und das hat doch soweit irgendwie jeder, oder...?) Und wenn ich herausfinde, dass mir langfristig gesehen wirklich was an ihr liegt, warum sollte ich denn damit zögern, sie mal von ihren Eltern wegzuholen und sie mit Überwindungen zu konfrontieren? Von Nichts kommt Nichts, wenn ich mich jetzt nicht zu sehr verzählt habe.

    Edit: Nein, Surface, bist du nicht Wenn es aber nach dir gehen würde, wäre es auch furchtbar schwach, dass Soladra sich hier über ihre Mutter moniert, die hier nichts auf die Reihe bekommt. Immerhin könnte sie ja durch Zufall genau auf diese Seite genau in diese Community, genau in dieses Forum, genau in diesen Thread und genau auf diese Seite landen, einschließlich, dass sie durch Hexerei herausfindet, dass diese "Soladra" ihre Tochter ist. Kinners, das ist eine Wutschachtel. Außerdem müsste dann auch Daen ja theoretisch was zu befürchten haben, weil er sich hier darüber aufgeregt hat, dass seine (wirklich gut gemeinten) Vorschläge in Sachen Flüchtlingen einfach nicht ernst genommen wurde.

    Geändert von Haudrauf (03.11.2015 um 20:31 Uhr)

  11. #11
    Ich ärgere mich jeden Morgen, wenn es noch dunkel ist und ich trotzdem schon aufstehen muss. Und abends, wenn ich nach Hause komme, ist es schon wieder dunkel.

  12. #12
    Das ist bei mir aber genau so. Was mein körperliches und seelisches Wohlbefinden rapide ansteigen lässt, sind Fußbäder. Dazu brauchst du nicht mal diese komischen Wellness-Dinger, eine einfache Schüssel genügt auch. Zu dem heißen Wasser etwas Allgäuer Latschenkiefer, Kastanienextrakt oder Salz vom toten Meer dazu geben und ca. 20 Minuten so verweilen. Wobei ich dazu sagen muss, dass mein Beruf momentan auch sehr fußlastig ist, aber wenn du gern neues ausprobierst, ist das sicher ein Versuch wert!

  13. #13
    Das was Lonicera sagt. Mit einer Erwachsenen Person so umzugehen zeugt eher von schwachem Charakter, denn von Fürsorge.
    Und ob Papa Surface Dweller seinen Segen dazu gibt ist auch recht egal. Über die Zeit in der junge Frauen nur mit dem Segen des Vaters ihre romantischen Entscheidungen treffen konnten, sind wir zum Glück hinaus.

    Allerdings muss ich zugeben, dass ich wohl an deiner statt, Haudrauf - so noch nicht zuviel gelaufen ist - so wie du die Lage beschreibst, davon absehen würde die Dame zu daten. Nicht mal selbst Fahrkarten lösen zu können ist ... hart.
    Hatte in vergangenen Beziehungen im Ansatz teils mit ähnlichem zu tun. Ist nicht so toll.

    - - - - - - - - -

    Ansonsten mag ich mal ranten: Tern macht ja hübsche Räder, aber wenn mir von meinem Faltrad im selben Monat erst unter der Fahrt die Faltpedale abbrechen weil im inneren des Schaniers ein Plastikbauteil verbaut wurde, dann auch noch die Bremsen ... da bin ich wirklich nicht erfreut.
    Ansonsten nervt es mich, das ich zwar eine junge Dame traf die mir ganz gut gefällt und der ich nach dem was sie mir so sagte auch ganz gut gefalle, aber bei der eine feste Partnerschaft aufgrund radikal unterschiedlicher Lebensentwürfe nicht wirklich Sinn ergeben würde. Dass meine mit Herzblut geschriebene Predigt im homiletischen Hauptseminar so zerrissen wurde, weil ich gar zu rhetorisch spräche, dass ich schauen muss wie ich sie bis zum Sonntag (wenn ich sie in einer Kirche halten muss) neu/ umgeschrieben kriege. (Aber wer weiß. Evtl. hilft diesbezüglich ein Gespräch, das ich mit meinem Dozenten haben werde). Dass das Befögamt über ein Monat nach Semesterbeginn mal wieder noch immer nicht zahlt. Und, dass ich seit Monaten dauernd Nackenschmerzen habe, und nicht weiß woher sie kommen.

    Abseits dessen kann ich mich aber nicht wirklich beklagen. Insgesamt ist das Leben doch momentan tendenziell positiv. Vor allem weil ich mancherlei althergebrachte schlechte Gewohnheiten und Denkmuster zumindest im Ansatz in den Griff zu kriegen scheine.

    Geändert von Jerome Denis Andre (05.11.2015 um 12:43 Uhr)

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