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Thema: Journey

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Wow, nicht schlecht. Also zumindest ist es bessser als das meiste, was ich sonst so an Texten im Internet gelesen habe. ^^ Bei einem echten Buch wäre ich zwar noch eher skeptisch, würde aber wohl erstmal weiterlesen, ist doch recht gut geschrieben.

    Stilistisch bist du nur teils etwas unsicher, vor allem da wo Mirage den Brief entgegennimmt.
    a) Es steht gar nicht da, dass sie den Brief nimmt, es wird nur plötzlich klar, dass sie das getan hat. Wäre imo gut, explizit hinzuschreiben.
    b) Die "Introspektion" (oder wie man das nennt) wechselt öfters zwischen Isabo und Mirage, allgemein sollte man sich aber doch entscheiden, aus wessen Sicht man eine Szene jetzt schildert.
    c) Der Dialog wirkt etwas konstruiert.
    d) "Doch es regte sich auch missfallen in dem sonst so ruhigen Gemüt" klingt seltsam, bzw. auch eher aufgesetzt.
    e) Das Verhältnis der beiden wird imo ziemlich unterschiedlich geschildert: Mal ist Isabo die vorbildliche Dienerin, die sich nicht ohne Erlaubnis zurückziehen darf, dann wirft sie Mirage wieder ungeschönt ihren Weinkonsum an den Kopf.

    Und höflich wäre es, vor einer Veröffentlichung zumindest noch einmal drüberzulesen – da stecken doch noch etliche Fehler drin, die einem dabei eigentlich gleich auffallen müssten. <__<"

  2. #2
    *g*
    Gut ich gebe zu das ich zu der Sorte "unhöflicher" Schreiber gehöre...aber ich gelobe Besserung.

    Deine Vorschläge sind gut und vorallem präzise, daher werde ich sie nach bestem vermögen umsetzen.
    Ich bitte um etwas Geduld, was die charakterisierung der Protagonisten und deren sozialer Struktur anegeht...in ein paar Absätzen lässt sich das schwerlich schildern. Dabei gebe ich dir aber Recht das in dieser hinsicht die Gegensätze sehr stark miteinander kollidieren. Ich werde das recht bald einfließen lassen warum und weßhalb meine Pros so miteinander umspringen wie ich es sie habe tun lassen.

    Die Sicht der Dinge wird nicht mehr so schnell oder besser, abrupt wechseln...dieser vermalledeite Anfang...

    Last but not Least freue ich mich über das fundierte Kommentar, das auch gleich noch Lösungsvorschläge enthällt.

    Dafür vielen Dank

    lg
    HdS

  3. #3
    Nun, es ist etwas kurz, um sich wirklich eine Meinung zu bilden; vor Allem, da es kein abgeschlossener Text ist. A priori gefällt er mir aber ganz gut, gute Beschreibungen bringen eine tolle Atmosphäre auf.
    Ich stimme weiters Drunken in den meisten seiner Punkte zu (vor Allem was die Fehler betrifft ), außer in b). Für mich sind die Erzählperspektiven recht konstant, für einen auktorial erzählten Text passt das hervorragend - meiner Meinung nach.

    Anschließend noch ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind:

    Zitat Zitat
    [...], die ihr wärmendes Licht beharrlich hinaus in den brüllenden Sturm spendete.
    "Spendete" würde ich hier so nicht verwenden, das passt nicht ganz. Vielleicht "sandte", um im selben Ton zu bleiben; oder "(ver-)strahlte"...

    Zitat Zitat
    Es stand dort schon seit Generationen, erhaben, scheinbar unangegriffen von den Gezeiten thronte es über den Klippen der Vyvern Isle.
    Da fehlt ein Punkt oder zumindest ein Semikolon nach "Generationen", oder aber du musst die Struktur der Sätze verändern. So jedenfalls stimmt es nicht.

    Zitat Zitat
    Doch hatten seine Hallen ihre besten Zeiten bereits hinter sich gelassen. All sein Glanz und gleichsam der Ruhm der Familie Vandon waren nur noch eine flüchtige Erinnerung.
    Hier hingegen würde ich beide Sätze zusammenführen (sprich Punkt durch Beistrich ersetzen).

    Zitat Zitat
    Ein über die Jahre immer blasser werdender Schimmer der einstigen Größe der Vandons waren die mannshohen Gemälde von Lord William Vandon, der nun mehr aus dem rissigen Ölgemälde hinab auf das blickte was einst sein Heim gewesen war.
    Hier gibt es ein Kontinuitätsproblem. Erst sind es "die Gemälde", dann schaut er aber von "dem Gemälde" herab. Logischer ist ersteres, weil ja wohl kaum nur ein Bild in dem Haus hängt. Und wahrscheinlich werden auch andere Ahnen der Familie "an den Wänden hängen"...

    Zitat Zitat
    Zu eben jenem Ort schlug sich die Person durch, der all diese Gedanken durch den Kopf gingen.
    "Die Person" klingt etwas kalt, unpersönlich. "Die Frau" oder gleich "das Dienstmädchen" oder Ähnliches würden besser passen, willst du's aber geheimnisvoller machen oder nicht so viel vorwegnehmen, schreib "die Gestalt" oder so.

    Zitat Zitat
    Isabo
    Also ich weiß nicht... Meinst du "Isabeau" (alter französische Version von Isabel/Elisabeth), oder hast du's ganz erfunden? Falls zweiteres zutrifft, lass es; obwohl der Name für mich sehr komisch aussieht/sich anhört .

    Zitat Zitat
    [...]um ihren schmalen Körper.
    Reine Geschmackssache, aber ich würde "schlank" verwenden...

    Zitat Zitat
    Verärgert stellte sie dabei fest dass ihre Dienstmädchenunform ebenfalls durchnässt war und dass Wasser sowohl aus den Kleider wie dem stahlgrauen Haar tropfte.
    Es müsste so wohl... als auch... heißen. Außerdem ein Beistrich nach "dabei"; noch ein "das" vor "Wasser".

    Zitat Zitat
    Mirage Vandon beäugte ihre einzige Untergebene mit überraschtem Blick [...]
    "Beäugte" stört mich irgendwie in diesem Kontext, ich würde eher "besah" oder "bedachte" nehmen....

    Zitat Zitat
    [...], ein deutliches Zeichen für Skepsis.
    "Ihre Skepsis" klingt für mich besser...

    Zitat Zitat
    [...]doch da es die einzige Art des Ferngespräches darstellte musste man es eben erdulden.
    "Ferngespräch" passt nicht. Erstens denkt man dabei an ein Telephon, zweitens ist ein Brief kein Gespräch (nja, im weitesten Sinne natürlich schon...). Schreib lieber "Kommunikation" oder so etwas. Außerdem würde ich "man" durch "sie" ersetzen.

    Zitat Zitat
    Isabo sah es schweigend mit an[...]
    "Sah schweigend zu" gefiele mir besser.

    Zitat Zitat
    Doch es regte sich auch missfallen in dem sonst so ruhigen Gemüt, schließlich hatte sie sich gerade dafür durch diesen beinahe unirdischen Sturm gekämpft.
    Der Satz stimmt nicht wirklich mit dem vorhergehenden überein. Leite den Satz besser mit "Darüber regte sich Missfallen..." oder etwas ähnlichem....

    Zitat Zitat
    Ihre Stimme hatte plötzlich etwas dämonisches, das ganz und gar nicht zu der filegranen, weiblichen Statur mit den schwarzblauen Locken passte.
    "Dämonisch" ist meiner Meinung nach zu stark. Ich weiß zwar nicht, wie sich der Charakter im Laufe der Erzählung verändern wird, aber jetzt wirkt es unpassend. "...etwas bitteres, sarkastisches,..." oder etwas wie "eine Schärfe/eine Härte" fände ich passender.
    (Es muss "filigran" heißen...).
    Und "weiblich" als Adjektiv wirkt recht ungeschickt. Wenn nicht irgendwie herauskommt, dass sie besonders maskulin wirkt oder so, ist "weiblich" für eine Frau nicht gerade bezeichnend. Ich würde mich nach etwas besserem umsehen .


    Zitat Zitat
    [...]aber ich weiß nicht an wen ich mich wenden soll,[...]
    "an wen ich mich sonst wenden soll".

    Zitat Zitat
    In liebe
    Abgesehen davon, dass man "Liebe" groß schreibt, passt diese Grußformel atmosphärisch nicht wirklich hinein.


    Ansonsten solltest du noch an den Dialogen arbeiten. Ich weiß, gute Dialoge sind furchtbar schwer, aber sie sind nun mal das Um und Auf einer Geschichte (falls welche darin vorkommen). Schließlich verraten sie weit mehr über die Charaktere als jede Beschreibung und sie vermitteln ihnen auch Leben. Wirken die Dialoge zu künstlich und aufgesetzt, leiden die Tiefe der Geschichte und das Einfühlungspotenzial darunter.
    Weiters wirken die Namen - vor allem die der Orte - sehr unnatürlich. "Vyvern Isle" geht ja noch halbwegs, aber "Asylum Island"? Lass dir doch etwas originelleres einfallen . Auch sind die Namen der Charaktere alle französisch, die der Orte aber durchgehend englisch (was per se schon störend ist, sollte das Ganze nicht in England stattfinden), dadurch wirkt das ganze nicht sehr authentisch. (Und Armand schreibt man mit "d" )
    Auch solltest du - wie Drunken schon sagte - das Verhältnis zwischen Herrin und Dienerin klären und festlegen. Hier verhält sie sich zwei mal völlig verschieden - eins von beiden muss weg.

    Schließlich musst du wirklich deine Rechtschreibung verbessern. Um den "Fehlerteufel", wie du sagst, abzuknallen, bräuchte man da ein Maschinengewehr. Vor Allem die Beistrichsetzung ist so gut wie nicht vorhanden; aber du machst auch so genügend Groß- und Kleinschreibfehler. Dazu kommen noch Tippfehler... Insgesamt hemmt das den Lesefluss stark und stört ungemein. Dabei hat Word mittlerweile eine recht brauchbare Rechtschreibprüfung, und sogar mein Browser hat eine... da müssten doch zumindest die gröbsten Schnitzer weg. Verbessert habe ich hier nichts, da ich keine Zeit dafür habe (und ein einmaliges Drüberlesen sollte da ja reichen).



    Nja, erstmal genug der nächtlichen Krittlerei, ich glaube, ich habe alles erwähnt, was mir aufgefallen ist. Trotz Allem ist es ein recht guter Text, den ich gerne gelesen habe. Stell ruhig die Fortsetzung rein, ich bin gespannt, wie's weitergeht .
    Schließlich möchte ich noch darauf hinweisen, dass alles obige absolut subjektiv ist. Es ist meine Meinung und keineswegs eine absolute Wahrheit. Es ist ja dein Text, mit dem du machst, was du willst. Just in case.

    Hiermit gute Nacht .

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