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Kein Leben
Ich fand die eigenen Modelle von Japanern immer viel lustiger als Rut Benedict's et al. Amae z.B. und die darauf aufbauende Dependenztheorie ist kein schlechtes Werkzeug um vieles auf den ersten Blick bizarres in der Literatur begreifbar zu machen.
Aber prinzipiell finde ich die Idee, dass nichts die Menschen einer Nation verbinden soll recht bescheuert. Es gibt so gut wie immer eine Reihe von Konsensthemen an denen sich Politik und Kultur definieren, und diese bleiben schon mal länger als sechzig Jahre in Verwendung. Manche schaffen durchaus auch unter vielen Permutation zweihundert Jahre durchzuhalten, wie z.B. unsere eigenen Geschlechter-Stereotypen, die immer noch vom aufklärerischen Diskurs geprägt sind. Wir sind keine atomaren Individuen, wobei natürlich zugegeben werden muss, dass seit den 80ern die Atomisierung der gesellschaftlichen Vereinigungen zunehmend Gewicht im Diskurs gewonnen hat. Nicht zuletzt angetrieben durch Veränderungen in der Arbeitsorganisation.
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