@ Hippokrates: Geiles Topic!
Ich selbst stellte mir gerade gestern diese Frage... Bei mir war es so: Poolparty bei einem Freund...
Mitten in der Nacht, nur noch 3 Leute im Pool..
Ein Freund, meine (noch nicht aber man könnte ja weitersehen) Freundin und ich...
Nun ging mein Freund aus dem Pool, wir beide blieben zurück...
Nun, es wären so viele Dinge zu sagen und zu tun gewesen, jedoch lehnte ich mich nur gegen die (Pool)Wand und wartete darauf, dass sie den ersten Schritt in irgendeine Richtung macht...
Ich wusste selbst nicht warum, ich wusste sehr genau das sie gehen würde wenn ich nichts sage, und dies war das Letzte das ich wollte... Sekunden verstrichen.. Minuten verstrichen.. Kein Wort wurde gesprochen... Ich wusste, entweder kommt sie zu mir oder sie geht.. Ich wusste, dass es nur zu einfach gewesen wäre, sie hier zu behalten... Dann ging sie...
Nun, nehmen wir an, jetzt würde nocheinmal die komplet selbe Situation vorkommen... Es wäre meiner reinen Willkür zuzusprechen, ob ich jetzt sie anspreche oder es lasse...
Nun Frage ich mich, ich wusste doch in der 1. Situation was passieren würde wenn ich sie nicht anspreche, folgerichtig wären dann doch auch in der 2. Situation eben die komplet gleichen Vorraussetzungen, und doch würde ich anders reagieren...Zitat
Nun Frage ich mich, wieso? Es ist die komplet selbe Situation, jedoch reagiere ich verschieden darauf. Was ist schuld? Die momentane Gefühlslage? Reine Willkür? Zufall?
Nun, ich würde sagen, dass die "Faktoren" so vielschichtig wie unübersichtlich sind, unterbewusst, so dass es sehr schwer nachzuweißen ist, ob man in "selben" Situationen gleich reagiert, und 2 komplet gleiche Situationen kann es nicht geben, schon allein wegen der Zeit... (du hast nicht zufällig eine Zeitmaschine daheim Hippo? *gg*)Zitat
Nun, auch das ist sehr schwer abzuschätzen... Vielleicht ist Spontanität auch nur eine Art, auf das Zusammentreffen verschiedenster Faktoren zu reagieren?Zitat
Nun, jedoch muss ich wieder den guten alten "Willen" hier ins Spiel bringen.. Wenn wir uns einig sind, dass der Wille (wenigstens begrenzt) frei bzw. unabhängig ist, dann kann man dies als Argument dagegenhalten, denn selbst wenn die Faktoren wirklich (ich sag mal) klar auch eine Reaktion (und mehr kann es nie sein), ist es immer noch der persönliche Wille, welcher schließlich den Ausschlag gibt..
Also, wenn man nicht glaubt, dass das eigene Denken nur eine "Reflextion der Umwelt" umgesetzt durch biochemische Prozesse im Gehirn ist, welche eine Kette verschiedenster Gedanken auslöst, dann kann man sich beruhigt zurücklehnen und sagen, dass soviel Spontanität, und nicht zuletzt auch Individualtät, bei jedem Menschen vorherrscht, sodass man selbst immer noch die Entscheidungsgewalt (auch wenn sie vielleicht kleiner ist als die meisten vermuten) über sein Leben hat, egal wieviele Faktoren auch etwas anderes aufzeigen...
mfg

Kontrollzentrum




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