Weniger von den Schüssen, als von dem Schrei aufgeschreckt drehte sich the Turgon um. Er sah den Wirt der sich neben einem Gewehr herumwälzte. Ein Gewehr. Mit einem raschen Seitenblick auf den Gegner der geblendet wild um sich schlug, hetzte er zu der am Boden liegenden Waffe. Auch wenn er nicht im Umgang mit Waffen geübt war, einfacher konnte es doch nicht sein.
Voller Verzweiflung versuchte sich Kael mit einem Finger die Augen von dem brennenden Parfüm zu befreien. Es war eine Sache, einen Sinn durch den MP3-Player zu verlieren, aber eine andere noch einen Zweiten einzubüßen. Zu mal es wohl die beiden wichtigsten Sinne in einem Kampf waren. Durch das eine Auge, gerade halbwegs frei gewischt, erkannte er die verschwommene Gestalt seines Feindes. Warum stand er soweit weg, warum lieferte er nicht den Gnadenstoß? Das Bild wurde klarer und Kael erkannte er wie die Gestalt etwas langes, dunkles aufhob und begutachtete. Schnell wusste er, dass es sich dabei um eine Schusswaffe handelte. Ein Kampf mit einem Messer war in einem Direktgefecht aussichtslos. Ohne zu Zögern lief er los.
The Turgon war zu sehr damit beschäftigt die Waffe zu begutachten, als das er die Flucht seines Gegners bemerkt hätte. Auch das Geschrei des Wirtes spielte mit hinein, dass er sie nicht bemerkte. The Turgon konnte den Jungen nur noch hinter einer Ecke verschwinden sehen.
"Scheiße!" knurrte er. Aber er hatte nicht die geringste Lust ihn zu Verfolgen. Es reichte aus, wenn er unbemerkt mit dem Wertgut verschwinden konnte. Aber die Benutzung einer Waffe wollte trotzdem geübt sein. Er betrachtete den sich windenden Wirt.

Der Schrei lenkte Mivey ab, nur für einen kurzen Moment, doch das genügte dem in rage geratenen BIT. Durch den Alkoholpegel bei dem andere schon erblindet wären, bekam er den Schrei nur verspätet und schwach mit. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits die Kalachnikov in seinen Händen. Mit ein paar Schwierigkeiten legte der Arzt auf den Gegner an. Er konnte Leben geben, Leben retten und wenn es sein musste auch Leben beenden.
Die beste Gelegenheit war da. Layana stürzte sich mit dem Eisenrohr in der Hand von hinten auf BIT und presste ihm die Kehle ab. Der Arzt schüttelte sich, doch das Mädchen ließ nicht locker. Es war nicht das erste mal, dass sie mit großen Männern ringen musste.
Auch Mivey sah seine Chance. Aus seiner Hosentasche zog er ein Butterflymesser, während er einen Fußfeger gegen den röchelnden Arzt ausführte. Der Arzt kippte mitsamt dem Mädchen nach hinten um und begrub dieses mit seinem ganzen Gewicht. Ohne zu Zögern stürzte sich Mivey auf ihn und stieß ihm in die Brust. Ein lautes Poltern ertönte, als Kael die Treppe herunterstürzte. Durch diese kleine Ablenkung verfehlte Mivey den gewünschten vitalen Punkt. Durch den den Umwurf bekam Bit wieder Luft und stieß den auf ihm hängenden Kerl von sich runter. So schnell es ihm sein Körper erlaubte, raffte er sich auf und floh den Gang entlang Richtung Küche.
"Scheiße!", fluchte Mivey und versuchte sich aufzurichten, doch ein Schlag einer Eisenstange streckte ihn nieder. Im Gegensatz zu BIT war er nicht schmerzresistent und fiel nieder. Schnell verpasste ihm Layana noch einen Schlag und rannte in die entgegengesetzte Richtung des Arztes. Am Ende der Treppe sah sie den ohnmächtigen Kael, dessen Kopfhörer noch Geräusche von sich gaben. Sie lagen etwas von ihm entfernt. Er musste wohl die Treppe herunter gefallen sein. Schnell huschte Layana weiter. Irgendwo musste ein Hintereingang existieren. Als von oben mehrere Schüsse erklangen, beschleunigte sie ihren Schritt.

BIT kam nicht weit. Langsam spürte er die Müdigkeit seines Körpers und stürzte in einen Raum. Es war der Raum mit den Akten des Wirtes. In Bit flammte eine neue Hoffnung auf. Langsam kroch er voran. Hier würde er vermutlich die Antwort finden.
The Turgon betrachtete grimmig lächelnd sein Werk und dann die Waffe in seiner Hand. Es war nicht so schwer, wie er gedacht hätte. Es war Zeit aufzuräumen.