Ich gebe dir, den Charakteren bezüglich nur teilweise recht.
Sicher, interessante oder schön anzuschauende Personen möchte man viel lieber durch die Story begleiten bzw. steuern, als welche mit denen man sich gar nicht indendifizieren kann. Insofern steigert eine sympathische Heldengruppe durchaus den Spielspaß, das möchte ich gar nicht anzweifeln.
Doch für mich persönlich, ist die Meute nur die Erdbeere auf dem Sahnehäubchen.
Denn wenn das Drumherum stimmt, nehme ich auch flache Persönlichkeiten in Kauf.
Viel wichtiger ist vielmehr, was diese Leute zu tun bekommen. Und Warum. Und wie sollen sie da nur wieder heraus kommen?!
Was meiner Meinung nach, bei vielen Geschichten fehlt, ist die spürbare Auswegslosigkeit, die aus der ganzen Geschichte die Sahne macht, anstatt nur das Behältniss für diese zu sein.
Meistens zieht der Held los um irgendetwas zu retten und auf diesem Wege schließen sich andere Typen an.
Im Grunde hat bei solch einer Story der Held gar nichts damit zu tun. Er ist austauschbar.
Aber wie spannend wäre denn schon eine Reise ins All, ohne einen verbohrten Militärheini, der Probleme schafft? Wie spanned wäre das, wenn statt seiner ein Jugendlicher mitreist, weil er seine Eltern verloren hat?!....

Der Zusammenhang zwischen Held und Geschichte, bleibt meiner Meinung nach zu oft außen vor.
Man selber muss doch auch oft irgendwelche Probleme bewältigen, an denen man selbst schuld ist.
Nicht wie der Faden gesponnen wird ist langweilig, sondern das verknoten zu einem dicken Seil, was leider oftmals nie passiert.