Was ich lustig finde, ist wenn Leute einen Post oder besser noch einen Satz lesen und dann unqualifizierte Statements von sich geben.
Erst wird mir durch die Blume vorgeworfen ich würde nur den "Anti Mainstream Trend" kritisieren, weil ich festegestellt habe, dass die meisten Teilnehmer dieser Aktion nicht erklären können was Sinn und Zweck der Petition sein soll und es lediglich aus querolanten Launen heraus tun.
Daraufhin erwiedere ich, dass ich ebenfalls selten ein Fan von kommerzieller Musik bin (sprich ich mir wenig aus den Charts anhöre) und jetzt kommt der nächste und steckt mich in eine Schublade derer, die nur "alternative" Musik hören um cool zu sein.
Zu Deiner Frage:
Ich höre bunt gemischt alles mögliche von Hip Hop (deutsch, französisch, englisch), Chillout und House Musik (Milchbar find ich z.B. klasse) über Klassik, Soundtracks und ab und an auch einige Sachen aus den Charts. (z.B. Robbie Williams, Falloutboy)
kommerziell:
gut verkäuflich, sprich eine große Masse an Menschen anspricht.
Wenn ich das so höre. "Kommerzielle Musik". Das klingt so, als seien die Künstler, die du hörst, alle musikliebende Altruisten, die Musik nur machen, um eine elitäre Gruppe von Zuhörern zu erfreuen und die mit den CD Verkäufen ihre Unkosten tilgen. Dabei ist es doch so, dass diese sich mit einer Nische abgefunden haben aufgrund der großen Konkurrenz und dem fehlenden öffentlichen Fokus. Jedes Genre bekommt irgendwann Aufwind. DJ Tiesto galt in den USA auch mal als Underground Geheimtipp und ist heute Mainstream. Aggro Berlin war mal auch ein Indielabel und hat Platten auf Undergroundkonzerten verteilt. Es gehört viel Zufalls dazu. Die Musik, die du hörst, wäre möglicherweise unter anderen Umständen das geworden, was du als kommerzielle Musik bezeichnest.
War das jetzt auf mich bezogen?
Darum geht es mir doch garnicht, ich kritisiere doch überhaupt nichts an "kommerzieller" Musik?!
Ich für meinen Teil höre das was mir gefällt, meistens ist es eben nicht etwas aus den Charts, aber ich habe doch auch Gegenbeispiele aufgeführt?!
Ich vertrete die Ansicht, dass jeder der mal "Untergrund-Musik" gemacht hat die Chance kommerziell zu werden nutzen sollte, ein super Fussballer wird doch auch nicht schlechter, nur weil er jetzt plötzlich für FC Bayern München und damit "kommerziell" geworden ist.
Gerade Aggro Berlin ist doch ein Beispiel, dass der Kommerz auch der Musik die produziert wurde zugute gekommen ist, zumindest was Produktionsaufwand und Beats angeht. Kommerz beschreibt in vielerlei Hinsicht eine Weiterentwicklung was die Möglichkeiten und Verwirklichungen angeht, ich habe diesen Prozess an keiner Stelle verteufelt.