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Thema: "Der Held ist Hetero"

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    Denn von allen gesellschaftlichen Normen abgesehen ist Homosexualität nichts normales. Der Sinn einer Partnerschaft ist im Endeffekt Nachwuchs zu zeugen und diesen dann bis zu einem Alter zu begleiten in dem er alleine überleben kann. So ist das durch die Bank weg in der Natur. Klar gibt es Abwandlungen des Grundmodells, aber das Grundprinzip ist da.

    Warum sagst du also nun das es normal sei, wo doch das ganze Prinzip von Sex und Partnerschaft damit ad absurdum geführt wird?
    Wenn du von dem "ist in der Natur normal" Standpunkt aus argumentierst, dann dürfen Helden in Rollenspielen auch keine Klamotten tragen. Die sind nämlich "durch die Bank weg" auch nicht vorhanden in der Natur.

    Abgesehen davon: Wenn Sex nur für das Erzeugen von Nachwuchs da ist - warum haben wir dann so viel Sex und so wenig Kinder? Warum gibt es Verhütungsmittel, Oralsex, Analsex und zig weitere Spielarten? Ich glaube, jedem, der nicht gerade in einer konservativen Religion steckt, dürfte klar sein, dass Sex für den Menschen inzwischen schon weit über den Status von "Arterhaltung" hinaus ist. Sex erfüllt das Bedürfnis nach Nähe, macht Spaß, ist Lock- und Druckmittel und vieles mehr. Und nebenbei: Wenn man diesen Wissenschaftlern trauen darf, dann ist das auch bei einigen anderen Tierarten neben dem Menschen so! O_O Ich sage nur: Bonobo-Affen!

    Und Partnerschaften dienen auch nicht nur zum Sex, auch wenn das ein Teil ist und erst Recht nicht nur zum Kinderkriegen. Frag mal auf einem Schulhof, wie viele da gerade "mit jemandem gehen" und wie viele Kinder sie schon haben ...

    Zitat Zitat
    Ich bin kein Fan von RPGs dieser Art, ganz ehrlich. Ich mag es nicht wenn mir Bauer Honzo genau so viel erzählt, wie ein für die Story wichtiger Charakter. Ich hab' damals mit Planescape: Torment aufgehört weil ich einfach ne Stunde gebraucht habe, um mich durch sämtliche Textoptionen von zwei NPCs durchzuklicken die für die eigentliche Story so absolut keine Relevanz hatten (und ich mal abgesehen davon das ganze Spiel einfach nur total lahmarschig fand).
    Diese Meinung von dir zu einem gültigen Prinzip zu erheben, ist aber gewagt. Es gibt schließlich gerade von Baldurs Gate 2 & Planescape: Torment eine gewaltige Fan-Gemeinde, die gerade diese Detailhaftigkeit und Lahmarschigkeit schätzt. Ich zum Beispiel hasse es ja, wenn nur storyrelevante NPCs überhaupt einen Namen haben. In einem Rollenspiel will ich in die Welt versinken können, und das geht nicht, wenn mir die Welt nur "Plot! Gameplay! Plot!" entgegenschreit.

    Zum Rest würde ich gerne auch noch was sagen, was leider erst morgen geht, weil keine Zeit. :/ Morgen dann.

  2. #2
    Zitat Zitat von Miau Beitrag anzeigen
    Diese Meinung von dir zu einem gültigen Prinzip zu erheben, ist aber gewagt.
    Es ist ein gültiges Prinzip. Möglicherweise nicht das einzige. Du wie auch wohl einige andere erfreuen sich vermutlich sogar an jeder noch so belanglosen Information. Ich tu es nicht. Ich mag kompaktes Storytelling. Wenn ich in einer Geschichte etwas erfahre, dann möchte ich das es für mich als Leser irgendeine Art von Relevanz hat, und wenn diese nur darin besteht mich mal eben für 2 Sekunden zum Lachen zu bringen.
    Eine Million Details ohne Sinn und Zweck die der Autor nach dem Motto: "Weil ich es kann!" mir entgegenwirft, sind für mich kein gutes Storytelling. Wie gesagt, es muss nicht immer gleich eine absolute Bedeutung für den Hauptstoryverlauf und nur für diesen haben, aber irgendwie sollte es doch eine Bereicherung sein. "Alex ist schwul", "Brian hat in seiner Kindheit mit Modelleisenbahnen gespielt" und "Carol ist insgeheim in rosa Plüschhasen vernarrt" bereichern für sich alleine das Spiel nicht. Um aus diesen Informationen eine Bereicherung für Charakter und Story zu machen, muss man sie in irgendeinen Zusammenhang setzen.

    Zitat Zitat von Miau Beitrag anzeigen
    Es gibt schließlich gerade von Baldurs Gate 2 & Planescape: Torment eine gewaltige Fan-Gemeinde, die gerade diese Detailhaftigkeit und Lahmarschigkeit schätzt. Ich zum Beispiel hasse es ja, wenn nur storyrelevante NPCs überhaupt einen Namen haben. In einem Rollenspiel will ich in die Welt versinken können, und das geht nicht, wenn mir die Welt nur "Plot! Gameplay! Plot!" entgegenschreit.
    Deine Sicht. Ich finde es nicht besonders spannend wenn ich 100 Stunden für ein Spiel brauche von denen 75 drauf gegangen sind um mir die Geschichten der Bauern Honzo, Gonzo und Lonzo anzuhören.

    Aber wir hier bauen in der Regel solche Spiele nicht. Schon alleine deswegen weil so gut wie niemand die Ressourcen hat ein solches Spiel zu erstellen (Zeit, Ideen &usw gar nicht mal unbedingt Grafik und Sound).
    Gerade hier in einer Community die nunmal aus Hobbybastlern besteht, würde ich persönlich eher dazu versuchen die Leute dazu zu bringen ihre Ressourcen auf einen etwas Kompakteren Plot zu bündeln, und zu hoffen, dass dann dabei was gutes raus kommt, als die spärlichen Ressourcen die man hat auch noch auf einen haufen Details aufzuteilen deren Relevanz gegen 0 tendieren.

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