Meine Definition von "Motivation" war auf den Beitrag von Rina bezogen. Ich habe nicht die Motivation von Vayne hinterfragt, sondern meine eigene während ich es gespielt habe und ihn bekämpfen musste. Ich habe oft echten Zorn verspürt, wenn ich gesehen habe wie Kuja z.B. , oder Sephiroth , oder Seymour oder eben Edea so verehrt wird, obwohl ich doch ihre wahren Absichten kenne. Das man eben nicht wusste was in ihren Köpfen vorgeht, ist doch gerade das interessante. Final Fantasy ist doch so toll, weil es oft unrealistisch oder auch nicht nachvollziehbar ist. Es heißt ja auch nicht "Final Realism".... >.< *Alert: Subjektivität 100%*Zitat
Zudem wurden die Motivationen immer recht befreidigend aufgeklärt. Ich hinterfrage allerdings auch nicht jedes Detail des Storytellings. Da unterscheiden sich vielleicht unsere Eindrücke voneinander.
Mir hätte es gefallen, wenn er mal öfter aus seinem Headquater rausgekommen wäre, um sich selbst die Hände schmutzig zu machen. Das zeichnete in meinen Augen die wirklich tollen Fieslinge aus, hätte ihm mehr Profil und Screentime gegeben und hätte ihn im Ganzen auch "charismatischer" gemacht... Am Ende nichts anderes als nen Politiker zu vermöbeln, ist doch doof. :P (Oooops, da ist doch der "Vayne ist doof"-Standartkommentar)Zitat
Aber ist das nicht genau der Kritikpunkt den hier so Viele äussern? Das fehlen von Städten, das KS, die Umgebungen und ja sogar das Skillsystem... alles innovativ, aber "früher war es besser"...Zitat
Nichts desto trotz bin ich immernoch der Meinung, dass Innovationen ein größeres Risiko darstellen, als Bewertes. Diese Aussage war übrigens auf den von mir zitierten Text von neosky bezogen, der das genaue Gegenteil behauptet hat. Er beschreibt einen Zwang in der Spieleindustrie, der meiner Meinung und Erfahrung nach, nicht existiert. Es ist eher ein Trend, der mit der aktuellen Spielegeneration geschaffen wurde. Allerdings schaffen es ja auch erstaunlich viele Entwickler, diesem Trend zu trotzden. (Bei-)Spiele wie Pokemon, Fire Emblem, Zelda, Dragon Quest, Tales of... usw. bleiben ihren Wurzeln treu und verändern sich, verglichen mit Final Fantasy, kaum und verkaufen sich trotzdem wie bescheuert.
Geändert von Mr.Poeky (17.03.2010 um 15:53 Uhr)
Wie gesagt ... bin auch für viel Screentime für die Antagonisten, aber dann bin ich mal gespannt was du zu FFXIII sagst.
Ich fand das total super. War immerhin nicht irgendein Politiker, sondern das Oberhaupt eines Imperiums. Fand ich zur Abwechslung mal sympathischer als diese bösen Überwesen, die sich dann noch fünf mal verwandeln usw.Zitat
Das Skillsystem? Innovativ? Also das Kristarium auf gar keinen Fall. Ich wünsche mir deshalb so vieles von den alten Zeiten zurück, weil es dort auf einem deutlich höheren Niveau gehandhabt wurde. So etwas wie die Materia/Substanzen aus FFVII zum Beispiel lassen jede Menge Raum für die Kreativität des Spielers, er kann sich seine Fähigkeiten selbst zusammenstellen und sogar miteinander kombinieren. Und selbst bei so etwas wie dem Sphere Grid konnte man immerhin noch mehrere Wege einschlagen. Auf das Kristarium hat man dagegen so gut wie gar keinen Einfluss.Zitat
Ähnlich verhält es sich mit anderen Elementen. Keine Weltkarte mehr, hm. Dagegen hätte ich dann nichts einzuwenden, wenn sie mit einer Alternative um die Ecke kommen, die mir ähnlich viele Freiheiten bietet. Das einfache Weglassen, also ersatzloses Streichen, ist keine Alternative und erst recht keine Innovation.
Nach Tales of Graces würde ich die entsprechende Serie eventuell aus der Liste streichen. Es werden wirklich immer weniger RPGs, bei denen man noch etwas von den "Wurzeln" und diesem typischen Spielgefühl merkt, das damals noch Standard war.Zitat
Trotzdem: FF12 war an sich gut, aber leider kam die Story eben nur hier und da durch. Hätte man sie intensiver erzähltwäre es sicherlich besser gewesen. Es hätte ja nicht mal diese Überwesen gebraucht (kA wie die grad heißen. Halt eines der Viecher das mit Vayne zum last Boss mutiert). Nur nützt der beste Storyansatz nichts wenn die Story an sich kaum erzählt wird.
Ein 12er Remake wo einfach mehr Story eingebaut wird, ein par weitere Auftritte der Richter, von Vayne, von Dr. Cid, von Cid (wie hieß der nochmal genau? Ist ja auch egal.) - auch der "andere" Cid war etwas enttäuschend.
Und "Edea" war nie eine böse. Sie stand als böse unter der Kontrolle von Artemisia.
Geändert von Loxagon (17.03.2010 um 17:04 Uhr)
Um böse Dinge zu tun, müssen sie doch nicht verwandelt sein. Ich selbst bin auch kein Fan von Gegnern wie "Seymour Ultima" usw. gewesen, die dann gottgleich vor einem rum schwebten... Aber so eine kleine Machtdemonstration zwischendurch muss sein, damit man einfach weiß warum man für den Endkampf überhaupt trainiert, finde ich. Sin oder die Kämpfe gegen Edea sind dafür das ideale Beispiel. :PZitat
Hier sollte man mit dem Begriff "Innovation" vorsichtig umgehen. So wie ich das Wort verwendet habe, steht es nur für eine Neuerung, die zunächst wertfrei ist. Ob es nun das Streichen von bestimmten Elementen ist oder das Ändern bestimmter Abläufe ist, spielt eigentlich keine Rolle. Wie jemand diese "Innovation" dann findet, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich selber bewerte diese Neuerungen ja auch eher negativ. Trotzdem werden sie uns ja als solche von S-E verkauft.Zitat
Welche Spiele in diese Kategorie nun reinfallen, kann man sicher innerhalb eines anderen Threads diskutieren. Unbestreitbar ist meiner Meinung nach allerdings, dass diese Spiele existieren und trotzdem Erfolge feiern.Zitat