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Provinzheld
Am nächsten morgen schreckte eine schlechte Nachricht das gesamte Dorf auf.
Einige Bewohner sind erkrankt, man weiß aber nicht woran und das noch schlimmere aber war das Monster Nachts umherstreiften und auch schon ins Dorf gelangten.
Der Hauptmann der Zora und ein der Bürgermeister Kakarikos unterhielten sich die ganze Nacht darüber, was jetzt zu tun sei.
Hauptmann Lors war der Meinung, das man die kranken nach Hyrule-Stadt bringen und Hilfe anfordern sollte.
Bürgermeister Avian dagegen wollte, das man mehr Wachen im Dorf verteile und die Kranken auch so heilen könne.
Nach einer langen Nacht traten Lors und Avian auf das Tribunalpodest und verkündeten ihre Entscheidung:
Bürgermeister Avian:"Liebe Mitbürger und geehrte Zora. Nach einer langen Diskussion haben Hauptmann Lors und ich uns dazu entschieden, das die Kranken von den Zora nach Hyrule-Stadt gebracht werden und derweile behalten wir einige von ihren erfahrenen Kriegern hier im Dorf als Wache und Lehrmeister für den Kampf mit Waffen, um uns gegen Monsterangriffe zu wehren.
Alle Kranken sollen zu dem Konvoi im Norden der Stadt gebracht werden, die Zora werden sich gut um sie kümmern.
Alle wehrfähigen Männer ab dem 16. Lebensjahr melden sich bei einem der Zorakrieger um die Kunst des Kampfes zu lernen."
Nach dieser Ankündigung gerieten die Menschen ein wenig in Aufruhe, da sie bis jetzt noch nicht von den anrückenden Monstern wussten.
Einige andere liefen zu ihren kranken Angehörigen und brachten sie auf einer Trage in den Nordteil der Stadt.
Einige starke Männer und die Krieger der Zora beruhigten die Menschenmenge und wiesen sie an, den Anweißung des Bürgermeisters folge zu leisten.
Es dauerte nicht lange bis sich am Fluss eine kleine Gruppe kranker Menschen und Zoras gebildet hatte, welche sich langsam nach Hyrule-Stadt bewegten.
Die Menschen, welche am Eingang zurückblieben verabschiedeten sich mit tränenden Augen von ihren kranken Mitmenschen und kehrten wieder in die Stadt zurück.
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Ritter
Im Feuertempel war es sehr heiß. Eigentlich zu heiß, aber immerhin nicht mehr so heiß wie vor hundert Jahren, als der Held der Zeit noch eine Spezielle Rüstung brauchte, um hier zu überleben.
Ben war, um es in einfacher Sprache auszudrücken, extremst angepisst.
Vor wenigen Stunden noch war er in der königlichen Bibliothek und las ein Buch, das ihm rückblickend betrachtet viel spannender vorkam als es eigentlich war.
Und jetzt war er im Feuertempel! Mit drei Soldaten-Proleten, die er nicht leiden konnte, einem abgemagerten Halbdämonen und einem komischen Sonderling, der allen Anschein nach dunkle Magie beherrschte.
Falls er jetzt noch einem friedlichen Stalfos begegnen würde, wäre der Zufall für diesen Tag endgültig verbraucht.
"Hier ist eine Tür!", rief einer der Soldaten, und griff nach dem Türknauf.
"Die solltest du nicht öffnen...!", versuchte Ben ihn noch zu warnen, doch es war zu spät, die Tür war bereits auf ihn nieder geschlagen, hatte fünf Mal auf ihn ein gedroschen, und sich wieder an die Wand gelegt.
"Mein Arm!", jammerte der Soldat, "Ich glaube er ist gebrochen!"
Ben brachte für diesen Vollidioten kein Verständnis mehr auf und äffte ihn nach: "Mein Arm! Ich glaube er ist gebrochen!"
Nachdem ihn einige aus der Gruppe entgeistert angesehen hatte fügte er hinzu: "Was denn?! Jetzt muss Tedor beide Soldaten Schleppen," er hob den Finger gegen den Hauptmann,
"und das wirst du!
Und wir können uns auf die Stärke der Soldaten nicht mehr verlassen!"
Tedor stemmte seine Hände in die Hüften "Seit wann bist du hier der Anführer?" "Seit ihr drei euch als völlig unfähig heraus gestellt habt."
"Könntet ihr bitte aufhören zu streiten?"
Therion stand vor einer offenen Tür und sah den Rest der Gruppe entnervt an. "Ich habe hier einen Weg gefunden."
Ben lief die Treppe hinauf und sah in den nächsten Raum. "Sehr gut! Den Weg müssen wir nehmen! Der andere Weg würde uns nur in den Raum führen, in dem der Held der Zeit gegen Volviga gekämpft hat."
"Wonach suchen wir eigentlich?", fragte Toran treffend in den Raum.
Nachdem sich der Rest der Gruppe kurz fragend angesehen hatte meinte Therion: "Das wissen wir, wenn wir es gefunden haben!"
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Drachentöter
Nach unendlich langer Zeit schien Bones so etwas wie eine Idee zu haben. Er untersuchte die Blase, die Rotauge um die beiden erschaffen hatte. Sie fluoreszierte in einem blassen Violett und sah aus wie eine Wasseroberfläche.
Bones nahm Rotauge über die Schulter (er war erstaunlich leicht, oder unterschätzte Bones seine eigene Körperkraft?) und bewegte sich ein wenig. Der Schild folgte ihnen tatsächlich auf Schritt und Tritt. Er lief testweise gegen eine Wand. Die Blase stieß dagegen und bremste Bones ab - sie war also die Begrenzung, an die Bones sich halten musste.
Dennoch war er beeindruckt. "Was es heutzutage nicht alles gibt", sagte er und marschierte zügigen Schrittes in die Richtung, in der er den Ausgang vermutete.
Bones rannte nicht, und irgendwie fühlte er sich auch ziemlich sicher mit der Blase. Gelegentlich platzte kochende Lava gegen die Blase; auch einige riesenhafte Fledermäuse griffen ein paar mal an, aber der Schild wehrte alles ab.
Trotzdem wusste Bones nicht, wo vorne und hinten war und wie sie hier wieder herauskommen sollte. Er redete ein wenig mit dem Jungen, um sich selbst zu beruhigen, obwohl der ja eigentlich nicht zuhören konnte.
"Wusstest du, dass man Lava, wenn sie noch unter der Erde ist, Magma nennt? Also rein technisch haben wir überhaupt kein Problem mit Lava, weil wir hier ja unter Tage sind!" Bones lachte selbst über seinen schlechten Witz, denn sonst hätte das ja keiner getan.
Irgendwann fing die Blase an, zu blinken. Zumindest kam es Bones so vor, denn manchmal sah er sie, und manchmal nicht. Sie würde also bald wieder verschwinden, dann sollten sie besser hier raus sein.
Glücklicherweise sah er in genau diesem Moment eine helle Spalte einige Meter vor sich, am Ende eines kleinen Abhangs. Das war zumindest ein Weg aus diesem Kaninchenstall.
Plötzlich hörte Bones ein Donnergrollen hinter sich und sah sich um - Lava schoss aus den Gängen, die sie hinter sich gelassen hatten genau auf sie zu. Panisch begann Bones loszulaufen, stolperte dann aber über seine eigenen Füße und geriet ins Rollen.
Die Schutzblase brachte beide vergleichsweise schnell ans Ende des Abhangs, obwohl beide ziemlich durchgeschleudert wurden. Aber der Junge merkte ja eh nichts.
Leider war die Spalte zu klein, um durchzupassen, also schlugen die beiden mit voller Wucht dagegen und wurden anschließend von der Lava verschüttet. Der Druck der Lava jedoch riss die Spalte auf - die beiden Gefährten flogen im hohen Bogen aus dem Berg.
Die Lava lief an den Seiten des Berges hinunter in den Fluss und verging in einem lauten, aber irgendwie beruhigenden Zischen. Bones und Rotauge schlugen auf einem kleinen Felsvorsprung auf. Rotauge fiel auf den Kopf, Bones knallte mit dem Brustkorb gegen einen Stein und fiel auseinander.
Genau jetzt verschwand die Schutzblase - keine Sekunde zu früh. Aber die beiden waren außer Gefahr. Der Junge hatte mit seinem Zauberspruch ganze Arbeit geleistet. Bones entschloss sich, die Situation im Nachhinein etwas auszuschmücken, damit er auch etwas heldenhafter dastand.
Während er darauf wartete, dass Rotauge wieder zu sich kam, begann er gemütlich, sich wieder zusammenzusetzen. Er fand es unglaublich verwirrend, dass das Ding, das "Jochbein" hieß, nicht ins Bein gehörte, aber er schaffte es in etwa, sich wieder zusammenzusetzen, auch wenn er Mittel- und Ringfinger vertauschte.
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