Rotauge lag da regungslos herum, neben ihn Bones. Vielleicht liegt er da noch Stunden, Tage oder Wochen. Magier benehmen sich ja sowieso immer sehr seltsam, wenn sie keine magische Kraft mehr haben. Aber er atmete. Ein Grund, dass Bones sich beruhigen konnte, auch, wenn er sowieso nicht versteht, wieso Atmen lebenswichtig für Menschen war. Er war mittlerweise so lange schon ein Stalfos, dass er sich weniger in die Rolle eines Menschen versetzen konnte.

Zwei Tage vergingen. Bones schaute sich ein wenig um, er war neugierig auf die Folgen des Vulkanausbruchs. Der Berg wirkte etwas gemischter, die getrocknete Lava war sehr dunkel, im Kontrast zu dem Rest des Todesberges, der etwas heller war. Auch besuchte er die Höhle, die mittlerweile enger und zu geschüttet war. Von einem Vorsprung aus konnte er ein Teil von Kakariko sehen. Es sah so aus, als wäre die Stadt komplett mit einem armen Dorf ausgetauscht worden und die Bewohner machten scheinbar eine Volksversammlung. Unter ihnen waren auch ein paar Zoras. Bones machte sich wieder auf dem Weg zum Jungen. Zwar irrte er etwas herum und kratzte oftmals auch an seinen Schädel, aber letzendlich fand er den Jungen doch noch.

Er lag da 'ne Weile und wartete auf den Jungen. Aber am Abend kamen eine Horde Oktoroks, teilweise auch blaue. Der Stalfos schaute sie merkwürdig an. Er wusste ehrlich gesagt nicht, was er tun sollte. Selbst ans Angreifen oder Flüchten dachte er nicht. Er war vielleicht etwas überrascht oder überfordert.

"Ach Rotauge, ausgerechnet jetzt schläfst du hier auf der Wiese, während diese Oktoroks mich hier böse anschauen."
"Boah, was ist das hier für ein Lärm?"
"Ah, jetzt bist du ja wach!"
"Sieht so aus... hilf mir mal beim Aufstehen.", bat der Rotauge und wurde von Bones hochgetragen.
"Du kannst mich auch wieder runterlassen."
"Achja, stimmt. Dieses magische Dingsbums ist ja nicht mehr da."
"Darf ich wissen, was hier vorgeht?"
"Naja, hier sehen wir's ja..."
"Na super. Da gebe ich dir die Aufgabe, uns in Sicherheit zu bringen und du bringst uns an einen Ort, wo es nur von Monstern so wimmelt!"
"Äh... vor zwei Tagen war da niemand! Ich schwör's!"
"Wie auch immer... was sollen wir jetzt tun?"
"Wieso schaust du mich an? Ich habe nur einen komischen Bogen und nur ein paar Pfeile und nicht, wie du, einen Super-Alles-Vernichtungs-Zauber."
"Ich habe keinen Flächen-Vernichtungszauber und selbst wenn, meine Astralenergie ist komplett leer!"
"Ja... das dürfte schwierig werden."
"Wie wär's mit Weglaufen?"
"Ach ne, du, weißt du, ich..."
"RENN, VERDAMMT NOCHMAL!"

Beide rannten vor den Oktoroks weg, die Oktoroks natürlich hinterher.
"Ich wusste garnicht, dass die Dinger so schnell sind."
"Schreib' doch 'n Buch über die Dinger, wenn du willst."
"Garnicht mal so schlecht, die Idee. Die Dinger sind wirklich mysteriöser, als sie aussehen."
"*seufz* Vielleicht sollten wir schneller rennen."
"Hey, ich renne doch schon so schnell, wie es mir mein Zustand erlaubt."
"'ne Idee, wohin wir laufen können?"
"Nein, nicht wirklich."
Halt, da ist 'ne Wand!"

Beide halten an und die Oktoroks wurden langsamer. Beide standen vor dem Todesberg. Von jeder Richtung, außer von hinten, von Oktoroks umzingelt, blieb ihnen keine Möglichkeit, als stehen zu bleiben. Nach oben klettern hätte zu lange gedauert.

"Sackgasse."
"Würde mich interessieren, wieso wir in Richtung Berg liefen."
"Mich auch."
"Ja, also, war schön dich gekannt zu haben."
"Du bist mit deinen Witzen jetzt wirklich fehl am Platze."
"'tschuldigung."