Doch irgendwann riss es Lydia schließlich aus dem Schlaf. Die Tür ihres Hauses die zum Steg führte hatte sich durch die Witterung verzogen und daher gab es immer einen Knall, wenn man sie öfnete. Von eben jenem Geräusch schreckte sie hoch und stierte besorgt in die Dunkelheit.


Einige Minuten später, in denen es ruhig gewesen war, hielt sie es nicht mehr aus und stand vorsichtig und möglichst leise auf. Als sie um die Ecke zur Küche bog, sah sie die bleiche Gestalt eines Mannes schwankent vor sich stehen. Später wusste sie nicht mehr, was sie mehr erschreckt hatte, dass er überhaupt da stand, oder dass er vollkommen unbekleidet war.


Langsam wandte er sich um. Nähte verunzierten sein Gesicht und die eine Augenhöhle schien sich im Zusatnd der Verwesung zu befinden, obgleich das seltsam glänzende Auge intakt war. Obgleich keine Tropfen auf seiner Haut glänzten, wusste Lydia, dass er im Wasser gewesen sein musste, den dunkle Flecken hatten sich auf ihr gebildet- wie bei einem Lumpen, den man in den Putzeimer wirft.


Da er sie nun direkt ansah, schrie Lydia, bedeckte ihre Augen und ließ sich, eher unbeabsichtigt, auf den Boden fallen. Als sie wieder hinsah, war der Mann verschwunden. Auf allen Vieren kroch sie durch die Wohnung. In der dunkelsten Ecke ihres Schlafzimmers, zusammengekauert, saß er. Er hatte sich abgewandt und wirkte wie ein Häufchen Elend.


Langsam und auf dem gleichem Weg, den sie auch gekommen war, krabbelte sie wieder aus dem Zimmer. Nach einiger Zeit, als er sich wohl unbeobachtet fühlte, kam auch der Mann aus der Ecke gekrochen. In seinen gläsernen Augen spiegelte sich unmissverständlich Angst.


@MaxikingWolke: Ehrlich? Dabei ist das gar nicht so "Übermoddet". Nur zwei neue Rassen, neues Haus und ein Clothing-Replacer.
@Zack u. Glannaragh: Vielen Dank . Ich hoffe, dass ich bald wieder posten kann.