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Ritter
Hallo Herr Rothenschild,
nett, dass du dich dazu entschieden hast, eine Geschichte hier zu posten. Wo fange ich nun am Besten an? Ah ja: Du schreibst, dass du keinen Namen für dein Buch eintragen wolltest. Hast du denn schon über das erste, hier vorliegende Kapitel hinaus geschrieben? Ich will dich nicht entmutigen, aber ein Buch, sei es auch nur ein kurzes mit 100 Seiten, zu schreiben ist sehr schwer. Als erstes solltest du die Rechtschreibung grundlegend beherrschen, danach deinen Stil festigen, in dem du zum Beispiel viele kürzere Geschichten schreibst. Hast du schliesslich eine sehr gute Idee, die sich lohnt, in einen ganzen Roman hineinzuspinnen, kannst du mit deiner Arbeit beginnen. Verstehe mich bitte nicht falsch und nimm es mir nicht allzu übel wenn ich mich so ausdrücke, aber nimm dir folgendes zu Herzen:
Wenn du ein Buch schreibst, dass nur für dich selber bestimmt ist, reicht sowas wie der obige Text wahrscheinlich (kenne deine Ansprüche ja nicht) vollkommen aus. Willst du aber Leser erreichen, solltest du deine Rechtschreibung und Grammatik dringend überarbeiten. Der Text strotz leider vor Fehlern. Habe jetzt gerade keine grosse Lust, alle rauszusuchen, melde dich aber, wenn ich dir helfen soll. 
Weiter brauchst du einen dickeren Spannungsbogen. Den ersten Teil des Kapitels fand ich ja vom Inhalt her noch relativ ansprechend, wie er seinen düsteren Traum hat, doch danach kommt meiner Meinung nach zu viel triviales Blabla und das Ende des Kapitels 'nen ich auch nicht gerade einen netten Cliffhanger.
Liest du gerne? Dann lese noch mehr und schaue und lerne, wie andere Autoren es machen. Was macht den Text spannend für dich, welche Worte wählt der Autor, um dich, den Leser, auf unterschiedlichen Ebenen zu erreichen? Ich hoffe, du verstehst was ich meine. Viel Lesen und viel Schreiben ist die beste Voraussetzung dafür, selbst einmal so weit zu sein und vielleicht ein Buch zu schreiben. Aber ich denke, ein gewisses Talent erfordert es schon, zu Schreiben. Die grundlegenden Dinge kann man sich sicher abschauen, allerdings will man ja nichts kopieren, sondern etwas eigenes machen.
Nun, zum Text an sich kann ich nicht allzu viel sagen, es passiert ja auch nicht viel. Der Mann hat halt seinen "bösen" Traum und wacht danach auf, um den Tag hinter sich zu bringen und am Schluss schläft er wieder ein. Klar, ich weiss nicht wie es weitergeht, aber sein Tagesablauf ist wie schon oben erläutert deutlich schwächer geschrieben als die Traumszene. Ich will damit nicht sagen, dass die Traumszene gut wäre, aber zumindest ist sie besser als der Rest. Auch dein zum Teil holpriger Stil, Rechtschreibfehler und viele offensichtliche Flüchtigkeitsfehler, sowie die erwähnte fehlende Spannung, machen für mich den Text zunichte. Ach ja, die Gedanken des Protagonisten würde ich anders rüberbringen, nicht nur mit diesen <> Zeichen (zum Beispiel schräggestellt oder so), oder komplett weglassen und in die eigentliche Geschichte integrieren.
Was ich dir weiter noch raten würde, ist, eine fertige Geschichte oder einen vollendeten Abschnitt nicht sofort zu posten, sondern erst ein paar Tage zu warten und den Text dann noch einmal sorgfältig zu lesen. Dann fallen dir bestimmt Fehler auf, die du während des Schreibens nicht bemerkt hast. Oder du kannst den Text auch erst einer Person deines Vertrauens zu lesen geben (hier aber ausdrücklich erwähnen, dass du Kritik willst, denn Personen die dir nahe stehen, werden viel eher sagen dass etwas "gut gelungen" ist).
Ja, dass ist ungefähr das, was ich dir dazu sagen kann. Ich bin ein schlechter Kritiker und habe selber auch noch nie "ein Buch" geschrieben, aber vielleicht nützen dir meine Tipps was.
Ansonsten tu' es einfach als Stuss ab. Aber bleib' auf jeden Fall dran, wenn dir das Schreiben Spass macht.
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