Zum Char sterben lassen:
Imo ist das fürs Gameplay eine eher beschissene Sache. In manchen Spielen mag es funktionieren, wo man eh keine freie Verfügung darüber hat, wer grad inner Party ist... oder der Char eh nie wirklich spielbar war oder nur für kurze Abschnitte.
Allgemein ist das aber eben eher wegen des Gameplays blöd, wenn dein persönliches Powerhorse stirbt bisse gearscht. (Und andere lachen, da sie wen trainiert haben, der NICHT stirbt^^)
Schaut man in andere Genre/Medien, da sieht man denke ich öfter welche sterben, schlicht und einfach weil das nur die Story beeinflusst, aber den Spielfluss nur gering.
Man könnte es ja so machen, dass dann ein neuer char hinzustößt , der dann gleiche werte und attacken besitzt^^
was allerdings auch blöd käme, wenn dann der char nur sozusagen immer ausgetauscht werden müsste ^^ da haste schon recht auf jedenfall
Ansonsten wäre ich auch mal für andere stories.. ich mein es geht fast immer um "ich rette die welt" .. weniger ist manchmal mehr.. es wäre auch recht erfrischend, wenn die stories sich eher im kleineren ansiedeln würden.. sei es nur, dass eine prinzessin von einem bösen könig entführt wurde und es nun gilt diesen zu besiegen.. oder whatever.. das käme erfrischender rüber als eine story wie "wir bekämpfen das ULTIMATIVE böse... und wir sind die heroes wenn wir die welten retten (schon wieder)"
Geändert von Tonkra (16.02.2010 um 10:02 Uhr)
Jo, solche Ideen sind mal was völlig anderes und kreatives, und sowas ähnliches ist mir auch schonmal in den Sinn gekommen: Wie wäre es, wenn die Bösen einfach mal eine Farbe klauen. Plötzlich gibt es in der ganzen Spielwelt kein Grün mehr und die Protagonisten kämpfen darum, es zurückzuholen ^^
Ich glaub schon dass viele Interesse daran hätten, einen Fiesling zu spielen. Meistens sind die Bösen doch eh die CoolerenAber auch wenn nicht - die Kunst besteht eben darin, eine gewisse Ambivalenz hinzukriegen. Der Protagonist ist zwar eine gemeine Sau, aber sogar für ihn gibt es Dinge, die zu weit gehen. Auch so eine Figur darf ein paar Sympathiepunkte bekommen, ohne gleich zu einem dieser herumweinenden Emos zu werden ^^
Und was die Party angeht, auch da lässt sich mit etwas Phantasie was machen. Zum Beispiel ein Fluch, der die anderen Charaktere an das Schicksal des Protagonisten bindet, teilweise sogar völlig unfreiwillig. Wäre doch auch nicht schlecht, mal Charas in der Party zu haben, die einen regelrechten gegenseitigen Hass aufeinander entwickeln. Wären zumindest interessantere Dialoge als der übliche Einheitsbrei.
Aber hundert pro
Ich hätte auch gerne mal wieder ein japanisches RPG mit postapokalyptischem Setting und einer Atmosphäre purer Hoffnungslosigkeit, wo jede Menge kranker und trauriger Mist passiert. Alleine schon als Ausgleich zu dem ganzen Zuckerguss, den man sonst teilweise so vorgesetzt bekommt. Final Fantasy VI zählt zu meinen Lieblingsspielen alleine schon deshalb weil es mutig genug war, die Welt tatsächlich in einen furchtbaren Ort zu verwandeln und man das alles aus erster Hand miterlebt hat.
Noch etwas Mindfuck dazu und die gewünschte Mischung für die heutige Zeit stimmt!
Naja, es geht ja auch nicht um völlig neue sondern um unverbrauchte Ideen -_^ Glaube nicht, dass das in besonders vielen RPGs schon so gemacht wurde.
Die Story abwechselnd aus der Sicht von verschiedenen Figuren zu erzählen ist ne tolle Sache. Mir hat schon der Ansatz aus FFVIII sehr gut gefallen, wenn man Laguna und seine Freunde gesteuert hat. Wäre super, wenn es noch mehrere solcher Teams und Zusammenhänge gäbe, und eine der Gruppen erwartet ein tragisches Ende, während die anderen zusammenkommen und zu einer Party verschmelzen. Oder, noch besser, man kann selbst beeinflussen, welche der alternativen Parties im späteren Verlauf zur "Hauptparty" hinzustoßen und welche das Zeitliche segnen ^^
Einer der Gründe, weshalb ich die Story von Final Fantasy XII gegenüber den Vorgängern und meisten Genrevertretern dieser Zeit sehr erfrischend fand.
Ganz zum Schluss vereinigen sich diese zwar, aber jede der Truppe hat einen eignenen Auftrag, um das der Endboss dann besiegt werden kann, was dann aber nur das dritte Team erledigt. Das hatten die damals echt gut in Szene gesetzt. Leider gab es in Europa nur das erste Szenario und ob jemals ein Remake erscheinen wird, ist fraglich, da sich Sega und Camelot verstritten haben und jeder Rechte für dieses Spiel besitzen. Vermisse solche Ansätze.
Korrekt, dafür hat das Gameplay in VP 2 aber viel wieder gut gemacht, selbiges gefiel mir bei Valkyrie Profile: Lenneth nicht so~ gut.
Ich hoffe ja, dass Ninokuni: The Another World/Ushiro, um nur mal 2 Beispiele zu nennen, gut werden - sprich kein Einheitsbrei von gestern.
edit
Einfach zu viel copy-paste in meinem Leben .___."
Geändert von Lucian der Graue (16.02.2010 um 17:45 Uhr)
@ Taro:
Super Idee, aber ich weiß nicht so ganz, ob sowas als striktes RPG oder eher als ein Adventure sinnvoll wäre. Irgendwie kann ich mir ein richtiges Kampfsystem darin nicht so gut bzw. eher den Spielfluss brechend vorstellen. Aber vielleicht spielt mir mein mangelnder Ideenreichtum da einen Streich xD
@ mehrere Partys:
Das Problem der meisten ist ja bei mehreren Gruppen, dass man nen wirklich guten Charwriter braucht, um auch alle gleichmäßig interessant zu machen. Viele Leute bekommen das nicht gut hin (will hier mal Twilight of the Spirits in Betracht ziehen, bei dem die gute Gruppe ziemlich lahm war, die von Darc (? ) hingegen sehr interessant, da mal was neues).
Ferner ists dann natürlich so, da sich jeder Spieler mit einer Gruppe am meisten identifizieren wird (was ja auch gewollt ist), die Spielzeit mit den anderen eventuell als dröge vorkommt, weil man lieber eine andere spielen will (wieder bei TotS der Fall bei mir^^).
Die Sequenzen in FFVIII finde ich hier gar nicht mal so ein gutes Beispiel, weil das ganze Skript einfach größtenteils so mies ist, und es zu einem Großteil der Zeit so wenig Sinn ergibt (während man es spielt - gegen Ende schon mehr), dass ich zumindest mir immer dachte, dass ich nichts von diesem Volltrottel und seiner Truppe wissen will - hier wäre es vielleicht sinnvoll gewesen, das ganze nicht zu mysteriös zu machen und dem Spieler zumindest Ansätze zu geben, warum ihn der Mist interessieren soll^^
@postapokalyptische Depri-Szenario:
Klar, immer her damit(nur nicht zu viele Emo-Chars die die ganze Zeit rumheulen - begründet eine zeitlang rumheulen ist ja in Ordnung^^).
@Liferipper:
Zum Zitat:
Hmmm... hat sich Bioware während der Entwicklung irgendwo den Kopf gestoßen, und sie haben dann vergessen, dass sie Dark Fantasy machen wollen?
Also, die Beschreibung trifft zu 90% überhaupt nicht auf DAO zu - man trifft zwar Entscheidungen, und die sind teilweise auch dramatisch, aber das Spiel ist so High Fantasy, wies nur sein kann, ohne Tolkien auszugraben xD
Und daran ändern auch die Blutspritzer nichts, die überall sind - die machen das Spiel nicht dunkler, eher "jugendlicher", weil niemand sonst eine solche Faszination mit Blut und Gore hat ^^°
Oder gilt LotR nun auch als Dark Fantasy?
@Ninokuni:
Da Gibli mitmacht, bin ich ja schon recht interessiert, was damit passiert, aber da Level5 mitmacht, bin ich wiederum sehr skeptisch, da ich ihre bisherigen Spiele, von denen ich was gesehen / gehört / gespielt habe, ziemlich... unterdurchschnittlich fand.
Auf jeden Fall, war damit auch nicht gemeint, dass ich einen depressiven Charakter möchte, im Gegenteil. Am besten wäre jemand, der daraus das beste macht, auch wenn er natürlich etwas sarkastisch oder verbittert sein kann.Zitat
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Keine Ahnung. Mein Interesse an Spielen, deren Gameplay ich zum Kotzen finde, hält sich sehr in Grenzen, daher weiß ich praktisch nichts über das fertige DAO, aber das ändert an dem Artikel ja nichts.Zitat
Ich fände ein Spiel, an das der Ersteller mit der Einstellung herangeht:
"Scheiß auf Spielspaß. Ich will, dass der Spieler sich wie der letzte Dreck fühlt. Ich ramm ihn unangespitzt in den Boden, sorg dafür, dass er sich selbst, seinen Charakter, die gesamte Spielwelt und am meistem mich hasst, und dann leg ich erst richtig los!"
mal richtig abwechslungsreich. In anderen Medien klappt's ja schließlich auch...
Gibt es irgendein nicht-Echtzeit-RPG, bei dem das nicht so ist?Zitat
Mit rundenbasierten Randomencountern wär's also ein RPGnton:
Fänd den Fokus auf Drama, Crime oder sonstwas von der Idee her auch nicht schlecht (warum "muss" ein RPG - bzw. doch auffällig viele davon - überhaupt Fantasy sein?). Nur macht man mit dem Konzept wie du schon sagst eher ein Adventure oder bei (J)RPGs etwas anstrakteres wie z.B. Persona, welches aber z.B. eine sinnvolle Trennung Dungeon und "Adventure" bietet (ob gut, schlecht oder Dungeon Crawler ist ja für die Diskussion irrelevant...) die man sogar noch ausbauen könnte.