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Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Enkidu Beitrag anzeigen
    Gerne würde ich auch mal einen Badguy spielen. Es muss nicht gleich ein komplett umgedrehtes Verhältnis sein, es kann ruhig auch noch weitere allgemeine Feindbilder geben. Aber ein Protagonist, der sich nimmt, was er haben will, und in früheren Jahren verdammt viel Mist gemacht hat, vielleicht sogar für den Tod von Verwandten/Bekannten der Partyfiguren verantwortlich ist, da steckt doch ganz großes Drama drin. Meinetwegen auch eine Reise der Vergebung, ein Anti-Held, der so viele Sünden auf sich geladen hat, dass er nirgends mehr willkommen ist und die einzige Möglichkeit für die Rückkehr in die Gesellschaft darin sieht, die bösen Unterdrücker wegzupusten.
    Die Idee ist nun die erste der vielen genannten, die mich nun wirklich interessieren würde und die auch tatsächlich noch nicht in j-Rpg's vorgekommen sein dürfte.
    Was nicht heißt, dass es keine Beispiele für sowas gibt... nur oft ist der Protagonist dann eben doch nett und hatte einen Grund dafür das "böse" getan zu haben.

    Fakt ist aber auch, dass viele auch nicht unbedingt einen absoluten Arsch als Hauptfigur haben wollen, der sich nur um sich selbst (und vllt seine Tochter/seinen Sohn) kümmert. Fraglich ob sowas etwas bringt, da auch eine "Party" problematisch sein dürfte. (oder allgemein Beziehungen zu anderen Chars. )

  2. #2
    Die Idee mit dem "bösen" Hauptcharakter halte ich persönlich auch für sehr interessant.

    Zitat Zitat von Kiru Beitrag anzeigen
    Fakt ist aber auch, dass viele auch nicht unbedingt einen absoluten Arsch als Hauptfigur haben wollen, der sich nur um sich selbst (und vllt seine Tochter/seinen Sohn) kümmert. Fraglich ob sowas etwas bringt, da auch eine "Party" problematisch sein dürfte. (oder allgemein Beziehungen zu anderen Chars. )
    Ich weiß zwar nicht, inwiefern man das als Maßstab nehmen kann, aber in WRPGs spielen so ziemlich alle Leute, die ich kenne (RL oder Internet) die "böse" Rolle. Ob das jetzt eher daran liegt, weil man die Spielwelt "versauen" will, oder weil man das wirklich für interessanter hält kann ich natürlich nicht beurteilen, wird bei jedem verschieden sein.

    Andererseits ist wiederum BG2 ein gutes Beispiel, wie man als böser Charakter problemlos in die Story integriert werden kann - mit einer Party aus bösen Charakteren.
    Das witzige ist dabei auch, dass sich die Dialoge natürlich auf ner ganz anderen Ebene abspielen - eher weniger dieses verständnisvolle, was eigentlich jedes RPG gemein hat, sondern eher diese etwas hinterhältigen, teils beleidigenden, sarkastischen (Streit-)Gespräche. Natürlich würde das den meisten Leuten nicht gefallen, was auch irgendwie verständlich ist.

    Nebenbei muss man, um sarkastische Charaktere gut rüberzubringen auch gute Schreiberlinge haben, und ich hab so das Gefühl, dass die meisten RPG Firmen da nicht so viel Wert drauf setzen

    edit:
    Zitat Zitat
    Enkidu
    Kann trotzdem interessant sein. Angenommen der Hauptcharakter stirbt nicht im Finale sondern schon nach ca. zwei Dritteln des Spiels. Selbst wenn ich es vorher wüsste, würde ich es unbedingt zocken wollen, um die Reaktionen der Party und den weiteren Verlauf der Handlung mitzuerleben. Wäre auch cool, wenn in die eigene Truppe so ein klaffendes Loch gerissen wird. Die zentrale Figur ist plötzlich futsch, hehe *g*
    GENAU das war quasi meine Idee, wie so eine Plotwendung integriert werden sollte - am Ende ist immer ganz gut, gibts auch Beispiele für und ist natürlich auch gerechtfertigt.
    Aber wie krass wäre das, wenn man im Spiel eine Liebesgeschichte (gut ^^°) aufbaut, und dann stirbt die Hauptperson? Oder der Charakter noch so viele unerledigte Dinge hat (beispielsweise mit dem Antagonisten), aber seine Rache bzw. den Sinn der Reise nie miterleben könnte?
    Ich kann mir hier so viel vorstellen, was auf emotionaler Ebene alles in den Schatten stellen könnte -
    aber das ist natürlich nur Theorie, weil der Backlash der Spieler wohl einfach *zu* gewaltig wäre^^
    Geändert von Sylverthas (15.02.2010 um 18:49 Uhr)

  3. #3
    Wir wäre es denn, wenn der Hauptchar nach ner gewissen Zeit ermordet wird und der Spielverlauf dann daraufhin sich verändert, den Mörder ausfindig zu machen, in einer schönen gruseligen Athmosphäre.

  4. #4
    Zitat Zitat von Enkidu Beitrag anzeigen
    Da geht es eher gameplaytechnisch darum, welche Figuren man direkt steuern kann (Party) und welche nicht (NPCs). Auch gut ausgearbeitete Charaktere die der Spieler nicht kontrolliert (= nicht deren Rolle übernehmen kann) sind Non-Player-Characters ^^
    Ja, wie gesagt ich habe den Begriff als "Non-Playing-Charakter" aufgefasst, also ein Chara der einfach keine Rolle spielt und nur zum Baukasten eines Ortes gehört^^°

  5. #5
    ein kompletter arschloch dem den umfeld völlig kalt lässt. die guten jagen nach ihm.

    besser noch, meine gruppe sind immer auf der flucht (das 40 h lang) mit tollem story voller hoffnung, bangen um ihr existenz und am ende sterben alle. aus ende nix hoffnung. nix good ending!
    wahrscheinlich werden japanische zocker ganz deprimierend, und in klapsmühle landen.


    jrpg sind immer nett erzählt, aber 1000000000x gleichen ausgang.

  6. #6
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Die Idee mit dem "bösen" Hauptcharakter halte ich persönlich auch für sehr interessant.

    Kennst du Arc Twillight of the Spirits? Da ist das so, dass man einen bösen Hauptcharakter steuert. Ich vergleiche das immer wieder mit Anakin aus Star Wars wie er langsam aber sicher böse wurde und letzendlich dann der Darth Vader war, den wir kennen und lieben. Darc ist anfangs noch ein harmloser Sklave, doch je mächtiger er wird, desto "böser" wird auch sein Charakter. Und gerade das machte ihn mir so unheimlich sympathisch und lies ihn aus der Masse der sonstigen RPG Figuren positiv herausstechen. Schade aber, dass man die Sache mit Darc nicht weiter voll durchgezogen hat...später wird er nämlich wieder so ne Pussy..^^

    Zitat Zitat von Dantares Beitrag anzeigen
    Wir wäre es denn, wenn der Hauptchar nach ner gewissen Zeit ermordet wird und der Spielverlauf dann daraufhin sich verändert, den Mörder ausfindig zu machen, in einer schönen gruseligen Athmosphäre.
    Geiler fände ich hierbei, wenn man...sagen wir mal ca. 10 Stunden mit einer Abenteuergruppe die Story spielt und diese dann irgendwie krepiert und wir erst dann den wahren Helden des Spieles steuern.

    @ Enkidu
    Yesses, so ist es. Die Abenteuer der Helden sind heutzutage einfach viel zu kurzweillig umgesetzt. Zumindest hatte ich schon lange nicht mehr das Gefühl, ein wirklich "langes" Abenteuer hinter mich gebracht zu haben, obwohl die Spielzeit was ganz anderes sagt. Breath of Fire III war da wirklich ein Spiel, was es einfach mal anderes gemacht hat. Man sah nämlich auch, dass da wirklich ein paar Jahre ins Land gezogen sind und nicht durch irgendwelche Texte wo das draufsteht, dass jetzt 5 Jahre vergangen sind.
    Ein Espekt, warum das Spiel auch mein absolutes Lieblingsspiel ist. Es ist zwar klassisch, aber auch anderes. Und ich mag anders!

    Interessant wäre ja auch noch die Vorstory der Spiele nachspielen zu können um somit auch einen besseren Einstieg in das Ganze haben zu haben. Wäre ja bei Xenogears gar nicht mal so verkehrt gewesen. Außerdem könnte man sich dadurch auch emotional besser mit der Story verbunden fühlen. Denn was nützt mir eine Legende über einen alten Krieg, wenn mich dieser alte Krieg gar nicht interessiert, weil ich halt einfach storytechnisch keinen Bezug dazu habe?
    Geändert von Kynero (15.02.2010 um 20:12 Uhr)
    Good boy. Sometimes.


  7. #7
    Zitat Zitat von Kynero Beitrag anzeigen
    Geiler fände ich hierbei, wenn man...sagen wir mal ca. 10 Stunden mit einer Abenteuergruppe die Story spielt und diese dann irgendwie krepiert und wir erst dann den wahren Helden des Spieles steuern.
    So ist das in Phantasy Star - The End of the Millennium fürn Mega Drive.

    Gruß

  8. #8
    Zum Thema Char sterben lassen: Ich mochte es, wie Mareg in Grandia 2 gestorben ist. Der Charakter selbst war mir eher unsympathisch, aber er bekam ein glorreiches Ende und ich die Erfahrungspunkte zurück, die ich in ihn investiert habe. Klasse!

    Coincidence
    Sexhose, zerfetzter Sweater und Siffschuhe/ Dreckswetter, durchnässte Zettel mit Nummern von Fickstuten/ Deathmetal im Speicher des MP3-Sticks/ es wird Zeit, dass die Zeit für mich langsam reif wird/ sechsunssechzig Wespen durchjagen meinen Körper/ und ich sitz verspannt mit der Hand am Katana im Hörsaal/ ich bin herbe von dieser Szene enttäuscht/ erzähl mir von deinen Göttern, ich komm und leg sie aufs Kreuz/ Arbeit mit Kindern ist quasi mein Traumjob!/ Melanie, ich hab da Schokolade im Auto!/ - JAW

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