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Thema: Wo sind denn deine Eltern?

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

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    Interessantes Thema. Ich selber habe mich mit den scheinbar immer bereits toten oder schlicht absolut unwichtigen Eltern in meinem Projekt auseinandergesetzt - Ich persönlich finde, dass Mutti und Vati einen sehr interessanten Bestandteil der Hintergrundgeschichte des Helden ausmachen können, und keinesfalls auf die langweilige Schiene gepackt werden müssen. Es wird in RPGs sehr oft ignoriert bzw. zu wenig ausgenutzt, dass die Eltern nunmal sehr prägend für einen Menschen sind, und einen wichtigen Teil unserer Persönlichkeit formen. Sie können uns unter ihrer Knute haben, uns zuviel Freiraum geben, Karriere und Lebensstil hervorbestimmen, ihre Moralvorstellungen aufzwingen, fördern, unterrichten, motivieren, einengen usw.

    Wenn man das mit den Elementen, die ein RPG bietet, vermischt, sind einige Möglichkeiten gegeben. Was, wenn der Obermufti ein Elternteil ist? Oder wenn man sich als Nachfolger der Ahnenlinie beweisen muss, streng überwacht vom Familienvorstand? Was wäre, wenn die totgeglaubten Eltern aufeinmal zurückkehren - Wunder, Glück, Trick des Feindes? Vielleicht muss der Held auch stetig für seine Eltern sorgen, da sie alleine nicht mehr überleben können - Wie regelt er das, wenn er auf seine Queste ziehen muss? Oder könnten seine Eltern ihn sogar auf seinem Auszug in die Welt begleiten?

    Es gibt so viele Möglichkeiten, die man nutzen kann; wär schön, wenn das auch mal passieren würde.

  2. #2
    Eigentlich sind Eltern in diesen mittelalterangehauchten Welten sogar ungemein wichtig, denn jeder Mensch dort fährt auf dem familiären Gleis. Man ist nicht Bäcker, König, Knecht, weil man (zwingend) besonders gut backen, herrschen, ackern kann, sondern weil es Papi auch schon gemacht hat.
    Aber gerade der Held ist der Bruch. Er löst sich aus dem verwandtschaftlichen Dasein und macht was anderes. So gesehen, ist es sogar nur konsequent, die Eltern wegzulassen, denn sie sind in streng funktionaler Hinsicht eh überflüssig. Wer die Abreise des Helden fort, fort in die Welt schnell abhandeln mag, sollte sich keinen spielflusslähmenden Ballast schaffen, indem er unnötige Eltern einsetzt. Wer aber diesen Bruch darstellen, wer das Heldensein als etwas Besonderes, das nicht in die Wiege gelegt wurde, inszenieren möchte, der kann Eltern einbauen. Ein späterer Besuch (nachdem der Held schon kräftig gelevelt hat), verstärkt das dann noch und kann aus der Entfremdung zur Familie einigen dramaturgischen Gewinn ziehen.
    Da allerdings eine Tatenspur vom Heimatdorf des Helden bis hin zu seinem gegenwärtigen Aufenthaltsort führt, ergibt sich tatsächlich das potentielle Entführungs- und Erpresserproblem durch den Bösewicht, das man schon logisch überzeugend vermeiden oder eben ausspielen sollte. Naja, hängt auch wieder davon ab, wie pfiffig der mächtige Doomlord Evilmaster nun gerade ausfällt.

  3. #3
    Zitat Zitat von real Troll Beitrag anzeigen
    Naja, hängt auch wieder davon ab, wie pfiffig der mächtige Doomlord Evilmaster nun gerade ausfällt.
    Oder wie das Verhältnis des Helden zu seinen Eltern aussieht. Soll ja auch nicht selten vorkommen, dass man sich so sehr auseinandergelebt hat oder eh so entfremdet voneinander ist, dass es da für den Helden keinen großen Unterschied macht, ob der Schurke nun seine Eltern oder Passanten von der Straße entführt.
    Schurke:"Muhaaahaar! Ich habe deine Eltern entführt, tu was ich dir sage und ihnen wird nichts geschehen!"
    Held:"...Ist mir doch egal. Sind eh nur meine Adoptiveltern und sie haben mir nie viel bedeutet."
    Schurke:">.<"

    MfG Sorata

  4. #4
    @ sorata08
    Pfui! So eine Garstigkeit möchte ich nie wieder lesen. Es sind doch Helden, Sorata. Helden!

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