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Thema: Wo sind denn deine Eltern?

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Warum werden hier eigentlich lebende Eltern andauernd mit Stuhlgang gleichgesetzt?
    Und die Argumentationen bezüglich verschwundenen oder toten Eltern gehen ja davon aus, dass es nicht möglich wäre, Emotionen zu den Eltern aufzubauen. Warum gibt man sich Mühe einen detailreiche Welt pixelgenau zu schöpfen um dann familiäre Beziehungen des Helden als unnütz zu betrachten? Ich fühle mich zu den Eltern des Protagonisten nicht mehr emotional bezogen, wenn sie im letzten Drittel auftauchen und mich umbringen wollen.
    Zitat Zitat
    Ich will erstmal das Spiel kennenlernen und mich mit den Hauptcharakteren und der Spielwelt anfreunden
    Kannst du das Spiel nicht auch mit Eltern kennenlernen und dich mit ihnen "anfreunden"? Oder andersrum eben nicht anfreunden, weil es "schlechte" Eltern sind? Das wäre zum Beispiel ein Grund weg zu gehen.
    Zitat Zitat
    Was ich nur dann als interessant empfinden würde, wenn Wölfe und wandernde Pflanzen kein Geld mehr fallen lassen würden und die beste Ausrüstung nicht in Kisten im Gelände herumsteht. Wenn ich daran denke, dass sich Wen Zhengming und Albrecht Dürer über Bekanntschaften und Aufträge durch China und Europa gehangelt haben, frage ich mich wieso man es in Spielen nicht auch so machen sollte.
    Das klingt interessant. Eine mögliche Alternative gegen die mit Gold und Heiltränken befüllten Schleime, Fledermäuse und Feuerelementare.
    Zitat Zitat
    Sohn, du bist nun 18 Jahre alt. Daher BRING MIR 5 POGOPUSCHEL-OHREN.
    [Quest erhalten]
    Sohn, deine Schwester hat beim Wasser holen den Eimer in den Brunnen fallen lassen. Kletter mal runter und hol ihn. Die Leiter kannst du dir von den Nachbarn leihen oder du bist geschickt und nimmst das Seil da.

    Sohn, wir können uns keinen Tagelöhner leisten, solange dein Bruder mit den Erlösen dieses Monats vom Markt zurück ist. Melk mal die Kühe.

    Sohn, dein Bruder hat sich das Bein verstaucht. Geh zum Arzt und hol Medizin. Bei der Gelegenheit, verkauf gleich mal die Rüben.

    Sohn, Schleime und Trolle machen sich über unser Feld her. Vertreibe sie und sorg dafür, dass sie nicht wieder kommen. Bau einen Zaun, rotte die Brutstätten aus oder so.

    Sohn, dein Großonkel ist am anderen Ende des Landes gestorben. Wir können leider keinen Entbehren, du wirst als Vertreter des Familienzweiges dorthin reisen.


    Oder wie wäre es mit einer Eskortquest?
    Bringe den alten Vater, der sich die Augen ausgestochen hat, an einen schönen Platz zu Sterben.

    Geändert von Karl (08.02.2010 um 13:03 Uhr)

  2. #2
    Zitat Zitat
    Warum werden hier eigentlich lebende Eltern andauernd mit Stuhlgang gleichgesetzt?
    Weil sie früher oder später sowieso verschissen haben

    Zitat Zitat von Karl
    Kannst du das Spiel nicht auch mit Eltern kennenlernen und dich mit ihnen "anfreunden"? Oder andersrum eben nicht anfreunden, weil es "schlechte" Eltern sind? Das wäre zum Beispiel ein Grund weg zu gehen.
    Das setzt voraus, dass die Spieleentwickler es endlich übers Herz bringen würden, die Eltern nicht nach 5 Minuten Spielzeit/Introzeit sterben zu lassen [wenn denn mal welche vorhanden sind] oder sie nicht nur als schnödes Werkzeug der Rache oder Skillentwicklung darstehen zu lassen.

    Und wer jetzt Velsarbor als Ausnahmebeispiel nennt, da es eben ein Ausnahmebeispiel ist, dem beiß ich den Kopf ab.

    Die Questbeispiele finde ich übrigens richtig schön. Da tut es mir richtig leid, dass Eltern ein untergeordnetes Rollenspielelement sind. Der Held kann mit ihnen mehr verbinden als entweder sie zu rächen - oder sie zu hassen.

    [Tm]

  3. #3
    Aber in Velsarbor findet sich das doch so gut

    Das Problem ist einfach, wenn die Elternteile nicht irgendwie von Plotrelevanz sind, dann sind sie - wie oben schon beschrieben - eher Last, als "cooles Feature". Das liegt aber nunmal auch an der Vereinfachung der Spielewelten durch die Spiele und das Gameplay.
    Wäre es jetzt soviel hilfreicher gewesen, auf Grandys Eltern in UiD zu stoßen? Nein, denn das hätte in dem Fall das Zeit-Paradoxon sicher noch verkompliziert.

    Klar ist es nicht realistisch, ebenso wie Random Encounter und Truhen in Wäldern, aber ehrlich: Who cares?
    Spiele sind Fiktion und dementsprechend etwas entfremdet (und das fängt schon bei der Grafik hier an). Das bedeutet, dass da gewisse Diskrepanzen zu realistischeren Handhabungen völlig in Ordnung sind.

    Aber wenn Eltern vorkommen, dann sind sie oft eher lästig in Szene gesetzt.
    Entweder hast du die armen Schweine, die vom Höllenfürsten aus Geigel gebrutzelt werden oder eben Darth Vader Verschnitte.
    Interessant wäre da sicherlich eine Inszenierung ala Golden Sun. Da waren die Eltern am Anfang mehr oder weniger von bedeutung, weil man noch jung war, aber halt aus dem Dorf losziehen musste, um der Welt den Arsch zu retten. Da war halt der "Ich muss meinen großen Jungen doch ziehen lassen"-Konflikt. Ne erhebliche Rolle haben die aber auch erst wieder am Ende von Golden Sun 2 gespielt.
    Aber zumindest hatte man die nötige Zeit, mit ihnen eine etwaige Sympathie aufzubauen.
    DAS könnten Alex Eltern, die der Gargasch fertig macht, sicher auch mal gebrauchen

    MfG Sorata

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