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Ritter
Das Dingens mit den Tutorials hat mir auch etwas missfallen. Liegt wohl daran, da ich das Spiel mit Classic-Controller spiele. So schnell kann man gar nicht schauen, da in den Videos immer erst die Wiimote+Nunchuck-Befehle angezeigt werden und die Befehle für den Classic-Controller (für den auch ich mich entschieden habe) ganz klein darunter stehen. Dann geht das auch noch sehr schnell weiter und das Wii-Laufwerk spielt dabei Ping Pong mit der Disc. Die Bezeichnung des Sticks mit "L" ist tatsächlich etwas schwierig, auch wenn daneben die Grafik eines sich bewegenden Sticks (mit viel Fantasie) erscheint. Mit dem Wachen abschütteln hatte ich wenigstens kaum Probleme. Dafür anfangs mit dem Unterschied "Ducken" und "Springen". Eben aus genanntem Grunde.
Das Spiel selbst kam gestern mit der Post, einen Tag vor Release und ich warf als erstes die Soundtrack-CD auf einer längeren Autofahrt ins Radio. Allerdings erwarte ich von einem Premium-Soundtrack doch etwas mehr. Gut, ich bin verwöhnt von der Zelda-Musik in Skyward Sword; allerdings fand ich die CD insgesamt recht schwach. Es bleiben einem keine Themen im Kopf, die Einspielung klingt nach MIDI und das ganze plätschert doch ziemlich vor sich hin. An einigen Stellen klang es auch eher nach Splinter Cell, als nach epischem Rollenspiel. Das kleine Buch mit Illustrationen hingegen gefiel mir sehr gut, auch wenn es etwas wenige Seiten hat. Dennoch hat sich die Special-Edition (die ich vor allem wegen dem Soundtrack bestellt habe) nicht wirklich rentiert - hier hätte es auch die normale Version getan. Steelbook ist zwar ganz nett, aber auch nicht was ich unbedingt brauche und das Büchlein ist einfach zu dünn.
Das Spiel selbst hingegen finde ich (bis jetzt) richtig gut. Obwohl ich anfangs etwas skeptisch war, weil es doch sehr linear beginnt (und auch weiterhin zu bleiben scheint) überzeugten mich vor allem die Grafik, die sehr guten Synchronstimmen und der Erzählstil. Das Kampfsystem hatten wir auch schon so ähnlich in Xenoblade (wenn auch theoretischer), weshalb ich mich sofort wohlgefühlt habe. Was mich dann echt überzeugt hat ist Lazulis. Diese mittelalterlich bis aufs kleinste Detail ausgearbeitete Stadt mit ihren verschiedenen Quartieren, kleinen verwinkelten Gassen und großzügigen Plätzen sieht nicht nur fantastisch aus - sie ist auch voll Leben. Die Dialoge sind vielfältig und sehr gut ausgearbeitet, wenn auch mancher noch etwas stereotyp rüberkommt. Wobei ich Zael und sie anderen aus der Söldnergruppe doch wirklich ins Herz schließen kann, was mir beispielsweise mit Lightning & Co. nie so richtig gelingen mochte. Auch klasse, dass die Gruppe einfach immer miteinander redet und so die Charaktere noch genauer eingeführt werden, so wie auch ein wenig gut platzierte Situationskomik ins Spiel kommt. Der Erzählstil ist toll und ich bin sogar mal richtig gespannt, wie sich die Handlung weiter entwickelt. Sie weckt mein Interesse.
Man kann seine Waffen und Rüstungen mit verschiedenen Items schmieden und hat auch in der Stadt verschiedene Anlaufpunkte. So gibt es einen riesigen Markt, auf dem man verschiedene Waren tauschen kann, um eventuell an seltene Gegenstände zu kommen oder seine Kohlen zu vermehren.
Was soll ich noch dazu sagen - Ersteindruck: Grafik geil, Atmosphäre geil, Story/Handlung interessant, Charaktere rund, Sound naja. Wer mal wieder ein Spiel im Stile eines echten Final Fantasies (ohne Zufallskämpfe, etc.) spielen möchte, sollte dieses Werk mal anspielen. Es gibt auch Parallelen zu Final Fantasy IX (wegen "Lisa"). Für mich hat Sakaguchi bewiesen. Er kann noch immer ganz toll erzählen. Eventuell nicht besonders innovativ, aber doch unglaublich fesselnd und mit sehr viel schöner Atmosphäre, sowie detaillierten Charakteren. Hoffentlich bleibt das Spiel die ganze Zeit so.
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