Wobei Microsoft vom Interface für solche Geräte bislang meilenweit entfernt ist. Viele Firmen nutzen PDAs oder Smartphones mit Windows Mobile, aber mit Sicherheit nicht, weil es so konfortabel und eingängig ist. Selbst Windows Mobile 6.5 ist für die dauerhafte Nutzung anstrengend und nicht "rund" genug. Es kann alles, aber vom Gefühl und der Bedienbarkeit ist es wie Windows 98/2000 im Jahre 2010. Im portablen Bereich hat Microsoft sich einfach ausgeruht und viel zu langsam weiterentwickelt. Seit x-Jahren werden PDAs damit ausgestattet und trotzdem ziehen sie derzeit in allen Bereichen hinterher.

Bei Google hingegen mache ich mir keine Sorgen, außer darum, dass die Software wieder nicht ausgereift ist bzw. als gefühlte Beta veröffentlicht wird - ohne, dass man damit rechnet. Letztendlich ist die Frage, wie sehr ein Android bediend wird von Third-Party-Herstellern.

Naja, und Apple kennt seine Märkte wie kein Zweiter. Tablet-PCs zu revolutionieren ist in der derzeitigen Situation durchaus machbar, zumal auch die Netbooks angekommen sind und aktuelle Tablet-PC Modelle meines Erachtens nicht innovativ genug sind. Und im direkten Netbook-Markt würde Apple es mit der hochpreisigen Produktpolitik ohnehin schwer haben, da die Zielgruppen dieser Geräte meist junge Leute sind - z.B. Studenden mit wenig Geld. Das iPad hingegen könnte auch in Firmen, z.B. im Außendienst nutzbar sein. Für Studenten wäre es sicher auch nutzbar, aber wer viel schreibt, der bleibt doch besser bei seiner Tastatur und ob man während einer Vorlesung wirklich ein Gerät haben muss, bezweifel ich doch sehr. Zumindest wäre das zum jetzigen Zeitpunkt mehr Prollerei, als Nutzen daraus zu ziehen.

Ich glaube nicht, dass Apple eine Alternative bräuchte. Warum? Wer das nicht nimmt, weil es zu klein ist, der nimmt ein MacBook mit 13 Zoll (sofern er unbedingt ein Apple-Produkt braucht). Wem es trotzdem noch zu groß ist, der bleibt beim iPhone. Ich denke, dass das neue Gerät sicher auch die ein oder andere Lücke schließen wird.

Zumindest kann man in den letzten 10 Jahren sehen, wie Apple innovative Produkte mit hohem Lifestyle-Faktor rausbringt. Während Sony Ericsson und Nokia jedes Jahr 10 Geräte (egal ob es Walkman-Player oder Handys sind) rausbringen müssen, weil sie ein Jahr später auf dem Markt uninteressant sind, kann Apple sich fast auf dem Design ausruhen und hier und da nachbessern. Ich denke, dass neben den vielen Image-Käufern auch welche dabei sind, die einen Sinn in der Benutzerführung der Produkte sehen und in der Apple-Philosophie - und damit sind nicht die Leute gemeint, die immer das neuste Produkt haben müssen, sondern die, die es auch langfristig nutzen.