Clementine war eigentlich kein Freund davon, sich tagsüber die Kante zu geben, aber bei allem, was gerade passierte schien es ihr angebracht. Sie war Kirill in die Küche gefolgt, wo sie umherfliegende und zerdepperte Tassen fanden... sie hatten einen verdammten Geist auf der Insel. In dieser Nacht waren schon wieder zwei von ihnen gestorben... und... Natsuhi Kyrien lebte?! Sie waren alle tot gewesen? Vladi stand auf einmal wieder zwischen ihnen?
Was zur Hölle geht hier ab!? war alles, was sie denken konnte. Sie drehte sich ein wenig von Vladi weg, fischte einen Flachmann aus ihrer Manteltasche und nahm einen kräftigen Schluck von dem Whisky, der sich in dem Flachmann befand. Sie spürte das Brennen in ihrer Kehle, schraubte den Flachmann wieder zu und liess ihn, ohne dass es jemand bemerkt haette wieder in ihrem Mantel verschwinden. Der Kram war teuer genug gewesen, da wollte sie nicht, dass der Russe das einfach wegext.
Sie sah die Umstehenden an. Es schien, als waeren sie fast alle hier in der Küche versammelt...
Mr.Y...ist Natsuhi Kyrien...
Und sie will uns alle umbringen...warum ? die meisten hier...also zumindest ich habe gar nicht davon gewusst mit den Kyriens verwandt zu sein...
Warum also wollte Natsuhi alle umbringen...Peter war sich sicher das er nicht der einzige war der nicht von seinen Blutbanden mit den Kyriens wusste...Bedeutete das Natsuhi wollte ihren Tod nicht wegen einem persönlichem Grund ?
Okay...das ist mehr als nur merkwürdig...nahezu sureal...es wirkt alles wie ein Spiel... Peter grinste...
Ich bin mir nicht mal sicher was für Parteien es gibt...
Ob Natsuhi mit Astarah zusammenarbeit oder nicht...
Peter begann in seinen Vermutungen zu versinken...Wo kam eigentlich dieser Russe her ? Anscheinend kannte ihn jeder hier...Peter hate ihn nie zuvor gesehen...War er etwa einer derjenigen die mit der insel explodiert sind ?
Also so wies aussieht ist Vertrauen das letzte was man sich hier leisten kann sofern man nicht getötet werden will...
Daniel hatte dies schon lange vermutet bevor Karl die Nachricht schrieb. Und Natsuhi Kyrien zu finden erscheint ihm viel einfacher als Astarah ausfindig zu machen. Es gibt nur 3 Kandidaten die überhaupt möglich sind. Und er war sich sicher die eine Person schon herausgefunden zu haben. Wie weit manche doch für die Unsterblichkeit gehen. Natsuhi gab einer Sünde nach und tötet freiwillig ihre gesamte Familie nur um ewiges Leben spendiert zu kriegen. Obwohl wenn ich es mir recht überlege ist die Familie auch schon in einen verfallen. Die Menge hat Mr X in einem Blutrausch umgebracht. Wäre es nicht sinnvoller gewesen ihn zu befragen und herauszufinden was er weiß. Danach hätte man ihn immer noch, wenn es nicht anders ging, töten können. Diese Insel ist krank und verflucht. Und die Geister sollten sich glücklich schätzen. Daniel hat gehört was Astarah mit ihnen angestellt hat. Er wusste in den nächsten 2 Tagen würde man Natsuhi finden und diesen Alptraum beenden.
Dolmial hatte gegen den Russen keine Chance mit den Hanteln gehabt und im Trinken war ihm dieser himmelhoch überlegen. Die letzten Worte der Kampfmaschine hatte er nur noch in watteweichem Nebel vernommen, da war er auf der Bar fast eingeschlafen. Vladimir rauschte hinaus. Dolmial riss sich zusammen. "Scho" nuschelte er zufrieden, "Jetschd ka ... nnnngh isch wasch mit dieschem ... *hicks* ... Leben angangen ... fngen ... fangen. Ürgs."
Er schwankte zur Tür und war offensichtlich sturzbetrunken. Er wartete. Die Tür öffnete und schloss sich nicht automatisch. Sekundenlang starrte er das Ungetüm an, dann erinnerte er sich an den Bakterien-Bahnhof Türklinke. Gutes Zureden würde auch nicht helfen, denn der omnipräsente Computer erschöpfte sich auf ein kleines Würfelchen mit Ratterlüftung, und Bitverknoter in einem Heiligtum der Überrester nach dem Zusammenbruch. Wahrscheinlich die Überreste eines Wasch-Trocken-Computers mit integrierter Boutiquen-Funktion ... "Computersimulation Küche!" würde auch nicht funktionieren und so griff er langsam von oben an das gelbe Unding. Er plante die Küche zu finden und dabei immer an der Wand entlang zu gehen, zumindest liess sich dadurch das Schwanken der Umgebung abschalten.
Er ging an der Wand entlang und die leisen Stimmen wurden leiser.
Er fand einen Knopf an der Wand, der an eine einzementierte Maus erinnerte.
Nach kurzem Überlegen drehte er ihn nach rechts und es ward Licht. Darin erkannte er einen langen Gang mit einem Sofa am Ende. "Die pure Schackgasche." Er drehte den Schalter wieder nach links. "Schieg der Logik", entschied er und die gegenüberliegende Wand schwankte mit jedem seiner Schritte näher. Dem Scheppern und Krachen nach kam er der Küche näher. Vielleicht fand er jemanden, den er fragen konnte, ob die blöde Tapete vielleicht nur eine Halluzination war.
"In diesem steht drin das Natsuhi Kyrien Astarahs Paktpartner ist und das die ganze Insel in die Luft geflogen ist. Wir alle waren tot und Astarah hat alles wieder rückgängig gemacht. Wieso dies weiß ich leider nicht so genau."
"Toll, erzähl mir etwas, was ich noch nicht weiß", murmelte Alex.
Dann fing plötzlich wieder Karl an, etwas von sich zu geben. Er las die Nachricht.
"Ja, genau sowas. Braves Karlchen, zur Belohnung kriegst du..."
Ihm fiel zunächst nichts ein, was er dem Geist, den er inzwischen fast als Maskottchen betrachtete, anbieten könnte. Doch dann kam ihm eine Idee:
"Wenn wir Natsuhi und Astarah, getötet haben, besorge ich dir einen riesigen Berg von Geschirr, das du ganz allein zertrümmern darfst. Was hältst du davon?"
Als nächstes wandte er sich an Vladi, auch wenn er jetzt schon ahnte, dass es ja doch nichts bringen würde (immerhin schien er im Gegensatz zu ihm seine Erinnerungen nicht zurückerhalten zu haben, und eigentlich war er auch sonst keine große Hilfe, aber ein Versuch konnte ja wohl nicht schaden):
"Du weißt nicht zufällig, wen sich Astarah als neuen Wirt gesucht haben könnte? Du standest ihr doch mal sehr nahe..."
Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird,
aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen. Albert Einstein
Dolmial fühlte sich seltsam. Die Gespräche in der Küche waren verstummt und er lehnte an der Wand mit der ollen Tapete und dachte über die letzten Tage nach, an die er sich erinnerte. Er strollte in die Bibliothek und war froh, dass wenigstens das Schwanken der Wände nachgelassen hatte.
In der Bibliothek fand er Sean Whitecraft.
"Hallo, Sean! Vielleicht kann ich mit ihnen einige Worte wechseln", begann er. "Ich habe ein kleineres Problem, da ich heute morgen in der Kapelle aufgewacht bin - blutbeschmiert und in Unterwäsche. Dabei weiss ich, dass ich gestern abend ermordet wurde, von unserem lieben Leonard. An sich sollte ich mich ja freuen und so, doch ich kann nicht. Das ist das eine Problem. Das andere ist, dass ich mich zwar an mein bisheriges Leben erinnere, darin aber keinen Sinn mehr sehe. Das soll nicht heissen, dass ich lebensmüde bin, nur dass etwas fehlt. Die Erinnerungen verblassen sowieso langsam und irgendwie kann ich sie nicht festhalten."
Er warf sich auf den Zweisitzer der roten Couchgarnitur, von wo aus er Sean erwartungsvoll ansah. Nach einiger Zeit, in der Sean wohl nachdachte, erinnerte er sich an den Brief von Juliette. Er holte ihn aus der Innentasche seines Jackets und las ihn erneut. Doch er sagte ihm nichts. Alles, was er ihm einmal bedeutet haben mochte - war weg. Weswegen hatte er diesen Brief in die Jackentasche gesteckt? Vielleicht sollte er ins Musikzimmer gehen und sich mit einer Gitarre entspannen.
Geändert von Dolmial (03.12.2009 um 21:01 Uhr)
Grund: Siehe link Jackentasche