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Thema: Informationen zur Museologie

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  1. #1

    Examinierter Senfautomat
    stars_mod
    Ich rate dir eher dazu, Geschichtswissenschaften in Verbindung mit einem anderen Fac wie beispielsweise Anthropologie, Kulturwissenschaften oder einer Sprache zu studieren. Normalerweise müsstest du damit wesentlich bessere Chancen haben, als mit dem Studiengang Museologe, auch da du dich nicht zu sehr auf einen Beruf damit versteifst. Solche Studiengänge haben nämlich gerne den Ruf, zu reinen "Fachidioten" auszubilden und nicht in der Lage zu sein, flexibel reagieren zu können.

    Außerdem bleiben dir mit einem Studium der anderen Fächer auch noch andere berufliche Chancen offen. Auf Stellen an Museen bewerben sich gerne mal bis zu 200 Leute, was die berufliche Perspektive nicht gerade verbessert. Mit Geschi hättest du beispielsweise auch die Möglichkeit, als Journalist oder ähnliches zu arbeiten. Ziehst du nebenbei auch noch ein Pädagogikstudium durch, kannst du zudem in Richtung Museumspädagogik gehen.

    Glaub mir, ich weiß wovon ich spreche, da ich selbst Geschi studiere.

  2. #2
    Erstmal vielen Dank an euch beide

    @ Ianus

    Mir gefällt gerade die Idee, im Hinterzimmer zu sitzen und Sachen zu begutachten, die sonst vllt. nur eine handvoll Menschen vorher gesehen hat. Gerade die Frage, warum das und nicht jenes ausgestellt wird, scheint auch interessant zu sein, gerade, da Museen ja Unmengen an Exponaten haben, welche wohl noch nie das Museum außerhalb der Aufbewahrungskammer gesehen haben^^

    @ BIT

    Das mit dem "Dachidioten" ging mir auch schon durch den Kopf, gerade, da es ja ein so spezialisierter Studiengang ist und das Stellenangebot, wie du es beschreibst, sieht wirklich alles andere als rosig aus...
    Geschichtswissenschaften gehen mir auch durch den Kopf, aber ist denn dort die Aussicht auf eine spätere Anstellung soviel besser? Stelle mir vor, dass man gerade im Journalismus nur wenige Historiker benötigt, da sich die meisten bereits seit vielen Jahren etabliert haben...
    Die Pädagogikschiene als Geschichtslehrer fällt für mich total raus, das mit der Museumspädagogik hingegen gefällt mir an sich schon besser...
    Gibt es denn sonst noch interessante Wege, die man sich mit einem Zweitfach offen halten kann?
    Und was mir gerade noch einfällt... wenn man Geschichtswissenschaften mit einer bestimmten Anzahl Leistungspunkten belegt, muss man dann auch gleichzeitig mehrere Sprachen beherrschen? Hatte da mal irgendwo was gehört

  3. #3

    Examinierter Senfautomat
    stars_mod
    Wer Geschi studieren will, muss sich prinzipiell darüber im Klaren sein, dass er zu 95% fachfremd arbeiten wird. Gerade im Bereich des Journalismus sind die Historiker dabei aber durchaus gefragt, da sie während des Studiums einen wichtigen Punkt gelernt haben: Texte schreiben. Während sich Studiengänge wie Publizistik meist sehr theoretisch mit der Materie Medien beschäftigen und das Schreiben vernachlassen, ist gerade die Geschichtswissenschaft eine der Disziplin, in der man sehr viel schreibt und somit eine gute Grundlage für den Beruf des Journalisten schafft. Auch da man lernt, Texte kritisch zu analysieren. Wichtig dabei ist aber im Hinterkopf zu behalten, dass man sich nicht mehr zwangsweise mit der Geschichte auseinandersetzt, sondern auch in anderen Teilbereichen eingesetzt wird.

    Desweiteren bietet ein Geschichtsstudium auch die Möglichkeit als Archivar, im Museum oder bei Stiftungen zu arbeiten. Auch in der Reise- und Werbebranche sind Historiker zum Teil sehr gerne gesehene Absolventen. Bei der Wahl des Zweitfaches sind dabei dann vor allem Sprachen und andere Geisteswissenschaften gerne gesehen, es gibt aber auch durchaus die Möglichkeit mit Naturwissenschaften interdisziplinär zu arbeiten. Das solltest du wirklich das wählen, was dich interessiert.

    Zum Thema Sprachen kommt es ganz darauf an, für welche Geschichtsrichtung du dich vornehmlich interessierst und an welcher Uni du studieren willst, da die Sprachvorgaben da teilweise sehr stark schwanken. Allgemein kann man allerdings sagen, dass du mindestens zwei moderne Fremdsprachen plus Latein zum vernünftigen Arbeiten benötigst. Wenn du zudem in der Antike tätig werden willst, empfiehlt es sich außerdem sehr stark Altgriechisch zu lernen. Aus dem Grund habe ich auch Franzözisch, Englisch, Spanisch und Latein als Fremdsprachen in diesem Bereich gelernt, wobei ich nur Spanisch an der Uni belegt habe. Allgemeine Pflichtvorgabe sind meistens allerdings nur Latein und Englisch. Ich hoffe sehr stark, dass du schon Latein belegt hast, ansonsten kann man die ersten zwei Semester nur zum Nachholen des Latinums einplanen.

  4. #4
    Vielen Dank für die vielen Informationen BIT!

    Zitat Zitat von BIT
    Ich hoffe sehr stark, dass du schon Latein belegt hast, ansonsten kann man die ersten zwei Semester nur zum Nachholen des Latinums einplanen.
    Herzlichen Glückwunsch, der Kandidat hat 100 Punkte erreicht -.-
    In der 11. hatte ich Latein, war allerdings in diesem Schuljahr mehr krank als alles andere (auch Krankenhausaufenthalte) und hab mich deswegen freiwillig zur Wiederholung der 11. entschieden und was wurde dann nichtmehr angeboten? Richtig, Latein... deswegen quäle ich mich jetzt wieder durch Französisch, obwohl es immernoch eine Lateinlehrerin auf unserer Schule gibt... naja, über das Schulsystem will ich mich nicht schonwieder aufregen.
    Latein an sich hatte ich demnach ein Jahr lang, allerdings kann ich kein Latinum vorweisen, deswegen würde es wohl im Studium "nachholen!" bedeuten...
    Ach Mensch, sowas kann echt nerven...

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