Haters will Hate.

Gibt es Leute wie uns nicht, geht alles verloren. Museen könnten Doppeldecker aus ägyptischen Gräbern im Archiv liegen haben, aber sofern wir es nicht irgendwo dokumentiert haben, wird niemand bis auf ein paar Leute die zufällig die Ausgrabungspapiere gelesen haben davon wissen. Es ist dein Job, sicherzustellen, dass Zeugs da ist und man es findet, wenn es gebraucht wird. Das beinhaltet effektiv, dass du mitverantworlich für den Vermögenswert einer mittleren Kleinstadt bist. Rede mir das nicht klein!

Das Beispiel mit den Insekten war nur dazu da, um zu illustrieren, in welcher Weise du unter Umständen sehr detailiert Einfluss auf viele tausend Besucher nehmen wirst. Nebenbei ist Archivzugang immer mit Win verbunden, da man mit den ganzen bizarren Objekten in Kontakt kommt, die nicht ins Ausstellungskonzept passen.

Bei einer Landesbibliothek umfasst das schon alles von Plakaten und Zeichnungen über Photos bis zu irgendwelchen Büchern, die inzwischen hochgradig illegal sind. In Museeumsarchiven bedeutet das im allgemeinen - sofern man die Boxen öffnen kann, dass man sich alle paar Regale fragt, warum der ganze Ramsch draußen gezeigt wird und nicht das Zeug hier. Und wenn ich die Vorräte an hochwertigem Bildmaterial aus der naturwissenschaftlichen Sammlung allein in Innsbruck ins Internet stellen könnte, würden mir diese garantiert noch ein paar Jahre lang als Hintergrundbilder und Reposts nachfolgen. Ein Museeum oder eine Sammlung produziert am laufenden Band interessante Information zu ihren Fachgebiet. Die einzige Schade daran ist, dass der Zugriff auf diese so stark beschränkt ist.