Ääähm ... ja.
Die Geschichte brachte mich erst zum Schmunzeln, sie wird danach aber langweilig. Leider macht ein grosser Wortschatz keinen guten Stil aus. Ich hatte den Eindruck, du wirfst in dieser Geschichte teilweise mit Worten um dich, die nicht wirklich in die Geschehnisse zu passen scheinen. Alles in allem kann man das Ding einigermassen lesen, es gibt aber auch Stellen, die gehen gar nicht, wie z.B.:
Zitat Zitat von DarkNanaki Beitrag anzeigen
"Wie wäre es mit Gurkensalat?", kam ihr sofort in den Sinn, als ihr Blick, während sie durch den Rasen, der neben dem Gemüsebeet lag, lief.
Eindeutig zu viele Kommas, die den ganzen Satz verhacken.
Zitat Zitat von DarkNanaki
Man hörte einen Reißverschluss sich öffnen.
Wenn schon, dann so etwas wie: Man hörte, wie ein Reissverschluss geöffnet wurde. Aber du hättest auch die Erzählperspektive hier nicht wechseln müssen.
Zitat Zitat von DarkNanaki
Die Athmosphäre war zum Zerreißen gespannt.
Hier ist nichts im Satz selber falsch, sondern in dessen Aussage. Meiner Meinung nach ist die Atmosphäre eben nicht zum zerreissen gespannt, also funktioniert der Satz an dieser Stelle auch nicht. Vielleicht bin ich pervers, ich empfand die Stelle wo sie sich die Gurke reinschiebt, als die Beste in der Geschichte. Aber da muss einfach mehr kommen. Da braucht's mehr Feuer, wenn du verstehst was ich meine. Vor allem wenn du so einen Satz bringen willst. Und ... "Honigtopf" ... "das Loch stopfen" ...

Wenn Petra überlegt, würde ich ihre Gedanken nicht in Anführungszeichen setzen wie bei der direkten Rede, sondern eher schräggestellt darstellen. Das hilft, finde ich, bei der Übersichtlichkeit des Textes und erhöht dessen Lesbarkeit.
Zitat Zitat von DarkNanaki
"Was ist? Stimmt etwas mit dem Salat nicht?", fragte Martin.
Irgendwie komisch, das er als erstes gerade darauf kommt.

Nun gut, die Szene am Tisch konnte mich auch kurz unterhalten, da wo Martin sagt: "Hmmm. Die Liebe schmeckt man."
Zitat Zitat von DarkNanaki
Eifersucht machte sich in Petra breit und überzog ihre Seele wie die pechschwarze Lunge eines Rauchers.
Dieser Satz funktioniert nicht. Ihre Seele wurde überzogen wie die pechschwarze Lunge eines Rauchers? Vielleicht: Eifersucht machte sich in Petra breit und überzog ihre Seele wie der Teer die pechschwarze Lunge eines Rauchers. Aber auch so klingt es noch seltsam.
Zitat Zitat von DarkNanaki
Auch wenn sie es ihm wohl niemals gestanden hätte, so war ihr doch die Möglichkeit, es jederzeit hätte tun zu können, Genugtuung.
Hier ist Schluss, und das ist ein grosses Problem. Dem Ende fehlt jede Würze, die Geschichte ist einfach fertig. Zack-Bumm. Super, sie kann ihm sagen, dass sie sich mit der Gurke befriedigt hatte, mit der sie danach den Salat zubereitet hat.
Der Stil ist durch die Geschichte hindurch holprig. Wie gesagt, man kann es lesen, das soll aber keinesfalls ein Kompliment sein. Wenn du es schaffst, deine Worte besser zu gliedern, kürzere Sätze einzusetzen und vielleicht etwas mehr an Inhalt zu liefern, kann mir deine nächste Geschichte nur besser gefallen.