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Thema: [Natsuhi Kyrien] - Tag 3

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Fitnessraum

    Erst als ihm wirklich alles wehtat, liess Dolmial von den Geräten ab. Er nahm sein Handtuch von einer Bank und wischte sich den Schweiss vom Gesicht. Juliette hatte ihn beobachtet und da der Raum eine riesige Spiegelwand hatte, hatte er auch sie beobachtet. Sie sass an der Bar neben dem Eingang leger auf einem Hocker und trank Tee. Er legte sich das Handtuch um den Hals und ging in beiger Trainingshose und grün-weissem, weitem T-Shirt zu ihr, um sich auch einen Schluck zu gönnen. Er angelte sich eine Salzstange aus einem Becher und ass sie mit mehreren Bissen auf, bevor er sagte: "Wenn man sich vorstellt, dass dieses riesige Haus und das nicht unbeträchtliche Vermögen unter den Erben geteilt wird, kann man schon wehmütig werden."
    Er rührte in seinem Tee. Juliette antwortete nicht. Das war ein gutes Zeichen, denn nun kam er auf ihren Verdacht zu sprechen und gab es auf Lily verteidigen zu wollen. "Wenn wir diese Astarah nicht beseitigen", fuhr er fort, "enden wir nur zu ihrem Amusement. Doch wie wollen wir das verhindern? Indem wir ihr in die Falle gehen? Meine Erziehung beschränkte sich auf taoistisches Leben und die einzige Begegnung mit dem Übernatürlichen auf die Versuche von Bruder Cameltoe einen angeblichen Kobold aus dem Ziegenstall zu vertreiben, wobei er Nelken, Myrrhe und Zimt verstreute."

    Geändert von Dolmial (18.11.2009 um 21:01 Uhr) Grund: Ästhetik

  2. #2
    Oh verdammt...Das Zeug brennt besser als ich dachte.
    Peter schaute auf die Flammen. Die Ratten fielen schon tot um. Viel Zeit schien ihnen nicht mehr zu bleiben. Peter zog sich sein Hemd aus und versuchte das Feuer zu ersticken

  3. #3
    Fitnessraum

    Dolmial versuchte ein Lächeln, wobei er an die Schlangen dachte und an die riesige Tarantel. 'Das kann ich doch keinem erklären ... ' seufzte er innerlich, doch gab er sich einen Ruck.
    Er beugte sich auf der Bar vor und sagte mit leiser Stimme, als ob er befürchte belauscht zu werden: "Juliette, ich bin davon überzeugt, dass diese Illusionen von dem Dämon kamen, und dass wir ihn stoppen müssen. Aber das tut keiner, der sich mit Blumensträussen in Schlangenwindungen befasst. Wer weiss, was da unten jetzt vorgeht. Sicher ist nur, dass dort Zeit vergeudet wird. Zeit, die der Dämon braucht. Eine Falle ist das belgische Zimmer nicht. Vielleicht findet man einen Hinweis und dann wieder einen Hinweis. Und bis zur Lösung vergehen Tage um Tage. Sie wissen, was das bedeutet."
    Es hörte sich resigniert an. Juliette verzog ihren Schmollmund.
    "Sie sehen bezaubernd aus, wenn Sie nachdenken", sagte Dolmial und diesmal lächelte er wirklich. Er lehnte sich zurück und drehte sich kurz zur Spiegelwand um; es wurde Zeit eine Dusche zu nehmen und sich zu rasieren. Dann wandte er sich wieder Juliette zu, "Der Dämon will ablenken. Die Lösung liegt irgendwo anders. Und es muss sie geben. Sonst würde er sich nicht so viel Mühe machen."
    Sie schwiegen und jeder hing seinen Gedanken nach.

  4. #4
    "Mir egal, was ihr hier treibt, aber ich hab jedenfalls nicht vor, mich bei lebendigem Leib rösten zu lassen."
    Die Arme schützend vor das Gesicht haltend sprang er durch die Flammen.

  5. #5
    Fitnessraum

    Juliette hatte recht und es war sonderbar still geworden. Dolmial beschlich ein ungutes Gefühl. "Der Gang nach oben führte in die Bibliothek, doch war dort eine Frauenleiche oder zumindest sah es so aus ..." Er fasste noch einmal zusammen, was er sich aus den Religionskriegen und der Tempelniedebrennungen der vergangenen Jahrhunderte so zusammengereimt hatte. "Wenn diese Astarah ein Machtzentrum oder ein Unheiligtum hat, so wird es sicherlich nicht dort zu finden sein, wo man normalerweise einen Altar vermutet, sondern eher im Keller." Er sah auf seine noch sauberen Sneakers. "Wenn Sie nachsehen wollen, komme ich mit."

  6. #6
    Fitnessraum ---> Musikzimmer

    Dolmial entschuldigte sich bei Juliette und ging nach nebenan um seine Magna Lite zu holen und den Anzug zur Wäsche zu geben. Wieder zurück sagte er: "Also zum Musikzimmer!" Er hielt Juliette die Tür auf und bald waren sie auf dem Weg durch das Haus. Unter anderen Umständen hätte Dolmial das Haus bewundert, seine Begleiterin - nur er hatte das verkehrte an - die Stille in sich aufgesogen, die sich über die Treppe zum zweiten Stock gelegt hatte und die Grosse Halle beherrschte.
    Niemand begegnete ihnen. Juliettes Schritte hallten und die Sneaker von Dolmial machten schmatzende Laute auf dem polierten dunklen Boden.
    Sonst war es sonderbar still. Durch ein hohes Fenster konnte man den Sturm sehen und den Regen, der an dem Glas herunterlief.
    Sie erreichten das Musikzimmer, in dem sich nichts verändert zu haben schien. Alles war still, der geheime Gang stand offen.

  7. #7
    Gewölbe

    "Sie meinen ausser Rätselraten?" fragte Dolmial frustriert. Er lehnte sich gegen den Felsen. "Entschuldigen Sie, aber die ganze Situation ist absurd!"
    Er besah sich das klobige Ding näher. Der Fels schien irgendwo herausgerollt zu sein. "Wir sollten nach einem Hebel suchen, der diese Falle - und hier muss ich leider meine Meinung korrigieren - wieder öffnet." Er leuchtete mit der Taschenlampe Fels und umgebende Wände ab.

  8. #8
    Zitat Zitat
    Inzwischen lagen zahlreiche Ratten tot am Boden. Erstrickt oder gegrillt.
    Doch plölich erloschen die Flammen. Die Spinnweben waren verschwunden.
    Und dennoch ... Der Sauerstoff war stark verbraucht, der Ruß lag auf der Haut, der Kleidung ... Alle mussten stark husten. Aber endlich konnte man weitergehen...
    Kirill stand schwer atmend an der Stelle an der sich bis eben noch die brennenden Spinnenweben befunden hatten. Der Ruß und der hohen Kohlenstoffdioxidgehalt der Luft waren bedauerlicherweise geblieben. Inzwischen wunderte sie gar nichts mehr
    "Da findet sich wohl gerade jemand sehr lustig.",knurrte sie und zog sich die rußverschmierte Lederjacke über die ebenso rußverschmierte Haut.
    "Dann mal weiter in die Höhle des Löwen."
    Sie hob das heruntergefallene Stuhlbein auf und trat in die Dunkelheit des Ganges.

  9. #9
    Anscheinend sind die Spinnweben verbrannt...sagte Peter als er von eimen Rumpeln unterbrochen wurde. Er drehte sich um und...
    erblickte zwei ihm wohlbekannte Gestalten. Dolmial...Julliette...? Was machen sie denn hier ?
    Peter wunderte sich über den anscheinenden Sinneswandel der beiden.
    Aber das war egal. Sie konnten nun die Höhle wieder verlassen.
    Doch als Peter sah was sich geschlossen hatte blieb ihm der Freudenschrei im Hals stecken. You can´t get what you want...Only a part of it... Peter zitierte einen Song seiner Band der anscheinend genau auf diese Situation zu passen schien...
    Ach ja...wir sollten unsere Fackeln alle bis auf eine löschen. Wenn diese runtergebrannt ist können wir ja die nächste anzünden.

  10. #10
    Gewölbe

    "Wir machen uns Sorgen", entgegnete Dolmial. Er drehte sich um und musste feststellen, dass es keinen Weg zurück gab. Anscheinend hatten sie den heissen Teil der Spinnweben verpasst. "So wie ihr auch. Hier funktioniert ja nichts so wie man es gewohnt ist. Wollen wir weitergehen, bevor dieser Vampir aus seinem Sarg steigt?"

  11. #11
    #vote Xia
    Stumpf und einfach Bauchgefühl

  12. #12
    Dolmial 2 (Layana, Liferipper)
    Karl 1 (Miss Kaizer)
    Debbie 1 (BIT)
    Layana 2 (Dolmial, Lagomorph)
    Sylverrunner 2 (daenerys, Stummboy)
    Xia 1 (Ty Ni)

    2364. 1 Joker übrig
    Mivey 3 Joker übrig
    Xia 3 Joker übrig
    Karl 3 Joker übrig
    David_Nassau 1 Joker übrig
    alpha und beta 2 Joker übrig
    Debbie 2 Joker übrig
    Toenni 2 Joker übrig
    Sylverrunner 3 Joker übrig


    Irgendwie verlief der Tag anders als gedacht. Erst stiegen einige in den Keller hinab, aber mussten dank zahlreicher fleißiger Spinnen umdrehen um Fackeln zu besorgen. Dann wurde die Gruppe größer. Zwischendruch hatte sich eine Illusionäre Schlange in Lilly verliebt und an ihrem Busen gekuschelt. Auch poppende Ratten waren überall zu finden gewesen. Und einige ziemlich unappetitliche Leichen. Aufgrund dieser zahlreichen und höchst seltsamen Ereignisse wusste niemand so recht wer denn nun Astarah sein könnte. Die meisten enthielten sich sogar bei der Meinungsumfrage, nichts böses ahnend dass eine mehrmalige Enthaltung zum Tode führen würde.

    Toenni, ein braver Bürger kotze sich indessen die Seele aus dem Leib. Vor ihm erschien plötzlich eine Frau. Sie kicherte böse. "Na, Na, Na ... Nun bist du aber wirklich ... Am Arsch Toenni. Ich bin Mistress Kill. War der Kaffe vor 2 Nächten gut? Und wie gefiel dir das Gift?"
    Die Mistress kicherte und zeigte für einen Augenblick ihre Tarngestalt. Toenni keuchte. "Du?! Du bist ..."
    "Ja. Ich bin Mistress Kill alias ..."
    Ihren Tarnnamen flüsterte sie ihrem Opfer ins Ohr.
    Toenni keuchte. Qualen. Höllische Qualen. Er konnte bereits nicht mehr reden. Das Gift brauchte zwar zwei Tage ehe es wirkte, doch dann ging es schnell und qualvoll. Seine Feindin lachte. "Soll ich dir sagen warum ihr auf der Insel seid? Ja, ich tue es!" Sie enthüllte es ihm. Alles. Toenni sah sie ungläubig an. Was für ein Narr er, was für Narren sie alle waren ...

    Mistress Kill grinste und verschwand. Ihr Opfer lief blau an, schnappte nach Luft. Luft! Luft! Aber vergebens. Er wand sich. Schmerzen. Er sehnte sich den Tod herbei. Und dann geschah es:

    Toenni erstickte. Sein Gesicht zeigte die Qual und die Überraschung die er bis zuletzt gespürt hatte.

    Noch ahnte niemand was geschehen war. Was würde in der Nacht vorfallen? Zumindest die Gruppe im Kellergang wähnte sich in Sicherheit. Und was für unrechenbare Handlungen würde Y in dieser Nacht vollziehen?

    Die Nacht beginnt und dauert bis Samstag um 19h00 an.

    Pat, Mr. X, Astarah, Mistress Kill und Allison melden sich bitte bis 15 Minuten vor Tagesbeginn!

    Thread kann zu!

    Geändert von Loxagon (21.11.2009 um 18:56 Uhr)

  13. #13
    Gewölbe


    Dolmial nickte und sagte zu Juliette, "Auf in den Kampf, holde Maid!", wobei er ihr seine Hand reichte.
    Sie gingen weiter und weiter in den Gang hinein. Knochen und Unrat lag verstreut an den Rändern und dann und wann tauchten Fackelhalter auf. Als er an einem vorüberkam, worin noch eine Fackel steckte, nahm er sie heraus, zündete sie an der letzten Fackel an und löschte seine Magna Lite, die in seiner Tainingshose verschwand.

    Das Licht aus dem Gang kam näher.

  14. #14
    Ihr Entschluss stand fest. Er war begründet auf der einzigen Erklärung all dieser seltsamen, unlogischen Ereignisse und der einzig mögliche Ausweg.

    Zögernd, aber fest entschlossen sah Luise in das Fenster, in welchem sie sich spiegelte. Ihre eigene Angst blickte hämisch zurück und der Tod lächelte sie spöttisch an. Ihre Haare waren zerzaust. Tausendmal war sie alles durchgegangen – die Nächte, an die sie sich nicht erinnern konnte, die Brandwunde an ihrem Finger, die Müdigkeit und das plötzliche Verstehen des Buches – des bösen Buches.
    Wütend sah sie auf das Buch herab, welches sie in der Bibliothek gefunden hatte: das Nekromantikum von Abdul al Hazrad – nun konnte sie die teuflischen Schriftzeichen lesen, nun war sie gezwungen, die Dinge zu glauben, die sie nie ernst genommen oder für wahr gehalten hatte. Der Teufel und seine Tochter… sie existieren… hier…in…

    Ein Schauder überlief ihren Rücken. Es könnte die Kälte gewesen sein: Sie stand im Garten und ihr Büßerkleid hielt nicht warm – noch vor einigen Tagen hätte sie es nie angezogen, doch nun klammerte sie sich an jede Beschreibung der uralten Bücher, denn es ging um viel: um ihre unsterbliche, verfluchte Seele. Der einzige Schluss, den all die unerklärlichen, schrecklichen Ereignisse nach sich zogen, war eindeutig und unumgänglich: Astarah hatte von ihr Besitz ergriffen, Nacht um Nacht, manchmal wohl auch des Tags.

    Eine einsame Träne rann ihre Wange herunter und tropfte auf das Holz, auf dem das Mädchen stand. Hexen und Besessene müssen verbrennen, um ihre Seele zu retten, darin waren sich die Bücher einig. Also war sie aufgestanden mitten in der Nacht und hatte sich aus dem stillen Haus gestohlen. Eine Kerze zu nehmen hatte sie nicht gewagt und auch Mondlicht blieb ihr verwehrt – die Nacht ums sie herum war so schwarz wie ihre Seele. Sie hatte Menschen getötet, gefoltert, gequält – dies war ihr gerechtes Schicksal. Sie hatte trockenes Holz und Laub gesammelt und aufgestapelt. Sich selbst zu fesseln war schwierig gewesen, aber ihr endlich gelungen. Nun gab es nicht mehr viel zu tun. Der Wind durchwehte ihr Haar und Kleid. Sie zitterte. Das Holz knackte leise in der finsteren, lautlosen Nacht.

    Sie entzündete das Streichholz. Kurz flackerte es wie ein Hoffnungsschimmer hinter ihr, dann fiel es auf ihren eigenen Scheiterhaufen. Langsam stieg Rauch empor. Gespannt blickte sie hinauf, doch der Wind verwehte ihn, ehe der Rauch den Himmel erreichte – so ist mein Leben also wahrlich verwirkt. Sie senkte ihren Blick und ergab sich in ihr Schicksal.

    Langsam leckten die Flammen an ihren Füßen und ihr weißes Kleid verkohlte an den Rändern. Stumm ertrug sie die Schmerzen, die ihren Kummer nicht bekämpfen konnten. Vergebt mir, war das letzte, was sie vor Schmerz keuchend hervorbringen konnte, bevor die Flammen ihren Körper fraßen.

  15. #15
    #vote Sylverrunner

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