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Thema: Kyrien II - Die Rollen

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    [FONT="Century Gothic"]Karl Kyrien[/FONT]
    [FONT="Times New Roman"]Karl Kyrien (41) betrachtete seinen Nachnamen bis zu dem Tag, an dem er den Brief entfaltete, weniger als Bund der Familie, denn als großen Fluch. Seine Mutter verstarb bei der Geburt und sein Vater fuhr bei dem Versuch so schnell wie möglich der Geburt seines Sohnes beiwohnen zu können, frontal in ein anderes Auto. Deshalb wurde er von der gesamten Familie aufgezogen, beziehungsweise von Niemanden. Er hatte lange Zeit keine konkrete Bezugsperson und wurde dutzenden verschiedenen Einflüssen ausgesetzt. Später war er als Spielpartner für die kleine Luise Kyrien zuständig und freundete sich schnell mit dem Gedanken an. Besonders da sie, als sie in einem gewissen Alter war, seine Ansicht über die Familie teilte. Dennoch machte ihm der Rest der Familie das Leben schwer. Ein Engländer der öfters bei der Familie verkehrte, begeistere ihn jedoch für das paradiesische Europa. Nachdem er die Schule beendet hatte, nahm er all sein Erspartes aus Taschengeld und Nebenjobs um sich nach Großbritannien ins neblige London umzusiedeln.
    Dort ging es ihm zuerst nicht unbedingt gut, aber er war beeindruckt von den englischen Adelsklischees und den Legenden rund um England. Er wurde Fremdenführer für japanische Touristen und arbeite auch in einem Museum als Verwalter. Dabei verdiente er nicht schlecht und leistete sich nachgemachte feine Kleidung aus vergangener Zeit und einen Satz Monokel. Die Touristen erfreuten sich daran und auch der Rest seiner Umgebung nahm es mit Humor. Karl ist ein meistens rationaler Denker mit einem großen Nationalstolz für Großbritannien. Er spricht hochtrabend und sieht auf die Mitglieder seiner Familie hinab, da die meisten ihren Reichtum mit dunklen Geschäften gemacht haben.
    Trotz seiner recht guten Bezahlung war der Brief mit dem Erbe eine große Verlockung. Sein falscher englischer Lebensstil war teuer und auch mit Überstunden war es teilweise nicht leicht ihn zu finanzieren. Also begab sich Karl schweren Herzen, aber mit der Hoffnung auf Reichtum zur Insel.[/FONT]

  2. #2
    Alexander Goliath von Donnerstein

    Die von Donnersteins sind mit den Kiriens über so viele Ecken verwandt, dass sie selbst nicht wissen, wieso sie überhaupt zu der Testamentsvollstreckung eingeladen worden sind. Daher haben sie auch nur ein einziges Familiemmitglied auf die Insel geschickt: Den vor kurzem 18 Jahre alt gewordenen und somit jüngsten Sproß der Familie, Alexander Goliath von Donnerstein.

    Während sich die Familie derer von Donnerstein (abgesehen von ihrem Faible für großkotzige Namen) vor allem durch die physische Stärke der Familienmitglieder auszeichnet, fällt Alexander Goliath etwas aus dem Rahmen: Seine physische Statur ist eher zierlich zu nennen, und rein von Aussehen könnte er problemlos für halb so alt durchgehen, wie er tatsächlich ist. Unter anderem hat das dazu geführt, dass ihn praktisch jeder einfach nur als Alex anredet, da sein ganzer Name nicht wirklich zu ihm zu passen scheint.
    Die meiste Zeit verbringt er damit, etwas in sein kleines schwarzes Buch, das er immer mit sich herumträgt, zu schreiben. Was genau er da ständig aufschreibt, ist allerdings nicht wirklich ersichtlich, da mit seinem Gedächtnis alles in Ordnung zu sein scheint, und er das Buch zudem wie seinen Augapfel hütet.
    Desweiteren ist er extrem schüchtern und introvertiert, und er spricht eigentlich nur mit anderen Menschen, wenn er meint, etwas Wichtiges zu sagen zu haben. Wäre da nicht das verräterische Kratzen seiner Stifts, könnte man oft vergessen, dass er überhaupt im Raum anwesend ist.

    *UPDATE*

    "Zu wissen, wer ich bin... Das ist wichtiger als all das... wichtiger als Lynx, wichtiger als die gefrorene Flamme... und nichts kann mir das wegnehmen... solange ich lebe..."
    Kid, Radical Dreamers

    "Du bist dir nur des einen Triebs bewusst;
    O lerne nie den andern kennen!
    Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,
    Die eine will sich von der andern trennen;"
    Faust, Faust - Der Tragödie erster Teil

    Ursprünglich kam Alex als Vehikel für einen Dämon auf die Insel. Nachdem Astarah allerdings die Welt (oder zumindest die Insel) neuerschaffen hatte, war er nur noch ein gewöhnlicher Mensch. Der Widerspruch dieser beiden Persönlichkeiten hat ihn in den Wahnsinn und letztlich in den Selbstmord getrieben.
    Durch seinen Tod hat er zwar überraschend seine Erinnerungen wiedererlangt, doch ob und wie es ihm gelingen wird, diese widerstreitenden Persönlichkeiten zu vereinen, wird sich erst noch zeigen müssen.


    Geändert von Liferipper (15.11.2009 um 20:45 Uhr)

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