prinzessin mononoke gilt neben spirited away als bester film von studio ghibli und erzählt die geschichte der konfrontation mensch gegen natur, ohne dabei auf plakative inhalte oder schuldzuweisungen zurückzugreifen. beide seiten besitzen ihre eigenen, nachvollziehbaren beweggründe und versuchen ihr eigenes überleben zu sichern.
die geschichte beginnt, als das ruhige und abgelegene dorf des jungen prinzen ashitaka, von einem dämon angegriffen wird, dessen schwarzer schatten sämtliches leben auslöscht. bei dieser kreatur handelt es sich um einen mächtigen keiler, welcher durch eine gewährkugel verletzt wurde und sich somit von hass und schmerz geleutert, in ein monster verwandelte. ashitaka gelingt es, ihn zu bezwingen, doch wurde er von dem schwarzen schatten am arm berührt, welcher sich nun bis in seine knochen hineinfrisst. die dorfälteste erklärt ihm, dass er definitiv sterben wird, doch er sollte in das land ziehen, wo dieses geschoss angefertigt wurde und den kampf mit eigenen augen sehen. vielleicht könnte er somit auch sein eigenes schicksal verändern.
in dem wald dieses landes, leben noch alte götter in tierform, deren territorium langsam von einer frau namens eboshi auf der suche nach erz und holz vernichtet wird. diese benötigt die rohstoffe jedoch, um waffen anzufertigen, um sich gegen einen feindlichen fürsten behaupten zu können. während die tiere ihre heimat verlieren, versuchen die menschen im dorf ihr eigenes überleben auf diese weise zu sichern. der wolfsgott des waldes, versucht gemeinsam mit ihrer tochter, regelmäßig eboshi zu töten. bei der tochter handelt es sich jedoch um eine junge frau, namens san, welche von den wölfen aufgezogen wurde und somit von den dorfbewohnern den namen "mononoke" (dämonenprinzessin) erhielt. während ashitaka auf seinem treuen reittier, zu den besagten dorf reitet, wird er wider willen in eine schlacht verwickelt, in welcher er zum ersten mal realisiert, dass sein gebrandmarkter arm, besitz über ihn ergreift und er somit größere stärke erlangt. mit einem gewöhnlichen bogen bewaffnet, enthauptet er einen feindlichen soldaten, wodurch die angreiffer sofort von dem bösen geist ablassen. als er den wald betritt, kann er zwei männer retten, welche von dem wolfsgott beim transport von nahrungsmitteln angegriffen wurden und trifft zum ersten mal auf san, welche ihrer verletzten mutter das blut aus dem körper saugt um ihre wunde zu heilen.
ashitaka gelingt es, die männer in das dorf zu bringen und lernt eboshi näher kennen, welche ihm ihre situation näher erklärt. sie muss sich nicht nur gegen den fürsten behaupten, sondern gleichzeitig gegen die götter des waldes vorgehen, bei welchem kampf sie auch den keiler der ashitakas dorf angriff, schwer verwundete. schon bald möchte sie einen fatalen schlag ausführen, wobei der gott des waldes enthauptet und dessen schädel dem kaiser übergeben werden sollte. der gott des waldes ist herr allen lebens und des todes. während des tages, besitzt er die form eines großen hirsches mit menschlichen gesicht, bricht die nacht herein, so verwandelt er sich in den sogenannten nachtwandler. während des gesprächs fühlt der junge prinz, wie seine hand erneut besitz von ihm ergreifft und eboshi mit seinem schwert töten möchte und kann sich selbst gerade noch davor abhalten. so kalt und machtgierig ihre motive auch sein möchten, so hat eboshi auch eine gute persönlichkeit und kauft prostetuierte frei und kümmert sich um kranke, welche für sie waffen produzieren. schon bald wird die ruhige stimmung unterbrochen, als die wölfe unter führung von san, die eisenhütte stürmen um eboshi zu töten. während san gegen eboshi kämpft, wird ashitaka erneut von seinem arm geleitet, schlägt beide frauen bewusstlos und möchte mit san das dorf verlassen, wobei sich jedoch ein schuss löst und ashitakas brust durchschlägt. trotz der schweren verletzung, kann er das dorf jedoch verlassen und bricht später zusammen.
der wolfsgott möchte ashitaka töten, doch gewährt san die die möglichkeit, ihn zu retten. während ashitaka und san sich langsam anfreunden und sich näherkommen, marschiert eine armee von wildschweinen unter der führung des gottes okoto durch den wald und möchte einen letzten angriff gegen die menschen wagen, welche sich ebenfalls auf einen kampf vorbereiten. während die wölfe intelligent und besonnen agieren, gehen die wildschweine, wissend das die menschen eine falle bereithalten, ihren sicheren tod entgegen. san beschließt, okoto im kampf zu unterstützen und reitet zusammen mit den wildschweinen in die schlacht. gleichzeitig wird die eisenhütte von dem fürsten attackiert und eboshi und ihre truppen müssen zwei schlachten gleichzeitig bestehen.
prinzessin mononoke spricht nicht nur ernste themen wie die fortschreitende zerstörung der natur durch den menschen an, sondern beleuchtet auch warum dies geschieht und welche konsequenzen dadurch entstehen. neben der sehr dichten handlung und atmosphäre, konnte auch die figurenenwicklung überzeugen. sämtliche aspekte des filmes wurden sehr detailliert und liebevoll umgesetzt. san, welche ihre heimat und die tiere retten möchte und durch ashitaka zunehmend erkennen muss, dass auch sie ein mensch ist, auch wenn sie unter den tieren aufwuchs und ashitaka, welcher versucht auf beiden seiten den streit zu schlichten aber zunehmend zwischen die fronten gerät und versucht, san zu retten. was diesen film einzigartig macht, sind auch die sehr verträumten wälder und kreaturen, welche diese beherbergen. so gibt es neben den tiergöttern, zum beispiel waldgeister, welche repräsentieren, dass der wald gesund ist, oder affen, welche versuchen den wald wieder zu erneuern, indem sie samen pflanzen, welche jedoch wieder von den menschen entfernt werden. auch die musikuntermalung ist sehr gut gelungen und passt stets zur handlung. die gewaltdarstellung wurde jedoch sehr explizit dargestellt, was durch die spätere kriegsthematik jedoch sehr authentisch wirkt und nichts verharmlost.
10/10
edit: bin noch nicht zur korrektur der rechtschreibung gekommen
hab mir jetzt die spezial edition gekauft. nur fürs regal...
Geändert von Leon der Pofi (20.12.2009 um 16:31 Uhr)
Hat mir ziemlich gut gefallen. Die Mischung aus ernsten und lustigen Folgen haben gepasst. Auch der Hauptcharakter war ziemlich glaubwürdig. Gut gefallen hat mir auch das allgemeine Design der Serie. Die Mischung von Technik und Zauberei hat ganz gut funktioniert.
Real Drive
Auch das hat mir ganz gut gefallen. Es sah hübsch aus, die Charaktere wussten zu gefallen. Nur die Story hat sich im Mittelteil zu sehr auf Minamo konzentriert, und das war teilweise nicht sooo interessant. Gegen Ende wurde es dafür richtig gut, wars insgesamt also Wert sich das anzusehen.
Als nächstes werd ich wohl Seirei no Moribito angehen.