Dipl. User mit summa cum laude
Ja, Delphi ist ein kostenpflichtiges (sprich komerzielles) Programm von Borland (oh my .. die scheinen sich mal wieder umbenannt zu haben. Borland war eigentlich recht cool, als sie noch Borland hiessen. Dann haben sie sich in Inprise umbenannt, dann zurueck in Borland und nun heissen sie Embracerdero oder so *sigh*). Der Compiler ist in einigen Versionen iirc kostenlos, aber die ganze Entwicklungsumgebung (und auf die kommt es an, denn Delphi lebt davon, dass man sich seine GUI zusammenklickt und nur die Methoden mit Funktionalitaet versieht, die man braucht) ist kostenpflichtig und kostet von etwa 900 Euro bis etwa 4500 Euro, je nachdem, welche Version und Ausstattung man nimmt. Einzelplatzlizenz wohlgemerkt. Siehe auch hier. Allerdings gibt es auf der Delphi Homepage eine kostenlose Trial Version don Delphi, welche 30 Tage lang nutzbar ist. Lazarus ist dagegen vollkommen Kostenfrei, aber eben nicht 100% kompatibel. Du wirst also nur schwerlich in Lazarus angefangene Projekte in Delphi importieren koennen, und umgekehrt.
Trotz allem ist Delphi die bei weitem ausgereiftere Alternative und bot, zumindest zu meiner aktiven Zeit, eine AUSGEZEICHNETE Kontextsensitive Hilfe. Alle Funktionen, Objekte, Methoden und Member waren ausfuehrlich erleutert und mit einer Tastenkombination zu erreichen. Curser drauf, STRG-F1 und man hatte, was man brauchte. Ich hab mir damals Delphi 1.0 und folgende ausschliesslich mit der Hilfe beigebracht, und nie ein Buch dazu gelesen. Die Dokumentation von Lazarus ist leider afaik nur im Netz einsehbar und nicht Kontextsensitiv, mMn ein GROSSES Manko. Dafuer ist es Kostenlos und Open-Source. Nachteil von Delphi und Vorteil von Lazarus ist allerdings, dass Delphi iirc Windows Only ist, Lazarus aber Cross-Plattform. Iirc gabs mal ein Delphi 4 Linux, das wurde aber eingestampft.
Ich persoenlich wuerde, wenn ich es nicht privat bezahlen muss, dem Embarcadero RAD Studio 2010 eine Chance geben, denn es ist eine nette Sache, dass nun endlich der C++Builder als auch Delphi vereint wurden (frueher konnte man die nicht mal parallel auf einem Rechner installieren, ohne beide Installationen zu schrotten). Damit sollte praktisch die gesamte GUI-Programmierung unter Windows und .NET abgedeckt sein. Und wenn sich seit Delphi 6 (meine zuletzt benutzte Version) nicht extrem viel veraendert hat, hat man damit ein wirklich gutes und stabiles Stueck Software erworben. Nur wie gesagt, ich habs noch nicht getestet. 30 Tage sind dafuer etwas kurz und mal schnell 1399,- Euro fuer die RAD Studio 2010 Professional ist einfach nicht drin :P
Ich glaub, ich splitte das Delphi Thema mal aus dem Diskussionsthread ueber Verbesserungen am Progforum.
Geändert von Ineluki (03.10.2009 um 14:07 Uhr)