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  1. #1
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Hey, lol, alle Eltern hier haben mit 22 geheiratet.

    Und ein Haus gebaut.
    Andere Zeiten mein Lieber, das waren andere Zeiten.

    Meine Eltern haben beispielsweise vor 25 Jahren (dieses Jahr sind es 26 Jahre) geheiratet; das waren damals ganz andere "äußere Umstände" als Heute. In der heutigen Zeit ist eine Heirat - mehr als früher - auch eine finanziell tragende Geschichte. Allein diese ganzen Regelungen zum Ehegattensplitting etc.pp gab es vor 25 Jahren (meines Wissens nach, bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege) nicht.
    Weiterhin ist auch die soziale Gesellschaftsstruktur eine vollkommen andere als noch zu Muttis und Vatis "wilden" Zeiten. Ich wage sogar zu behaupten, dass die Leute "unserer Generation" (ich bin ja nun auch grade mal 1 Jahr älter als haebman) ein vollkommen anderes Verständnis von Liebe, Beziehung und Ehe haben. Vor 25 Jahren (ja, wieder diese Zahl) galt die Ehe noch als richtige Institution und war noch etwas von Bedeutung (der Satz "bis dass der Tod euch scheidet" wird von vielen Eheleuten, die damals geheiratet haben, ernst genommen). Heute ist sie - nun ja - meiner Ansicht nach zu etwas Zweckdienlichem verkommen, um es mal überspitzt auszudrücken. Der emotionale Wert der Ehe ist heute nicht mehr so präsent, vielmehr wird die Ehe einfach nur zur "Legitimierung der Beziehung" genutzt (habe ich in meinem Umfeld schon öfters mitbekommen).

    Ich für meinen Teil würde später schon gerne heiraten, aber noch nicht mit meinen grade mal 23 Jahren. Das ist mir einfach zu früh, bzw. fühle ich mich jetzt einfach noch nicht bereit und reif genug dafür. Erschwerend hinzu kommt noch die Tatsache, dass ich mich mitten in der Ausbildung befinde - nicht grade eine sichere Grundlage für eine gemeinsame Zukunft mit einem anderen Menschen, wie ich meine.

  2. #2
    Ich fuer meinen Teil hinterfrage immer wieder gerne den Sinn einer Heirat. Als ich mich einmal interessenshalber durch das Scheidungsrecht gelesen habe, hatte ich doch sehr stark das Gefuehl, die Ehe waere rein dafuer geschaffen, um die Frau und das Kind zu schuetzen. *Kopfkratzt*

    Nun darf man das nicht ganz falsch verstehen: Auch, wenn einige, die mich oberflaechlich kennen, mich nicht fuer den Beziehungstypen halten wuerden, gehe ich doch in einer Partneschaft stark auf, und moechte doch irgendwann einmal eine Langzeitpartnerschaft fuehren. Aber, heiraten? Nein. Wenn jemand ein Schriftstueck benoetigt, um sich emotional gefaestigt zu fuehlen, dann entspricht ein Mensch sowieso nicht meinen Anforderungen einer einigermassen emotionalen Stabilitaet.

    Sobald es aber darauf ankommt, denke ich wahrscheinlich sowieso schon wieder ganz anders. Da funktioniert vorurteil-behaftetes Denken leider nicht mehr ganz so schoen.


    Sonst: Vor 30 wird nicht geheiratet. Als Student habe ich noch eine weitere groessere Wende vor mir, naemlich den kompletten Berufseinstieg. Zur Zeit koennte ich keine Stabilitaet bieten, sowie kein finanziell unabhaengiges Leben. Erst, wenn der Berufseintritt komplett abgeschlossen ist, kann ich genug weit in die Zukunft schauen, um meine eigentliche Lebenslage abschaetzen zu koennen. Haette ich eine Lehre gemacht, und somit keine ernsthafte Wahlfreiheit, wuerde die Sache aber bereits anders aussehen.
    "When I was in college, there were certain words you couldn't say in front of a girl," "Now you can say them, but you can't say 'girl." - Tom Lehrer

  3. #3
    Ich will erst heiraten wenn ich (oder mein Freund) bzw beide zusammen richtig viel Geld verdient haben, damit es eine richtige Traumhochzeit wird mit allem drum und dran. <3

  4. #4
    Bin ja seit nunmehr fast 3 Jahren verheiratet und deswegen kann ich ein wenig über meine/unsere Beweggründe reden.

    Ich kannte meine Frau / nun Ex-Freundin zum Zeitpunkt des Antrags 5 Jahre (sprich ich habe mir 29 geheiratet) und wir haben eine Menge durchgemacht (positiv wie wenig negativ), so dass sowohl Sie als auch ich sowieso der Meinung waren das wir bis der Tod uns scheidet zusammen sein wollen. Warum daher nicht die Staatlichen Massnahmen nutzen und sein Geld zusammenhalten. Ausserdem macht es weniger Schwierigkeiten wenn man ein Kind bekommt. Auch sonst sind ja offizielle Ehen steuertechnisch besser gestellt als nicht-offizielle Partnerschaften. Heiraten mussten wir nicht wir wollten. Ich bin übrigens Katholisch aber wir haben nicht Kirchlich geheiratet sondern "nur" staatlich in Südafrika und haben uns die Ehe hier anerkennen lassen.

    Mit 22 hätte ich nie geheiratet, ich finde es zwar löblich das mit den ausserhelichen Sex etc. aber ehrlich gesagt wäre es mir zu riskant wenn meine Ehe schiefgeht nur weil mich meine Beruflichen Perspektiven woanders hintreiben und meine Frau nicht mitzieht oder die Beziehung sich anderweitig auseinanderlebt. Ich denke heute ist man mit 22-28 Jahen noch viel am Ausprobieren und schauen wo einen das leben hinbringt und schaut erst später was man wie wo machen will. Ich denke das war früher auch anders. Auch sind wir heute, denke ich, sehr viel mehr individualisten und egoisten als damals so das man einen Partner braucht der nicht nur seine eigenen Wünsche sondern die des Partners auch respektiert und ihm freiräume gibt. Daher würde ich persönlich behaupten man sollte ein wenig vorsichtig sein was das angeht das Leben ist lang um sich nur an einen Partner zu binden.

    Wobei ich ehrlich gesagt sagen muss, dass ich bisher auch nur einen Partner hatte weil alle anderen Frauen die ich Vor meiner Ehefrau kennengelernt habe für mich als Partner nie in frage gekommen sind. Sprich ganz nett mal einige Abende/Tage/Wochen zu verbringen aber das wars dann auch schon .
    Ich trage gerne schwarz, genauso ist auch die Farbe meiner Seele bzw. PUFF,PUFF!!

    Film Liste: Komplette Film Liste

  5. #5
    IMHO ist heiraten, wie gesagt wurde eher symbolisch. Wenn ich jemand so sehr liebe, dann brauch ich keinen Vertrag dazu :3 Ringe kann ich auch so kaufen.
    Außerdem würde ich nie mit 22 schon heiraten xD Erstmal will ich mein Leben leben ohne mich fest zu binden. Sowas kann mit auch zwischen 30-40 machen, wenn man ne festen Beruf hat, ne geregeltes Leben.
    Kaum Erwachsne und schon heiraten muss ja nicht sein. Zum Glück hat meine Schwester genau den Fehler gemacht und man sieht die Folgen^^
    Wie Ianus sagt mit 23 geheiratet (wegen KIND 8D) und -natürlich- ein Haus gebaut. Naja, jetzt haben sie kaum Freizeit^^ Und das mit 29.

  6. #6
    Zitat Zitat
    Aber, heiraten? Nein. Wenn jemand ein Schriftstueck benoetigt, um sich emotional gefaestigt zu fuehlen, dann entspricht ein Mensch sowieso nicht meinen Anforderungen einer einigermassen emotionalen Stabilitaet.
    Ich dachte das auch mal, aber inzwischen sehe ich auch die pure Freude an dem Akt und den Festlichkeiten an sich, an dieser (häufig) einmaligen, gewaltig emotionalen Sache. Alleine das kann es wert sein, man muss ja nicht alles auf Psychologie reduzieren - dann wäre eine feste, monogamische Beziehung eh etwas äußerst Dummes, Heirat hin oder her. Es geht für viele beim Heiraten eher um die Freude daran, und um einen symbolischen Akt, wie man jeden Tag tausende vollzieht, vom Lächeln bis zum Verabschieden, nur eben größer. Und den muss man nicht gleich "brauchen", man kann ihn auch einfach wollen.

    Davon abgesehen bräuchte ich das auch nicht unbedingt.
    Andernseits: Wieso nicht? Ist ja nur ein Schriftstück. Und ein Riesenfraß. und Torte. :creepy:

    Also, was alle anderen auch gesagt haben: Ist heutzutage gottseidank allen voran symbolisch, kann man machen, wenn es sich richtig anfühlt, sonst lässt man es halt, scheiß drauf. Wobei zwei, drei Monate zusammenleben schon irgendwie eine Basis wären.
    Pi mal Daumen.

  7. #7
    Ich bin sehr für das abschaffen der Zivilehe!
    Heirat und Ehe sind für mich überkommene und nicht mehr Zeitgemäße Institutionen. Im wesentlichen aus den selben Gründen, die mog genannt hat.
    Natürlich darf jeder gerne (kirchlich oder sonstwie) heiraten, rein symbolisch und ein großes Fest feiern. Aber ich ärgere mich jedes mal über die Rechtlichen Vorteile, die verheiratete Menschen gegenüber unverheirateten haben (und dabei bin ich single!) und die damit verbundene Ungerechtigkeit.
    IMO ist die Form, in der Menschen zusammenleben nicht von belang für den Staat (oder hat nicht von belang für ihn zu sein) und deswegen steht es ihm auch nicht zu, bestimmte Beziehungsformen zu begünstigen.
    Selbiges gilt übrigens auch für das Adoptieren von Kindern; Aufenthalstsrecht bei Ausländern usw. ... (man muss verheiratet sein)

    Insofern: Jeder darf gerne jede beliebige Zeremonie abhalten, die er möchte, aber der Staat soll gefälligst die Finger davon lassen, und sämtliche Rechtlichen Sonderreglungen, die mit der Ehe einhergehen, abschaffen.
    Das ist diskriminierung von unverheirateten!

    cats are not characteristically disposed toward voluntary aerobic exercise

  8. #8
    Zitat Zitat von Freierfall Beitrag anzeigen
    Ich bin sehr für das abschaffen der Zivilehe!
    Heirat und Ehe sind für mich überkommene und nicht mehr Zeitgemäße Institutionen. Im wesentlichen aus den selben Gründen, die mog genannt hat.
    Natürlich darf jeder gerne (kirchlich oder sonstwie) heiraten, rein symbolisch und ein großes Fest feiern. Aber ich ärgere mich jedes mal über die Rechtlichen Vorteile, die verheiratete Menschen gegenüber unverheirateten haben (und dabei bin ich single!) und die damit verbundene Ungerechtigkeit.
    IMO ist die Form, in der Menschen zusammenleben nicht von belang für den Staat (oder hat nicht von belang für ihn zu sein) und deswegen steht es ihm auch nicht zu, bestimmte Beziehungsformen zu begünstigen.
    Selbiges gilt übrigens auch für das Adoptieren von Kindern; Aufenthalstsrecht bei Ausländern usw. ... (man muss verheiratet sein)

    Insofern: Jeder darf gerne jede beliebige Zeremonie abhalten, die er möchte, aber der Staat soll gefälligst die Finger davon lassen, und sämtliche Rechtlichen Sonderreglungen, die mit der Ehe einhergehen, abschaffen.
    Das ist diskriminierung von unverheirateten!
    Das kann ich mir jetzt nicht verkneifen. 8)

    "Die Keimzelle für Deutschland ist eine intakte Familie und damit der Eheverbund den Mann und Frau eingehen. Deshalb ist diese Form staatlich zu fördern und zu unterstüzen."

    Ich habe keine Ahnung wer das wann gesagt hat nur das Zitat kenn ich und jedes mal muss ich darüber lachen. Das scheint aus dem letzten Jahrtausend zu stammen.

    Übrigens das die "Un-"Verheirateten sich jedes mal über die Steuervergünstigten der "Verheirateten" Aufregen finde ich lustig. Habe ich auch immer gemacht bevor ich geheiratet habe.
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  9. #9
    Tut es auch....die Ehe hatte unter anderem die Reproduktionsfunktion zu erfüllen

  10. #10
    22 wäre mir persönlich auch noch zu früh.Ich weiß nicht ob Ich die Idee mag mich so früh schon irgendwo sesshaft zu machen. Ich finde man sollte sich erst einmal die Welt ansehen, studieren und dann schauen wie's weitergeht. Ich hätte ansonsten immer das Gefühl dass Ich irgendwas verpasst hätte. :/

  11. #11
    Zitat Zitat von Noah Beitrag anzeigen
    Ich finde man sollte sich erst einmal die Welt ansehen, studieren
    Da kommt sich mir die Frage auf, kann man das wenn man verheiratet ist, alles nicht mehr machen?

  12. #12
    Ich glaube auch, dass viele hier die Verknüpfung zwischen Ehe und "Ich hab eine Familie und bin zu Hause angekettet. Ich bin ja auch der Ernährer." nicht aus dem Kopf kriegen.

    Nur weil man verheiratet ist, heißt das nicht, dass man die Welt nicht mehr erleben kann.
    Bei den meisten Ehepaaren stellt sich halt ein Alltagstrott ein, aus dem sie nicht mehr rauskommen und wenn man Kinder kriegt, dann ist man wirklich ein paar Jahre nur zu Hause verpflichtet.

    Aber der Gedanke: "XX Jahre hab ich gelebt... und dann geheiratet." ist falsch.

  13. #13
    Schwerlich....wenn ich jetzt ... nach etwa 4 Jahren Ehe sage ich strebe eine Karriere im Ausland an, weil es da einfach besser ist....würdest du mitziehen wenn du hier eine gute Stelle hast?

    Oder z.b. mein Vater hat sich nach 25 Jahren Ehe einfach mal so von uns (bzw. meiner Mutter) getrennt....weil er....eigene Aussage....soviel Zeit vertan hat und noch soviel sehen wollte/will.

    Ja: Ehe engt verdammt nochmal ein und bringt gewaltig viel Verantwortung dem Partner gegenüber mit. Deswegen frühestens mit Mitte 30 für mich, weil ich einfach weiss, dass ich diese Verantwortung nicht übernehmen kann und will im Augenblick und weil ich noch soviel machen will....Karriere im Ausland ist mit meinem Studium ja auch gegeben.....

    Höm....erstmal jemanden finden....fällt schüchternen Menschen wie mir sowieso schwer ...vlt. deswegen so schlecht zu sprechen drauf weil grad alle meine alten Bekannten jemanden finden und heiraten....

  14. #14
    Zitat Zitat von Feril Beitrag anzeigen
    Da kommt sich mir die Frage auf, kann man das wenn man verheiratet ist, alles nicht mehr machen?
    Natürlich nicht. Ich meinte eher bezüglich der eigenne Persönlichkeit. Sich die Welt anschauen feststellen wer man ist und was man wirklich machen möchte. Ich finde man sollte eine Weile alleine sein um wirklich zu wissen was man will.

  15. #15
    Zitat Zitat von Feril Beitrag anzeigen
    Da kommt sich mir die Frage auf, kann man das wenn man verheiratet ist, alles nicht mehr machen?
    Kann von Vorteil sein, wenn man das schon hinter sich hat.
    Meine Schwester hatte einen ihrer Freunde endlich abgeschossen, nachdem dieser mit ihr zur Regenzeit eine Fahrradtour durch Borneo machen wollte. Nicht auszudenken, wenn sie den Kerl vorher geheiratet hätte.

  16. #16
    Zitat Zitat von Freierfall Beitrag anzeigen
    Ich bin sehr für das abschaffen der Zivilehe!
    Heirat und Ehe sind für mich überkommene und nicht mehr Zeitgemäße Institutionen. Im wesentlichen aus den selben Gründen, die mog genannt hat.
    Natürlich darf jeder gerne (kirchlich oder sonstwie) heiraten, rein symbolisch und ein großes Fest feiern. Aber ich ärgere mich jedes mal über die Rechtlichen Vorteile, die verheiratete Menschen gegenüber unverheirateten haben (und dabei bin ich single!) und die damit verbundene Ungerechtigkeit.
    IMO ist die Form, in der Menschen zusammenleben nicht von belang für den Staat (oder hat nicht von belang für ihn zu sein) und deswegen steht es ihm auch nicht zu, bestimmte Beziehungsformen zu begünstigen.
    Selbiges gilt übrigens auch für das Adoptieren von Kindern; Aufenthalstsrecht bei Ausländern usw. ... (man muss verheiratet sein)

    Insofern: Jeder darf gerne jede beliebige Zeremonie abhalten, die er möchte, aber der Staat soll gefälligst die Finger davon lassen, und sämtliche Rechtlichen Sonderreglungen, die mit der Ehe einhergehen, abschaffen.
    Das ist diskriminierung von unverheirateten!
    Sehe ich genauso. Leider wird man mit so einer Meinung immer schief angesehen, da es so wirkt, als würde nur der eigene Neid dahinterstecken. Dabei geht es ja lediglich darum, einer bestimmten Bevölkerungsgruppe nicht mehr Rechte zuzusprechen, bloß weil sie eine Zeremonie über sich ergehen lassen hat.
    Die Ehe sollte vielmehr wie ein persönlicher, individuell geschlossener Vertrag mit individueller Trauungszeremonie aufgebaut sein, in welchem die Ehe- und Scheidungsbedingungen beider Partner verankert sind. Also z.B wer das Haus und die Kinder bekommt, falls mal Schluss ist (ja, auch da hat sich kein staatliches Scheidungsgericht einzumischen, wenn das klar ausgelegt ist). Aber Steuervergünstigungen und Ähnliches halte ich auch durchaus nüchtern betrachtet für Diskriminierung, in vielen Ländern schließlich auch homo- und transsexuellen Paaren gegenüber.

    Ganz persönlich kann ich guten Gewissens sagen, niemals heiraten zu wollen. Nicht nur, weil ich damit die staatliche Ehevertragsschließung unterstützen würde (mit der Religion hab ich's ja ebenfalls nicht so), auch, weil ich darin wenig Nutzen und Vorteile sehe. Grundsätzlich sollte es doch darum gehen, sich freiwillig an einen Partner für sein Leben lang zu binden - und in dieser Hinsicht möchte ich mir einfach so viel wie möglich offen lassen. Wenn es mit jemandem lange klappt: Schön, aber das geht auch problemlos ohne Ehe. Wenn nicht, hat man weniger Umständlichkeiten am Hals und die Sache sich dann ebenfalls erledigt.

  17. #17
    Hm. Also so rein vom Gefühl her würde ich schon sagen, dass die staatliche Ehe bei vielen die Hemmschwelle für's Kinderkriegen senkt, auch wenn es nicht so sein sollte. Aber sein sollte ist für die Statistik und den Sozialstaat ziemlich irrelevant. Und vielleicht irre ich mich auch absolut, keine Ahnung, aber ich kann schon verstehen, warum man das erhält, wir haben nunmal zuviele Rentner und zu wenige Kinder.

    Und ihr hijacked schon wieder den Thread für eure niederen politischen Motive.

  18. #18
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Hm. Also so rein vom Gefühl her würde ich schon sagen, dass die staatliche Ehe bei vielen die Hemmschwelle für's Kinderkriegen senkt, auch wenn es nicht so sein sollte. Aber sein sollte ist für die Statistik und den Sozialstaat ziemlich irrelevant. Und vielleicht irre ich mich auch absolut, keine Ahnung, aber ich kann schon verstehen, warum man das erhält, wir haben nunmal zuviele Rentner und zu wenige Kinder.

    Und ihr hijacked schon wieder den Thread für eure niederen politischen Motive.
    Wir leben allerdings nicht mehr in einer Zeit, in der die Ehe ein Garant für Kinder ist bzw. Kinder außerhalb der Ehe (nicht nur aus moralischen Gründen) kaum denkbar sind. Meine Eltern heirateten, als ich drei Jahre und meine Schwestern ein Jahr alt waren - ganz einfach, weil sie Lust darauf hatten. Ist eine nette Sache, nur sind in diesem Fall die staatlichen Begünstigungen in Hinblick auf das Ziel "mehr Kinder" irrelevant geworden - ebenso wie bei Paaren, bei denen Heirats- und Kindesunwillen nicht Hand in Hand gehen sondern gegenteilig das Eine ohne dem Anderen stattfindet.

    Zitat Zitat von Ketzer
    Das einzige was ich diesbezüglich gelten lassen würde ist; Ich will mich nicht auf einen Partner fest legen, getreu dem Motto, ob sich nicht doch was besseres findet. Was natürlich noch ne miserabelere Ausrede ist.
    Bezüglich des "nichts mehr machen Könnens" bin ich ganz bei dir, das ist, wenn man es so will, eine schlechte "Ausrede". (Obwohl ich nicht der Ansicht bin, dass man sich fürs Nichtheiraten rechtfertigen muss.) Nur: Wieso ist es "miserabel", wenn man sich nicht auf einen Partner fürs Leben festlegen will? Es gibt ja durchaus Menschen, die sich in dieser Hinsicht tatsächlich alles offen lassen wollen - und würden die nun jemanden heiraten, wäre das nicht nur ein Zuwiderlaufen ihrer eigenen Vorstellungen, sondern auch ziemlich unehrlich dem Ehepartner gegenüber.

    Zitat Zitat von Eynes' Prayer
    (übrigens wird in anderen Ländern mit noch 12 oder 14 geehelicht).
    Und das natürlich durchwegs freiwillig...

    (Muss dir aber ansonsten Recht geben, Pro und Cons bei einem Thema wie "Ehe" ernsthaft zu debattieren ist ein wenig daneben. Seinen Senf dazu abgeben ist aber schon in Ordnung.)

    Zitat Zitat von Ketzer
    Wenn ich weis, mit der Frau möchte ich alt werden, stört mich auch das stückchen Papier nicht mehr auf dem das noch mal extra steht, ich nehme es trozdem mit. Es bietet mir keine Nachteile.
    Das ist aber auch eine sehr seltsame Herangehensweise. Dass dich ein Ehevertrag "nicht stört" (der übrigens mehr ist als ein Stückchen Papier, ein Vertrag eben), okay, aber eigentlich solltest du ihn wollen, wenn du schon heiratest. Bei dir klingt das so, als wäre die Ehe deine gesellschaftliche Verpflichtung, die du zwar nicht unbedingt eingehen willst, aber im Notfall auch nichts dagegen hast. Schon mal daran gedacht, dass es sich dabei um eine höchst freiwillige und optionale Variante der Lebensgemeinschaft handelt?

  19. #19
    Ich finde die Standpunkte interessant. Natürlich kann man es keinen Vorwerfen wenn man sich mit 16 Verlobt oder mit 22 Heiraten will. Warum auch jeder ist sein eigenes Peches Schmied. Genauso kann man es keinen Vorwerfen erst mit Ende 20 Mitte 30 zu Heiraten hier gilt das gleiche.

    Aber ich denke das gerade die Ehe wirklich etwas ist was man(n) / frau sich gut überlegen sollte. Ich bin persönlich (auch durch meinen Freundeskreis und die Erfahrung die ich mit denen gemacht / geseheh habe) der Meinung das man einen solchen Schritt nicht überstürzen sollte. Ich habe viele Ehepaare gesehen die Jung geheiratet haben und dann jung geschieden wurden. Einfach weil man sich in unserer heutigen Zeit und in unseren Kulturellen Gebiet noch lange weiterentwickeln kann und dadurch kompromisse und flexibiliät beweisen muss. Vieles was ein Partner nicht ohne weiteres mitmacht. Und wenn es andere Punkte gibt die dann auch noch kriseln passiert es schnell das einer der beiden den Absprung sucht und das als Anlass nimmt zu gehen.

    Vielleicht ist es auch eine gewissen emotionale Reife und weitblick nötig um diese Entscheidung für sich zu treffen ob man das will oder nicht will. Aber man sollte immer bedenken man ist zu zweit wenn man der Meinung ist der Partner könnte irgendwann nicht mehr wollen, sollte man sich gut überlegen ob man ihn heiraten will.

    Oftmals zerbrechen gerade lange Beziehungen an der Ehe weil die Partner das auf einmal zu ERNST nehmen. Denn jetzt sind wir verheiratet und müssen was bestimmtes nach aussen darstellen, denn das wird von uns erwartet.

    Aber ich glaube die Entscheidung ist genauso vielfältig wie die Charaktere der Menschen selber und daher wie oben schon erwähnt ist jeder Mensch seines eigenes Peches Schmied, und jeder braucht was anderes um Glücklich zu sein und zu werden.

    Übrigens habe ich vor kurzem ein Artikel gelesen in dem beschäftigte man sich welche Paare die höchste Scheidungsrate haben (war wohl in Australien). Es sind die Paare die glaube ich vor dem 25 Lebensjahr geheiratet haben bzw. wenn der Ehemann 9 Jahre jünger als die Partnerin ist.

    Zum Thema, Studium beste Zeit des Lebens. Kann ich so nicht unterschreiben klar war es eine tolle Zeit (die ich nie missen möchte), aber meine beste Zeit meines Lebens ist im hier und jetzt und nicht vor Jahren wo ich meine Weichen für das hier und jetzt gestellt habe.
    Ich trage gerne schwarz, genauso ist auch die Farbe meiner Seele bzw. PUFF,PUFF!!

    Film Liste: Komplette Film Liste

  20. #20
    Zitat Zitat von Noah Beitrag anzeigen
    22 wäre mir persönlich auch noch zu früh.Ich weiß nicht ob Ich die Idee mag mich so früh schon irgendwo sesshaft zu machen. Ich finde man sollte sich erst einmal die Welt ansehen, studieren und dann schauen wie's weitergeht. Ich hätte ansonsten immer das Gefühl dass Ich irgendwas verpasst hätte. :/
    Man kann auch wunderbar zusammen studieren, sich die Welt ansehen, etc.
    Was sollte man da verpassen?
    Ich bin gerade 21 geworden und lebe seit einem Jahr mit meinem Partner zusammen. Bisher halte ich das für eine der besten Entscheidungen, die ich in meinem Leben gemacht habe. Ich würde es für mich nicht ausschließen, mit 22 zu heiraten, denn ich genieße das Leben mit meinem Freund und ich weiß, was ich an ihm habe. Mit einer Heirat würde sich nicht unglaublich viel ändern - zumindest nicht an unserem Lebensstil. Es ist imo auch nicht notwendig zu heiraten, aber es ist eine sehr schöne und politisch praktische Sache.
    Man bedenke:
    Heiraten ≠ Kinder
    Heiraten ≠ sesshaft werden

    Denn dafür würde ich wirklich gerne erst mit beiden Beinen fest im Berufsleben stehen. Und natürlich auch in der Beziehung.
    (Was wiederum nicht heißt, dass ich dafür unbedingt verheiratet sein will!)

    Natürlich werden wir uns noch weiterentwickeln und verändern. Mit 21 hat man ja nicht gerade einen Großteil seiner Lebenserfahrung erlangt. Zumindest normalerweise. Aber das ist für mich kein Grund, mein Leben nicht mit meinem Parter zu teilen.
    Es kann einer Beziehung doch gerade zuträglich sein, wenn man Lebenserfahrungen gemeinsam sammelt und in schwierigen Situationen füreinander da ist. An solchen Dingen sieht man doch erst, ob die Beziehung läuft. Und ich muss sagen, dass ich mich darin nicht eingeschränkt sondern im Gegenteil eher erweitert fühle.
    Zitat Zitat von gas
    Ich verstehe nicht viel von Beziehungen, aber ich dachte, es geht dabei insbesondere auch darum, sich gegenseitig zu unterstützen und an einer gemeinsamen Zukunft zu arbeiten.
    Genau das finde ich auch. Wir sind mitten in der Entwicklung. Wir leben zusammen, also entwickeln wir uns halt zusammen. Ich verpasse gerade nichts. Ich erlebe etwas sehr erfüllendes.
    Aber natürlich ist das allem voran eine Charakterfrage. ^^


    Zitat Zitat von R.D.
    Dieses "ja, ich will"... da muss ich mir auch 100% sicher sein, wenn ich sowas sage, soll das auch verdammt nochmal halten und nicht nach ein paar Jahren zur Scheidung führen.
    Ich stelle einfach mal die Behauptung in den Raum, dass es eine 100% Sicherheit nicht gibt. Es kann immer etwas passieren, dass ein Ehepaar zur Scheidung bringt. Es gibt einfach Sachen, die man nicht vorraussehen bzw. beeinflussen kann. Dessen sollte man sich bewusst sein. Das kann man nicht ändern.
    Mir persönlich würden so ca. 95% reichen. Wenn es bedeutend mehr wären, würde ich mir eher Sorgen um meinen Geisteszustand machen. o,O"

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