Wer es verantworten kann ein Menschenleben oder mehrere auf sich zu laden, der soll für die Todesstrafe sein. Ich will jedenfalls nie den Tod eines anderen Menschen verantworten müssen, weil ich es einfach nicht kann.
Allerdings sieht es in meinen Augen schon ziemlich überheblich aus, wenn jemand glaubt über andere zu richten oder sie bestrafen zu können. Muss man denn selbst nicht über den Dingen stehen um eine Strafe aussprechen zu können? Wer nicht über dem Mörder steht und ihn verurteilt, handelt wie der Mörder, der einen anderen Menschen umgebracht hat. Ausserdem zeigt man ja damit, dass man das Tun des anderen für schlecht befindet, dass man sich selbst und sein Tun für etwas besseres hält... Ich weiss nicht, ob diese Arroganz von den Befürwortern der Todesstrafe beabsichtigt ist oder nicht...

Ihr dürft mich jetzt nicht falsch verstehen: Ich bin nicht gegen die Todesstrafe und auch nicht dafür. Ich traue mir lediglich nicht zu über Dinge zu urteilen, die dann für millionen von Menschen gelten und ihre Leben arg beeinflussen können, da ich sie nicht(und wohl jeder andere Mensch genausowenig) überblicken kann (weshalb ich auch nie abstimmen gehen werde).
Politisiert wird ja nicht für die Menschen, sondern für die Ideologien. Mir ist jedoch nicht die Ideologie wichtig, sondern das Wohl der einzelnen Menschen. Da ich jedoch nicht weiss, was das "Beste" ist, halte ich mich aus der Politik raus. Ich kann nur für mich selbst sagen, dass ich die Todesstrafe nicht verantworten kann und solange das niemand kann sollte es sie auch nicht geben... Da es offenbar einige gibt die eine Tötung verantworten können (der Zweck heiligt scheinbar die mittel), lasse ich getrost diese Menschen über fremde Leben richten.