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ᵵ Ghost Rider ᵵ
---Teleri---
Gravir vermag nicht zu sagen, wie lange er auf das Fell an der Wand, sein Fell, gestarrt hat. Sein Kopf ist vollkommen leer, er denkt rein gar nichts, bis zu dem Moment, als ihn Teleri mit der Hand auf der Schulter wieder ins Hier und Jetzt zurückholt. Er reagiert nicht, aber sein Verstand arbeitet auf Hochtouren. Wie schnell sich doch materialistische Besitztümer auflösen können, das habe ich jetzt am eigenen Leib erlebt. Aber was fühle ich hier? Das war eine Erinnerung in Form eines Fells. Nichts weiter. Das was zählt ist die Erinnerung, welche ich im Herzen tra….Moment mal. Welches Herz?! Du hast doch gar kein Herz. Letztendlich entscheidest du alles per Kopf. Nur da behält man keine schönen Erinnerungen auf, sondern erinnert sich nüchtern und trocken. Dieses Fell also ist eine ausgelöschte Erinnerung. Eine Erinnerung, die ich nicht verlieren wollte. Wer hat Schuld daran, dass ich sie verloren habe, diese Erinnerung? Sie?, und sein Kopf zuckt zu Teleri herum und die grauen Augen fixieren sie kalt. Nein, sie kann nichts dafür. Die Goblins? Nein, für die ist das alles hier nur wertloser Plunder gewesen, sie hätten wahrscheinlich auch einen alten Teppich zerfetzt. Schuld…wer trägt die Schuld…Zirkon…nur Zirkon ist schuldig. Er hatte die Verantwortung für diese Welt hier unten…unsere Welt…meine Welt…er ist schuld…. Gravir weiß selber nicht, wie er zu diesem Gedankengang kommt, auf einmal kommt alles mit einmal wieder hoch; die jahrzehntelange Einsamkeit wird ihm erst jetzt bewusst, und aus einem unerfindlichen Grund gibt er nur Zirkon allein Schuld an diesem Dilemma hier und überhaupt dafür, wie sein Leben verlaufen ist.
Die Gesichtszüge des Rothwardonen verhärten sich und er fixiert die Eingangstür. „Ich mach dich kalt, wenn es nicht schon die Goblins getan haben…“, knirscht er wutentbrannt zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, schiebt Teleri zur Seite als wär sie eine Feder und stürmt mit festem Schritt an ihr vorbei aus der Wohnung. Er nimmt dabei keine Rücksicht auf die Dinge die sich ihm in den Weg, seien es Trümmer oder blutige Reste der Vampire, er marschiert dort einfach hindurch und läuft geradewegs auf Zirkons Residenz zu, dessen Tür ebenfalls in Trümmern liegt. Hier angekommen, holt er aus und drischt mit der Faust gegen die losen Holzreste der Tür, welche daraufhin nach innen geschleudert werden. Keine Anzeichen von Schmerzen zeigt sich dabei in seinem Gesicht, nur die blanke Wut, und dies ist auch immer noch so, als er endlich sich den Weg freigemacht hat und in die Bleibe Zirkons eindringt.
Das Bild, was sich hier bietet, ist schauderhaft. Auch hier sind die Zerstörungen groß, kein Möbelstück ist mehr heil, aber dies gerät im Angesicht der neuen Wandverzierung in’s Hintertreffen. Die Wände sind blutverschmiert und überall hängen Reste von Eingeweiden. Auf dem Boden verstreut zwischen den Trümmern liegen Körperteile herum, welche sich mit ein bisschen Fantasie Zirkon zuordnen lassen, wenn man sich daran erinnert, was er getragen hat. Gravirs Gesicht zeigt in Anbetracht dieses Schlachthauses allerdings noch immer keine Reaktion, und sein Blick schweift über jedes einzelne abgetrennte Glied zu seinen Füßen. Er erspäht ein Möbelstück, welches noch relativ heil aussieht und zu Zirkons Lieblingsstücken gehörte. Er will sich gerade daran machen, es kurz und klein zu schlagen, als er plötzlich in der Kopfbewegung verharrt und etwas Rundes am Rande eines großen blutverschmierten Trümmerhaufens fixiert. Der Halbvampir macht einen Schritt nach vorn; dass er dabei auf einen abgetrennten Arm tritt, scheint ihm vollkommen egal zu sein. Immer weiter bewegt er sich durch den Raum, bis er schließlich vor dem abgerissenen Kopf Zirkons steht. Er schaut hinab und blickt direkt in die toten Augen des Vampirs. „Endlich…hast du bekommen was du verdienst, du elendiger Sadist…“. Der Halbvampir bückt sich, packt den Kopf an den Haaren und erhebt sich wieder. Er hält den Schädel an seinem ausgestreckten Arm und betrachtet ihn abermals einen Augenblick, seine Augen zeigen dabei wiederum Hass und Verachtung, aber langsam mischt sich eine gewisse Genugtuung in den Blick Gravirs. Blut tropft aus dem Hals des Kopfes auf den Boden. Plötzlich holt Gravir aus und schmettert ihn wie einen Streitkolben gegen die nahe Wand, sodass er mit einem seltsam dumpfen Knall gegen den harten Stein prallt; Blut und Gehirnmasse spritzt in alle Richtungen davon. Er hält den blutenden, jetzt unförmig gewordenen Kopf noch einen Moment lang an den Haaren, bis er ihn achtlos zu Boden fallen lässt, wo er wie ein roter haariger Beutel liegenbleibt. Nun steht der Rothwardon einfach nur da und blickt auf seine blutverschmierten Hände, eine gewisse Ruhe breitet sich in ihm aus, jedoch noch keine Befriedigung; immer noch verspürt er diese Wut in sich...
Geändert von Van Tommels (11.08.2010 um 00:04 Uhr)
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Fossil
Einen kurzen Moment lang geschieht gar nichts, dann spürt Teleri, wie sich Gravir unter ihrer Hand verkrampft. Er fährt herum und starrt sie an, Mord in den Augen.
Jetzt knallts.
Der eiskalte Blick wandert weiter. "Ich mach dich kalt, wenn es nicht schon die Goblins getan haben...", faucht der Krieger und wischt die Elfin mit einer einzigen Bewegung beiseite. Sie landet unsanft auf dem Boden, rappelt sich auf und sieht gerade noch, wie Gravir durch die zerstörte Eingangstür stürmt. Wen denn?
Mit einer stoischen Ruhe, deren Ursprung sie sich selbst nicht erklären kann, zupft sie sich einige Holzsplitter aus den Handballen. Hoffentlich hören die Leute bald damit auf, mich durch die Gegend zu werfen... Ihr Sarkasmus ist zurück. Ein untrügliches Zeichen dafür, daß etwas in ihr beschlossen hat, die Kontrolle über die Situation zu übernehmen - wahrscheinlich weil es sonst niemanden mehr gibt, der ihr diese Aufgabe abnehmen könnte. In einiger Entfernung ertönt ein splitterndes Krachen.
Aus ihrer knienden Position kann sie unter den Resten des Bettes etwas schimmern sehen. Die Goblins haben ihren Kampfstab tatsächlich nicht bemerkt, oder ihn zumindest einfach liegen lassen. Teleri zerrt das Ding unter den Trümmern hervor und schnallt es sich quer über den Rücken. Dann fällt ihr Blick wieder auf das Wolfsfell.
Irgend etwas ist wichtig an diesem Fell, überlegt sie. Auf jeden Fall ist es mehr als eine einfache Trophäe. Daran hängen Gefühle, Schmerz oder Freude oder beides. Noch immer im Zustand dieser unnatürlichen Ruhe beginnt sie, die Fetzen vorsichtig von der Wand zu lösen. Sie sammelt auch alle Krallen auf, die sie finden kann, und knotet alles zusammen in die Reste der Bettlaken, so gut es eben geht. Die komplette Basis ist ein einziger Trümmerhaufen. Warum führt ausgerechnet ein zerrissenes Fell dazu, daß irgendwas in Gravir aushakt? Sie klemmt das Bündel unter einen Arm und verläßt die Wohnung. Auf der Schwelle bleibt sie stehen und schnappt nach Luft.
Blut ist kein Problem. Gekröse auch nicht. Tote Leute ebenfalls nicht. Blut, Gekröse und Teile von toten Leuten, alles mehr oder minder gleichmäßig durch einen langen Gang verteilt, sind eine etwas andere Geschichte. Der Gestank ist hier überwältigend. Kurz werden ihr die Knie weich, und sie muß würgen. Es hilft nichts, Teleri. Du mußt da durch. Vorsichtig, darauf bedacht, nicht auf irgendwelche Körperteile zu treten, bahnt sie sich einen Weg durch die Höllenszenerie und nimmt dabei jedes Detail in sich auf. In die seltsame Ruhe schleicht sich Beklemmung und legt sich um sie wie ein kaltes, nasses Tuch.
Sie folgt dem Geräusch berstenden Holzes, das sie vorhin wahrgenommen hat. Seitdem ist es jedoch wieder still in der unterirdischen Stadt. Ihr Weg führt sie zurück zu Zirkons Gemächern. Verflucht. Hier wollte ich nie wieder einen Fuß hineinsetzen... Oh. Jemand hat umdekoriert.
Teleri kommt der Verdacht, daß ihr wiedererwachter Sarkasmus ihre Art ist, mit den schockierenden Eindrücken umzugehen. Das ist immer noch besser, als schreiend zusammenzubrechen. Allerdings befürchte ich, daß genau das später noch folgen wird... aber nicht jetzt. Allein diese Erkenntnis befördert sie jedoch bereits ein unwillkommenes Stück weiter aus ihrem Kokon der Seelenruhe hinaus.
Die Goblins scheinen hier noch grausamer gewütet zu haben als im Kanal selbst. Der tote Körper zu ihren Füßen, der sich durch das Quartier verteilt, ist in unzählige Stücke zerrissen. Dennoch erkennt sie ihn sofort. Sie kann sich keinen Umstand vorstellen, unter dem sie ihren Peiniger nicht wiedererkennen könnte. "Wer Wind sät, wird Sturm ernten", murmelt sie halblaut, und ihr Blick wird hart. "Bei dir hoffe ich, daß es lange gedauert hat."
Gravir steht nahe einer Wand des Raumes. Er ist blutbesudelt, und wirkt beinahe entrückt in seinem Zorn. Ich bin vielleicht daran gewöhnt mit Bauern und Hausfrauen umzugehen, die irgendwelchen Kummer haben. Jene, die trauern, kuriert man mit heißer Schlachterfischsuppe und viel Beschäftigung und solche, die jammern um des Jammerns willen, mit einem Arschtritt und noch mehr Beschäftigung. Kleine Geister fühlen nur kleinen Schmerz. Aber das hier... Sie schaut zu dem Halbvampir auf und hat keine Ahnung, was sie tun soll. Sie steht selber unter Schock und hält nur mit Mühe die Fragmente ihres Geistes zusammen. Zudem erinnert sie die ganze Szenerie an... Jetzt nicht, schimpft sie sich selbst aus.
Dennoch: Hier kann sie keine Heilerin sein. Nur eine Freundin - falls Gravir das zuläßt. Sie legt das Bündel auf dem Boden ab und nähert sich abermals vorsichtig dem Rothwardonen. Dabei steigt sie über etwas, das einmal offenbar Zirkons Kopf gewesen ist, auch wenn sich das nur noch an den schwarzen, einstmals so prächtigen Haaren bestimmen läßt. Teleri überlegt, ob sie nochmals wagen soll, Gravir zu berühren. Der Ausbruch hat ihr eindrücklich ins Gedächtnis zurückgerufen wie gefährlich der Mann ist, der jetzt nur wenige Handbreit von ihr steht und in dem noch immer heiße Wut schwelt.
"Das war schon lange überfällig, nicht wahr?" fragt sie leise. "Aber hier gibt es nichts mehr, was du bekämpfen kannst. Sie sind alle tot, nur du nicht. Du bist noch hier, weil es dir wichtiger war, ein Leben zu schützen... mein Leben", sagt sie und geht mit ihren nächsten Worten ein Risiko ein, das sie kein bißchen zu kalkulieren vermag: "Vielleicht zeigt es, daß dies ohnehin niemals der Ort war, an den du gehört hast. Daß du weiter danach suchen mußt..." Mitgefühl. Und... eine Beschäftigung. Das ist alles, was ich dir bieten kann.
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ᵵ Ghost Rider ᵵ
---Teleri---
Die Dunmerin reißt den Rothwardonen mit ihrer Anrede aus der Starre, in der er sich befunden hat. Langsam, während sie noch redet, dreht er den Kopf zu ihr und fixiert sie. Noch nimmt er alles ohne Reaktion zur Kenntnis; als Teleri jedoch versucht, mit ihrem "Vielleicht zeigt es, daß dies ohnehin niemals der Ort war, an den du gehört hast. Daß du weiter danach suchen mußt..." den Halbvampir zu besänftigen, zeigt das Aufflammen seiner Augen, dass sie ganz offensichtlich genau das Gegenteil erreicht hat. Kaum hat sie das ausgesprochen, packt sie der Halbvampir an den Schultern, wirft sie herum und drückt sie mit dem Rücken gegen die blutverschmierte Wand. Sein Gesicht befindet sich nur Zentimeter vor ihrem und ist mit kleinen Blutstropfen übersäht; er schaut sie wutverzerrt an und redet auf sie ein, wobei er zuerst leise beginnt und dann immer lauter wird. „Was fällt dir ein?! Du tauchst hier aus dem Nichts auf und versuchst mir jetzt, hier, in dieser Situation, in der ich mein Zuhause verloren habe, verständlich zu machen, dass das nie mein Zuhause gewesen wäre?! Dass ich weitersuchen soll?! Wo soll ich denn deiner Meinung nach hin? In einen schönen Telvanni-Turm einziehen? In Vivec ein schönes Geschäft für Kleidung aller Art eröffnen? Wie genau stellst du dir das vor!? DAS hier war mein Zuhause, der einzige Ort, an dem mich nicht jeder angeschaut hat als wär ich ein Oger oder ein Haufen…“, aber plötzlich stockt der Halbvampir. Alle Wut verschwindet aus seinem Gesicht und weicht dem Ausdruck purer Überraschung. „Ich….oh….verzeih mir…“, stammelt er etwas verwirrt, und der Griff an ihren Schultern lockert sich.
Schließlich löst er seine Hände ganz von der Dunmerin, richtet sich ein wenig auf und steht etwas deplatziert vor der Dunmerin. „Wir sollten uns auf den Weg machen.“. Sein Blick fällt auf das Bündel am Boden, welches Teleri abgestellt hat; selbst im Halbdunkeln des Raumes erkennt er, um was es sich dabei handelt. „Lass es hier…“, meint er kurz angebunden und stößt mit dem Fuß dagegen, sodass es aufgeht und sich die Fellfetzen und die Krallen über einen kleinen Radius verteilen. „Ich hol mir ein Neues…koste es was es wolle. Was sollte ich auch anderes tun…“, spricht er mit entrückter Stimme. Dann scheint ihm etwas einzufallen; er dreht auf dem Absatz um und geht in den Raum, welcher einmal Zirkons Schlafgemach war. An dem zerstörten Schrank hält er inne und kramt in den Trümmern des Möbelstücks. Kurz darauf holt er drei kleine Lederbeutelchen sowie einen leicht gebogenen Dolch mit goldenen Heft und gebogener Klinge mit der dazugehörigen Scheide hervor. Die Lederbeutel lässt Gravir verschwinden, und mit dem Dolch kehrt er in den Hauptraum zurück. Mit den Augen erspäht er Teleri, geht auf sie zu und drückt ihr die Waffe in die Hand. „Ich kann mit dem Zahnstocher nichts anfangen…und nun…wir sollten gehen…“, und Gravir wendet sich Richtung Ausgang zum Gehen…
Teleri: +1 Elfendolch
Geändert von Van Tommels (11.08.2010 um 11:18 Uhr)
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Fossil
Teleri erschrickt heftig, als Gravir ihrem Blick begegnet und die volle Wucht seines Zorns sie trifft.
Mist. Das war zu viel des Guten.
Im nächsten Augenblick packt er sie grob und schmettert sie gegen die Wand, so heftig, daß ihre Zähne aufeinanderschlagen. Der brutale Griff ist zu viel für ihre noch immer empfindliche Schulter, und sie krümmt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht. Der mörderische Ausdruck im Antlitz des Bastards, nur wenige fingerbreit vor ihrem eigenen, ist so entsetzlich, daß sie die Augen schließen muß. Sein Atem streift ihr Gesicht.
"Was fällt dir ein?!" faucht er heiser. "Du tauchst hier aus dem Nichts auf und versuchst mir jetzt, hier, in dieser Situation, in der ich mein Zuhause verloren habe, verständlich zu machen, daß das nie mein Zuhause gewesen wäre?! Daß ich weitersuchen soll?! Wo soll ich denn deiner Meinung nach hin? In einen schönen Telvanni-Turm einziehen? In Vivec ein schönes Geschäft für Kleidung aller Art eröffnen? Wie genau stellst du dir das vor!?" Teleri fängt all die Wut auf, die er ihr entgegenschleudert. Bewußt oder unbewußt hat sie sich selbst zum Ziel gemacht, und jetzt muß sie dem Sturm standhalten. Mittlerweile schreit Gravir sie unkontrolliert an. "DAS hier war mein Zuhause, der einzige Ort, an dem mich nicht jeder angeschaut hat als wär ich ein Oger oder ein Haufen…"
Ein Haufen was? fragt sie sich noch immer etwas benommen. Aber der Zorn ist verraucht. Vorsichtig öffnet sie die Augen und schaut in ein blasses, verwirrtes Gesicht. "Ich... oh. Verzeih mir." Endlich lockert er den stählernen Griff um ihre Schultern, schaut sie aber weiterhin an, als sähe er sie zum ersten Mal. Und vielleicht stimmt das auch. Auf eine gewisse Weise.
Schließlich läßt der Rothwardon sie los. Er sieht etwas verloren aus, als wüßte er selbst nicht genau, was gerade geschehen ist. Aber die Starre ist überwunden.
"Wir sollten uns auf den Weg machen... Laß es hier", sagt er, und meint damit offenbar das Bündel mit dem Wolfsfell. Er versetzt dem Ding einen Tritt: "Ich hole mir ein neues... koste es, was es wolle. Was sollte ich auch anderes tun..." unvermittelt wendet Gravir sich ab und marschiert in den Nebenraum.
Was du anderes tun solltest? Das alte flicken, zum Beispiel? Was bei den neun Ebenen von Oblivion ist so verdammt wichtig an diesem Fell?!
Etwas fühlt sich klebrig an. Teleri löst sich von der Wand. Ihr Rücken und ihre Haare sind voller Blut, ebenso die Schultern, dort wo der Halbvampir sie gepackt hatte. Zirkons Blut. Sie fährt mit den Fingern hindurch und betrachtet nachdenklich die rote Flüssigkeit an ihren Fingerkuppen. Wie seltsam. Einfach nur Blut. Er war so manchem Telvanni gar nicht so unähnlich. Gleichen wir uns vielleicht mehr, als man ahnen mag? Sie schüttelt den Kopf. Die Ereignisse holen dich endgültig ein. Jetzt fängst du an zu spinnen, Teleri. Trotzdem klaubt sie einen kleinen, blutgetränkten Kleiderfetzen vom Boden auf und verstaut ihn in ihrem Beutel. Warum sie das tut, ist ihr selbst nicht klar.
Gravir kehrt zurück und drückt ihr einen eleganten, schweren Dolch in die Hand. "Ich kann mit dem Zahnstocher nichts anfangen", erklärt er knapp. "Und nun... wir sollten gehen."
Teleri betrachtet die Waffe in ihren Händen. Ayleidenarbeit. Unglaublich selten und wertvoll. Doch die Symbolik des Dolches hat für sie weitaus mehr Bedeutung als der materielle Wert. Du hast mich nicht vernichten können, weil du die Zeichen um dich herum nicht erkannt hast. Du warst so sehr in deiner eigenen Boshaftigkeit und Lust gefangen, daß sie am Ende dich verschlungen haben. Und jetzt gehe ich hier heraus, mit einem Symbol deiner Gewalt in meinen Händen - damit hast du jede Macht über mich verloren.
Sie macht auf dem Absatz kehrt und folgt Gravir nach draußen.
Geändert von Glannaragh (11.08.2010 um 16:43 Uhr)
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Held
Bevor er realisieren kann, was geschehen ist, fällt der Nord, versucht sich abzustützen, rutsch aber auf dem Lampenöl aus und fällt auf Myria. Keine Sekunde später donnert ihm Mergoth auf den Rücken und zusammen rutschen die drei die Treppe hinunter. Zuerst will Skarin sich hochstemmen, erinnert sich aber an den Kaiserlichen, den er ansonsten von sich geschleudert hätte. Nachdem sich dieser jedoch aufgerappelt hat, erhebt sich auch der Waldläufer, indem er sich an der Hand die ihm Mergoth entgegenstreckt hoch zieht. Dann wendet er sich Myria zu, die unglücklicherweise am untersten gelegen hatte. Die blauen Flecken, die er vom Sturz davon getragen hat, ignorierend, hilft er der Magierin auf die Beine und setzt sie behutsam auf eine trockene Stelle der Treppe. Dann schaut er abwechselnd zu ihr und zu Mergoth. "Alles in Ordnung", fragt Skarin. Zum Glück scheint es so, als sei keiner in die Waffen der anderen gefallen.
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Drachentöter
Als Myria schwungvoll die ersten Stufen nach oben läuft, merkt sie schon dass die Flüssigkeit rutschig ist, leider etwas zu spät, in diesem Moment fällt sie schon nach vorn, wobei sie sich gerade noch mit den Händen abstüzen kann, aber ihr linkes Knie hart auf die Kante einer Stufe schlägt. Als sie gerade realisiert, was passiert ist, spürt sie auch schon einen Schlag von hinten und ein ziemliches Gewicht auf sich, wodurch ihr erst einmal die Luft wegbleibt. Keine Sekunde später wird die Last auf ihrem Rücken noch größer, ausserdem kommt sie jetzt ins Rutschen und der ganze Haufen schlägt kurz darauf unten an der Treppe auf. Immer noch reichlich benommen merkt sie, dass was auch immer auf ihr gelegen hat, verschwindet und ihr wird langsam klar, dass Mergoth und Skarin mit Schwung auf sie drauf gefallen sind.
Gleich darauf wird ihr von Skarin auf die Beine geholfen, und sie setzt sich auf eine - inzwischen - saubere Stelle der Treppe. Wundervoll, dafür hab ich das jetzt alles in meinen Klamotten. Inzwischen ist sie sich halbwegs sicher, nichts gebrochen zu haben, aber die Hose über ihrem linken Knie ist zerrissen und Blut läuft ihr Bein herunter. An diversen anderen Stellen scheint sie sich auch angeschlagen zu haben, aber anscheinend nicht so schlimm wie am Knie, auch wenn sie sich gerade vorkommt wie gerädert.
"Verfluchter Mist.", antwortet sie nur auf Skarins Frage ob alles in Ordnung sei. "Ja, ist nicht so wild.", fügt sie noch mit zusammengebissenen Zähnen dazu. Ihr tut zwar alles weh, Und das fängt gerade erst richtig an, und so gut zu Fuß wird sie die nächsten Tage vermutlich auch nicht sein, aber ihr ist es auch ziemlich peinlich, Hals über Kopf der Gestalt hinterher gerannt zu sein, obwohl man damit hätte rechnen können, dass die Treppe rutschig wird. "Und jetzt? Wer immer das war, ist jetzt vermutlich schon in irgendeinem Loch verschwunden." Fragend schaut sie zu Mergoth und Skarin, während sie versucht, genug Konzentration für einen Heilzauber aufzubringen, aber sie ist von dem Sturz noch so durch den Wind, dass sie nur mit Mühe das Zittern ihrer Hände verbergen kann.
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Legende
Mergoth schaut weiterhin kritisch auf die recht grobe Wunde, welche die Steinkante an Myrias Knie hinterlassen hat. 'Mir fehlt nichts.' Murmelt er als Antwort auf Skarins Frage vor sich hin. Ein Wunder, dass sie sich nichts gebrochen hat... Der Nord scheint ja nun auch kein Fliegengewicht zu sein... von mir selbst mal abgesehen... Der Kaiserliche wirft kurz einen Blick auf Skarin, aber diesem fehlt anscheinend nichts. Zum Glück hat keiner von uns beiden daran gedacht, eine Waffe zu ziehen... Der Krieger schüttelt über diese wirklich unnötig dämliche Aktion nur leicht den Kopf.
'Schmerzt es arg?' Fragt er an Myria gerichtet und deutet auf die klaffende Wunde. 'Lasst mal sehen.' Er kniet sich vor die Bretonin und beäugt die Verletzung. 'Ein leichter Verband wäre zur Erstversorgung vielleicht ausreichend...' Zu dumm, dass ich nicht zur Tempelwache zugelassen wurde und deswegen nur leichte Laienheilzauber beherrsche, die ausschließlich auf mich selbst wirken... und die gelingen auch nicht immer...
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