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Held
Nachdem Irwaen ihnen alles erzählt hat, was der Wirt ihr zuflüsterte, verlässt die Gruppe die Taverne. Draußen angekommen beginnt Myria zu reden: "Das war ja leider nichts, und ich fürchte, bei Ajira werden wir heute zumindest auch nicht mehr Glück haben...", und wendet sich dann an Mergoth, "Ihr spracht vorhin von einem Informanten, den euch die Ork genannt hat. Vielleicht sollten wir doch bei ihm weitermachen. Wir könnten natürlich die Kanalisation absuchen, aber wenn es wirklich ein Riesengoblin war, fürchte ich, dass das nicht der Einzige ist. Und gegen fünf oder mehr davon haben wir vermutlich wenig Chancen...." Bevor Skarin ansetzt zu antworten wartet er auf die gleich darauf kommende Reaktion von Mergoth: 'Naja, ich weiss nicht, was das für ein Informant war, auch erschien es mir seltsam, dass die Ork uns direkt nach unseren Schilderungen in der Gilde von ihm erzählt hat... ich für meinen Teil würde zwar den Weg zu ihm bevorzugen, andererseits will ich Ajira nicht aus der Befragungsliste streichen. Mir persönlich ist es gleich ob wir direkt zu diesem... Bekannten... der Ork gehen oder zuerst noch mit Ajira reden...' In seinem Kopf ratterte es förmlich. Der Waldläufer überlegt, wie sie als nächstes vorgehen sollten. Die Kahjit scheint ihm nicht wirklich eine Hilfe zu sein, zumindest noch nicht, dafür war sie gestern bei den schlechten Nachrichten über die Alchemistin zu aufgewühlt. Und die Sache mit der mysteriösen Hütte und dem fraglichen Informanten hinterlässt bei ihm nur ein flaues Gefühl im Magen, aber ihnen wird wohl nichts anderes übrig bleiben. Der Nord versucht so entschlossen wie möglich zu wirken und igoriert die für ihn fast sengende Hitze dabei: "Mein Vorschlag wäre, wir gehen zu diesem Informanten in der Hütte, von der uns die Ork erzählt hat. Ajira wird zu aufgebracht sein, um wirklich Antworten von ihr zu bekommen, zudem hab ich kein gutes Gewissen, wenn wir sie so früh aus ihrer Trauer reißen und alles aufwühlen."
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Drachentöter
Wenigstens sind wir uns einig... Auch wenn der Rest der Gruppe einen eher unentschlossenen Eindruck macht, vor allem Skarin wirkt irgendwie nicht sonderlich glücklich. Sie hofft, dass das ganze nicht doch noch richtig gefährlich wird, da sie einander immer noch nicht so richtig kennen, und wohl keiner weiß, ob und wie er sich im Ernstfall auf den anderen Verlassen kann. Zumindest mit Mergoth würde sie gern noch das eine oder andere klären. Jetzt nur noch ein Vorwand... "Ich würde, bevor wir zu der Hütte gehen, nur gern noch nach einem... Freund sehen, in der äh.. Südwalltaverne." Das war nichtmal gelogen, sie kennt tatsächlich den ein oder anderen derer, die dort öfter verkehren. Vielleicht konnte ihr sogar jemand mit einem Dietrich aushelfen, ihrer war ihr kürzlich abhanden gekommen. Nicht dass sie eine Karriere als Diebin anstrebte, auch wenn die Vorstellung ihren Reiz hat. Aber gelegentlich ist so ein Ding einfach praktisch. Sie bemüht sich, einen halbwegs unbehaglichen Eindruck zu machen, als sie sich Mergoth zuwendet: "Würdet ihr so freundlich sein, mich zu begleiten? Wer weiß was hier alles lauert...", und ihm einen - hoffentlich nicht allzu - hilflosen Blick zuwirft.
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Legende
Mergoth schaut interessiert zu dem Nord. Hui, meine Worte scheinen mit Zeitverzögerung doch noch Früchte zu tragen... jedenfalls scheint es so, da diese Bauchentscheidungen endlich aufgehört haben und der Barbar hoffentlich sein Gehirn gebrauchen wird... Doch weiter konnte der Kaiserliche nicht denken, denn die kleinwüchsige Bretonin richtet wieder das Wort an ihn, er dreht sich ihr zu und lauscht ihrer Frage. Was zur Hölle hat sie denn jetzt vor...?! Ein unglückliches Grummeln über ihre Bitte entweicht Mergoths Lippen. Ich bin mir nicht sicher, aber manchmal habe ich das Gefühl die Insel mag mich nicht... aber seis drum, dann spiel ich eben das Kindermädchen... was für eine entwürdigende Aufgabe... Mergoth schaut in die Augen der Bretonin. Ach Gott, ich hasse die Gene meines Vaters, die ich in die Wiege gelegt bekommen habe... verdammt nochmal! Mergoth seufzt noch einmal leise, dann baut er sich vor der Magierin auf wie eine Leibgarde und antwortet: 'Nun, wenn ihr es wünscht, werde ich euch begleiten.' Zu den anderen gewandt sagt er: 'Sie hat uns ihre Hilfe angeboten, zum einen würde ich meinen, kann man ihr ihren kleinen... Umweg verzeihen und zumindest gilt für mich gegenseitige Hilfe im Sinne der Kameradschaft... außerdem, was des Nachts so dreist durch die Stadt läuft und Alchemieläden zerlegt, traut sich möglicherweise auch am Tage auf die Straßen.' Dann dreht er sich wieder zu Myria und bedeutet ihr voran zu gehen.
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Drachentöter
Ihre verblüffung gekonnt verbergend, lauscht sie Mergoths Antwort. Sie hatte zwar nicht damit gerechnet, dass er ihr die Bitte abschlagen würde, aber seine Antwort verwirrt sie doch. Fast freundlich, und sie passt ausserdem nicht zu dem "begeistertem" Gesichtsausdruck, den sie auf Mergoths Gesicht gesehen zu haben glaubt. Zögerlich setzt sie sich in Bewegung, gefolgt von Mergoth.
Als sie den Odai erreicht haben, und somit ausser Hörweite der anderen sind, dreht sie sich um und sieht Mergoth forschend in die Augen: "Was habt ihr eigentlich gegen mich? Wenn ihr mich nicht dabeihaben wollt, hättet ihr es vorher nur zu sagen brauchen", sie zögert kurz und spricht weiter: "Aber hört auf, mich ständig aunzusehen, als würdet ihr mich für Dumm halten und dann diese betont höflichen - oder soll ich bessser sagen, sarkastischen - Antworten zu geben und mit den anderen vor meiner Nase zu flüstern!" Ziemlich in Fahrt gekommen funkelt sie ihn an. Gleichzeitig merkt sie, dass die Sache genau so lief, wie sie nicht laufen sollte. Anstatt sich auszusprechen, war sie kurz davor in die Luft zu gehen. Ganz toll hinbekommen...
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Legende
Mergoth läuft der Bretonin nach wie ein pflichtverbundener Soldat bei einer Eskorte. Sein Äußerliches bleibt dabei stumpf und ausdurckslos. Jetzt bin ich mal gespannt auf ihren Bekannten... oder auch nicht... aber garantiert kann sie nicht wortlos bis zum Südwall laufen... schon allein deswegen nicht, weil sie eine Frau ist... Kaum hat der Krieger dies gedacht, bleibt die Bretonin stehen und überhäuft ihn mit ihrer unschönen Laune und den dazugehörenden Gedanken. Nanu, sie scheint ja irgendwie gereitzt zu sein... wie das wohl kommen mag? Grinst Mergoth innerlich. Er ist nicht wirklich überrascht, dennoch sieht er sich mit einer Tatsache konfrontiert, die sich nicht einfach vom Tisch wischen lässt.
'Nun,' beginnt er, 'Verzeiht mir, wenn ich euch damit ein falsches Bild vermittelt habe, aber euer Erscheinen passt jetzt nicht in ein Schema, bei dem ich sagen könnte, dass es zu direktem Vertrauen führen würde. Ihr habt eure Hilfe angeboten und das ohne weiteren Grund... nicht nur das, ihr kennt uns nicht und das macht die Sache nicht einfacher. Genauso ist es natürlich auch umgekehrt. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass ihr überall jedem dahergelaufenen Vagabund euer Vertrauen schenken würdet. So beschränkt ist nichteinmal Skarin und bei ihm sprechen wir immerhin von einem Nord... was die andere Sache betrifft, wie sollte ich denn mit euch reden? Eurem Intellekt nachzukommen ist ohnehin schon schwer genug, ich befürchte, ihr müsst meine Worte so nehmen wie sie sind.' Sagt Mergoth mit richtiger Ehrlichkeit. Ihren blitzeschleidernden Augen hält er mit einem freundlichen müden Blick entgegen.
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Drachentöter
Als Mergoth mit seiner Antwort fertig ist, atmet sie tief durch, und antwortet schon etwas gefaster, aber immer noch in einem schneidendem Ton: "Nun, eure Bescheidenheit, euch als dahergelaufenen Vagabunden zu bezeichnen, ehrt euch, aber so seht ihr oder eure Begleiter nun wirklich nicht aus. Davon abgesehen kennt ihr euch doch auch erst seit kurzem. Aber wenn ihr meinen wahren Grund erfahren wollt: Ich hab im Moment sonst nichts besseres zu tun. Eigentlich wollte ich hier ein paar Geschäfte machen, aber ich fürchte das kann ich im Moment eher vergessen, solang diverese kleinere Probleme hier nicht geklärt sind, wie beispielsweise Riesengoblins. Ausserdem, und ich fürchte ich enttäusche euch, da es so banal ist: Es interessiert mich einfach, was hier los ist." Nur nicht aufregen, das beeindruckt ihn gar nicht... Wieder ziemlich gefasst fügt sie hinzu: "Und danke für den Hinweis, ich werde meinen Intellekt in Zukunft etwas zügeln, um eure Worte richtig zu verstehen." Dabei schafft es sogar ein kleines spöttisches Lächeln auf ihre Lippen. Innerlich schüttelt sie den Kopf. Beschränkter Nord, der Herr sitzt ja auf einem ganz hohen Ross. Da sie nicht weiß, ob für Mergoth das Gespräch beendet ist, zögert sie kurz, dreht sich aber dann doch um und geht langsam weiter Richtung Südwalltaverne. Der wird sich schon melden wenn er noch was zu sagen hat... Immerhin weiß sie jetzt, dass sie bei Mergoth nicht so falsch lag. Arrogant bis zum Anschlag.
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Legende
Na also, sie kann ja doch lächeln... wie kommts? Mergoth verkneift sich eine weitere Antwort. Mal sehen, was sie jetzt noch vorhat. Sie wird doch nicht ernsthaft von mir erwarten, dass ich das mit dem Freund, Bekannten oder was auch immer für Spießgesellen glaube? Ich werds ja in kürze wissen, was sie denkt... oder auch nicht. Und weil die Bretonin mit dem Rücken zu ihm steht, braucht er sich ein leichtes hämisches Grinsen nicht zu verkneifen und folgt ihr wieder.
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Drachentöter
Hinter ihrem Rücken bleibt es wieder erwartend Still. Der nächste Kommentar wird schon kommen, wenn keiner da ist, den ich kenne. Freund war tatsächlich etwas übertrieben, sie hatte ein paar Bekanntschaften gemacht, als sie das erste mal in Balmora war, kurz nachdem sie nach Morrowind gekommmen war. Aber dass um die Tageszeit jemand anwesend ist, den sie kennt, ist eher unwahrscheinlich. Und wenn doch, sollte sie Mergoth dann vor die Tür schicken um mit ihm in Ruhe zu reden? Das war mal wieder alles überhaupt nicht durchdacht. Als sie die Taverne betreten, sieht sie sich um, ohne ein bekanntes Gesicht zu entdecken. War ja klar. An Mergoth gewandt, sagt sie in einem entschuldigendem Ton: "Ist wohl nicht ganz seine Tageszeit...", und wendet sich der Tür zu, wärend sie seinem Blick ausweicht. Nichts wie zurück.
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Held
"Ganz toll", blafft der Nord und schlendert ein wenig durch den Raum, "viel weiter als vorher sind wir jetzt auch nicht." Er geht auf die Metallwanne zu und beugt sich ein wenig darüber, um sie genauer in Augenschein nehmen zu können. Dunkles, fast schwarzes Material mit düster wirkenden Verzierungen und dann auch noch Blut auf dem Wannenboden. "Sieht aus, als ob hier jemand irgendwelche dunklen Rituale durchführen würde", verkündet der Waldläufer, ohne einen der anderen direkt anzusprechen. Den Raum weiter durchsuchend geht er an dem seltsam anmutenden Gerät neben der Treppe vorbei um die Raumecke dahinter ein wenig betrachten zu können.
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Legende
Mergoth wendet sich zu Skarin, als dieser seinem Unmut durch Worte ein wenig Luft verschafft. Der Kaiserliche rollt kaum merklich mit den Augen. Was du nicht sagst... Dreht sich zur Treppe um und wollte sich gerade daran machen, die zwei Schritte zu den Stufen zu gehen, um sich zu setzen, als ihm das seltsame Ding auf einer Ablage aus Stein, welche sich an die Mauer der Treppe lehnt, ins Auge fällt. Zuvor war ihm das gelbbraune Ding nicht wirklich aufgefallen, hatte er doch nach einer Person und nicht nach Schätzen Ausschau gehalten. Interessiert geht er darauf zu und lehnt seinen Speer gegen die Wand. Etwas skeptisch beschaut er sich das Teil. Rein von der Färbung her würde ich auf dwemerische Herkunft tippen... Mergoth hat die dwermerischen Ruinen zwar schon oft und ihrer viele gesehen und wohl war er auch schon auf dem zerbröckelten Gelände unterwegs, aber nur einmal hat sich der Kaiserliche getraut, eine solche zu betreten. Allerdings war er recht schnell wieder aus den Gängen verschwunden. Leider wurde ihm während seiner Zeit bei der Legion nie das Vergnügen zu Teil, Jagd auf Schmuggler zu machen, sodass er eventuell schon einmal so einen dwemer Detektor gesehen haben könnte. Jetzt aber reicht es dem Kampfmagier, dass er weiss, dass es sich hier wohl um ein dwermer Artefakt handeln muss. Vorsichtig nimmt er das Ding hoch und hält es sich in einigem Abstand vor die Augen um besser sehen zu können, was er da in Händen hält. Mergoth hätte eine dwemer Leuchtröhre erkannt, aber bei diesem Teil weiss er absolut nicht, um was es sich handeln könnte. Für die Größe war das Artefakt allerdings merklich schwer. Hmm... damit könnte man wahrscheinlich einen Haufen Draken machen... Aber der Kaiserliche war durch seinen Dienst bei der Legion, trotz der Korruption, zu sehr von Recht und Ordnung geprägt. Ich werde mir das im Hinterkopf behalten... vielleicht findet das auch die Wache ganz interessant... obwohl, das sind Hlaaluleute, denen kann man nicht trauen... möglicherweise finden das aber die Legionäre der Mondfalterfestung ganz interessant... Mergoth stellt das Artefakt wieder behutsam ab und nimmt wieder seinen Speer zur Hand.
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Drachentöter
Dem Ausbruch von Skarin hat Myria schweigend zugehört und schaut dann etwas unschlüssig den anderen zu, wie sie die Einrichtung genauer in Augenschein nehmen. Nachdem sie weder mit dem seltsamen Artefakt für das sich Mergoth interessiert noch mit den sonstigen Dingen hier auch nur das Geringste anfangen kann, wendet sie sich wieder zur Treppe. "Ich pass auf ob jemand kommmt.", sagt sie während sie die Treppe nach oben läuft. Sie lässt den Blick noch einmal durch das Obergeschoss schweifen, wobei ihr der brennende Kelch in der Zimmerecke wieder auffällt. Daneben liegt eine Schale mit einer krümmeligen, klumpigen Substanz. Vielleicht weiß einer von den anderen, was das genau ist... Ohne die Sachen zu berühren geht sie zur Tür und zieht sie vorsichtig auf, halb in Erwartung dass draussen jemand steht.
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ᵵ Ghost Rider ᵵ
---Teleri---
Entgegen aller Erwartungen, nach denen alles schief geht was schief gehen kann, lässt sich die Luke problemlos öffnen und entlässt die Dunmerin endlich in die ersehnte Freiheit.
Die Sonne steht tief am Horizont, und über dem nahen Odai schweben noch leichte Nebelschwaden über das Wasser, welche sich jedoch langsam aber sicher auflösen. Hinter Teleri befindet sich ein Gebäude, welches sich nach näherer Betrachtung als die Rückseite des Tempels herausstellt; anscheinend führte der Kanal direkt aus der Stadt heraus, und nun befindet sich die Dunkelelfe vor den Nordtor der Stadt.
---Raven---
Bei Ravens Erzählung verengen sich die Augen des Wächters zu Schlitzen, und er schaut noch skeptischer als zuvor drein. "Ein berühmter Faustkämpfer, soso...", und er dreht und wendet die Handschuhe hin und her, ebenso den Gurt. Für das Bußerelikt scheint er jedoch eindeutig weniger Interesse zu haben als für die Handschuhe.
"Wisst ihr, der Zufall will es, dass ich mich ganz gut in der Geschichte der Fauskämpfer auskenne, bis vor Kurzem war ich noch auf dem Festland stationiert. Von welchem berühmten Kämpfer stammen denn diese Handschuhe?", und mit der Stimme des Mannes schlägt Raven ein großer Schwall Skepsis entgegen. Der Wächter scheint die Chance zu wittern, Raven bei einer Lüge zu erwischen, und diese Möglichkeit lässt er sich ganz offensichtlich nicht nehmen.
---Irwaen, Myria, Skarin & Mergoth---
Draußen ist es ruhig, wie es nicht anders zu erwarten ist in aller Frühe, und kein Passant ist auf den Straßen zu sehen. Für Myria wirkt die ganze Szenerie etwas zu entspannt, was wohl daran liegen mag, dass sie mittlerweile weiß, was wirklich in oder viel besser gesagt unter Balmora vorgeht, und es breitet sich in ihr ein leichtes Unbehagen aus.
Im Haus hingegen ist das Ganze wie festgefahren, und das Gebäude scheint kein weiteres Geheimnis zu beinhalten, was aber angesichts der mystischen Dekoration unwahrscheinlich ist.
Geändert von Van Tommels (14.12.2010 um 10:05 Uhr)
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Fossil
Das morsche Holz der Falltür knarrt protestierend, als Teleri sich dagegenstemmt. Los, beweg dich, Mistding! Einmal knacken die rostigen Scharniere, dann läßt sich die Luke leicht öffnen. Vorsichtig riskiert sie einen Blick. Es riecht intensiv nach noch taufeuchter Erde, und sie blinzelt in das Licht des Morgens. Ja, wahrhaftig: Sonnenlicht. Rasch klettert Teleri aus der Luke -was sich aufgrund der Robe als relativ kompliziert darstellt- und verbringt einige Augenblicke damit, einfach nur die Szenerie vor sich zu betrachten. Sie kann den Odai sehen, genauer gesagt das Becken, an dem der Fluß aus der Erde hervorsprudelt. Nebelfetzen hängen wie konturlose Geister über dem Wasser.
Ich muß mich also außerhalb von Balmora befinden, schlußfolgert sie, nahe der Straße, die von der Stadt aus weiter in die Westspalte führt. Sie schaut sich um, und tatsächlich: Rechts von ihr erhebt sich die Stadtmauer. Dahinter kann sie die Kuppel des Tempels ausmachen. Was jetzt? Ich sollte versuchen, die Nords und Irwaen wiederzufinden. Allerdings... so wie ich aussehe, kann ich mich wohl kaum in die Stadt wagen. Das würde zu viele Fragen aufwerfen.
Teleri wendet sich von der Stadt ab, um nicht von einer eventuellen Torwache aufzufallen, schlägt einen Bogen in Richtung Caldera und klettert schließlich vorsichtig das steile Ufer zur Odaiquelle hinab. Dort angekommen läßt sie die Robe von ihren Schultern gleiten und wäscht die gröbsten Blutflecken aus dem Stoff. Dann gibt sie sich einen Ruck und taucht den Kopf in das kalte Wasser. Sofort fährt ihr eine Gänsehaut über den Rücken, während sie ihre Locken von verkrustetem Dreck und Blut befreit. Zirkons Blut, schießt es ihr durch den Kopf. Sie wringt das Haar notdürftig aus und betrachtet ihr Spiegelbild im Fluß. Nicht gut, aber angesichts der Umstände doch passabel.
Teleri verstaut die noch feuchte Robe und steht auf. Wenn jemand sie nach ihrem Erscheinungsbild fragen sollte, würde ihr schon eine passende Flunkerei einfallen. Es ist vorbei, begreift sie zum ersten mal so wirklich. Ich bin wieder frei. Etwas nagt in ihrem Hinterkopf. Bin ich das wirklich? Kann ich jetzt einfach noch schnell meine Angelegenheiten in Balmora regeln und dann hingehen und weiterleben wie bisher? Beim Gedanken daran, wieder zurückzukehren in ihr kleines Haus in Sadrith Mora, Tränke zu brauen und Sumpffieber zu behandeln, sträubt sich alles in ihr. Sie fühlt sich getrieben, rastlos, auf eine andere Art als zuvor. Die Vorstellung, zu lange an einem Ort zu verweilen, behagt ihr plötzlich überhaupt nicht mehr.
Seufzend rafft sie sich auf, klettert die Uferböschung hoch und wendet sich wieder dem Stadttor zu. Eines nach dem anderen. Zuerst werde ich mal nach den zweieinhalb Haudraufs suchen. Ich hoffe, sie haben es noch nicht geschafft sich einsperren zu lassen...
Geändert von Glannaragh (16.12.2010 um 15:11 Uhr)
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