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Held
Skarin ist ganz erleichtert darüber, dass keiner der anderen seine Wirrheit angesprochen hat. Daneben fühlt er sich jedoch ein wenig unwohl, denn keiner scheint dem anderen wirklich zu vertrauen. Irwaen suchte abseits der Gruppe nach Hinweisen, Myria scheint sich nur direkt an ihn zu wenden, und Mergoth flüstert ihm sogar geheimnisvoll etwas zu. Tief druchatmend fährt sich der Waldläufer über die vielen Zöpfe auf seinem Kopf und setzt dann sichtlich ruhiger und gefasster als zuvor an: "Danke, dass ihr uns das was ihr wisst, mitgeteilt habt, auch wenn es nur noch mehr ungute Verdachte aufkommen lässt. Auch die Ork in der Magiergilde, erwähnte etwas von Goblins. Angeblich gibt es hier ein Problem mit einigen, die in der Kanalisation hausen", dann atmet er kurz nachdenkend ein weiteres mal tief durch, "auch erinnerte mich eure Beschreibung an etwas seltsames, was Irwaen und ich gestern Abend am Haus der Alchemistin gesehen haben." Fragend schaut er kurz zu Irwaen herüber fuhr dann jedoch fort:
"Wirklich erkennen konnte ich es nicht. Ich weiß nicht einmal, ob ich es mir nicht eingebildet habe. Allerdings hat es auch Irwaen gesehen, und somit kann ich das, denke ich, ausschließen. Ob es ein Riesengoblin war, kann ich aber erst recht nicht sagen. Auch nicht, ob diese Sache hier überhaupt etwas mit denen zu tun hat. Ich kenne diese Wesen nur aus Geschichten, selbst gesehen habe ich noch nie einen." Dann lässt er seinen Blick einmal offen über die ganze Gruppe wandern und spricht nun direkt alle an: "Ich würde vorschlagen, wir gehen erst den Hinweisen nach, und befragen die von euch genannten Personen. Auch ein etwas genaueres Absuchen des Platzes könnte hilfreich sein, wie Irwaen es sagte. Vielleicht weiß sogar die Stadtwache etwas ... oder auch nicht. Und wie ihr bereits sagtet, Mergoth, diese Kreatur, die ich sah, und die wahrsheinlich für den Angriff verantwortlich war, kann kein Goblin gewesen sein. Deshalb gibt es eigentlich auch keinen Grund, die Kanalisation abzusuchen. Eigentlich, wie gesagt, denn da wäre immer noch Teleri. Was mit ihr passiert ist, wissen wir nicht wirklich. Da kommen dann die Goblins wieder ins Spiel. Sicherer könnten wir uns allerdings sein, wenn wir zuerst mehr Informationen einholen."
"Allerdings", setzte er besorgt an, "weiß ich nicht, ob eine Trennung der Gruppe das schlauste wäre. Auch wenn ich bezweifle, dass irgendeines der möglichen Moster tagsüber zuschlagen könnte." Eine kurze Pause einlegend tritt er dann an Myria heran. "Ich will mich bei euch bedanken", beginnt er sanft und respektvoll, "ihr bietet uns offenkundig eure Hilfe an, und das ohne Gegenleistung. Das weiß ich zu schätzen." Er selbst war etwas überrascht, über die hilfsbereitschaft der Bretonin, positiv. Sie sprüht förmlich vor Energie, was besonders durch ihre neugierige und etwas überhitzte Art hervorgehoben wird. Und was ihn besonders erfreute: Sie trank Met. Die einzigen Frauen, die er kannte, die dies tranken, waren die Kriegerinnen auf Solstheim. Irwaen scheint dagegen etwas reservierter zu sein, oft in Gedanken verloren. Aber keinesfalls abweisend. Besonders ihr Aussehen verblüfft den Nord. Dürr, kurze Haare, blasse Haut, ein feines hübsches Gesicht und tiefe Schwarze Augen, in denen man sich verlieren konnte. Und trotzdem wirkte sie, als hätte sie es faustdick hinter den Ohren und macht einen sympathischen Eindruck. Was er von Mergoth halten sollte, wusste er nicht ganz. Ein Kaiserlicher, was ihm eigentlich von Grund auf schon nicht gefallen sollte, jedoch ruft er sich immer selbst ins Gedächtnis keine Vorurteile haben zu sollen. Dazu kommt, dass er einen Kopf größer war, als Skarin, dafür aber sichtlich nicht ganz so kräftig. Seine Art war seltsam. Ziemlich auf sich selbst fixiert, und misstrauisch. Dahingegen steht die Tatsache, dass auch er seine Hilfe einfach so angeboten hatte im krassen Gegensatz. Er respektierte Mergoth dafür, und schien auch von ihm ein gewisses Maß an Vertrauen gewonnen zu haben. Und dann wäre da noch Teleri, die er jedoch nur kurz kennen lernte, bis sie plötzlich verschwand. Eine Dunmer, elegant und edel. Wenn er raten müsste, würde er darauf tippen, dass sie von adligem Blut ist. Sie war freundlich zu ihm, im Gegensatz zu den meisten anderen ihrer Art, die sie bis jetzt getroffen hatten. Keine Suchaktion nach ihr zu starten, kam für ihn mittlerweile schon nicht mehr in Frage.
Während er sich Gedanken über alle macht, fällt ihm noch etwas anderes auf. Auch wenn die gesamte Truppe misstrauisch gegenüber jedem ist. Ihm, scheint dies nicht zu gelten. Dieser Gedanke macht ihn schon fast verlegen, könnte aber auch eine Bürde sein, da es bei einem Streit dazu kommen könnte, dass er Partei ergreifen müsste. Und was er dann tun sollte, weiß er nicht. Erst jetzt merkt er, dass es immer noch still um ihn herum ist. Er hat bei seinen Überlegungen völlig vergessen, dass er noch gar nicht fertig war, und räuspert sich dann kurz verlegen. "Nun also, Zurück zu dieser Kreatur und Jolkin. Die Wunden die er hat, lassen darauf schließen, dass es keine kleine Kreatur war. Und auch dann. Auf Solstheim hat Jolkin schon gegen Kreaturen gekämpft, die ihn weit überragen. Und hinter seinen Schlägen steckt eine Wucht, die jeden Mann einfach in zwei Stücke reißen würde. Sein einziger Nachteil, war die Geschicklichkeit. Daher ergänzen wir uns auch so gut. Er hat die Kraft, ich die Geschicklichkeit. Wenn ihn etwas so zugerichtet haben könnte, musste es schnell und ziemlich beweglich sein. Wie in das ganze dann auch noch ein Grunzen reinpassen soll, weiß ich nicht. Ich habe wirklich keine Ahnung, was diese Kreatur sein könnte."
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Drachentöter
Oh man, ich hab doch extra gesagt, wir können die beiden SPÄTER fragen. Den Kaiserlichen kann sie immer noch nicht richtig einschätzen.
Als er dann allerdings ziemlich bildlich erklärt, warum er keinen Goblinangriff vermutet, fällt ihr schlagartig wieder ein Bild der letzten Nacht ein. Sie hat zwar keine Details des Monsters gesehen, aber in dem wenigen Licht, das auf es fiel, glaubt sie Blut glänzen gesehen zu haben. Nein, sie ist sich sicher. Als sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Kaiserlichen zuwendet, hat der gerade Skarin gefragt, wen er denn für den Verantwortlichen hält. Interessiert hört sie seinen Ausführungen zu. Stadtwache? Vergiss es. Sie ist jedenfalls erleichtert, als er vorschlägt, erstmal nicht in die Kanalisation zu steigen, und stattdessen die Leute zu befragen. Schließlich tut er etwas, mit dem Myria nicht gerechnet hätte. Oder etwas, das sie eigentlich vedrängt hat. Er bedankt sich für ihre selbstlose Hilfe. Völlig überrascht bringt sie nur ein verlegenes Lächeln und ein genuscheltes: "Danke", zustande. Ja, was mach ich hier eigentlich. Ok, ich steck mal wieder meine Nase in Sachen, die ich eigentlich in frieden lassen sollte. Und es ist ja auch nicht so, dass ich Menschen meide, ich unterhalte mich ja gern. Aber ich schließe mich gerade drei völlig Fremden an, die sich untereinander nichtmal wirklich kennen?? Sie weiß inzwischen ja selbst, dass sie oft impulsiv ist, und grundsätzlich neugierig. Aber normalerweise hätte sie sich jetzt irgendwann wieder von der Gruppe abgeseilt und allein weitergeforscht. War sie nicht doch etwas einsam geworden in den letzten Monaten? Schwachsinn. In Balmora ist es im Moment einfach nicht sicher allein... Skarin reißt sie schließlich aus ihren Gedanken, als er weiterspricht. Sie hat gar nicht gemerkt, dass sie gerade ziemlich abwesend war und hofft, dass ihr Gesichtsausdruck nicht zu grüblerisch war. Sie hat alle Mühe, den Faden wiederzufinden, als Skarin endet: "Ich habe wirklich keine Ahnung, was diese Kreatur sein könnte."
"Mir ist noch etwas eingefallen", meldet sie sich zu Wort, "an dem Ding klebte Blut. Ich hab keine Details gesehen, aber es fiel kurz Licht auf die Kreatur, und es glänzte rot, wie Blut. Irgendwen -oder Irgendwas - muß dieses Ding in dieser Nacht verletzt oder getötet haben. Und ja, es war schnell. Es kann nicht lang hinter mir her gewesen sein, sonst würde ich jetzt nicht hier stehen. Ich hatte einen kleinen Vorsprung, aber viel war es nicht. Ach ja, die Stadtwachen können wir auslassen, denke ich. Ich bin durch die halbe Stadt gerannt, und hab von denen keinen einzigen gesehen."
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