Wieder dieses Starren. Spar dir die Kraft dafür, an derartigen Machtkämpfen habe ich längst kein Interesse mehr. Nach einem gefühlten Zeitalter beginnt der Rothwardon zu sprechen:
"Du eine Sklavin. Du kommst schon noch früh genug hier heraus, sei einfach ein wenig geduldig. Im Übrigen hast du vergessen zu humpeln..."
Daraufhin mach er auf dem Absatz kehrt und verläßt den Raum. Teleri lächelt still in sich hinein. In der Tat, ich habe es wirklich vergessen. 'Früh genug' klingt jedenfalls schon mal ermutigend. Sie schaut dem Halbblut nachdenklich hinterher. Trotz ihres Nachgebens sind die Machtverhältnisse noch lange nicht geklärt:
Das ist nicht das erste mal, daß du vor mir wegläufst, Gravir. Verwirre ich dich? Das innere Lächeln erreicht ihre Mundwinkel, aber es wirkt traurig. Auf einmal tut der Mann ihr furchtbar leid. Was für ein erbärmliches Leben du wählen mußtest, hier unten. Du kannst keine Regung zeigen, niemandem Vertrauen schenken, ohne daß man es dir als Schwäche auslegen würde - und es gibt nichts, wovor du dich mehr fürchtest, habe ich recht? Aber du bist nur zur Hälfte Vampir. Dieses Leben wird dich auffressen, früher oder später.

Sie hört Gravir im Nebenraum rumoren und wartet noch ein paar Herzschläge, bevor sie ihm folgt. Er hat etwas zu trinken besorgt, was grundsätzlich erstmal eine gute Idee ist, findet Teleri. Er bemerkt ihr Eintreten und beobachtet sie wachsam, als er sich in einem der Sessel niederläßt und sie auffordert, das Gleiche zu tun:
"Setz dich ruhig... denn ich werd dir mal ein paar Verhaltensregeln für deinen kurzen Besuch hier unten mitteilen..."
Teleri kommt der Aufforderung nach, legt den Kopf ein wenig schief und schaut den Halbvampir an. Na dann... leg mal los.