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ᵵ Ghost Rider ᵵ
---Teleri---
Gravir schaut mit einer Mischung aus Erstaunen und Entsetzen auf das Häufchen Elend zu seinen Füßen hinab, auf die Hand, welche sich verzweifelt in sein Kettenhemd krallt. Kaum zu glauben, dass die Besitzerin jener Hand in nicht allzu ferner Vergangenheit noch eine stolze, etwas eingebildete Telvanni gewesen war. Ein wenig verspürt er auch eine Bewunderung gen Zirkon, denn das war die Eigenschaft an ihm, welche Gravir so faszinierte: Früher oder später brach er Jeden. Dass das ‚Wie‘ einfach nur bestialisch und sadistisch ist, dem ist sich der Halbvampir durchaus bewusst; aber nach dem ‚Wie‘ fragt man danach nicht. Wichtig war nur, dass Zirkon es einfach konnte. Ob Bettler oder Adliger, irgendwann kapitulierten sie alle…
Gravir hingegen stand jetzt vor einem Scheideweg. Sein Verhalten würde seine Zukunft mit Sicherheit nachhaltig beeinflussen. Du hast den Fehler gemacht, dich mit ihr anzufreunden, dich mit ihr einzulassen. Das machst du sonst bei keinen von Zirkons ‚Spielzeugen‘…, und ihm wird bewusst, dass er in Gedanken jetzt schon die Betitelung Zirkons für die armen Teufel übernommen hat. Spielzeuge…das sind doch allesamt keine Dinge…aber noch muss ich mich nicht entscheiden, ob ich ihre Bitte annehme. Die Idee von….Teleri…ist gleichwohl verrückt wie genial. Von Draußen dringen Kampfgeräusche an seine Ohren. Gravir aber macht sich darum keine Sorgen, er ist überzeugt, dass die Vampire diese Bedrohung wie immer meistern werden.
Ohne ein Wort zu sagen, löst der Rothwardon sacht die Hand von Teleri von seinem Kettenhemd und beginnt, ein paar Trümmer zur Seite zu räumen. Dann fährt er mit den Armen unter ihren Körper, hebt sie an und trägt sie zum Bett. Dort legt er sie nieder und betrachtet die Dunmerin, wie er es schonmal getan hat. Seine Augen fallen auf ihre linke Schulter, welche seltsam verdreht anmutet. Gravir greift nach ihrer Hand und bewegt den Arm ein wenig; das schmerzverzerrte Gesicht Teleris spricht daraufhin Bände. Ohne mit der Wimper zu zucken greift der Rothwardon zu dem kleinen Schränkchen neben dem Bett und zieht die Schublade heraus. Er greift hinein, und hervor holt er einen schwarzen Lederriemen; das Geräusch beim Herausholen lässt darauf schließen, dass es wohl nicht der Einzige seiner Art in dem Möbelstück ist, und es lässt sich leicht vorstellen, für was dieses ‚Instrument‘ vorgesehen ist, vor allem wenn man die Haken und Ösen daran erkannt hat.
Gravir hält den Riemen in die Höhe und bedenkt ihn mit einem seltsamen Blick, dann wandern seine Augen zu Teleris Gesicht. Ohne einen Ansatz zu zeigen bewegt er das Leder auf sie zu und klemmt es ihr anstandslos zwischen die Zähne. „Draufbeißen…“, raunzt er kurz angebunden und erhebt sich dann von der Bettkante. Dann beugt er sich über die Dunmerin, legt seine linke Hand auf ihre linke Schulter und presst sie mit leichtem Druck auf das Bett. Mit der Rechten greift er ihren Arm in Höhe des Ellenbogens und hebt ihn leicht an. Er blickt in ihre Augen, zeigt ein leichtes Lächeln: „Das wird jetzt ein wenig schmerzen…“, und mit diesen Worten zieht er mit einem Ruck kurz und kräftig an ihrem Arm…
Nachdem Teleris Schulter wieder eingerenkt ist, lässt er von ihr ab und setzt sich wieder auf die Bettkante. Er belegt die Dunmerin mit einem nachdenklichen Blick. Nach einer schieren Ewigkeit, in welcher die Kampfgeräusche von draußen schon etwas leiser und seltener geworden sind, spricht er endlich leise: „Du…würdest nicht wirklich meine Sklavin sein, sondern nur solange, wie ich dich hier heraus gebracht habe, habe ich Recht? Sicher habe ich Recht, denn auch wenn du Todesangst verspürst und in diesem Moment alles tun würdest um zu überleben, dieses Versprechen würdest du nicht lange halten können; du bist eine Telvanni, unfähig, Befehlen länger als nötig zu gehorchen. Das weißt du, das weiß ich. Du denkst, weil mich Zirkon benutzt, kannst du das auch?“, und bei den letzten Worten lächelt der Rothwardon kalt, erhebt sich und verlässt wortlos das Zimmer…
---Irwaen, Skarin & Mergoth---
Die Ork hört sich unbeeindruckt die Schimpftriaden der vor ihr anwesenden Personen an. Als dann jedoch Mergoth seine Hand auf den griff des Schwerts legt, zeigt ihr Gesicht eine Spur der Belustigung. „Ihr wisst schon, dass das Bedrohen eines Gildenmitglieds unter Strafe steht. Mehr noch, allein bei der Androhung von Gewalt innerhalb dieser Mauern ist die Gilde im Recht, eigene Schritte zur Vermeidung von eben jener Gewalt anzuwenden…“, und sichtlich belustigt nickt die Ork zum Eingang des Raumes, durch den die Gruppe gekommen ist. Hier steht der Gildenführer in seiner Hellblauen Robe und fixiert mit stechenden Blick Mergoth, welche von dem Dunmer eine ungeheure magische Energie registriert; ganz offensichtlich hat er schon all seine Konzentration gesammelt und wartet nur darauf, dass der Kaiserliche auch nur den Hauch einer falschen Bewegung macht. „Ärger haben wir hier gar nicht gerne, und ihr…“, die Ork fixiert den Kaiserlichen, „…seht wirklich nach Ärger aus. Also beherrscht euch…was euren Freund hier angeht,“, und sie nickt zu Jolkin, welcher seltsam friedlich auf dem Bett liegt, „…man sollte erst urteilen, wenn man die Situation überschaut. Ich kann im Moment nicht mehr für euren Freund tun. Ich habe einen relativ starken Heilzauber auf ihn gesprochen, aber bei seinen Verletzungen wirkt er natürlich nicht von Jetzt auf Gleich. Immerhin sind seine Wunden schon geschlossen und er ist stabil, solange er sich nun ausruht, wird er schon wieder auf die Beine kommen…“, meint sie besonders Richtung Skarin. „Ich muss jedoch wirklich Genaueres wissen, was die Umstände angeht, es könnte sonst noch mehr Opfer geben…“, und die Frage stellt sie allgemein in den Raum.
---Myria---
Hätte sich Tarrot nicht umgedreht, hätte ihn die Bretonin mit Sicherheit über den Haufen gerannt. So jedoch läuft sie ihm direkt in die Arme, und er blickt in ihr von Entsetzen entstelltes Gesicht. Zuerst dachte der Magier an einen Angriff, eine Diebin oder ähnliches, sowas kam hier in Balmora öfters vor. Aber sie sah nicht aus wie eine Tagelöhnerin, eher wie eine Reisende. „Wohin des Weges?“, versucht Tarrot Myria zu beruhigen. „Wovor lauft ihr weg, dazu noch zu dieser nachtschlafenden Zeit?“. Dabei lässt er Myria nicht los, da er Angst hat, sie könne einfach weiterlaufen.
Ajira unterdessen bekommt von dem ganzen Trubel nicht viel mit, die Katze steht an der Mauer und starrt mehr oder weniger nur mit traurigem Blick in‘s Leere, dabei grummelt sie irgendwelche Worte in ihre Barthaare, welche für Außenstehende aber nicht wirklich viel Sinn machen.
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Fossil
Teleri ist verwundert darüber, wie schnell es ging, ihren Widerstand auszulöschen. Sie kann noch immer nicht fassen, daß sie diese Worte eben wirklich gesagt hat... Sie würde sich also selbst verkaufen, um ihr Leben zu retten.
Dann bin ich wohl ein Feigling, überlegt sie, aber meine Würde ist hier unten ohnehin weniger wert als eine Handvoll Dreck. Auch der Name meines Hauses wird mich hier nicht schützen, im Gegenteil. Wie viel süßer muß es für Zirkon sein, eine stolze Frau zu brechen anstatt eines Bauernmädchens?
Gravir hat bisher geschwiegen. Er sagt noch immer nichts, als er schließlich sanft, aber bestimmt ihre verkrampften Finger von seiner Brust löst und beginnt, sie aus den Trümmern des zerbrochenen Möbelstücks zu befreien. Dann hebt er sie auf und trägt sie hinüber zu dem samtbezogenen Bett. Teleri zuckt zusammen, als er ihre verletzte Schulter berührt. Wieso bei Mehrunes Dagon muß mich ständig jemand in dieses gräßliche Ding verfrachten? Ihr Mistkerle genießt das richtig, hab ich recht?
Sie bemerkt, daß der Halbvampir sie eindringlich mustert. Sein Blick ist ihr unerträglich, und so wendet sie sich ab, auch wenn ihre Verletzung sie dabei behindert. Überlegst du, ob mein Angebot es wert ist? Oder spielst du nur genauso gern mit der Hilflosigkeit Anderer wie mein 'Gastgeber'?
Zwar hat sie sich schon lange daran gewöhnt, daß immer mal wieder wenig zurückhaltende Blicke über ihren Körper gleiten -notfalls konnte sich sich solchen Situationen bisher noch immer mit einem betont hochmütigen Blick entziehen- aber begutachtet zu werden wie ein Pferd, das zum Verkauf steht, verunsichert die Dunmer um einiges stärker als sie zugeben möchte.
Schließlich greift der Rothwardon nach ihrer linken Hand und bewegt vorsichtig und prüfend ihren Arm. Teleri stöhnt vor Schmerz leise auf und beißt die Zähne zusammen. Tränen treten ihr in die Augen, und sie konzentriert sich darauf, sie zurückzukämpfen. Noch immer kann sie dem Halbblut nicht ins Gesicht sehen.
Außerhalb ihres Gesichtsfeldes klirrt etwas. Langsam wendet sie sich zur Quelle des Geräusches um. Gravir hat irgendwoher eine lederne Fessel besorgt, die an einigen Stellen mit Metall versehen ist. Die Dunmer spürt, wie all ihre Muskeln mit einem mal schlaff werden. Oh nein. Nicht du auch, denkt sie resigniert, als ihr Blick letztendlich doch den seinen streift.
Mit einem raschen, routinierten Handgriff schiebt Gravir ihr das Leder zwischen die Zähne, fast so, als würde er einen Guar aufzäumen. "Draufbeißen..." befiehlt er in bester Feldscher - Manier.
Mit einer starken Hand fixiert er ihre Schulter auf der Unterlage, während die andere mit festem Griff ihren Ellenbogen umfaßt. "Das wird jetzt ein wenig schmerzen", verkündet er und versucht ein ermutigendes Lächeln. Teleri schaut ihn etwas unglücklich an. Sie ist lange genug Heilerin in Sadrith Mora gewesen, um ihm das 'ein wenig' nicht abzukaufen.
Der Oberarmknochen rutscht mit einem saftigen Knirschen wieder zurück an seinen angestammten Platz, während der improvisierte Knebel den schrillen Aufschrei der Dunkelelfin nur bedingt zu dämpfen vermag. Instinktiv wehrt sie sich gegen Gravirs Griff, und er läßt sie los. Sie spuckt den Riemen aus und wartet benommen darauf, daß die Wellen aus Schmerz verebben, die durch ihre Schulter toben.
Eine Weile spricht keiner von beiden.
Schließlich beginnt Gravir zu reden, ernst und leise: "Du... würdest nicht wirklich meine Sklavin sein, sondern nur so lange, bis ich dich hier herausgebracht habe, habe ich recht? Sicher habe ich recht, denn auch wenn du Todesangst verspürst und in diesem Moment alles tun würdest, um zu überleben - dieses Versprechen würdest du nicht lange halten können. Du bist eine Telvanni, unfähig, Befehlen länger als nötig zu gehorchen. Das weißt du, das weiß ich." Ein humorloses Lächeln verzerrt sein Gesicht. "Du denkst, weil Zirkon mich benutzt, kannst du das auch?"
Ohne ein weiteres Wort erhebt sich Gravir und steuert auf den Ausgang des Zimmers zu. Das Gesagte trifft Teleri hart; ebensogut hätte er ihr einen eisigen Dolch in die Eingeweide stoßen können. Da geht sie hin, ihre letzte Hoffnung zu überleben.
Plötzlich voller Zorn, bringt sie ihren protestierenden Leib in eine halb knieende Position. "Und ich dachte, Zirkon benutzt dich nicht", schreit sie ihm hinterher. "Ich bin keiner von seinen Speichelleckern, hast du gesagt! Hast du da vielleicht ein kleines bißchen zu dick aufgetragen?" Der Bastard zögert kurz, dreht sich aber nicht um. "Vielleicht bist du hier unten doch nicht so geachtet, wie du es gern hättest!" Die schwere Tür fällt ins Schloß.
So schnell, wie ihre Wut gekommen ist, verraucht sie auch wieder. Plötzlich ist es sehr still um sie herum. Der Kampfeslärm, den sie in den letzten Minuten nur halb bewußt wahrgenommen hat, ist verklungen.
Natürlich hat er recht, gesteht sie sich ein. Ich wollte ein möglichst überzeugendes Theater aufführen und die erste Gelegenheit zur Flucht nutzen. Wie konnte ich so dumm sein zu glauben, daß ich ihm etwas vormachen könnte?
Zusätzlich aber schmerzt sie Gravirs Zurückweisung auf eine Art, die nichts mit der unmittelbaren Lebensgefahr zu tun hat, in der sie sich befindet. Diese Erkenntnis verwirrt sie mehr, als daß sie davon erschreckt ist, aber letztendlich ist es auch nicht relevant. Ihre Zukunft wird nicht mehr lange genug währen, als daß es sich lohnte, sich über so etwas Törichtes Sorgen zu machen.
Beim Gedanken an die Stunden, die ihr bevorstehen, wird sie fast irre vor Furcht. Von Anfang an hat Zirkon mit ihr gespielt; so subtil zuerst, daß sie es gar nicht bemerkt hat. Erst jetzt erkennt sie die Methode, wie der Vampir sie mit den schnellen Wechseln von in-Sicherheit-wiegen und Verunsichern mürbe gemacht hat. Das Ungeheuer hat es im Foltern wahrlich zur Meisterschaft gebracht, auf körperlicher wie auf geistiger Ebene.
Teleri krabbelt von dem Bett herunter und verkriecht sich in eine Ecke neben dem kleinen Haufen mit ihrer Ausrüstung. Ihr Blick fällt auf ihr kleines Messer. Eine erbärmliche Waffe - aber es gibt noch eine andere Möglichkeit.
Mit genügend Entschlossenheit könnte ein einziger langer Schnitt, vom Handgelenk zum Körper hin geführt, genügen. Dann wäre es in wenigen Minuten vorbei.
Sie setzt die Spitze des Werkzeugs kurz unter dem Daumenballen ihrer linken Hand auf. Es fällt ihr schwerer als gedacht. Zu schwer. Sie bringt es nicht über sich, den Schnitt auszuführen, denn noch immer ist Lebenswille in ihr vorhanden.
Völlig in sich zurückgezogen kauert sie so am Boden, während die scharfe Klinge schwer auf der empfindlichen Haut liegt.
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Legende
Achso... ihr wendet das von uns gegebene Recht auf uns an? Schlau schlau... eine hässliche aber nicht dumme Ork... soll dich Mehrunes holen! Tobt Mergoth in Gedanken als die Ork ihn anredet. Als sie weiter erklärt und Richtung des Gildenführers nickt, folgt er ihrem Blick und herrscht den Meistermagier stumm an. Mergoth fühlt sich in seiner Autorität als vorherrschende Rasse komplett beleidigt und rennt mit seinem Blick gegen den Magier wie eine Dampfwalze an. Ja, guck du nur... ich werde dir deine ekelhaften Augen auspiecksen und an die Armen verfüttern... Dann schaut er wieder zu der Ork vor ihm und seine Mine verzieht sich. Nun steht dem Kaiserlichen der Ärger wahrlich mit großen dicken Lettern ins Gesicht geschrieben. Seine Hand auf dem Schwertgriff beginnt zu zittern wodurch ein leises Klappern zu entnehmen ist, seine Muskeln sind angespannt, aber wie sein Geist, unsicher über die nächste Aktion. Irgendwann...! Plötzlich zieht er mit einem Ruck das Schwert wenige Fingerbreit aus der Scheide, nur um es dann mit einer solchen Wucht zurück zu rammen, dass es beinahe so anmutet, als würde der Gürtel direkt reissen.
An dieser Stelle fällt sein Verstand wie ein Donnerschlag in seine Gedanken, der Ärger im Gesicht des Kaiserlichen verflüchtigt sich mit unsagbarer Schnelligkeit, als wäre nichts geschehen, schaut der Kaiserliche die Ork wieder mit seinem gewohnt verschlafenen, aber scharsinnigen Blick an. Er verschränkt abermals die Hände vor der Brust und legt den Kopf etwas schief. Er öffnet den Mund und redet mit seiner tiefen freundlichen Stimme: 'Nun, ihr werdet verstehen, dass uns sehr viel an unserem Kameraden liegt und wir uns trotz eurer Bemühungen sehr um ihn sorgen. Natürlich habt ihr fürs Ertse getan was ihr konntet, was anderes habe ich auch nicht erwartet.' Mergoth macht eine rhetorische kleine Pause, dann fährt er fort, 'Es tut gut aus dem Munde einer erfahrenen Heilerin zu hören, dass der Nord bald wieder mit uns reisen kann, allerdings würde mich an der Stelle interessieren, was euch das Schicksal von Frau Weißhaven angeht? Ihr als Alchemistin, arbeitet mit ihr zusammen?' Mergoth lässt eine Priese Schmeichelei, vermischt mit dem Ton eines interessierten Kriegers an einer neuen Kampftechnik in seinen Worten mitschwiegen. Von der aufgebrachten Art von vorhin ist nichts mehr zu bemerken.
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Drachentöter
Den Neun sei Dank, endlich!!, denkt sie sich, als sie auf die zwei Gestalten zuhält. Nichts wie rein.. Eigentlich ist ihr Plan, durch die hoffentlich unverschlossene Tür zu rennen, die beiden würden ihr schon folgen wenn sie sehen, was da hinter ihr ist..
Soweit waren ihre Überlegungen, als ihr Lauf aprupt gestoppt wird und sie sich in den Armen eines Mannes in roter Robe wiederfindet. völlig panisch versucht Myria, sich aus der Umklammerung zu befreien, als Worte an ihr Ohr dringen, von denen sie aber nur die letzten wirklich versteht: "Wovor lauft ihr weg, dazu noch zu dieser nachtschlafenden Zeit?“ Als sie den Sinn erfasst, ist sie so verblüfft dass sie fast vergisst zu atmen. Hast du keine Augen im Kopf?, sie hätte es gern ausgesprochen, würde sie nicht immer noch so nach Luft schnappen. Stattdessen traut sie sich endlich, einen Blick nach hinten zu werfen, soweit das die Umklammerung des Mannes zulässt. Der Platz über den sie gerade noch gerannt ist, ist absolut verlassen und wirkt irgendwie grotesk friedlich.
Einigermaßen verwirrt denkt sie sich: Das muß gar nichts heißen, als ihr die Frage des Kaiserlichen wieder in den Sinn kommt. Inzwischen wieder etwas bei Atem stammelt Myria: "Ich.. ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, wo es hin ist. Es war", sie macht eine kurze Pause, als müßte sie überlegen, "groß, sehr groß.. Können wir drinnen weiter reden?", und wirft noch einen schnellen Blick hinter sich, bevor sie dem Mann, dieses mal eher flehend als panisch, wieder in die Augen sieht. Dabei hat sie auch endlich am Rande die zweite Getalt als Khajiit wahrgenommen, die an der Mauer bei einer Fahne der Magiergilde steht und etwas vor sich hinzumurmeln scheint, allerdings ist die Situation schon seltsam genug, so dass sie nicht weiter über die Khajiit nachdenkt. Jetzt realisiert sie auch, wo sie sich eigentlich in Balmora befindet. Magiergilde.. Ganz toll.
Geändert von Andromeda (09.05.2010 um 02:04 Uhr)
Grund: Rechtschreibung ;)
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Ritter
So langsam geht ihr der Kaiserliche auf die Nerven. Gehörig.
Gut, er hat davon abgesehen, sie und Skarin im Alchemiegeschäft anzugreifen, aber seitdem stellt er sich doch als ziemlicher Choleriker heraus. Sein plötzlicher Sinneswandel und die schleimerische Art, die er jetzt an den Tag legt, helfen auch nicht grade, das Bild in ein besseres Licht zu rücken. Ein anderes Licht, ja, aber nicht besser... Und es weckt in ihr absolut kein Verlangen, an diesem Gespräch weiter teilzuhaben.
Die Situation ist ohnehin mehr als merkwürdig. Hier steht sie also, mitten in der Magiergilde Balmoras mit zwei Nord und einem Kaiserlichen, die sie beide erst seit wenigen Stunden kennt, aber alle sind sich einigen darüber, von den anderen als Gefährten zu sprechen.
Was verbindet sie denn mit diesen Männern? Also abgesehen davon, dass irgendein Unheil sie alle zusammen auf dem Kieker zu haben scheint. Sie... und Teleri.
"Skarin, da es Jolkin im Moment gut zu gehen scheint und wir hier wohl auch nichts mehr für ihn tun können... Es gibt noch jemand anderen, die unsere Hilfe braucht." Sie macht eine kurze Pause und blickt zu der Ork hinüber. "Da ich auch nichts weiter zu dem Zustand von Frau Weißhafen sagen kann, denke ich, dass ich hier im Moment nicht von nutzen bin. Ich werde rübergehen in die Kriegergilde und meine eigene Ausrüstung holen, damit wir möglichst zügig nach Teleri suchen können. Dies", sie zieht betont langsam und ohne die Spitze nach oben zu richten das Langschwert aus dem Gürtel, "gebe ich Euch mit bestem Dank zurück."
Sie wirft noch einen letzten Blick auf Jolkin, der nun ruhig atmet. Möge Vivec über dich wachen. "Treffen wir uns draußen auf dem Platz." Die Frage kommt mehr als eine Aufforderung heraus und so wendet sie sich um, die Gilde zu verlassen.
Auf dem kurzen Weg zwischen den beiden Gilden bleibt sie einen Moment stehen und blickt in die Richtung des Alchemiegeschäfts in die Dunkelheit. Ihre Gedanken verweilen einen Herzschlag lang bei der Khajit, bevor sie die Kriegergilde betritt.
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Held
Skarin versucht sich in Gedanken nach diesem Wortgerangel soweit wie möglich zu beruhigen. Nach einem kurzen Moment der Ruhe sieht er ein, dass die Ork recht hat. "Verzeiht", entschuldigt er sich bei dem Grünhäuter, "ihr müsst verstehen, dass ich ich um meinen Freund sorge." Einen Moment lang ringt er mit sich selbst, überlegend, ob er der Ork den Rest erzählen soll. Seufzend lockert er seine Haltung und blickt zur Magierin. Doch just in diesem Moment greift Irwaen ihm voraus. "Skarin, da es Jolkin im Moment gut zu gehen scheint und wir hier wohl auch nichts mehr für ihn tun können... Es gibt noch jemand anderen, die unsere Hilfe braucht." Sie macht eine kurze Pause und blickt zu der Ork hinüber. "Da ich auch nichts weiter zu dem Zustand von Frau Weißhafen sagen kann, denke ich, dass ich hier im Moment nicht von nutzen bin. Ich werde rübergehen in die Kriegergilde und meine eigene Ausrüstung holen, damit wir möglichst zügig nach Teleri suchen können. Dies", sie zieht betont langsam und ohne die Spitze nach oben zu richten das Langschwert aus dem Gürtel, "gebe ich Euch mit bestem Dank zurück." Der Nord nimmt die Waffe entgegen und schiebt sie zurück in die Lederschlinge an seinem Gürtel. Bevor er etwas erwidern konnte fragt Irwaen, wobei es mehr nach einer Aufforderung klingt: "Treffen wir uns draußen auf dem Platz", und verschwindet durch den Gang, durch den sie hinunter kamen. "Nun gut", wendet er sich jetzt an die Ork, "da war noch etwas, als wir bei der Alchemistin ankamen. Ich weiß nicht wirklich was es war, oder ob es vielleicht auch nur Einbildung gewesen sein könnte. Mehr ein Schatten als eine wirkliche Person." Ohne auf irgendeine Reaktion zu warten tritt der Waldläufer an Jolkin heran. "Ich komme bald wieder", sagt er und hofft auf eine Regung des Verwundeten, was jedoch ausbleibt. Dann dreht er sich zu den Anwesenden und verbeugt sich leicht. "Ich danke euch für eure Hilfe, Mergoth, und euch ebenfalls", bei den letzten Worten blickt er dankbar zur Orkmagierin, "ich werde später wiederkommen um nach Jolkin zu sehen, ich hoffe sein Zustand hat sich bis dahin gebessert. Mit diesen Worten verabschiedet er sich, verlässt das Gildengebäude und tritt hinaus auf den Platz.
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