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ᵵ Ghost Rider ᵵ
---Teleri---
Der Schwarzhaarige hat die mit dünnen schwarzen Handschuhen (es scheint wohl Seide zu sein) bekleideten Hände Finger für Finger aneinandergelegt und zu Boden gestarrt. Eine Weile herrscht Stille, als ob der Vampir seine Worte abwägen würde; oder hat er Teleri nicht gehört? Nach einer schieren Ewigkeit hebt er kaum merklich den Kopf und die bohrenden Augen fixieren die Dunmerin. „Wäre es euch lieber, wenn ich Euresgleichen so behandel?“, und ein sadistisches Lächeln fliegt über die Gesichtszüge der Kreatur der Nacht. Er lässt seine Aussage wirken und nutzt die Gelegenheit, um die Dunmerin von oben bis unten zu mustern. Sein Blick, welcher über jede Körperpartie, jede Rundung und jedes Merkmal von Teleri gleitet, wirkt dabei keineswegs aufdringlich oder lüstern, sondern eher interessiert und eine Spur vertrauenserweckend, was in Anbetracht der Gestalt, welche der Mann verkörpert, schon beinahe grotesk wirkt.
Dann aber fährt er mit leiser Stimme fort, er scheint keine Antwort seines Gegenübers erwartet zu haben. „Nun, ihr befindet euch in der heiklen Situation, einem kleinen…Missverständnis zu unterliegen. Mein…um euer Wort aufzugreifen…Bediensteter war der Meinung, dass ihr eingeweiht seid was die Wirkung eines gewissen, alchemistischen Stoffes betrifft…da ihr…Alchemistin seid…“. Der Vampir lehnt sich leicht nach vorn, ohne Teleri aus den Augen zu lassen. „Ob ihr es nun wisst oder nicht, gehen lassen werde ich euch zunächst wohl kaum…“. Die Pupillen des Fremden lassen Teleri nicht mehr los, es herrscht Stille im Raum, und dann lehnt sich der Vampir zurück und säuselt leise: „…verwerft den Fluchtgedanken, Teleri.“. Ein Lächeln erscheint wieder um die Mundwinkel des Schwarzhaarigen, abermals lässt er den Trumpf, den er soeben ausgespielt hat, wirken durch eine stimmungsvolle Pause.
„Nun, Teleri, sagt mir was ihr über vorhin erwähnten Stoff wisst …“, flüstert der Mann beinahe und streicht sich langsam die langen schwarzen Haare zurück.
---Irwaen & Skarin---
Jolkin blickt seinem Kameraden hinterher, was Skarin da vor sich hingesprochen hat, verstand der aufgespießte Nord kaum, da er sich in einer Art Dämmerzustand befindet.
Jolkin unterdessen bietet sich im Geschäftsraum ein heilloses Durcheinander. Die Panik, welche langsam in ihm hochsteigt, hilft ihm bei der Suche keineswegs, sondern sorgt nur dafür, dass er hektisch zwischen den Flaschen herumkramt und dabei die ein oder andere nachlässig zerbricht.
Schließlich aber findet er in einer Kiste ein Bündel, bestehend aus fünf kleinen Phiolen mit roter Flüssigkeit. Sie sind kleiner als die normalerweise üblichen Flaschen, und die Rotfärbung ist weitaus intensiver als bei den üblichen Heiltränken. Kleine Etiketten sind auf jede einzelne kleine Phiole geklebt; der Schriftzug lautet: +90%. Darunter befindet sich ein kleines, rotes Kreuz.
Desweiteren liegen in der Kiste ein paar gekorkte, normal große Flaschen mit einer klaren Flüssigkeit darin, desweiteren ein kleines Pergament, auf dem etwas in unleserlicher Handschrift steht. Mit etwas Fantasie lässt sich ein „Micntig: Uerlümmem!“ entziffern. Aber das macht doch nicht wirklich Sinn, oder?
[OCC: Mal ein kleines Schlechte-Schrift-Rätsel
Einfach dran denken, wie man bestimmte Buchstaben durch schlechte Handschrift verwechseln kann
]
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Fossil
Statt einer Antwort legt ihr Gegenüber seine Hände, die in feinen, schwarzen Handschuhen stecken, in einer einstudiert wirkenden Geste aneinander und verunsichert den Fußboden, indem er ihm seine ungeteilte Aufmerksamkeit widmet.
Macht der auch mal irgendwas, das nicht zur Schau dient? fragt sich Teleri gereizt. Das Brimborium ist ja schlimmer als beim Jahresempfang der kaiserlichen Delegation in Tel Naga.
Nach einer Weile, in der sie gespannt die Luft angehalten hat, bewegt sich der Vampir endlich. Er legt seinen Kopf leicht schräg und starrt ihr direkt in die roten Augen. Ein böses Lächeln umspielt seine schmalen Lippen und läßt die Bilder erahnen, die wohl durch seine Gedanken gehen.
"Wäre es Euch lieber, wenn ich Euresgleichen so behandle?"
Das wirkt. Teleri, die sich leicht vorgebeugt hatte, zuckt zurück, als hätte sie sich verbrannt. Sie klappt den Mund auf und schließt ihn wieder, ohne einen Ton herauszubringen. Der Schwarzhaarige nutzt den entstandenen Moment der Stille, um die Alchemistin genau zu mustern. Fast so, als wollte er sich jedes Detail einprägen. Sie läßt es widerstandslos geschehen, was zum einen Teil ihrem immer noch perplexen Zustand geschuldet ist, zum zweiten dem Umstand, daß er dabei seine Finger bei sich behält und zum dritten der Tatsache, daß man eine Beute... anders ansieht.
Scheinbar zufrieden mit der Wirkung, die seine Worte erzielt haben, fährt er schließlich mit ruhiger Stimme fort:
"Nun, ihr befindet Euch in der heiklen Situation, einem kleinen...Mißverständnis zu unterliegen. Mein... um Euer Wort aufzugreifen... Bediensteter war der Meinung, daß ihr eingeweiht seid, was die Wirkung eines gewissen, alchemistischen Stoffes betrifft... da ihr... Alchemistin seid."
Seine Augen halten sie unter Kontrolle, während er sich mit einer schlangengleichen Bewgeung zu ihr hinüberlehnt. "Aber ob Ihr es nun wißt oder nicht, gehen lassen werde ich Euch zunächst wohl kaum..."
Der Blick der Dunmer zuckt bei dieser Ankündigung für Sekundenbruchteile durch den Raum und über den Gürtel ihres Entführers, an dem ein eleganter, grünschimmernder Dolch hängt. Der Vampir lehnt sich zurück und bringt die Waffe so aus ihrer Reichweite.
"Verwerft den Fluchtgedanken, Teleri", sagt er sanft.
Verdammt.
Zum zweiten mal innerhalb kürzester Zeit ist es dem Unbekannten gelungen, sie auszumanövrieren. In ihrem Bauch sammelt sich der Ärger wie Magma in einer unterirdischen Kammer.
"Nun, Teleri", flüstert er, wärend er sich mit eleganter Geste das Haar hinter ein spitzes Ohr zurückstreicht "Sagt mir, was Ihr über den vorhin erwähnten Stoff wißt."
...und irgendwann ist die unterirdische Kammer voll.
Teleri zieht die Augen zusammen, und auf ihrer Stirn erscheint eine steile Falte, als sie den intensiven Augen des Wiedergängers ihr eigenes, glutrotes Starren entgegensetzt, mit dem sie sich in seinen Blick verbeißt wie ein Clannfear in seine Beute. Ihre Stimme ist heiser vor Wut, als sie faucht: "Da ihr scheinbar so viel über mich wißt, Sera, sollte Euch nicht entgangen sein, woher ich stamme. Glaubt Ihr ernsthaft, daß ihr mich mit Euren Spielchen einschüchtern könnt wie einen abergläubischen Aschländer? In den Katakomben unserer Türme bin ich weit Schlimmerem begegnet als Euch!
... und was ich über diese Substanz weiß - GAR NICHTS, verdammt!"
Zweimal holt sie tief Luft.
"Jetzt seid Ihr an der Reihe, Sera. Wo bin ich? Wer seid Ihr? Warum habt Ihr mich hierher gebracht? Woher kennt Ihr meinen Namen?"
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Ritter
Der Gestank von Blut und anderen Körperflüssigkeiten, das Bild der Zerstörung, der steife Körper der Achemistin und der an die Wand genagelte Nord hatten Irwaens Sinne betäubt. Wie in Trance folgte sie Skarin immer weiter ins Innere des Gebäudes. Dann lässt er sie plötzlich allein zurück. In einer Lache aus Blut, die rings um ihre Füße immer größer wird. Das Blut läuft aus drei tiefen Wunden im Bauch des Nord. Die blutigen Flüsse waren mehr geworden, seit Jolkin versucht hatte, das Claymore aus seiner Schulter zu ziehen. Jetzt war er beinahe bewustlos an der Wand zusammengesunken.
Irwaen schüttelt den Kopf, reißt sich vom Anblick der Wunden los und greift nach dem nächstbesten Verbandersatz, den ihre Finger finden können: Ein Tischdeckchen von einem Regal. Sie faltet es mehrmals zusammen und versucht einen Druckverband anzulegen. Die Blutmenge lässt sie jedoch am Erfolg dieses Vorhabens zweifeln.
"Skarin?" ruft sie mit einem Anflug von Panik in der Stimme durch die Tür, durch welche der Nord verschwunden war, "wir brauchen Verdandsmaterial oder...", sie zögert "...einen Heiltrank. Aber woher? ... Alchemiegeschäft!", schießt es ihr plötzlich durch den Kopf und sie beendet den Satz: "noch besser einen Heiltrank!"
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Held
Skarin kämpft sich durch das Chaos zwischen den ganzen Flaschen hindurch, ohne darauf zu achten, ob er sie dabei beschädigt. Verzweifelt hebt er ein Gemisch nach dem anderen hoch und durchwühlt die Kisten und Kästchen, bis er auf ein ihm bekanntes Zeichen stößt, das rote Kreuz. Daneben steht die Konzentration von 90%. Desweiteren befindet sich in der Kiste Flaschen mit einer klaren Flüssigkeit und ein Papierstück, auf dem irgendwas draufsteht. Mit zusammengepressten Augen versucht er die Buchstaben zu entziffern. "Micntig: Uerlümmem!?", flüstert er, "nein, Mientig Verlümmem? ... auch nicht! Was soll der Mist, das fehlte mir gerade noch, ein unleserlicher seltsamer Zettel!" Fluchend schlägt er auf den Boden und konzentriert sich dann wieder. "Nicht Mischen, könnte es heißen ... dann sollte ich den Trank wohl einfach so auf die Wunde kippen ... aber 90%? Das hört sich zu stark an", denkt er nach und kratzt sich am Kopf. "Ich habs, Wichtig: Verdünnen!", jedoch bremst sich seine Freude bei der Tatsache aus, dass er keine Ahnung hat, wie er das ganze mischen soll, und besonders, in welchen Mengen. Wütend hebt er die Faust gen Himmel und wollte eine Beleiding gegen die Götter aussprechen, unterließ es dann jedoch. "Dann muss ich das ganze wohl einfach auf gut Glück versuchen", stellt Skarin enttäuscht fest. Er holt die Flasche mit der klaren Flüssigkeit heraus und zieht den Korken ab. Dann nimmt der Waldläufer die zweite mit dem roten Inhalt. Bevor er ansetzt den Heiltrank einzugießen, riecht er an der klaren Flüssigkeit, um sicher zu gehen, dass es nicht etwas anderes als Wasser ist.
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