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Thema: [RPG] Aller Anfang ist schwer...

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    ---Irwaen & Skarin---
    Im Inneren des gebäudes führen zwei Gänge weg, einer geradeaus, einer nach rechts. Als die Bosmerin und der Nord das Geschäft über die zertrümmerte Tür betreten bietet sich ihnen ein grausiger Anblick. In dem schmalen Gang klebt But an den Wänden, und der rechts von der Tür im Gang stehende Tresen gleicht einer Schlachtbank. Davor liegt die Leiche einer Frau mit aufgeschlitzter Kehle und auch sonst arg zugerichteten Körper. Die Fetzen des Alchemiegewands lassen vermuten, dass es sich bei der Person um Nalcarya von Weißhafen handelt; für sie kommt nach dem ersten Blick schon jede Hilfe zu spät. Die Alchemiegeräte sind zerstört, alles liegt in Trümmern und es herrscht das reinste Chaos; Ingredienzien haben sich mit Blut vermischt und bieten einen grotesken Anblick. Aber eine schrecklichere sich in das Gedächtnis einbrennende Szenerie bietet sich den beiden, als sie geradeaus von der Tür an das Ende des anderen Gangs blicken.
    Dort steht an der Wand Jolkin; zumindest sieht es auf den ersten Blick so aus. Seine Rüstung ist zerfetzt, drei tiefe grobe Schnittspuren laufen quer über seine Brust und zeichnen so einen blutigen Treffer, welcher nach einer dreifingrigen Klaue aussieht. Verglichen mit dem, was sich erst beim Näherkommen erkennen lässt, ist diese Verletzung jedoch nicht einmal teilweise so schlimm; aus der linken Schulter des Nords ragt der Griff eines Schwerts, dessen Heft mit Jolkins Körper abschließt. Der Kämpfer wurde im wahrsten Sinne des Wortes an die Wand genagelt, was an und für sich schon beeindruckend genug ist, denn man mag sich kaum die Kraft vorstellen, die nötig gewesen ist, um ein Schwert so tief ins Gestein zu rammen. Beim genaueren Hinsehen jedoch wird klar, dass Skarin dieses Schwert nur allzu bekannt vorkommt: Mit schwarzem Leder umwickelter Griff, verziertes silbernes Heft; hierbei handelt es sich um Jolkins Claymore. Die Arme des Nords hängen schlaff nach unten, ebenso scheint er sich nicht selber auf den Beinen zu halten, sondern seine aufrechte Haltung ist einzig und allein durch das Schwert bewerkstelligt. Der Kopf hängt ebenfalls kraftlos leicht nach vorn. Auffällig ist dass das Blut, welches zwischen Schulter und Heft nach unten gelaufen ist, bereits getrocknet ist, wohingegen die Krallenwunde sehr frisch aussieht.
    Am Boden vor Jolkin liegt sein lederner Beutel, wie als wär er dem Kämpfer heruntergefallen, und die seltsame Substanz mit der er noch vor wenigen Stunden die Blutung gestillt hatte, liegt überall auf dem Boden verstreut.
    Beim Näherkommen kann man noch eine schwache und schwere Atmung Jolkins wahrnehmen.

    ---Teleri---
    Auf der anderen Seite der Tür hört Teleri Stimmen, welche sich mal lauter, mal leiser verständigen. Durch das Holz hört sie nur gedämpft Wortfetzen, aber ein Satz ist so laut gesprochen, dass er sehr deutlich zu verstehen ist: „Wie, du vermutest dass sie mehr weiß?!“, aber dann hat Teleri schon die Tür aufgemacht und sieht sich den beiden Gestalten in einem großen Raum gegenüber.
    Anders als das Zimmer, welches in starken Rottönen gehalten ist, ist dieser Raum sehr viel blasser rot ausgeleuchtet, jedoch stehen auch hier überall die seltsamen Steine herum. Bedingt durch die gegebene Geräumigkeit wirken ihre Farben jedoch nicht so aufdringlich, zumal sind sie der einzige Farbakzent in dieser Richtung, der hier zu erblicken ist; der Rest ist in dunklen Holztönen gehalten. Es fällt auf, dass auch hier keine Fenster zu finden sind, nur zwei weitere Türen genau gegenüber jener, in welcher Teleri steht.
    Viel interessanter jedoch sind die beiden Personen in der Mitte des Raumes, welche beide Teleri anblicken. Die Rechte kommt der Dunmerin nur allzu bekannt vor, zumindest wenn sie nach den Augen jener Gestalt geht; dies sind dieselben Grauen, welche sie nur allzu oft gesehen hat und welche bei ihr jetzt auch die Erinnerungen an der Situation hinter der Taverne auffrischen. Bis auf den Blick und die spitzen Zähne hat diese Person nichts mehr mit dem attraktiven Mann mehr gemein, den sie gesehen hat; das Gesicht der Person ist ungesund weiß und hager; die Augen liegen etwas zu tief in den Höhlen, und auch der Körperbau ist etwas schmächtiger als in ihrer Erinnerung. Die Haare hängen ihm wirr um den Kopf. Der Vampir grinst breit Teleri an. „Sie ist wach…soll ich…“, zischelt er mit unangenehm klingender Stimme und macht einen Schritt auf die Dunmerin zu.
    Die andere Gestalt macht da einen sehr viel einladenderen Eindruck, insofern man dies von einem Vampir erwarten kann. Eine weiße Iris umrahmt die pechschwarzen Pupillen, das Gesicht ist blaß, jedoch nicht so sehr, dass es ungesund anmutet, und die Züge sind markant geschnitten. Die weißen spitzen Zähne kommen nur zum Vorschein, wenn er lächelt, anders als sein Ggegenüber scheint er darauf zu achten, wem er sie zeigt. Die schwarzen Haare fallen dem Dunmer bis zu den Knien den Rücken hinunter, und seine schwarze, enger anliegende Kleidung verrät schon bei einem flüchtigen Blick, dass er schon etwas anders körperlich gebaut ist als der schmächtige Vampir, der so freizügig seine Zähne Richtung Teleri bleckt. Am Gürtel des langhaarigen Vampirs hängt lose ein grüner Dolch. „Du sollst jetzt gar nichts mehr außer dich verziehen…“, spricht er völlig ohne zu Lispeln oder zu Zischen mit einer stoischen Ruhe aus und fixiert dann Teleri. Der andere Vampir scheint zu zögern und blickt zwischen dem Vampir, dem er anscheinend untergeben ist, und Teleri hin und her.

  2. #2
    Skarin lässt seinen Blick über das Gemetzel im inneren des Hauses streifen. Als er die Leiche der vermeintlichen Alchemisten sieht, will er auf sie zugehen, dann jedoch sieht er das groteske Bild im Gang vor ihm. Wie erstarrt bleibt er anfangs stehen, rüttelt sich jedoch wach und stürmt zu seinem Freund. Die Axt in eine Schlaufe am Rucksack eingehakt gerät er in Panik und Verzweiflung, als er den tot aussehenden Körper Jolkins aus der Nähe betrachtet. Erst jetzt hört er den schwachen und schweren Atem, der vom Körper des Nords ausgeht. "Jolkin!", ruft er, "kannst du mich hören?" Im ersten Moment hat er vor, seinen Freund aus dieser grauenvollen Position zu befreien, wagt es jedoch dann nicht ihn auch nur anzufassen, da er befürchtet alles nur noch schlimmer machen zu können. "Halt durch alter Freund, ich lass dich hier nicht hängen", versucht er so entschlossen zu sagen, wie er nur kann, wobei er erst jetzt merkt, dass der Satz sogar wörtlich zu nehmen ist. Ohne auf irgendwelche möglichen Einwände seines Kumpanen, obwohl er dies bezweifelte, zu warten kramt er in seinem Rucksack nach dem letzten Heiltrank den er besitzt. Jedoch lässt er dann ab, denn er weiß, dass es sinnlos ist. Mit einem Trank würde er nie all diese Wunden versorgen können. Er würde höchsten für einen der tiefen Furschen, die von großen Krallen hinterlassen sein mussten, reichen. Seine Stimmung wird mit jeder verstrichenen Sekunde immer schlechter. Skarin weiß einfach nicht, wie er seinem Freund helfen sollte, er ist machtlos. Tief in seinem Kopf breitet sich langsam aber sicher, wie eine Seuche, der Gedanke aus, dass dies das letzte mal ist, das er Jolkin lebend sehen wird. Und während er diese Gedanken hat, mischt sich etwas anderes dazu. Wut. Unfassbare Wut, die in ihm aufkeimt.

  3. #3
    Durch die Tür hört die Alchimistin leise Stimmen, aber sie kann keine Worte ausmachen.
    Also befinden sich mindestens zwei Leute hinter dieser Tür. Mit etwas Glück sind es zwei rotzendämliche und gelangweilte Wachen. Ich werde einfach eine riesige Szene machen und dann schauen, wie ich Kapital aus der folgenden Verwirrung schlagen kann.
    Sie drückt die Klinke herunter.

    "Wie, du vermutest, daß sie mehr weiß?!" Der halb geschrieene, halb gefauchte Satz wird in dem Moment ausgestoßen, in welchem Teleri schwungvoll die schwere Türe öffnet.

    Ein geräumiges Zimmer wird sichtbar, das mit den gleichen fremdartigen Kristallen ausgeleuchtet ist wie die Kemenate, in der sie aufgewacht war.

    Das massive Portal kracht mit einem hohlen Hallen gegen die Wand.

    Oh, Scheiße!
    Köpfe rucken mit drachenartiger Geschmeidigkeit herum, und zwei glühende Augenpaare fixieren sie. Aus ihnen spricht animalische Wildheit.
    Sie erinnert sich wieder. Erinnert sich daran, was falsch war mit dem schönen Fremden. Die Augen. So verführerisch, so absonderlich - die prächtige Maske der Verdammnis. Vampire.
    Oh, Scheiße!

    "Ssie issst wach... Ssoll ich..."

    Die gezischelten Worte kommen von dem kleineren ihrer beiden "Gastgeber". Teleri erkennt ihn, denn die grauen Augen sind unverwechselbar. Allerdings hat der Rest des Geschöpfes nichts mehr mit dem unwiderstehlichen Schurken zu tun, der sie in der verregneten Gasse in Balmora so vollends in seinen Bann geschlagen hatte.
    Er wirkt ausgezehrt und verbraucht,die hungrigen Augen über den hohlen Wangen sind blutunterlaufen und liegen zu tief in den Höhlen, um noch attraktiv zu wirken. Seine Haare sind stumpf und glanzlos, und die Haut wirkt wie Wachs. Der Kopf schwingt leicht hin und her, wie bei einer großen Echse, die ihre Beute fixiert.

    Seine Schönheit war nichts weiter gewesen als eine billige Illusion. Teleri fühlt sich benutzt, beschmutzt und verkauft. Bei dem Gedanken an seine Umarmung, die noch in der finsteren Gasse neben dem "Acht Teller" ein wohliges Schaudern über ihr Rückgrat geschickt hatte, wird ihr übel.
    Die Kreatur macht einen Schritt auf sie zu. Alles an ihr wirkt gespannt und sprungbereit. Das Gesicht des Vampirs verzerrt sich zu einem sadistischen Lächeln, und die Fänge blitzen in dem rötlichen Licht auf.

    Von Entsetzen gepackt, weicht Teleri zurück. Die Entschlossenheit, die sie vor wenigen Augenblicken noch wie einen Schild vor sich hertrug, verpufft zu nichts. Panik löscht jedes vernünftige Denken aus.

    "Du sollst gar nichts mehr außer dich verziehen."

    Zum ersten mal spricht der andere. Seine Worte sind leise und ohne jede Grausamkeit, doch mit Macht gesprochen. Die verkommene Kreatur krümmt und windet sich unter der Autorität seiner Stimme und zögert.

    Der volle Bariton des zweiten Vampirs wirkt auf die Alchemistin aus irgendeinem Grunde vertraueneinflößend. Sie beruhigt sich genug, um den Unbekannten mustern zu können. Neben ihm wirkt ihr Entführer noch schäbiger. Dieses Wesen ist ebenfalls einmal ein Dunmer gewesen, scheint sich aber nicht den viehischen Verhaltensweisen ergeben zu haben, welche Vampiren mit einem schwächeren Willen zu eigen ist. Seine langen Haare sind so schwarz wie Ebenerz und fallen ihm bis zu den Knien herunter wie der Mantel eines Fürsten.
    Als seine farblosen, fast weißen Augen sie direkt fixieren, bricht Teleri in die Knie. Angst und Faszination kämpfen in ihr um die Vorherrschaft und paralysieren sie.

    Noch immer starrt die weißhaarige Kreatur sie voll hungrigem Verlangen an und macht ihr Angst. Teleri nimmt all ihren Mut zusammen. Auf dem kalten Steinboden kniend und mit zitternder Stimme fragt sie, an den Rabenhaarigen gewandt:
    "Wo bin ich? Wer seid Ihr, und warum habt Ihr mich hierher gebracht?"
    Geändert von Glannaragh (13.01.2010 um 19:54 Uhr)

  4. #4
    ---Irwaen & Skarin---
    Vor Jolkins Augen tanzen wilde Farben, unter die sich ab und an eine groteske Fratze mischt. Sie kreist um seinen Kopf, lacht ihn mit hämischen Gelächter aus; Schwindel überfällt ihn, und seine Lider werden schwer. Schlaf, ja, Schlaf, das ist das, was der Nord jetzt möchte. Er fühlt sich kraft- und hilflos und möchte diesen Zustand nur noch wegschlafen. Dann aber plötzlich dringt das Rufen seines Stolzes an sein Ohr. „Jolkin, kannst du mich hören?!“. Moment mal, warum klingt der Stolz wie eine ihm vertraute Stimme? Nein, nicht aufgeben.
    Jolkin schlägt mit Mühe seine Augen auf und hebt den Kopf. Durch einen grauen Schleier nimmt er das Gesicht Skarins war. Plötzlich verzerrt es sich zu eben jener Grimasse welche ihm um den Kopf schwebte; er halluziniert. „Du dreckige….Missgeburt…ich…werde…dich…“, wirft er seinem Kumpanen mit schwacher Stimme entgegen und hebt langsam die Hände in seine Richtung, lässt sie dann aber wieder kraftlos sinken.
    Die optische Täuschung verschwindet, und Jolkin erkennt nun auch Skarin wieder. „..du hier…wo ist dieses Mistvieh hin…“, nuschelt er vor sich hin und versucht sich zu bewegen. Unter Schmerzen zuckt er zusammen, als er an dem Claymore hängen bleibt. Wie in Trance schaut er auf den Griff der Waffe, hebt wie in Zeitlupe die Hände und legt sie darauf. Es sieht aus, als versuche er das Schwert heraus zu ziehen; natürlich erfolglos, denn es sitzt felsenfest. Die Augen des Nords flimmern leicht, als er auf seinen Oberkörper schaut und die tiefen Furchen sieht. „oohhhh….“, stöhnt er gequält, da erst jetzt der Schmerz zu seinem Gehirn vorzudringen scheint. Mit glasigem Blick richtet er seine Augen auf Skarin. „…oh…hallo, Skarin…bist du auch schon hier…sag, kannst du mir mal hiermit…helfen…“, und weiter zieht der Nord kraftlos an dem Claymore, dies alles wie in Zeitlupe, und durch die Belastung läuft das Blut stärker aus den Krallenwunden.

    ---Teleri---
    Auf Teleris Frage hin hat der verkrüppelte Vampir nichts weiter zu tun als noch breiter zu Grinsen und zu zischeln: „…um dir unendliche…“, aber weiter kommt das grauäugige Wesen der Nacht nicht. Es gibt einen dumpfen Knall, Blut spritzt aus dem Mund der schmächtigen Gestalt, als ihn die behandschuhte Faust des Schwarzhaarigen trifft. Dies geschieht mit solcher Kraft und von halb oben, dass der Getroffene hart auf den Boden schlägt wie als wär er von der Raumdecke gefallen. Zunächst herrscht Stille, zumindest scheint es so, aber an Teleris Ohr dringen sehr leise gesprochene Worte, welche sie jedoch nicht identifizieren kann, womöglich handelt es sich dabei sogar um eine fremde Sprache. Die beiden Vampire scheinen sich kurz zu unterhalten, der scheinbare Anführer macht einen Schritt nach vorn, betrachtet kurz die am Boden sitzende Dunmerin; ohne einen Ansatz zu machen dreht er sich plötzlich um die eigene Achse und tritt dem am Boden liegenden Vampir in den Bauch, sodass dieser ein Stück weit geschleudert wird und dann ächzend liegenbleibt. „DU SOLLST DICH VERZIEHEN!!!“, brüllt er, und für Teleri nicht sichtbar, da er das Gesicht abgewandt hat, zeigt sich die pure Aggression im Blick des großen Ex-Dunmers. Die Gestalt am Boden windet sich vor Schmerz, wuchtet sich dann schwerfällig auf die Beine und hinkt durch die linke der beiden Türen am anderen Ende des Raumes.
    Der mit Teleri im Zimmer verbliebene Vampir schweigt. Es scheint, als ob er die Fragen der Dunmerin bereits vergessen hat oder bewusst zu ignorieren scheint. Ohne einen Ton zu sagen oder sich der Dunmerin zuzuwenden geht er mit langsamen Schritten zu der Ecke des Raumes, in welcher drei schwarz bespannte Lehnsessel stehen. Er setzt sich und faltet die Hände, und obwohl noch immer kein einziges Wort gesprochen wurde, liegt eine seltsame Spannung in der Luft, und irgendwas in Teleri sagt ihr, dass sie sich dazusetzen sollte.

  5. #5
    Auf ihre klägliche Frage hin verzieht sich die Visage des niederen Vampirs zu einer noch groteskeren Fratze. "... um dir unendliche..."

    Der Schwinger des Schwarzhaarigen trifft mit der Wucht eines Guartrittes. Unter normalen Umständen hätte die schiere Gewalt des Teffers den Vampir so effektiv mit dem Fußboden vereinen müssen, daß es eines Destillators bedurft hätte, beide wieder voneinander zu trennen. Aber die Kreatur erweist sich als bemerkenswert zäh. Mühsam hebt sie den Kopf. Blut und Speichel laufen ihr aus dem Maul, offenbar ist der Kiefer gebrochen.

    Teleri beobachtet die Szene mit entsetzter Faszination. Gleichzeitig merkt sie, daß ihre Angst wieder im Schwinden begriffen ist. So verrückt es scheint, sie hat das sichere Gefühl, daß der Schwarzhaarige auf ihrer Seite ist. Zudem gefällt er ihr. Sie ertappt sich selbst, wie sie ihn bewundernd anstarrt, während die beiden Vampire einige Worte miteinander wechseln, die jedoch so leise gesprochen sind, daß sie trotz ihrer scharfen Elfenohren kein Wort verstehen kann. Sie weiß noch nicht einmal, ob die beiden in einer ihr bekannten Sprache reden. Sicher ist nur, daß der Tonfall des Kleineren ebenso trotzig klingt wie der des Meistervampirs unnachgiebig. Interessant, daß er mit derartig zerschlagenem Gesicht überhaupt in der Lage ist zu sprechen, überlegt die Alchemistin. Ich will mir die Schmerzen gar nicht vorstellen, die er haben muß.

    In einer fließenden Bewegung richtet sich der schwarzhaarige Wiedergänger unvermittelt auf und kommt auf Teleri zu. Ihr Herz setzt für einen Schlag aus. Verdammt. Das hat er gehört, oder? Stimmt es wirklich, daß Molag Bals Kinder die Herzen der Sterblichen schlagen hören können?
    Er bleibt vor der kauernden Dunmerin stehen, und für einen Moment scheint es so, als wollte er ihr auf die Füße helfen. Was der Ausdruck in seinen seltsam bleich glühenden Augen jedoch bedeutet, kann sie beim besten Willen nicht sagen.

    Hinter Teleri richtet sich der andere unter größten Anstrengungen auf einen Ellenbogen auf. Als ihre Augen in die Richtung des Verletzten zucken, wirbelt der größere Vampir unversehens herum. Sein langes Haar umfließt ihn bei dieser Bewegung, als wäre es lebendig.
    Mit zwei langen Schritten erreicht er seinen Artgenossen. Ohne einmal innezuhalten, holt er zu einem Tritt aus, der den anderen in den Bauch trifft und ihn ein gutes Stück durch den Raum befördert. Man hört einen seltsam würgenden Schrei und brechende Rippen. Der Geschundene spuckt noch mehr Blut.
    "DU SOLLST DICH VERZIEHEN!" brüllt ihn der Meistervampir an. Eiskalter Zorn umgibt ihn wie ein Halo. In diesem Moment ist Teleri dankbar, daß sie sein Gesicht nicht sehen muß.

    Der Weißhaarige hat definitiv genug. Mit schmerzverzerrtem Gesicht kriecht er, so schnell es seine Verletzungen zulassen, auf die linke Tür am Ende des Ganges zu. In den ersten Sekunden versucht er noch sich zusammenzureißen, schafft es angesichts seiner Blessuren jedoch nicht. Herzerweichend winselnd schleppt er sich durch die Tür. Seine Demütigung vor Teleri ist perfekt.

    Mit seinem Verschwinden beruhigt sich Teleri weiter, jetzt wo die einzige andere Präsenz die ihres dunkelhaarigen "Gastgebers" ist. Als sie ihren Blick wieder auf ihn richtet, schaut sie in ein ausdrucksloses Gesicht. Der Vampir wendet sich ab, geht zu einer Sitzgruppe und läßt sich dort in einen schwarzen Sessel fallen. Mit keiner Regung läßt er erkennen, daß er seine Gefangene überhaupt noch wahrnimmt. Dennoch spürt Teleri den Drang, sich zu dem Untoten zu gesellen.

    Langsam und unsicher steht sie auf, bis sie sicher ist, daß ihre Beine sie tragen. Zögerlich nähert sie sich dem Vampir, und läßt sich schließlich in einen der freien Sessel sinken.
    Ihr Kopf fühlt sich zwar leer an, aber ihre Gedanken sind klar und ihr Atem geht ruhig, als sie abermals fragt: "Wo bin ich? Wer seid Ihr, und warum habt Ihr mich entführen lassen?" Nach einem kurzen Moment des Zögerns setzt sie, von der Neugier der Gelehrten getrieben, hinzu: "Und ist es normal, daß Ihr Euresgleichen derart behandelt?"
    Geändert von Glannaragh (31.01.2010 um 09:50 Uhr)

  6. #6
    Skarin lächelt, als sein Freund versucht in dieser Situation gelassen zu wirken. Er war hitzig am Überlegen, welche Chancen er haben könnte seinem Freund zu helfen. Das Schwert rausziehen, wäre nicht sehr klug, dann würde Jolkin womöglichverbluten. Tief in Gedanken verloren lässt er seinen Blick durch das Zimmer gleiten. Plötzlich schlägt er sich auf die Stirn und schält sich einen Narren in Gedanken. "Wie konnte ich nur so dumm sein", knurrt er mit zusammengebissenen Zähnen, "wir sind noch in einem Alchemiegeschäft!" Mit der Hand deutet er Irwaen und Jolkin, wobei er im nächsten Moment schon wieder den Kopf schüttelt, denn wo sollte er denn hingehen, zu warten und arbeitet sich zum Geschäftsraum selbst vor. Fieberhaft macht er sich daran die Regale und Kisten nach möglichen Heiltränken, am besten von sehr starker Konzentration, zu durchsuchen.

    [ooc: Was findet Skarin?]
    Geändert von Streicher (03.02.2010 um 15:45 Uhr)

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