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ᵵ Ghost Rider ᵵ
---Teleri---
Zirkon scheint ihr Geflüster gehört zu haben, aber anstatt sich auch nur einen Bruchteil einer Sekunde diese Variante zu überlegen, hat er viel mehr Freude daran, Teleri betteln zu sehen. Dass ihr flehender Blick nun eigentlich für Gravir bestimmt ist und nicht für Zirkon, das bemerkt er nicht; ebenso wenig den Interessenskonflikt, der sich in seinem Rücken abspielt. Wie in Trance hält der Vampir Teleri eisern in seiner Hand, gleich einem Schraubstock, und genießt das Gefühl der Macht über diese in seinen Augen minderwertigen Geschöpfe. Er lässt ihr gerade noch soviel Luft, dass sie nicht bewusstlos wird, und genießt es, mit ihr zu spielen auf diese perverse und sadistische Art.
Gravir indessen treffen die Augen der Dunmerin wie einen Dampfhammer. Nun wird ihm auch bewusst, dass er die Hand auf eines seiner Schwerter gelegt hat, und er fragt sich, was genau sein Verstand will. Oder ist es vielleicht sogar sein Herz? Unsinn, Vampire haben kein Herz; schau dir diese Missgeburt von Zirkon an, niemand mit Herz wäre dazu fähig. Du weißt, was er in seinem Altarraum mit seinen Opfern anstellt…Aber Moment mal…auch du bist eine Missgeburt, du bist nicht anders als er…oder? Noch einen Schritt geht er auf Zirkon zu, er ist jetzt nur noch ein paar Meter von ihm entfernt.
Plötzlich gibt es von draußen einen lauten Knall, gefolgt von Rufen und dem Schlagen von Metall auf Stein. Zirkon erwacht aus seinem Rausch und wirft den Kopf Richtung Eingang herum, Gravir ebenfalls. Aus dem Augenwinkel bemerkt der Rothwardon, dass Zirkon die Hand auf seinem Schwert bemerkt, aber ganz offensichtlich denkt er, dass er dies nur als Reaktion auf den Knall getan hat. Zum Glück, aber was zum Nerevar…, denkt sich Gravir. Stumm stehen sie beide da, und Zirkon hält Teleri immer noch in seinem festen Griff, als ob er sie dort für immer hängen lassen will.
Die Eingangstür schlägt auf, und herein torkelt Teleris nur in ihrer Fantasie ansehnlicher Entführer. „Meister…“, keucht er und tritt etwas näher, währenddessen man im Hintergrund zwei Vampire mit Schwertern vorbeihuschen sieht, „…sie sind wieder da…!“. Zirkons Blick verdüstert sich, der Grund ist leicht zu erraten. Eigentlich wollte er sich richtig Zeit mit Teleri lassen; solch eine unpassende Störung schmeckt ihm gar nicht. Sein Kopf ruckt wieder zu der Dunmerin herum, und er blickt sie an, als ob er sofort seine Zähne in ihrer Kehle versenken und sie dann zerfetzen wolle. Stattdessen aber holt er kurz mit dem Arm aus, welcher sein Opfer in die Höhe hält, und wirft die Dunmerin dann, als wär sie ein alter benutzter Putzlappen, gegen die kleinere Holzkommode an der Wand. Das Holz splittert, da dieses Möbelstück wohl nicht so stabil gebaut ist wie es zunächst scheint, und Teleri bleibt in den Trümmern liegen. Zur Bewusstlosigkeit hat das aber nicht gereicht, obwohl dies vielleicht besser gewesen wäre; eher macht sich eine stumpfe Benommenheit in ihrem Kopf breit, auch wenn ihr nun jeder Knochen ihres Körpers schmerzen dürfte.
Zirkon dreht sich nach dieser Aktion zu Gravir herum. „Pass auf sie auf, ich werde wohl meinen Spaß mit ihr etwas verschieben müssen. Versorg sie wenn nötig…“, meint er kalt, als habe er dem Rothwardonen gerade einen Auftrag zum Blumengießen erteilt. Schon stürmt der Vampir Richtung Ausgang und schubst dabei seinen Handlanger mit nach draußen. Dann fällt die Tür krachend in’s Schloss und Gravir ist mit Teleri wieder allein. Der Rothwardon fackelt nicht lange und geht auf die am Boden liegende Dunmerin, welche von Holztrümmern umgeben ist, zu und kniet sich neben ihr hin…
Teleri: -7HP, ausgekugelte Schulter, +2 Ohne Rüstung
---Irwaen, Skarin & Mergoth---
Die Ork lauscht den Worten Skarins, und als der Name Weißhafen fällt, verspannt sich die Grünhaut sichtlich. Auch bei der Khajiit zucken die Ohren, und sie hört auf, Jolkin zu behandeln. So richtig scheint sie nicht begreifen zu wollen, dass ihre Freundin wohl tot ist, ganz anders als die Ork, welche sofort verstanden hat, worauf Skarin mit der Anspielung „überall Blut“ hinaus will. Die Katze macht ein trauriges Gesicht und will sich dann schon wieder dem verletzten Nord zuwenden, als Sharn Gra-Muzgob dazwischen geht. „Nimm dir Tarrot mit und sieh nach ihr“, sagt sie kurz angebunden der Khajiit. Diese blickt ein paarmal zwischen der Ork und Jolkin hin und her, bis sie sich wortlos entfernt und den Magier in der feuerroten Robe anspricht. Nach einer kurzen Unterhaltung verlassen beide geschäftig die Gilde.
Die Ork legt inzwischen ihre beiden Hände auf Jolkins Brustkorb, murmelt ein paar unverständliche Worte, und schon fließt leuchtende Magie in den Körper des Barbaren. Einzelne Haare Sharn Gra-Muzgob’s stellen sich ob der magischen Energie auf; dann aber ist der ganze Zauber auch schon vorbei, und sie dreht sich zu der Gruppe um, aber nicht ohne die Wunden nochmals argwöhnisch zu betrachten, besonders die tiefen Kratzer. Mergoth ‚Wutausbruch‘ hat sie ganz gekonnt ignoriert, als ob der Kaiserliche für sie nur reinste Luft wäre. Stattdessen wendet sie sich an die anderen beiden. „Wie war die Art der Verletzung, welche Frau von Weißhafen ereilt hat?“, und ihr Gesicht zeigt einen Anflug von Sorgenfalten.
...
Unterdessen vor der Gilde
…
Der Kaiserliche redet auf die Khajiit ein und versucht sie zu beruhigen. „Ajira, nun komm erstmal zur Ruhe und ordne deine Gedanken. Wir gehen jetzt zu deiner Freundin und versuchen herauszufinden, was dort geschehen ist.“. Die Khajiit jedoch ist völlig aufgelöst und wirkt noch überdrehter als sonst. „Tarrot sagt, Ajira soll ruhig sein? Ajira hat ihre Freundin verloren. Ajira wird die Verantwortlichen bestrafen.“. Tarrot seufzt. So schnell wird er sie wohl nicht mehr beruhigen können, aber ihn quält nicht nur dieses Problem. Im Vorbeigehen sah er die Wunden des Nords auf dem Bett, und sie kamen ihm nur allzu vertraut vor. Wenn sich dieselben bei der Alchemistin finden sollten, dann würden sich die düstersten Ahnungen bestätigen. Der Kaiserliche schüttelt den Gedanken ab. „Wir sollten nicht allein gehen, wer weiß was uns dort erwartet…“, und der Kaiserliche blickt sich um ob er nicht noch jemanden auf den Straßen entdeckt…
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