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Ritter
Zuerst sieht es nicht so aus, als wenn der zweite Nord, Jolkin sein Name, überhaupt eine Meinung zum geplanten Tavernenbesuch oder gar zu Tavernen im allgemeinen hat. Schließlich wird aber klar, warum er so wortkarg ist, seine Wunde scheint ihn mehr zu plagen als er erkennen lässt. Nachdem er sie mit einem Kräuterbrei unbekannter Zusammensetzung versorgt hat, wird er auch etwas gesprächiger. Leider lehnt er den Besuch der Taverne ab, und macht sich auch sofort auf den Weg zu einer Kurz erwähnten Alchemistin.
"Sehr schade", antwortet Irwaen noch, wärend der Hühne aber schon im Regen verschwunden ist. Stattdessen wendet sie sich den beiden anderen zu. "Mir jedenfalls knurrt der Magen, und wenn ich noch länger hier stehe, werde ich vermutlich die nächsten zehn Tage nicht wieder trocknen." Einen Moment schaut sie auf den knienden Nord hinunter, wärend er den Leichnam des Ork begutachtet. Seine Untersuchung scheint einige kleine Dinge von Interesse hervorzubringen. "Habt ihr genug Draken für ein Bier gefunden, Skarin? Oder braucht ihr einen Gegner im Armdrücken um euch ein Freibier zu verdienen?", erkundigt Irwaen sich scherzhaft.
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Fossil
Der Lange scheint tatsächlich ernsthaft vorzuhaben, den ganz harten Krieger zu spielen. Nachdem er sich endlich dazu entschieden hat seinen Stahlprügel wegzustecken, kramt er eine seltsame grünschwarze Pamperlacke aus der Gürteltasche und schmiert sich das Zeug mit seinen dreckigen Barbarenpfoten in die Wunde.
Teleri beobachtet den Vorgang leicht versonnen während sie überlegt, wo man in Balmora wohl vier starke Kerle und ein Kautereisen auftreiben kann.
Daraufhin läßt der Barbar den Rest der Gruppe einfach stehen, mit dem Hinweis, daß er irgendein Geschäft schnell zum Abschluß bringen und zu diesem Zwecke eine Alchimistin aufsuchen will. Die Dunmerin mutmaßt zwar, daß es sich um die Alchimistin handelt mit der sie ebenfalls sprechen will, aber das ist ja noch lange kein Grund sich dem mürrischen Nord anzuschließen. Irwaen ist sowieso mehr für die Taverne.
Skarin scheint auch mit der Durchsuchung des Leichnams fertig zu sein, welche ein paar Münzen und ein bißchen Krempel zutage gefördert hat.
"Also gut", sagt sie. "dann laßt uns nicht länger im Regen rumstehen und hineingehen."
Sie nimmt sich vor, Skarin zu fragen was die beiden Krieger mit einem Alchimisten zu schaffen haben. Allerdings erst nach einem kräftigen Schluck Sujamma.
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Held
Skarin, der einerseits den Leichnam durchsucht, will sich gerade aufrichten und noch etwas sagen, da ist sein Freund auch schon um die nächste Häuserecke verschwunden. Etwas blöd kommt er sich jetzt irgendwie schon vor, einfach so im Regen stehen gelassen worden zu sein. Der Waldläufer zuckt mit den Schultern und betrachtet seinen Fund. "Drei Draken, aha", denkt er sich mürrisch, "und ... sieht aus wie eine Sonde." Der Nord mit den vielen Zöpfen seufzt und wendet sich dann wieder an die beiden Frauen, als die Waldelfe ihm etwas entgegnet: "Habt ihr genug Draken für ein Bier gefunden, Skarin? Oder braucht ihr einen Gegner im Armdrücken um euch ein Freibier zu verdienen?" Er lächelt und lässt die Münzen in seiner Hand klimpern, während er die Sonde einsteckt. "Mal hoffen, dass der Wirt mir hierfür ein Bier gibt, einladen kann ich die werten Damen damit sicherlich nicht, so leid es mir tut", sagt er höflich und deutet Irwaen und Teleri an, dass er ihnen Vortritt gewährt.
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Ritter
Irwaen erhascht einen kurzen Blick auf die drei Münzen in der Hand des Nord, bevor dieser die Tavernentür öffnet, und sie und Teleri offenbar vor lässt. "Das wird genau für ein Bier reichen," informiert sie den Nord, wärend sie die Taverne betritt, "es sie denn, der Wirt macht Euch einen anderen Preis als mir."
Im Eingangsbereich der Taverne streift sie erstmal den Umhang ab und hängt ihn an einem Wandhaken* auf. Sofort fängt der nasse Wollstoff an zu tropfen, und mit einem leisen, platsch - platsch bildet sich eine kleine Pfütze auf dem Boden. Irwaen streicht sich die nassen Haare aus der Stirn und wirft schon mal einen Blick in die Wirtsstube, wärend sie darauf wartet, dass die anderen beiden auch reinkommen.
*[ooc: Ich hab keine Ahnung, obs da wirklich sowas wie ne Garderobe gibt, aber es würde ja Sinn machen...]
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ᵵ Ghost Rider ᵵ
Die Waldelfe nickt bei jeder Bestellung höflich, aber als sie von allen Anwesenden die jeweiligen fälligen Draken erhält, reagiert sie irritiert, nimmt das Zahlungsmittel aber an; nicht verwunderlich, denn Vorkasse ist hier so gar nicht üblich. Abschließend nickt sie aber freundlich und huscht von dannen. Beim Wirt angekommen überreicht sie diesem die Draken, der Rothwardon blickt ebenfalls kurz verwirrt, streicht das Geld dann aber ein. Er verteilt erneut Anweisungen und macht sich dann an das Zubereiten der Speisen im hinteren Teil der Taverne. Die Bosmerin zapft inzwischen zwei Biere und holt aus dem Schrank einen Krug Sujamma. Alles stellt sie auf ein Tablett und balanciert dies dann in Richtung der Gruppe am Kamin. Hier angekommen stellt sie alles auf den Tisch, piepst ein "Wohl bekomm's" und macht sich dann wieder von Dannen, um dem Wirt bei dem Essen zu helfen.
Skarin: -3 Draken
Teleri: -10 Draken
Irwaen: -8 Draken
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Fossil
Die Waldelfe stellt die Getränke vor der Gruppe ab und flitzt eilig zurück in Richtung Küche. Teleri nimmt die kleine Frau kaum wahr, da sie immer noch zu sehr damit beschäftigt ist, ihre Gedanken zu ordnen.
Gedankenverloren hebt sie ihren Krug Sujamma zu einem Prosit und nimmt dann zwei tiefe Züge von dem Gebräu.
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Held
Skarin prostet zurück und setzt das Bier an. Bevor er es jedoch in einem Zug hinunter kippen will, erinnert er sich daran, dass dies sein einziges Bier für den ganzen Abend sein wird. Somit zügelt er sich und nimmt nur einen kleinen Schluck, dann stellt er den Krug wieder auf den Tisch. Der Waldläufer überleg. Soll er etwas sagen, oder warten bis eine der beiden Frauen ein Gespräch anfängt? Die Stille ist ihm nicht unbedingt unangenehm, jedoch hatt er Lust auf ein Gespräch. "Maues Bier, hier in Balmora, mich sehnt es nach dem Met auf Solstheim", fängt er ruhig an.
Geändert von Streicher (17.12.2009 um 10:16 Uhr)
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Fossil
"Maues Bier, hier in Balmora, mich sehnt es nach dem Met auf Solstheim", beschwert sich Skarin.
Trotz ihrer Mattigkeit muß Teleri grinsen. "Wahrscheinlich ist es cyrodiilisches Importgesöff. Das ist meistens gestreckt. Das heimische Bier hier nennt man Matze. Es wird aus Reis gemacht, nicht aus Ger..." sie stolpert über das ungewohnte Wort. "Ger-ste. Aber die meisten Nichteinheimischen mögen es nicht. Ungefähr so, wie viele Dunmer eurem Met nichts abgewinnen können. Ist einfach zu süß."
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Ritter
Irwaen nimmt noch einen Schluck von ihrem Bier: "Ich finds eigentlich ganz in Ordnung so. Nicht zu süß und nicht zu stark." Im Augenwinkel sieht sie die andere Bosmer hinter der Theke stehen. Der Wirt pflegt einen recht rüden Umgangston mit ihr, und sie macht sich dabei so klein wie ein Mann. "Wie ein männlicher Bosmer", korrigiert Irwaen sich in Gedanken mit einem Seitenblick auf Skarin.
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ᵵ Ghost Rider ᵵ
Nach einer kleinen Diskussion ob das Bier in Vvardenfell denn nun genießbar ist oder nicht, bringt die Bosmerin das Essen an den Tisch der Gruppe, wünscht guten Appetit und entfernt sich wieder.
Das Guarsteak stellt sich als normalgroß und gut durchgebraten heraus, die Aschkartoffeln haben ebenfalls ein gutes Aussehen, wenn auch die Soße, welche halb über die Kartoffeln halb über das Fleisch gegossen wurde, ein wenig zuviel Salz abbekommen hat. Alles in allem ist dieses Essen aber besser als das was man für gewäöhnlich in einer Taverne bekommt. Dasselbe trifft auf Irwaens Mahlzeit zu, wenn auch hier die Würze perfekt stimmt. Nach Hühnchen schmeckt ihr Essen jedoch nicht, der Geschmack ist anders, ungewohnt, aber keineswegs schlecht.
Nachdem die Mahlzeiten verspeist sind, wir sich noch ein wenig darüber unterhalten, welches Getier das in dem Ragou denn nun war, und der herbeigeeilte Wirt beteuert immer wieder, dass es sich dabei um echten Klippenläufer handelt, allerdings keinen Einheimischen, sondern einen Importiertem vom Festland. Er legt sogar als Beweis die Krallen des Klippenläufers vor Irwaen auf den Tisch, bei welchen es sich jedoch nicht ausmachen lässt, ob sie wirklich von dem Tier stammen oder nicht.
Der Nachmittag plätschert vor sich hin, und es wird sich noch über dies und das unterhalten. Jolkin lässt sich während dieser Zeit nicht blicken, und auch nach einer Stunde ist er noch nicht wieder aufgetaucht.
Gerade als Skarin der Gedanke kommt, wo sein Kamerad denn bleibt, fliegt mit einem lauten Krachen die Tür auf und ein für Teleri und Irwaen alter Bekannter stolpert in die Taverne - Ein schwarzbrauner Umhang, hagere untersetze Gestalt; der Taschendieb, welcher Teleri vor einer Weile ihren Dolch raubte, landet triefend vor Nässe auf dem harten Tavernenboden. Aber er denkt gar nicht daran, aufzustehen, sondern kriecht so wie er auf dem Boden ist, weiter in den Gastraum des "Acht Teller". Erst jetzt sieht man das Gesicht des Mannes: Angsterfüllt und vom Regen nass bietet es einen grotesken Anblick. Die Augen des Kaiserlichen sind weit aufgerissen und der Unterkiefer bebt. Immer wieder blickt er hinter sich, deutet in Richtung Ausgang, bekommt aber keinen Ton heraus. Hektisch und zitternd rutscht er auf dem Steinboden herum als wolle er so weit wie möglich von der Tavernentür weg, bis er schließlich mit dem Rücken an den Tresen stößt und vor Schreck aufschreit, nur um sich danach so stark gegen das Holz zu pressen dass man denken könnte, er gehöre zur Holzvertafelung.
Der Wirt zeigt keine Reaktion und verfolgt nur mit ungläubigem Blick die Szene, und als der Taschendieb dann an der Theke angekommen ist, beugt er sich vor, um den Mann im Auge zu behalten.
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Ritter
"In Ordnung, in Ordnung, ich glaueb Euch ja!" , Irwaen hebt entwaffend die Hände und lächelt den Wirt an. "Echter Klippenläufer und vorzügliche zubereitet noch dazu. So gut habe ich schon lange nicht mehr gegessen." Nachdem der Wirt den Tisch (inklusive Klippenläuferkrallen) wieder verlassen hat, wendet sie sich an Skarin: "Sollen wir noch auf Euren Freund warten? Seine Geschäfte scheinen ja etwas länger zu dauern. Ich hoffe, sie haben nicht wieder mit Orks oder der Stadtwache zu tun." "Ich könnte nämlich gerne noch eine Stunde hier am Feuer sitzen...", ergänzt sie in Gedanken.
Doch das Schicksal ist ein garstiger Weggefährte. Grade hat sie die Beine gemütlich von sich gestreckt, als die Tavernentür auffliegt und eine Windböe Regen sowie einen Taschendieb hereinweht. "Das gibts doch nicht...", murmelt die Bosmer, als sie ihn wiedererkennt. Dann verfolgt sie gebannt das Schauspiel, welches der total verängstigte Mann bietet. Niemand im Schankraum nähert sich ihm oder der Tür. Nur der Wirt behält misstrauisch den neuesten Gast seiner Taverne im Auge.
"Teleri, Skarin? Macht die Tür zu, bitte. Oder wäred ihr sogar bereit vorher einen Blick auf die Straße zu werfen? Aber seit vorsichtig! Ich will mal sehen, ob ich aus dem da etwas herausbekomme."
Sie verlässt den Tisch und das wärmende Feuer um zum Tresen hinüber zu gehen. Dort angekommen kniet sie sich vor den am Boden kauernden Mann, so dass ihr Körper ihm die Sicht auf die Tür versperrt. Sie greift nach seinen zitternden Händen, um sie festzuhalten. Einerseits um ihn zu beruhigen, vielleicht aber auch, um einem plötzlichen Angriff des Verwirrten zuvorzukommen. Dann spricht sie ihn mit fester Stimme an: "Ihr habt es geschafft. Ihr seid in Sicherheit. Hier gibt es keine Gefahr. Niemand kann Euch hierher folgen." Erst jetzt sieht sie sich den Mann genauer an, blickt auf der Suche nach Verletzungen oder anderen Hinweisen einmal an ihm rauf und runter. Dann sieht sie ihm wieder ins Gesicht, versucht seiner Panik mit Ruhe entgegenzuwirken. Mit klaren Worten, als spräche sie mit einem Kind, das schlecht geträumt hat: "Sieh mich an. Ich will dir helfen. Wovor läufst du davon?"
[ooc: Hat er Verletzungen? In welchem Zustand ist seine Kleidung? Hat er zufällig Teleris Dolch am Gürtel hängen?
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Held
Skarin hat keine Ahnung ob das Essen von dem angeblichen Tier stammt oder nicht, er weiß ja nicht einmal was so ein Klippendingsda sein soll. Er hebt den Krug vor ihm auf dem Tisch an und trinkt noch einen Schluck, dann lässt er den Inhalt, der ziemlich geschrumpft war, hin und her schwappen. "Sollen wir noch auf Euren Freund warten? Seine Geschäfte scheinen ja etwas länger zu dauern. Ich hoffe, sie haben nicht wieder mit Orks oder der Stadtwache zu tun", fragt ihn plötzlich Irwaen. "Ich wundere mich schon wo er bleibt, vielleicht sollten wir ...", wollte der Waldläufer antworten, als die Tür auffliegt und ein Mann hineingestürtzt kommt, völlig durchnässt. Er plumpst auf den Boden und kriecht dann weiter. Die Waldelfe scheint den Neuankömmling zu kennen, das schließt der Nord zumindest aus ihrer Reaktion. "Teleri, Skarin? Macht die Tür zu, bitte. Oder wäred ihr sogar bereit vorher einen Blick auf die Straße zu werfen? Aber seit vorsichtig! Ich will mal sehen, ob ich aus dem da etwas herausbekomme", bittet Irwaen Teleri und ihn. Skarin steht von seinem Stuhl auf und tritt in Richtung Tür. Die Hand am Schwertgriff kommt er vorsichtig näher, gefasst auf einen plötzlichen Angriff, und späht hinaus in die regnerische Dunkelheit.
[ooc: Was sieht Skarin?]
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Fossil
Endlich kommt das Essen. Teleri macht sich über das Guarsteak her. Es ist großartig, ebenso die Beilage. Die Sauce könnte etwas weniger salzig sein, aber auch das läßt sich mit einem Schluck Sujamma übertünchen. In dem Maße, wie sie ihren Hunger stillt, kehrt auch das Leben in ihren Körper zurück.
Die drei Reisenden frotzeln eine Zeitlang über die Natur des "Klippenläufer"ragouts, bis der Wirt persönlich an ihrem Tisch vorbeikommt und wort- und gestenreich beteuert, daß es sich tatsächlich um das Fleisch des seltenen Hautflüglers handelt. Als 'Beweis' legt er ein paar Krallen vor, die ebensogut von einem Klippenläufer stammen könnten wie aus dem Sortiment eines geschickten aschländischen Knochenschnitzers.
Die Dunmerin beendet ihre Mahlzeit und streckt die Beine unter dem Tisch aus. Dann wird sie jäh aus ihrem entspannten Gemütszustand gerissen. Die Tavernentür fliegt auf und hinein stolpert und kriecht eine Gestalt, die ihr vage bekannt vorkommt.
"Das gibts doch nicht..." sagt Irwaen leise. Jetzt kann auch Teleri den Kerl einordnen. Das ist der Typ, der ihren Dolch gestohlen hat. Sie erkennt den Umhang wieder. Als die Kapuze zurückrutscht, kann sie sehen, daß es sich um einem Menschen handelt.
Halb erwartet sie, daß die Naturgewalt namens Jolkin hinter dem Gauner in die Taverne tritt (hat dieses kleine Frettchen etwa versucht, den Barbaren zu bestehlen?) - aber niemand folgt dem Mann, der sich völlig aufgelöst über den Boden der Taverne windet, bis er wie ein angepinntes Insekt an der Vertäfelung der Theke verharrt. Aus seinen Augen spricht nackte Panik.
Die Gespräche verstummen. Die übrigen Gäste beglotzen guaräugig die Situation, aber niemand bewegt sich. Teleri bemerkt, daß sie genauso dämlich starrt wie alle anderen auch, und es ist ihr peinlich.
Irwaen ergreift als erste die Initiative: "Teleri, Skarin? Macht die Tür zu, bitte. Oder wäret ihr sogar bereit, vorher einen Blick auf die Straße zu werfen? Aber seid vorsichtig", schärft sie den beiden ein. "Ich will mal sehen, ob ich aus dem da etwas herausbekomme." Mit diesen Worten erhebt sie sich geschmeidig und geht langsam auf den Taschendieb zu.
Skarin hingegen geht Richtung Tür. Teleri folgt ihm. Sie fängt die plötzliche Kälte ein, die der verstörende Auftritt des Menschengauners in ihr ausgelöst hat und webt sie mit in den Frostzauber, den sie vorsichtshalber vorbereitet. Sie sieht und fühlt alles sehr klar. Der Nord, der seine Muskeln kampfbereit anspannt. Seine Hand, die sich sicher und routiniert um den Schwertgriff legt. Die kühle Abendluft, die durch die Türöffnung dringt und der Geruch des Regens.
Hinter Skarins starkem Rücken stehend, starrt sie in die regnerische Dämmerung, die langsam der Dunkelheit weicht. Azuras Stunde...
"Skarin", sagt sie langsam. "Laß mich allein nachsehen. Elfenaugen sehen in der Dunkelheit weit besser als die von Menschen, und ich will Irwaen nicht mit diesem Irren allein wissen. Ich bitte Dich, geh - wieder - hinein."
Sie weiß nicht genau, warum sie den Nord nicht dabei haben will, wenn sie unter das Zwielicht tritt. Aber sie will allein sein. Dies ist die Stunde, in der meine Herrin am mächtigsten ist - in der ich am mächtigsten bin. Ich will die Herausforderung allein bestehen. Bitte, Skarin, geh einfach wieder hinein...
Ohne auf eine Antwort des Kriegers zu warten, schiebt sie sich an ihm vorbei. Ihre rotglühenden Augen sondieren den Platz vor der Taverne.
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ᵵ Ghost Rider ᵵ
Äußerlich fehlt ihm abgesehen von der Nässe und dem dreckigen Umhang nichts. Letzterer zeugt wohl davon, dass er sich nicht nur einmal im Schritt vertan haben muss. Ein Dolch ist nicht zu erkennen, aber vielleicht hat er ihn auch nur an nicht sichtbarer Stelle. Der Mann blickt wirr und hektisch um sich, seine Augen zucken wild und unkoordiniert umher, und dann lehnt er sich, Irwaen vollkommen ignorierend, zur Seite um zur Tür zu schauen. Noch immer bekommt er kein Wort heraus, nur undeutbare Töne verlassen seinen Mund. Dann plötzlich scheinen die Worte der Bosmerin in seinem Gehirn angekommen zu sein, und er starrt sie regelrecht mit weit aufgerissenen Augen an. Der Wirt und die umliegenden Gäste rühren sich nicht, sondern verfolgen nur gebannt das Szenario. Der Mann gibt unzusammenhängend nur Wörter von sich: "...Tod....schwarz...Alchemistin...Nord!", beim letzten Wort weiten sich seine Pupillen noch mehr als sowieso schon, und der Kaiserliche bricht weinend zusammen, aus ihm ist wohl nichts mehr rauszubekommen.
Gleichzeitig wird Teleri wie von Geisterhand nach draußen gelenkt, kaum dass sie Skarin die Anweisung, dass sie allein geht, erteilt hat. Vom Standort des Nords erkennt dieser nur den matschigen Vorplatz und den prasselnden Regen. Es ist düster geworden, die Dunkelheit bricht langsam herein. Außerdem bemerkt Skarin, dass die Leiche des Orks wohl mittlerweile weggeschafft wurde, wie vom Wirt vorausgeahnt.
Teleri aber schreitet unbeirrt über den Platz ohne eigentlich zu wissen warum sie so offen und direkt agiert. Irgendetwas in ihrem Kopf verleiht ihr das Gefühl, dass sie sicher sei und nichts zu befürchten habe. Schließlich schreitet sie festen Schrittes aus dem Blickfeld von Skarin nach rechts um die Taverne herum, abermals ohne auch nur zu erahnen, warum sie dies tut. Aber dieses Gefühl der Sicherheit wird stärker, und es fühlt sich gut an...
Direkt hinter der Taverne trifft Teleri auf eine größere Gestalt mit schwarzen Umhang und Kapuze; eben jene, welche bei der Ankunft der Gruppe die Taverne verlassen hatte. Kaum wurde sie von dieser entdeckt, streift die Person ihre Kapuze zurück, zum Vorschein kommt das feingeschnittene und attraktive Gesicht eines Dunmers. Sofort fallen Teleri die Augen dieses Mannes auf: Es sind dieselben grauen Augen wie in der Vision vor zirka einer Stunde in der Taverne; graue Augen, ungewöhnlich für die Dunmer. Der Mann lächelt, die Dunkelelfe fühlt sich unglaublich angezogen von diesem Mann, sie kann es sich selbst nicht erklären, alles in dieser Situation riecht nach Gefahr, aber bei diesem Blick vergisst sie jegliche Rücksichtnahme auf sich selbst. Was ist das in dem Lächeln des Dunmers? Teleri blickt auf das Paar scharfer Eckzähne, welche bei der verführerischen Geste des Dunkelelfen aufblitzen.
Aber Teleri fühlt weder Angst noch den Drang, diese Gestalt der Nacht anzugreifen, sondern geht zielsicher auf den Vampir zu. Je näher sie kommt, desto anziehender und begehrenswerter kommt ihr dieser Mann vor; selbst die spitzen Zähne sehen für sie nicht nach einer Todesgefahr aus, sondern haben genau die gegenteilige Wirkung, sie verleihen dem Vampir in ihren Augen ein animalisches Aussehen, welches ihn noch attraktiver macht. Kaum ist die Alchemistin bei ihm angelangt, verschwindet das Lächeln kurz darauf und der Vampir fixiert Teleris Augen. Er hebt seine Hand, lächelt abermals sodass seine Zähne zum Vorschein kommen, und dies ist das Letzte, was Teleri sieht, bevor ihr schwarz vor Augen wird...
Kurz darauf sind beide wie vom Erdboden verschluckt...
Geändert von Van Tommels (18.12.2009 um 16:43 Uhr)
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ᵵ Ghost Rider ᵵ
---Irwaen & Skarin---
Der Wirt nickt nur kurz, anscheinend weiß er nicht, was er mit diesem Häufchen Elend an seinem Tresen anfangen soll.
Draußen regnet es bereits etwas stärker, und niemand ist zu sehen. Weder der tote Ork, noch Blutspuren von ihm, noch Teleri. Auch sonst läuft niemand auf den matschigen Wegen Balmoras entlang, aber wem möchte man das verübeln. Es ist nass, dreckig, windig, und es wird langsam aber sicher immer düsterer, da die Nacht hereinbricht; freiwillig geht hier wohl niemand mehr vor die Tür.
Als die Bosmerin und der Nord in die Straße einbiegen, auf welcher sich das Haus der Alchemistin befindet, sehen sie schon von weitem die Bescherung. Die Tür ist eingeschlagen, überall liegt zerstörtes Gerümpel herum. Ganz offensichtlich Spuren eines Kampfes. Da es jetzt schon recht düster ist, können sie nichts Richtiges erkennen aus der Ferne, aber plötzlich sehen sie eine graue Gestalt aus dem Haus heraushuschen. Mit atemberaubender Geschwindigkeit überquert diese die Straße, springt ab, landet auf dem Haus welches gegenüber liegt und ist dann auch schon verschwunden. Dies alles passiert so schnell dass man es gar für eine optische Täuschung halten könnte.
Dann ist alles ruhig, abgesehen von dem Regen, dem Wind und den schmatzenden Schritten Irwaens und Skarins.
---Teleri---
Teleri hat einen Traum. Sie liegt auf einem Himmelbett. Einem weichen Himmelbett. Dieses schwebt durch die Luft, rings herum ist nur dichter Rauch zu sehen. Dann, plötzlich, flackern durch den Rauch ein paar graue Augen auf. Und alles wird schwarz…
Die Dunmerin erwacht in einem rötlich erleuchteten Raum. Ihr Kopf schmerzt ein wenig, aber äußere Verletzungen hat sie nicht davon getragen. Als sie sich umschaut, erkennt sie in der Tat ein Himmelbett, welches sich nur wenig von dem aus dem Traum unterscheidet. Eine rote Samtdecke, blaßrote halb durchsichtige Vorhänge, eine weiche Matratze. Als Teleri wieder ein wenig beisammen ist, muss sie feststellen, dass sie außer ihrer Tunika rein gar nichts mehr am Körper trägt, aber es stellt sich heraus, dass ihre gesamte Ausrüstung fein säuberlich auf einer rot gepolsterten goldenen Sitzbank liegt, welche an der Wand steht, welche sich rechts von Teleris Bett befindet. Links von sich erblickt sie einen großen Wandspiegel und daneben eine kleine Kommode, auf welcher ein seltsam leuchtender roter Stein steht; dieser taucht den Raum in das vorhin angesprochene rote dämmrige Licht. Noch nie zuvor sah Teleri solch einen Gegenstand.
Obwohl die Dunkelelfe hier fremd ist, fühlt sie keine Angst oder Panik, obwohl ihr klar ist, dass sie dies eigentlich tun müsste, schließlich wurde sie entführt. An alle Einzelheiten erinnert sie sich nicht mehr, nur noch an Bruchstücke.
Genau gegenüber von Teleris Bett breitet sich auf dem Boden ein großes Schwarzbärenfell aus (man sollte gar nicht glauben, dass dieses Fell von einem einzigen Tier stammt), und man erkennt eine große Holztür, ebenfalls mit Schnitzereien verziert.
Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass die Dunkelelfe sich allein im Raum befindet.
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Fossil
Wieder treibt Teleri durch den Nebel, aber etwas ist diesmal anders. Sie liegt auf einem... Floß? Nein kein Floß. Ein Himmelbett. Häh? Ehe sie dazu kommt, sich wirklich über die Existenz des nur allzu profanen Gegenstandes in ihrer surrealen Traumwelt zu ärgern, blitzen vor ihr wieder diese Grauen Augen auf, und ihre Welt wird schwarz.
Etwas verändert sich. Teleri spürt das Gewicht ihres Körpers wieder, und wie es sie gegen eine Oberfläche drückt. Ihre Lider flackern, während sie weiter in die Realität zurückgleitet.
Beine: zwei. Arme auch. Kopf: Uh. Offensichtlich auch vorhanden. Sonstige Schmerzen: keine. Das ist ermutigend. Oder auch nicht. Nach ein paar Schlucken Sujamma sollte ich nicht so fertig sein... Wo bin ich eigentlich?
Träge öffnet sie die Augen. Das Licht ist gedämpft und schimmert rötlich, wie in einer Kwamamiene oder im Bereich eines unterirdischen Lavasees. Oder in einem bretonischen Puff, kommentiert der sarkastische Teil ihrer selbst - zuverlässig wie immer.
Die Alchemistin setzt sich auf uns streckt sich, so daß ihre Rückenwirbel knirschen. Die Kopfschmerzen lassen daraufhin nach, nur ein leichtes Schwindelgefühl bleibt.
Etwas verwirrt schaut sie sich um. Sie befindet sich tatsächlich in einem Himmelbett mit weicher Matratze und einer roten, samtenen Decke. Oh. Wie überaus... kitschig. Das hätte ich den Gästezimmern des "Acht Teller" gar nicht zugetraut. Sie schaut sich in dem relativ großen und verdächtig sauberen Raum um. Ich bin nicht im "Acht Teller"!
Die Erinnerung stürzt auf sie ein. Der Taschendieb, der in die Taverne gestolpert kam. Skarin und sie selbst, die nachsehen wollten, was vor sich geht. Der fremde Dunmer... was war mit dem fremden Dunmer? Irgendwas war falsch damit. Dann ein seltsamer Geruch und Schwärze.
Und jetzt bin ich hier.
Teleri schwingt die Beine über die Bettkante, und ihre nackten Füße berühren den Boden. Meine nackten...?
Sie schaut an sich herunter und stellt fest, daß sie außer ihrer Tunika nichts mehr am Körper trägt. Heiße Wut durchflutet sie und brennt die letzte Benommenheit aus ihrem Körper. Azuras Flederschatten sollen dich holen! Ihr Kerle seid doch alle gleich!
Zumindest befindet sich ihre Kleidung und Ausrüstung aber noch im selben Raum auf einer Sitzbank, deren Geschmacklosigkeit der des Himmelbetts in nichts nachsteht.
Wärend sie sich ankleidet, sieht sie sich weiter in dem seltsamen Raum um. Ihr Blick fällt kurz in einen großen Spiegel: Dem äußeren Anschein nach ist das Loch in meiner Erinnerung jedenfalls nicht auf ein Besäufnis zurückzuführen. Ich wußte doch, daß ich mehr vertrage! Ha!
Irgendwie erscheint ihr diese Art von Triumph ein bißchen absurd, und so fährt sie fort, das Zimmer zu inspizieren. Jetzt, mit klareren Gedanken, fällt ihr die Quelle des rötlichen Lichts auf. Ein Stein etwa von der Größe eines Kwamaeis, der von innen heraus zu leuchten scheint. "Was zum Henker ist das?" Sie beugt sich über den Stein, um ihn von ganz Nahem zu betrachten, aber das störrische Ding gibt keine Geheimnisse preis. Es ist eben ein roter Stein, der leuchtet.
Teleri hat erst einmal genug von dem Raum, dem Stein, der scheußlichen Einrichtung und der Ungewißheit, was mit ihr geschieht. Sie strafft die Schultern und bewegt sich in Richtung der hölzernen Zimmertür, die ziemlich massiv wirkt und mit aufwändigen Schnitzereien verziert ist.
Also, Sera Unbekannt. Ich will wissen, warum Ihr mich entführt habt und warum ich ohne Klamotten in einem Bordellbett aufgewacht bin. Ihr solltet besser eine sehr gute Erklärung parat haben, oder ich gebe Euch dieses Bärenfell hier am Sück zu fressen.
Sie fühlt nur Zorn, aber keine Furcht. Aus irgendeinem Grund ist sich die Dunmer sicher, daß ihr keine Gefahr droht. Woher diese Gewißheit kommt, weiß sie nicht. Es ist ihr gerade auch egal.
Kochend vor Wut greift sie nach der Klinke der Zimmertür.
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Held
Skarin ignoriert den Regen und die damit einherkehrende Nässe. Seine Gedanken spielen verrückt und streifen um alle möglichen Szenarien die mit den Worten Tod, schwarz, Alchemistin und Nord zusammenhängen könnten. Fast in Rage geraten stapft er vorraus, gefolgt von Irwaen, in die Richtung in die Jolkin gegangen war. Die Dunkelheit die sich langsam aber sicher über die Stadt legt erschwerten die Sicht, jedoch kann er das gesuchte Haus erblicken, und damit auch das Chaos welches dort herrscht. Als er meint eine Person in der Tür erblicken zu haben, stürmt er los, jedoch ist die Gestalt genauso schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht ist. Der Waldläufer schüttelt den Kopf und ist sich nicht sicher, ob er sich das ganze vielleicht nur eingebildet hat. Dann schiebt er das Ereigniss beiseite und tritt vorsichtig durch den Türrahmen in das Haus hinein, die Axt gezogen und fest im Griff, immer bereit einen Angreifer abzuwehren.
[ooc: Was sieht Skarin?]
Geändert von Streicher (30.12.2009 um 18:07 Uhr)
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Ritter
Mit beiden Händen das Heft des Langschwertes fest umklammernd jagt die dünne Gesalt der Bosmer wie ein flüchtiger Schatten der breiten Silouhette des Nord hinterher. Im Laufschritt, immer zwei Stufen auf einmal nehmend, sprintet sie die breite Treppe hinauf.Das Rauschen ihres eigenen Blutes in ihren Ohren und das platschen der Regntropfen auf dem Pflaster vermischen sich zu einer gleichmäßigen Geräuschkulisse. Am Ende der Treppe wenden sich beide nach rechts, die hereinbrechende Dunkelheit lässt das Auge grade noch bis zum Geschäft der Alchemistin blicken. Die Tür steht offen, dahinter scheint Unordnung zu herrschen. Eine graue Gestalt löst sich aus den Schatten des Türrahmens und verschwindet geschwindt die Straße hinunter.
Genau wie Skarin setzt Irwaen zu einem Sprint an, doch der Schatten entkommt seinen Verfolgern. Der Hühne kümmert sich nicht weiter darum, betritt sogleich mit gezogener Waffe das Alchemiegeschäft. Auch Irwaen bleibt keine Zeit, weiter über die Natur des Schattens nachzudenken. Sie folgt Skarin zur Tür, den Rücken zum Nord, ihren Griff um das Schwert verstärkend, einen Gedanken bei Jolkin und Teleri, die Augen nach draußen in die Dunkelheit gerichtet, sollte der Schatten oder die Wache wieder auftauchen...
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ᵵ Ghost Rider ᵵ
---Irwaen & Skarin---
Im Inneren des gebäudes führen zwei Gänge weg, einer geradeaus, einer nach rechts. Als die Bosmerin und der Nord das Geschäft über die zertrümmerte Tür betreten bietet sich ihnen ein grausiger Anblick. In dem schmalen Gang klebt But an den Wänden, und der rechts von der Tür im Gang stehende Tresen gleicht einer Schlachtbank. Davor liegt die Leiche einer Frau mit aufgeschlitzter Kehle und auch sonst arg zugerichteten Körper. Die Fetzen des Alchemiegewands lassen vermuten, dass es sich bei der Person um Nalcarya von Weißhafen handelt; für sie kommt nach dem ersten Blick schon jede Hilfe zu spät. Die Alchemiegeräte sind zerstört, alles liegt in Trümmern und es herrscht das reinste Chaos; Ingredienzien haben sich mit Blut vermischt und bieten einen grotesken Anblick. Aber eine schrecklichere sich in das Gedächtnis einbrennende Szenerie bietet sich den beiden, als sie geradeaus von der Tür an das Ende des anderen Gangs blicken.
Dort steht an der Wand Jolkin; zumindest sieht es auf den ersten Blick so aus. Seine Rüstung ist zerfetzt, drei tiefe grobe Schnittspuren laufen quer über seine Brust und zeichnen so einen blutigen Treffer, welcher nach einer dreifingrigen Klaue aussieht. Verglichen mit dem, was sich erst beim Näherkommen erkennen lässt, ist diese Verletzung jedoch nicht einmal teilweise so schlimm; aus der linken Schulter des Nords ragt der Griff eines Schwerts, dessen Heft mit Jolkins Körper abschließt. Der Kämpfer wurde im wahrsten Sinne des Wortes an die Wand genagelt, was an und für sich schon beeindruckend genug ist, denn man mag sich kaum die Kraft vorstellen, die nötig gewesen ist, um ein Schwert so tief ins Gestein zu rammen. Beim genaueren Hinsehen jedoch wird klar, dass Skarin dieses Schwert nur allzu bekannt vorkommt: Mit schwarzem Leder umwickelter Griff, verziertes silbernes Heft; hierbei handelt es sich um Jolkins Claymore. Die Arme des Nords hängen schlaff nach unten, ebenso scheint er sich nicht selber auf den Beinen zu halten, sondern seine aufrechte Haltung ist einzig und allein durch das Schwert bewerkstelligt. Der Kopf hängt ebenfalls kraftlos leicht nach vorn. Auffällig ist dass das Blut, welches zwischen Schulter und Heft nach unten gelaufen ist, bereits getrocknet ist, wohingegen die Krallenwunde sehr frisch aussieht.
Am Boden vor Jolkin liegt sein lederner Beutel, wie als wär er dem Kämpfer heruntergefallen, und die seltsame Substanz mit der er noch vor wenigen Stunden die Blutung gestillt hatte, liegt überall auf dem Boden verstreut.
Beim Näherkommen kann man noch eine schwache und schwere Atmung Jolkins wahrnehmen.
---Teleri---
Auf der anderen Seite der Tür hört Teleri Stimmen, welche sich mal lauter, mal leiser verständigen. Durch das Holz hört sie nur gedämpft Wortfetzen, aber ein Satz ist so laut gesprochen, dass er sehr deutlich zu verstehen ist: „Wie, du vermutest dass sie mehr weiß?!“, aber dann hat Teleri schon die Tür aufgemacht und sieht sich den beiden Gestalten in einem großen Raum gegenüber.
Anders als das Zimmer, welches in starken Rottönen gehalten ist, ist dieser Raum sehr viel blasser rot ausgeleuchtet, jedoch stehen auch hier überall die seltsamen Steine herum. Bedingt durch die gegebene Geräumigkeit wirken ihre Farben jedoch nicht so aufdringlich, zumal sind sie der einzige Farbakzent in dieser Richtung, der hier zu erblicken ist; der Rest ist in dunklen Holztönen gehalten. Es fällt auf, dass auch hier keine Fenster zu finden sind, nur zwei weitere Türen genau gegenüber jener, in welcher Teleri steht.
Viel interessanter jedoch sind die beiden Personen in der Mitte des Raumes, welche beide Teleri anblicken. Die Rechte kommt der Dunmerin nur allzu bekannt vor, zumindest wenn sie nach den Augen jener Gestalt geht; dies sind dieselben Grauen, welche sie nur allzu oft gesehen hat und welche bei ihr jetzt auch die Erinnerungen an der Situation hinter der Taverne auffrischen. Bis auf den Blick und die spitzen Zähne hat diese Person nichts mehr mit dem attraktiven Mann mehr gemein, den sie gesehen hat; das Gesicht der Person ist ungesund weiß und hager; die Augen liegen etwas zu tief in den Höhlen, und auch der Körperbau ist etwas schmächtiger als in ihrer Erinnerung. Die Haare hängen ihm wirr um den Kopf. Der Vampir grinst breit Teleri an. „Sie ist wach…soll ich…“, zischelt er mit unangenehm klingender Stimme und macht einen Schritt auf die Dunmerin zu.
Die andere Gestalt macht da einen sehr viel einladenderen Eindruck, insofern man dies von einem Vampir erwarten kann. Eine weiße Iris umrahmt die pechschwarzen Pupillen, das Gesicht ist blaß, jedoch nicht so sehr, dass es ungesund anmutet, und die Züge sind markant geschnitten. Die weißen spitzen Zähne kommen nur zum Vorschein, wenn er lächelt, anders als sein Ggegenüber scheint er darauf zu achten, wem er sie zeigt. Die schwarzen Haare fallen dem Dunmer bis zu den Knien den Rücken hinunter, und seine schwarze, enger anliegende Kleidung verrät schon bei einem flüchtigen Blick, dass er schon etwas anders körperlich gebaut ist als der schmächtige Vampir, der so freizügig seine Zähne Richtung Teleri bleckt. Am Gürtel des langhaarigen Vampirs hängt lose ein grüner Dolch. „Du sollst jetzt gar nichts mehr außer dich verziehen…“, spricht er völlig ohne zu Lispeln oder zu Zischen mit einer stoischen Ruhe aus und fixiert dann Teleri. Der andere Vampir scheint zu zögern und blickt zwischen dem Vampir, dem er anscheinend untergeben ist, und Teleri hin und her.
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Held
Skarin lässt seinen Blick über das Gemetzel im inneren des Hauses streifen. Als er die Leiche der vermeintlichen Alchemisten sieht, will er auf sie zugehen, dann jedoch sieht er das groteske Bild im Gang vor ihm. Wie erstarrt bleibt er anfangs stehen, rüttelt sich jedoch wach und stürmt zu seinem Freund. Die Axt in eine Schlaufe am Rucksack eingehakt gerät er in Panik und Verzweiflung, als er den tot aussehenden Körper Jolkins aus der Nähe betrachtet. Erst jetzt hört er den schwachen und schweren Atem, der vom Körper des Nords ausgeht. "Jolkin!", ruft er, "kannst du mich hören?" Im ersten Moment hat er vor, seinen Freund aus dieser grauenvollen Position zu befreien, wagt es jedoch dann nicht ihn auch nur anzufassen, da er befürchtet alles nur noch schlimmer machen zu können. "Halt durch alter Freund, ich lass dich hier nicht hängen", versucht er so entschlossen zu sagen, wie er nur kann, wobei er erst jetzt merkt, dass der Satz sogar wörtlich zu nehmen ist. Ohne auf irgendwelche möglichen Einwände seines Kumpanen, obwohl er dies bezweifelte, zu warten kramt er in seinem Rucksack nach dem letzten Heiltrank den er besitzt. Jedoch lässt er dann ab, denn er weiß, dass es sinnlos ist. Mit einem Trank würde er nie all diese Wunden versorgen können. Er würde höchsten für einen der tiefen Furschen, die von großen Krallen hinterlassen sein mussten, reichen. Seine Stimmung wird mit jeder verstrichenen Sekunde immer schlechter. Skarin weiß einfach nicht, wie er seinem Freund helfen sollte, er ist machtlos. Tief in seinem Kopf breitet sich langsam aber sicher, wie eine Seuche, der Gedanke aus, dass dies das letzte mal ist, das er Jolkin lebend sehen wird. Und während er diese Gedanken hat, mischt sich etwas anderes dazu. Wut. Unfassbare Wut, die in ihm aufkeimt.
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