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Thema: [RPG] Aller Anfang ist schwer...

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Mergoth ist mit zwei großen Sätzen direkt hinter Skarin, der jetzt allerdings plötzlich über die gerade gestürzte Bretonin fällt und sie größtenteils unter sich begräbt. Der Kaiserliche findet auf dem schlüpfrigen Untergrund keinen Halt mehr und durch den Schwung, ist es ihm unmöglich, seinen Sturz irgendwie abzufangen und er landet ungebremst auf dem Nordkrieger.

    Für einen kurzen Moment ist Mergoth verwirrd und zu perplex, als dass er hätte versuchen können, sich irgendwie zu erheben. Als er dann seine Sinne wieder beieinander hat und gerade nach der Wand langen will, um sich hochzustemmen, geraten sie alle ins Rutsche und finden sich einen Augenblick später am Treppenansatz im Erdgeschoss des Hauses wieder. Ein Fuß von Mergoth verkantet sich dabei und wird kurz schmerzhaft umgeknickt. Verflucht! Der Kaiserliche liegt zu oberst und versucht jetzt, da sie sich nicht mehr auf den haltlosen Stufen befinden, zu erheben. Mühsam kommt er auf die Beine und strauchelt direkt. Sein linker Knöchel scheint leicht verstaucht und nimmt die neuerliche Belastung nicht ohne protestierenden Schmerz hin. Außer ein paar Stellen an der Torsofront, die vom Druck und dem Aufschlag leicht schmerzen, fehlt ihm aber nichts weiter. Kritisch beäugt er Myria, die noch halb unter dem Nord lietg, während er Skarin die Hand hinstreckt, um ihm aufzuhelfen.

  2. #2
    "Später", antwortet Teleri auf Skarins Frage danach, was ihr geschehen ist. "Irgendwo, wo weniger Leute zuhören können. Zuerst will ich Jolkin sehen. Wenn er transportfähig ist, bringen wir ihn aus der Magiergilde fort in ein Zimmer irgendeiner Taverne. Ich kümmere mich um ihn, versprochen."
    Dann fällt ihr Blick auf den Kaiserlichen und die Bretonin. "Wer sind deine Begleiter?"
    "Dies sind Mergoth und Myria", stellt er seine beiden Begleiter vor, "und dies ist Teleri." Dann wendet er sich an die Dunmer, um auf ihr Angebot zurück zu kommen: "Ich bin froh, dass ihr angeboten habt, euch um Jolkin zu kümmern, lasst uns doch sofort zu ihm gehen, je schneller er da raus kommt, umso besser", er will schon losgehen, als ihm noch etwas einfällt, "aber wo sollen wir ihn hinbringen? In das "Acht Teller" vielleicht? Ich weiß nicht, ob der Wirt noch Arbeit für mich hat, damit ich das Zimmer für einen weiteren Tag bekomme."

  3. #3
    "Seid gegrüßt", sagt Teleri an Mergoth und Myria gewandt und neigt dabei leicht den Kopf. Skarin antwortet sie: "Ich habe noch ein paar Draken übrig. Für ein Zimmer reicht es allemal. Und ich denke, Ihr habt Recht, was diese Ork betrifft. Ich habe sie nur einmal kurz gesehen, aber die Magie, die sie umgibt, ist seltsam. Irgendwie... befleckt. Ich traue ihr nicht und will Euren Gefährten keinen Herzschlag länger in ihren Händen wissen."
    Sie stößt einen tiefen Seufzer aus. "Weiß Ajira bereits, was mit Nalcarya von Weißhafen geschehen ist? Die Khajiitalchemistin der Magiergilde meine ich. Die beiden waren befreundet."

  4. #4
    Myria bedenkt die Dunmer mit einem leicht distanziertem Blick, als diese Skarin um den Hals fällt. Soso, Begleiterin also. Unerklärlicherweise versetzt ihr die ganze Szene einen leichten Stich, auch wenn sie nicht so ganz weiß, warum. Sie kennt ja Skarin noch nicht wirklich lange. Auf Teleris Frage antwortet sie schließlich: "Ja, wir waren beide gestern Abend bei dem Geschäft der Alchemistin, zusammen mit Tarrot, einem Magier der Gilde, der nachsehen wollte, was dort passiert ist." Dabei mustert die Teleri; unauffällig wie sie hofft.

  5. #5
    Genau soetwas hat der Nord erwartet, weshalb er das Einflößen des Trankes auch lieber selbst übernommen hat. Trotzdem konnte er nicht rechtzeitig zurückweichen und wird heftig von seinem Kumpanen am Kragen erwischt.
    "Skarin?", murmelt er benommen, vergisst dabei aber, den Griff zu lockern. "Wo bin ich...", fährt er fort und scheint die Anderen misstrauisch zu mustern. Skarin greift nach Jolkins Hand und will sich von dessen Griff lösen, der hält ihn aber energisch fest und lässt nicht locker.
    "Wir sind im Acht Teller", beginnt er, " und die Dunmer hier ist Teleri, erinnerst du dich? Wir trafen sie bei unserem Streit mit den Orks. Die anderen beiden sind Myria und Mergoth." Mit einem Nicken deutet er für die anderen sichtbar auf die Scherben und hofft das sie einer wegräumt, dann starrt er für einen Moment Jolkin an, nicht sicher, ob er seinen Freund schon mit Fragen bombadieren sollte.
    "Geht's dir gut?", fragt er, bevor er seine Neugier bezüglich der Geschehnisse im Haus der Alchemistin stillen will, und deutet dann auf die Hand an seinem Kragen, "Und könntest du mich vielleicht bitte loslassen?"
    Geändert von Streicher (25.03.2011 um 17:33 Uhr)

  6. #6
    Skarin ist sich nicht mehr wirklich sicher, ob sie hier irgendwas finden würden. Vielleicht war das ganze ja nur eine Hinhaltetaktik der Ork, die jetzt genug Zeit hatte um an Jolkin irgendwelche seltsamen Tinkturen auszuprobieren. Nachdenklich setzt sich der Waldläufer auf den Rand der Wanne und beobachtet die anderen. Mergoth untersucht zuerst das seltsame Gerät auf dem Tisch und wendet sich dann einem der Wandvorhänge zu, um dahinter zu schauen, und letzten Endes kehrt Myria von Oben wieder zurück und fragt, wer sich das Zeug in der Schüssel auf dem Altar im ersten Stock ansehen möchte. Irgendwas stimmt nicht mit diesem Haus, das wusste der Nord. Auch wenn die Hütte etwas karg aussah, schien sie bewohnt.
    Hier muss irgendwas sein, wo soll derjenige, der das Haus bewohnt denn sonst schlafen und wo sind seine Essensvorräte, wo seine Kleidung. Noch weiter nach oben scheint es nicht zu gehen, und hinter den Wänden ist auch nichts. Dann vielleicht ...
    Ohne große Hoffnungen darauf zu setzen steht Skarin wieder auf und hebt dann die beiden Teppiche im Raum an, um zu sehen, ob sich etwas darunter befindet.

  7. #7
    ---Teleri---
    Vor dem Stadttor steht nur ein einzelner Wächter, beim genaueren Hinsehen entpuppt er sich als eben der Jungspund, welcher am Tag zuvor bei Teleris Ankunft von dem Hauptmann zurechtgewiesen worden ist.

    ---Raven---
    Das Gesicht des Mannes nimmt einen versteinerten Ausdruck an. "Nein, einen Jim kenn ich nicht...Bruno?", beginnt der Wächter langsam und legt eine Hand auf den Schwertgriff. Sogleich tritt ein Tier von einem Nord in einer schweren kaiserlichen Rüstung aus einem Nebenraum und stellt sich mit verschränkten Armen vor die Ausgangstür hinter Raven. Dann fixiert der Wächter den Dunmer. "Ich kenne mich wirklich mit den Faustkämpfergeschichten aus, und ich erkenne auch diese Handschuhe. Sie haben keinem Jim gehört.". Der Mann dreht sie in den Händen und wirft einen Blick in das Innere der Handschuhe, als würde er etwas suchen; schließlich lächelt er und wird fündig. "Wenn ihr schon einem berühmten Mann sein Hab und Gut stehlt, dann solltet ihr euch auch glaubhafte Geschichten dazu ausdenken. Der Name des Mannes ist Derek. Derek die Eisenfaust. Dies steht hier auch im Handschuh", und mit einem selbstsicheren Grinsen zeigt der Wächter Raven eine Stickerei in daedrischer Schrift. "Ich beschuldige euch des Diebstahls und des versuchten Schmuggels...", beginnt der Mann langsam und mit fester Stimme.

    ---Myria, Skarin & Mergoth---
    Hinter dem Teppich unter an der Treppe kommt nichts als die blanke Wand zum Vorschein. Auch hinter dem anderen Wandbehang befindet sich nichts als eine unauffällige Wand.
    Von oben ist plötzlich ein Geräusch zu hören, wie als würde eine Tür geöffnet, und kurz darauf kommt am oberen Ende der Treppe eine dunkel gekleidete Person mit einer Kapuze zum Vorschein. Das Gesicht ist durch die im Rücken der Person hängenden Lampe nicht zu erkennen, da es im Schatten liegt. Einen Moment lang sind alle wie erstarrt; dann aber lässt der Schatten sein Habe, dass er unter den Arm geklemmt hatte, panisch fallen und hetzt zur Tür, reißt sie auf und verschwindet nach draußen. Der Krug zersplittert auf dem Boden und eine Flüssigkeit ergießt sich über den Boden und läuft über die ganze Breite der Treppe hinunter.

  8. #8
    Hinter dem Wandbehang kommt nichts als nackte Wand zum Vorschein. Wäre ja auch zu schön gewesen... Sie weiß nicht, was sie hier erwartet hat, aber jedenfalls mehr als nichts. Gerade als sie die Frage nach dem Pulver im oberen Stockwerk wiederholen will, ist von oben das Geräusch der Haustür zu hören. Verdammt. Es war drausen doch nicht so ruhig wie es aussah... Gerade als sie mit diesem Gedanken fertig ist, erscheint eine einzelne, dunkel gekleidete Gestalt oben an der Treppe. Das Gesicht liegt im Schatten der Kapuze, so dass man nicht sagen kann, wer oder was genau da steht. Myria ist vor Schreck wie erstarrt und der Gestalt scheint es nicht viel anders zu gehen - einen Moment herrscht absolute Stille im Raum, bis die Person etwas fallen lässt, das mit lautem Klirren auf dem Boden zerspringt. Durch den Lärm aus ihrer Erstarrung gerissen sieht Myria wie die Gestalt sich umwendet und flüchtet. Ohne groß nachzudenken und mehr aus einem Reflex heraus läuft Myria ihr hinterher.

  9. #9
    Immer noch unentschlossen seufzt Skarin, als er plötzlich eine bekannte Stimme seinen Namen rufen hört: „Skarin!“ Der Nord dreht sich herum und sieht Teleri, die auf ihn zugerannt kommt und förmlich in seine Arme springt. „Ich bin so froh, dich zu sehen“, flüstert sie an seiner Schulter. „Es tut mir leid, daß ich einfach so abgehauen bin. Das war eine verdammt dumme Idee. Und es tut mir so leid, was mit Jolkin passiert ist. Ich habe gehört, daß er tot ist...“ Zuerst überrascht, dann jedoch erleichtert erwidert er die euphorische Begrüßung. "Nun", beginnt er wobei er sich ein erwärmendes Lächeln nicht verkneifen kann, "... also ja, das ist sie," antwortet er erst Mergoth und wendet sich dann an Teleri, "beruhige dich erst mal. Ich bin froh, dass es dir gut geht, ich hatte schon die Befürchtung dir sei etwas zugestoßen. Mach dir zudem keine Sorgen, ich nehm es dir nicht übel einfach verschwunden zu sein. Und Jolkin, nein, wie mein Freund hier bereits sagte, er ist nicht tot, jedoch schwer verletzt. Er liegt zur Zeit in Behandlung in der Magiergile, auch wenn ich ihn lieber zu einem Heiler gebracht hätte. Die Ork die sich um ihn kümmert ist mir nicht ganz geheuer. Aber es scheint ihm besser als vorher zu gehen. Es war ... ein erschreckender Anblick im Haus der Alchemistin. Aber ich bin wirklich froh, dass es dir gut geht." Erleichtert, sich um eine Sache weniger Sorgen zu machen atmet er aus. "Du scheinst wirklich froh zu sein mich zu sehen", stellt er etwas geniert fest, "wenn ich fragen darf, was ist mit dir passiert?"
    Geändert von Streicher (10.02.2011 um 19:33 Uhr)

  10. #10
    Teleri löst sich von Skarin. Hier stehe ich, mitten in Balmora, und heule mich an der Schulter eines Nords aus... eines Nords! Das muß man sich mal vorstellen. Andererseits habe ich auch noch nie einen so freundlichen Vertreter dieses Volkes getroffen wie ihn...
    Sie wischt sich durch den Augenwinkel und lächelt tapfer. "Später", antwortet sie auf seine Frage danach, was ihr geschehen ist. "Irgendwo, wo weniger Leute zuhören können. Zuerst will ich Jolkin sehen. Wenn er transportfähig ist, bringen wir ihn aus der Magiergilde fort in ein Zimmer irgendeiner Taverne. Ich kümmere mich um ihn, versprochen."
    Ihr Blick fällt auf den Kaiserlichen und die Bretonin. "Wer sind deine Begleiter?"

  11. #11
    "Nein, einen Jim kenn ich nicht...Bruno?", beginnt der Wächter langsam und legt eine Hand auf den Schwertgriff. Ähm ja, soviel dazu. Vielleicht heißt Jim in Wahrheit auch völlig anders......Raven hält einen Moment inne. Ich denke das Jim eher die Wahrheit gesagt hat..... Der Dunmer bemerkt den Wächter in seinem Rücken, ehe er wieder angesprochen wird. "Ich kenne mich wirklich mit den Faustkämpfergeschichten aus, und ich erkenne auch diese Handschuhe. Sie haben keinem Jim gehört."
    Als der Wächter mit einem miesen Lächeln im Gesicht auf eine deadrische Stickerei verweist, die angeblich auf den wahren Besitzer, Derek die Eisenfaust, hinweist, verdreht Raven genervt die Augen. Du weißt doch noch nicht einmal wie du einem Weib den Rock heben musst. Woher solltest du dann daedrisch lesen können?
    "Ich beschuldige euch des Diebstahls und des versuchten Schmuggels...", beginnt der Mann langsam und mit fester Stimme.

    Sichtlich genervt seufzt Raven ehe er den Wächter unterbricht: "Moment, ich will hier etwas klar stellen." Raven hält kurz inne eher er mit ruhiger Stimme fortfährt: "Erstens, ich habe diese Handschuhe nicht gestohlen, sie wurden mir geschenkt. Außerdem wäre ich nicht so einfältig und würde in meiner Aufmachung irgendetwas schmuggeln, zumal ich nicht wüsste was.
    Zweitens, ich glaube euch nicht das ihr daedrisch lesen könnt, es sei denn eure Eltern wären Magier oder sehr wohlhabend und in beiden Fällen würdet ihr nicht bei der Stadtwache arbeiten.
    Und drittens, wenn euch die Handschuhe wirklich so viel bedeuten, dann kann ich sie euch auch schenken, laut eurer Erfahrung könnt ihr sie ja mehr würdigen als ich." In den letzten Satz legt Raven ein gewisses Maß an Sarkasmus in seine Stimme. Das wird jetzt meine Chancen, die Stadt zu betreten, nicht wirklich steigern, aber er legt es ja darauf an.
    Geändert von Skyter 21 (26.03.2011 um 19:22 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  12. #12
    ---Raggoth-gro-Lokhar & Ghor---
    Von dem Rothwardon ist ein leises Lachen zu hören, kaum dass Raggoth alle anderen Aufträge außer die Eskorten als unsinnig abgetan hatte. So wirklich Interesse scheint der Mann nicht an den Aufträgen zu zeigen, viel mehr schaut er sie nur rasch durch als ob er etwas suchen würde.
    Raggoths Eskorten-Auftrag lautet wie folgt:

    Ich,
    der rennomierte Händler Ulfgard von Hochfels,
    suche einen ergebenen Geleitschutz nach Ald'Rhun,
    welcher mir bedingungslos Folge leistet.
    Ich erwarte den sachgemäßen Transport meiner Habseeligkeiten
    und den Schutz meines leiblichen Wohls, denn Reichtum
    mehrt nun einmal den Neid des niederen Volkes.


    Inzwischen ist der Rothwardon aufgestanden und hat sich seinen Zweihänder auf den Rücken geschnallt. "Ich wünsche noch viel Spass bei dieser Lektüre...", grinst er den Ork und Nord spöttisch und mit gespielt gehobener Stimme an und verlässt dann die Gilde, wobei er die Tür nicht ins Schloss fallen lässt, sondern sacht, fast leise schließt.


    ---Myria, Teleri, Skarin & Mergoth---
    Aus Jolkins Augen lässt sich nicht ablesen, ob er wirklich bei solch klaren Verstand ist, wie es alle Anwesende gerne hätten (insbesondere Skarin). Sein Blick wechselt innerhalb von ein paar Sekunden von klar auf verwirrt und dann auf verrückt. Hektisch wirft er den Kopf umher. "Wo ist dieses Biest?! Mein Schwert, Skarin, wo ist mein Schwert?! Ich muss es erledigen!", und dabei starrt er seinen Kumpanen eindringlich an und verstärkt den Griff sogar noch, schüttelt den Nord dabei leicht. "Ich mach es fertig! Mein Schwert! Wo ist es...wo...ich...", mit einem Mal erschlaffen Jolkins Pranken und er lässt von Skarin ab; stattdessen presst er sie auf seine Brust, genau da wo die Narbe entlang verläuft, und krümmt sich langsam zusammen. "Diese Missgeburt...", presst er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, während er sich, scheinbar vor Schmerz, verkrampft.


    ---Raven---
    Der Wachmann ist von der Aufmüpfigkeit des Dunmers ganz offensichtlich sehr überrascht, hatte er doch erwartet dass dieser aufgrund der Vorwürfe jetzt ganz kleinlut werden würde. Das hat mir jetzt nicht das süße Gefühl der Genugtuung gegeben, auf das ich es abgesehen hatte, ging ihm durch den Kopf. Den Handschuh legte er zurück auf den Tisch und belegte den Dunkelelfen mit einem skeptisch-nachdenklichen Blick. Er verschränkt die Arme und spricht Raven nach einer gefühlten halben Ewigkeit leise murmelnd an. "Was sind euch diese...Handschuhe...von...JIM...und der Rest von eurem seltsamen Gepäck...denn wert...", und dabei lächelt er süffisant, anscheinend fällt auch diese wache nicht aus dem allgemein bekannten Muster der Bestechlichkeit.

  13. #13
    Die Stirn runzelnd liest der Hüne die Schriftrolle. Der Inhalt lässt ihn nur noch weiter die Stirn runzeln. "Diese Reichen... ich kann sie nicht ab... aber ich brauche Geld", grummelt er vor sich hin, bevor er die Schriftrolle in die Tasche steckt und dem Nord antwortet. "Nun, ich kann Euch von einigen Eskorten berichten, bei denen meine Hilfe dringend nötig war... Aber jedem das seine. Wenn Ihr nicht auf Eskorten steht, dann sucht Euch doch etwas anderes aus. Mehr kann ich auch nicht sagen." Mit diesen Worten verabschiedet er sich bei dem Nord und stapft aus der Gilde, wobei er sich etwas Zeit lässt. Wirklich freuen kann er sich auf den neuen Auftrag nicht. Aber er darf nicht nach seinen Vorlieben gehen, sondern nach der Bezahlung, und erfahrungsgemäß sind seine Auftraggeber von ihm eingeschüchtert genug, um auch ein ordentliches Sümmchen zu zahlen. Draußen fällt ihm ein, dass er gar nicht weiß, wo sich dieser Ulf oder wie auch immer aufhält. Seufzend geht er in Richtung Taverne, um "Nachforschungen" anzustellen.

  14. #14
    ---Teleri---
    Der Rothwardon lauscht an der Tür und versucht zu erahnen, was sich in seinen Räumlichkeiten abspielt. Er hört splitterndes Holz und berstenden Stein, dies setzt sich Minutenlang so fort.
    Nach einer schier endlosen Zeit wird es plötzlich still, und man hört nur noch das tierähnliche Gegrunzte; aber auch das wird mit der Zeit immer leiser und scheint sich zu entfernen, bis nur noch gefährliche Stille herrscht.
    Gravir aber bewegt sich noch immer kein Stück und horcht weiterhin angestrengt. Als er keinen Laut vernehmen kann, greift er blind neben sich auf das Regal, wo sich eine kleine Öllampe und zwei kleine Feuersteine befinden. Er nimmt beides auf, dreht sich um und hockt sich hin; dann stellt er das Öllämpchen lautlos auf den Boden. „Ich mache jetzt ein wenig Licht…“, sagt Gravir leise und schlägt die beiden Feuersteine gegeneinander. Ein dumpfes Geräusch ertönt, gefolgt von einem Funken, der schließlich die Lampe entzündet. Ein fahler Lichtschein breitet sich in dem kleinen Vorratsraum aus. Gravir entdeckt Teleri ein bisschen weiter weg von sich am Boden hocken. Das dämmrige Licht reicht geradeso aus, um ihre Umrisse zu erleuchten, Details wie ihr Gesicht erkennt er nicht besonders gut, dafür ist er selbst relativ gut sichtbar. Eine Weile lang schweigt der Rothwardon Teleri nur an, was in diesem Ambiente, untermalt von der Stille draußen, schon sehr bedrohlich wirkt. Dann endlich beginnt er zu sprechen, wenn auch sehr leise. „Ich frage mich schon die ganze Zeit, wie sie es geschafft haben, hier durchzubrechen. Ich habe keine Hoffnung, dass sie irgendwelche Gefangenen gemacht haben, das was ich draußen sah, lässt keineswegs darauf schließen…“, sinniert er mehr für sich selbst als an Teleri gewandt vor sich hin. „Wir könnten zwar ewig hier drin bleiben, genug Verpflegung hätten wir, aber das kann ja auch nicht die Erfüllung unser Träume sein, nicht wahr…“, und er lässt ein schiefes Grinsen sehen. Dann erhebt er sich, wobei er die Lampe auf dem Boden stehen lässt und dreht sich zur Tür. Abermals lauscht er, kann aber nichts hören. „Bleib hier drin, wenn du irgendetwas hörst, Kampfgeräusche oder dergleichen…bleib hier drin…“, und damit öffnet der Rothwardon vorsichtig die Tür, linst nach draußen, huscht hinaus und schließt sie wieder hinter sich.

    Aufmerksam blickt sich der Halbvampir um; seine Bleibe gleicht einem Schlachtfeld, alles ist zertrümmert und zerstört. Aber darauf richtet er gerade nicht sein Augenmerk, sondern schaut nur kurz in die angrenzenden Zimmer, ob sich ein Goblin darin befindet. Als dies nicht der Fall ist, schleicht er sich, mit der Hand an einem seiner Schwerter, zur Eingangstür, welche ebenfalls nur noch lose in den Angeln hängt. Langsam und einen Fuß vor den anderen setzend, wobei er darauf achtet auf nichts Geräuscherzeugendes zu treten, schleicht er sich in die Kanalisation hinaus. Auch hier ist die einzige Spur, dass die Goblins zugegen waren, die Zerstörung, das Blut und die Überreste der zerfledderten Vampirwächter. Ganz offensichtlich waren die Goblins fort, und Gravir entspannt sich ein wenig. „Mutig war das nicht von mir, aber ich wäre unter Garantie genauso geendet wie du da…“, meint er trocken mit einem Blick auf einen blutigen Haufen, welcher keine zehn Meter von ihm weg in einer Blutlache liegt. Gravir kehrt um, geht in seine zerstörte Bleibe zurück und auf die Lagertür zu. „Du kannst rauskommen…“, ruft er halblaut gegen die Tür und öffnet sie dann einen Spalt. Danach wendet er sich seinem Schlafgemach zu und bleibt mit ausdruckslosem Gesicht in der Tür stehen, die Augen auf das zerfetzte Werwolfsfell an der Wand gerichtet…

  15. #15
    Angespannt lauscht sie dem Wahnsinn blindwütiger Zerstörung, der sich auf der anderen Seite der Tür abspielt. Das Bersten und Splittern von Holz und anderen Materialien scheint eine Ewigkeit anzuhalten. Schließlich aber verebbt es, entfernt sich, als würde sich ein Sturm legen. Dennoch verbleibt Teleri in ihrer Position und hält die magischen Energien beisammen.
    Irgendwann hört sie das leise Rascheln von Gravirs Kleidung, dann das Aufeinanderschlagen von Flintsteinen. Ist der verrückt geworden? Wenn das Licht unter der Tür hindurchscheint, wird es uns ganz sicher verraten. Woher sollen wir wissen, ob wirklich keins von den Biestern mehr in der Nähe ist?
    Ein schwacher Schein breitet sich in der Kammer aus, und Teleri hält die Luft an. Aber auf der anderen Seite bleibt alles ruhig. Endlich wendet sie ihren Blick von der Tür ab und schaut zu Gravir. Er wirkt noch gespenstischer als ohnehin schon, jetzt, wo die kleine Lampe sein Gesicht von unten beleuchtet und harte Schatten darauf wirft. Lange Zeit schweigt er. Als er schließlich zu sprechen beginnt, scheint er eher laut seine Gedanken zu sortieren und nicht wirklich eine Antwort zu erwarten:
    "Ich frage mich schon die ganze Zeit wie sie es geschafft haben, hier durchzubrechen. Ich habe keine Hoffnung, daß sie irgendwelche Gefangenen gemacht haben; das, was ich draußen sah, läßt keineswegs darauf schließen..." seine Stimme verklingt.
    Nimms mir nicht übel, Gravir, aber ich hoffe sehr wohl, daß sie keine Gefangenen gemacht haben...
    Er dreht sich zu ihr um, und Teleris Herzschlag stockt für einen Moment. Das hab ich doch nicht etwa laut gesagt...? Scheinbar nicht, denn der Halbvampir ringt sich ein schiefes Grinsen ab: "Wir könnten zwar ewig hier drin bleiben, genug Verpflegung hätten wir, aber das kann ja auch nicht die Erfüllung unserer Träume sein, nicht wahr?" Sie lächelt müde und schüttelt leicht den Kopf. Gravir erhebt sich und geht auf die Tür zu, zögert, lauscht.
    "Bleib hier drin, wenn du irgendwas hörst, Kampfgeräusche oder dergleichen", schärft er der Dunkelelfin ein. "Bleib... hier... drin." "Verstanden", flüstert sie, und beobachtet, wie der Kämpfer leise nach draußen schlüpft.
    Tatsächlich denkt sie gar nicht daran, in einem solchen Falle still in einer Ecke auszuharren. Lieber riskiert sie es, im Falle eines neuerlichen Angriffs zusammen mit Gravir zerrissen zu werden als darauf zu warten, daß die Goblins sie irgendwann allein hier finden. Zu zweit könnte ihnen ein Ausfall möglicherweise sogar gelingen, aber alleine hätte sie nicht den Hauch einer Chance. Solange es jedoch ruhig bleibt, wird sie warten, beschließt Teleri.

    Nach einer Weile, die ihr wie Stunden vorkommt, kehrt der Rothwardon zurück. "Du kannst rauskommen", ruft er leise. Die Alchemistin erhebt sich mit knackenden Knien. Erst jetzt fällt ihr auf, wie taub ihre Beine in der langen Zeit geworden sind, die sie hockend verbracht hat. Langsam tritt sie aus der Kammer heraus und läßt den Blick über das heillose Chaos im Hauptraum gleiten. Es scheint, als sei tatsächlich nichts Verwertbares übriggeblieben. Es grenzt an ein Wunder, daß die Goblins ihr Versteck übersehen haben. Fassungslos schüttelt sie den Kopf und sieht sich suchend nach Gravir um.
    Sie entdeckt ihn schließlich, wie er reglos im Türrahmen des Schlafgemachs steht, den Blick starr auf das Werwolfsfell gerichtet, das ebenfalls in Fetzen hängt. Vorsichtig nähert sie sich dem Halbblut und bleibt schließlich einen halben Schritt hinter ihm stehen.

    Teleri hebt den Arm, zögert, und legt schließlich ihre Hand ganz sacht auf Gravirs Schulter. "Wir müssen hier weg. Jetzt.", sagt sie sanft. "Raus aus den Kanälen. Hier ist es nicht mehr sicher."
    Sie vermutet, daß der Schock den Krieger letztendlich doch eingeholt hat. Kein Wunder. Schließlich hat er soeben alles verloren, was er sich aufgebaut hatte. Er rührt sich nicht. In dem Gemach wie auch draußen auf dem Gang herrscht Totenstille. "Gravir, hast du mich verstanden? Wir müssen hier weg." Sie überlegt einen Augenblick. "Nimm das Fell mit."

  16. #16
    ---Teleri---
    Gravir vermag nicht zu sagen, wie lange er auf das Fell an der Wand, sein Fell, gestarrt hat. Sein Kopf ist vollkommen leer, er denkt rein gar nichts, bis zu dem Moment, als ihn Teleri mit der Hand auf der Schulter wieder ins Hier und Jetzt zurückholt. Er reagiert nicht, aber sein Verstand arbeitet auf Hochtouren. Wie schnell sich doch materialistische Besitztümer auflösen können, das habe ich jetzt am eigenen Leib erlebt. Aber was fühle ich hier? Das war eine Erinnerung in Form eines Fells. Nichts weiter. Das was zählt ist die Erinnerung, welche ich im Herzen tra….Moment mal. Welches Herz?! Du hast doch gar kein Herz. Letztendlich entscheidest du alles per Kopf. Nur da behält man keine schönen Erinnerungen auf, sondern erinnert sich nüchtern und trocken. Dieses Fell also ist eine ausgelöschte Erinnerung. Eine Erinnerung, die ich nicht verlieren wollte. Wer hat Schuld daran, dass ich sie verloren habe, diese Erinnerung? Sie?, und sein Kopf zuckt zu Teleri herum und die grauen Augen fixieren sie kalt. Nein, sie kann nichts dafür. Die Goblins? Nein, für die ist das alles hier nur wertloser Plunder gewesen, sie hätten wahrscheinlich auch einen alten Teppich zerfetzt. Schuld…wer trägt die Schuld…Zirkon…nur Zirkon ist schuldig. Er hatte die Verantwortung für diese Welt hier unten…unsere Welt…meine Welt…er ist schuld…. Gravir weiß selber nicht, wie er zu diesem Gedankengang kommt, auf einmal kommt alles mit einmal wieder hoch; die jahrzehntelange Einsamkeit wird ihm erst jetzt bewusst, und aus einem unerfindlichen Grund gibt er nur Zirkon allein Schuld an diesem Dilemma hier und überhaupt dafür, wie sein Leben verlaufen ist.
    Die Gesichtszüge des Rothwardonen verhärten sich und er fixiert die Eingangstür. „Ich mach dich kalt, wenn es nicht schon die Goblins getan haben…“, knirscht er wutentbrannt zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, schiebt Teleri zur Seite als wär sie eine Feder und stürmt mit festem Schritt an ihr vorbei aus der Wohnung. Er nimmt dabei keine Rücksicht auf die Dinge die sich ihm in den Weg, seien es Trümmer oder blutige Reste der Vampire, er marschiert dort einfach hindurch und läuft geradewegs auf Zirkons Residenz zu, dessen Tür ebenfalls in Trümmern liegt. Hier angekommen, holt er aus und drischt mit der Faust gegen die losen Holzreste der Tür, welche daraufhin nach innen geschleudert werden. Keine Anzeichen von Schmerzen zeigt sich dabei in seinem Gesicht, nur die blanke Wut, und dies ist auch immer noch so, als er endlich sich den Weg freigemacht hat und in die Bleibe Zirkons eindringt.
    Das Bild, was sich hier bietet, ist schauderhaft. Auch hier sind die Zerstörungen groß, kein Möbelstück ist mehr heil, aber dies gerät im Angesicht der neuen Wandverzierung in’s Hintertreffen. Die Wände sind blutverschmiert und überall hängen Reste von Eingeweiden. Auf dem Boden verstreut zwischen den Trümmern liegen Körperteile herum, welche sich mit ein bisschen Fantasie Zirkon zuordnen lassen, wenn man sich daran erinnert, was er getragen hat. Gravirs Gesicht zeigt in Anbetracht dieses Schlachthauses allerdings noch immer keine Reaktion, und sein Blick schweift über jedes einzelne abgetrennte Glied zu seinen Füßen. Er erspäht ein Möbelstück, welches noch relativ heil aussieht und zu Zirkons Lieblingsstücken gehörte. Er will sich gerade daran machen, es kurz und klein zu schlagen, als er plötzlich in der Kopfbewegung verharrt und etwas Rundes am Rande eines großen blutverschmierten Trümmerhaufens fixiert. Der Halbvampir macht einen Schritt nach vorn; dass er dabei auf einen abgetrennten Arm tritt, scheint ihm vollkommen egal zu sein. Immer weiter bewegt er sich durch den Raum, bis er schließlich vor dem abgerissenen Kopf Zirkons steht. Er schaut hinab und blickt direkt in die toten Augen des Vampirs. „Endlich…hast du bekommen was du verdienst, du elendiger Sadist…“. Der Halbvampir bückt sich, packt den Kopf an den Haaren und erhebt sich wieder. Er hält den Schädel an seinem ausgestreckten Arm und betrachtet ihn abermals einen Augenblick, seine Augen zeigen dabei wiederum Hass und Verachtung, aber langsam mischt sich eine gewisse Genugtuung in den Blick Gravirs. Blut tropft aus dem Hals des Kopfes auf den Boden. Plötzlich holt Gravir aus und schmettert ihn wie einen Streitkolben gegen die nahe Wand, sodass er mit einem seltsam dumpfen Knall gegen den harten Stein prallt; Blut und Gehirnmasse spritzt in alle Richtungen davon. Er hält den blutenden, jetzt unförmig gewordenen Kopf noch einen Moment lang an den Haaren, bis er ihn achtlos zu Boden fallen lässt, wo er wie ein roter haariger Beutel liegenbleibt. Nun steht der Rothwardon einfach nur da und blickt auf seine blutverschmierten Hände, eine gewisse Ruhe breitet sich in ihm aus, jedoch noch keine Befriedigung; immer noch verspürt er diese Wut in sich...
    Geändert von Van Tommels (11.08.2010 um 00:04 Uhr)

  17. #17
    Einen kurzen Moment lang geschieht gar nichts, dann spürt Teleri, wie sich Gravir unter ihrer Hand verkrampft. Er fährt herum und starrt sie an, Mord in den Augen.
    Jetzt knallts.
    Der eiskalte Blick wandert weiter. "Ich mach dich kalt, wenn es nicht schon die Goblins getan haben...", faucht der Krieger und wischt die Elfin mit einer einzigen Bewegung beiseite. Sie landet unsanft auf dem Boden, rappelt sich auf und sieht gerade noch, wie Gravir durch die zerstörte Eingangstür stürmt. Wen denn?

    Mit einer stoischen Ruhe, deren Ursprung sie sich selbst nicht erklären kann, zupft sie sich einige Holzsplitter aus den Handballen. Hoffentlich hören die Leute bald damit auf, mich durch die Gegend zu werfen... Ihr Sarkasmus ist zurück. Ein untrügliches Zeichen dafür, daß etwas in ihr beschlossen hat, die Kontrolle über die Situation zu übernehmen - wahrscheinlich weil es sonst niemanden mehr gibt, der ihr diese Aufgabe abnehmen könnte. In einiger Entfernung ertönt ein splitterndes Krachen.
    Aus ihrer knienden Position kann sie unter den Resten des Bettes etwas schimmern sehen. Die Goblins haben ihren Kampfstab tatsächlich nicht bemerkt, oder ihn zumindest einfach liegen lassen. Teleri zerrt das Ding unter den Trümmern hervor und schnallt es sich quer über den Rücken. Dann fällt ihr Blick wieder auf das Wolfsfell.

    Irgend etwas ist wichtig an diesem Fell, überlegt sie. Auf jeden Fall ist es mehr als eine einfache Trophäe. Daran hängen Gefühle, Schmerz oder Freude oder beides. Noch immer im Zustand dieser unnatürlichen Ruhe beginnt sie, die Fetzen vorsichtig von der Wand zu lösen. Sie sammelt auch alle Krallen auf, die sie finden kann, und knotet alles zusammen in die Reste der Bettlaken, so gut es eben geht. Die komplette Basis ist ein einziger Trümmerhaufen. Warum führt ausgerechnet ein zerrissenes Fell dazu, daß irgendwas in Gravir aushakt? Sie klemmt das Bündel unter einen Arm und verläßt die Wohnung. Auf der Schwelle bleibt sie stehen und schnappt nach Luft.
    Blut ist kein Problem. Gekröse auch nicht. Tote Leute ebenfalls nicht. Blut, Gekröse und Teile von toten Leuten, alles mehr oder minder gleichmäßig durch einen langen Gang verteilt, sind eine etwas andere Geschichte. Der Gestank ist hier überwältigend. Kurz werden ihr die Knie weich, und sie muß würgen. Es hilft nichts, Teleri. Du mußt da durch. Vorsichtig, darauf bedacht, nicht auf irgendwelche Körperteile zu treten, bahnt sie sich einen Weg durch die Höllenszenerie und nimmt dabei jedes Detail in sich auf. In die seltsame Ruhe schleicht sich Beklemmung und legt sich um sie wie ein kaltes, nasses Tuch.
    Sie folgt dem Geräusch berstenden Holzes, das sie vorhin wahrgenommen hat. Seitdem ist es jedoch wieder still in der unterirdischen Stadt. Ihr Weg führt sie zurück zu Zirkons Gemächern. Verflucht. Hier wollte ich nie wieder einen Fuß hineinsetzen... Oh. Jemand hat umdekoriert.
    Teleri kommt der Verdacht, daß ihr wiedererwachter Sarkasmus ihre Art ist, mit den schockierenden Eindrücken umzugehen. Das ist immer noch besser, als schreiend zusammenzubrechen. Allerdings befürchte ich, daß genau das später noch folgen wird... aber nicht jetzt. Allein diese Erkenntnis befördert sie jedoch bereits ein unwillkommenes Stück weiter aus ihrem Kokon der Seelenruhe hinaus.
    Die Goblins scheinen hier noch grausamer gewütet zu haben als im Kanal selbst. Der tote Körper zu ihren Füßen, der sich durch das Quartier verteilt, ist in unzählige Stücke zerrissen. Dennoch erkennt sie ihn sofort. Sie kann sich keinen Umstand vorstellen, unter dem sie ihren Peiniger nicht wiedererkennen könnte. "Wer Wind sät, wird Sturm ernten", murmelt sie halblaut, und ihr Blick wird hart. "Bei dir hoffe ich, daß es lange gedauert hat."


    Gravir steht nahe einer Wand des Raumes. Er ist blutbesudelt, und wirkt beinahe entrückt in seinem Zorn. Ich bin vielleicht daran gewöhnt mit Bauern und Hausfrauen umzugehen, die irgendwelchen Kummer haben. Jene, die trauern, kuriert man mit heißer Schlachterfischsuppe und viel Beschäftigung und solche, die jammern um des Jammerns willen, mit einem Arschtritt und noch mehr Beschäftigung. Kleine Geister fühlen nur kleinen Schmerz. Aber das hier... Sie schaut zu dem Halbvampir auf und hat keine Ahnung, was sie tun soll. Sie steht selber unter Schock und hält nur mit Mühe die Fragmente ihres Geistes zusammen. Zudem erinnert sie die ganze Szenerie an... Jetzt nicht, schimpft sie sich selbst aus.

    Dennoch: Hier kann sie keine Heilerin sein. Nur eine Freundin - falls Gravir das zuläßt. Sie legt das Bündel auf dem Boden ab und nähert sich abermals vorsichtig dem Rothwardonen. Dabei steigt sie über etwas, das einmal offenbar Zirkons Kopf gewesen ist, auch wenn sich das nur noch an den schwarzen, einstmals so prächtigen Haaren bestimmen läßt. Teleri überlegt, ob sie nochmals wagen soll, Gravir zu berühren. Der Ausbruch hat ihr eindrücklich ins Gedächtnis zurückgerufen wie gefährlich der Mann ist, der jetzt nur wenige Handbreit von ihr steht und in dem noch immer heiße Wut schwelt.
    "Das war schon lange überfällig, nicht wahr?" fragt sie leise. "Aber hier gibt es nichts mehr, was du bekämpfen kannst. Sie sind alle tot, nur du nicht. Du bist noch hier, weil es dir wichtiger war, ein Leben zu schützen... mein Leben", sagt sie und geht mit ihren nächsten Worten ein Risiko ein, das sie kein bißchen zu kalkulieren vermag: "Vielleicht zeigt es, daß dies ohnehin niemals der Ort war, an den du gehört hast. Daß du weiter danach suchen mußt..." Mitgefühl. Und... eine Beschäftigung. Das ist alles, was ich dir bieten kann.

  18. #18
    ---Teleri---
    Die Dunmerin reißt den Rothwardonen mit ihrer Anrede aus der Starre, in der er sich befunden hat. Langsam, während sie noch redet, dreht er den Kopf zu ihr und fixiert sie. Noch nimmt er alles ohne Reaktion zur Kenntnis; als Teleri jedoch versucht, mit ihrem "Vielleicht zeigt es, daß dies ohnehin niemals der Ort war, an den du gehört hast. Daß du weiter danach suchen mußt..." den Halbvampir zu besänftigen, zeigt das Aufflammen seiner Augen, dass sie ganz offensichtlich genau das Gegenteil erreicht hat. Kaum hat sie das ausgesprochen, packt sie der Halbvampir an den Schultern, wirft sie herum und drückt sie mit dem Rücken gegen die blutverschmierte Wand. Sein Gesicht befindet sich nur Zentimeter vor ihrem und ist mit kleinen Blutstropfen übersäht; er schaut sie wutverzerrt an und redet auf sie ein, wobei er zuerst leise beginnt und dann immer lauter wird. „Was fällt dir ein?! Du tauchst hier aus dem Nichts auf und versuchst mir jetzt, hier, in dieser Situation, in der ich mein Zuhause verloren habe, verständlich zu machen, dass das nie mein Zuhause gewesen wäre?! Dass ich weitersuchen soll?! Wo soll ich denn deiner Meinung nach hin? In einen schönen Telvanni-Turm einziehen? In Vivec ein schönes Geschäft für Kleidung aller Art eröffnen? Wie genau stellst du dir das vor!? DAS hier war mein Zuhause, der einzige Ort, an dem mich nicht jeder angeschaut hat als wär ich ein Oger oder ein Haufen…“, aber plötzlich stockt der Halbvampir. Alle Wut verschwindet aus seinem Gesicht und weicht dem Ausdruck purer Überraschung. „Ich….oh….verzeih mir…“, stammelt er etwas verwirrt, und der Griff an ihren Schultern lockert sich.
    Schließlich löst er seine Hände ganz von der Dunmerin, richtet sich ein wenig auf und steht etwas deplatziert vor der Dunmerin. „Wir sollten uns auf den Weg machen.“. Sein Blick fällt auf das Bündel am Boden, welches Teleri abgestellt hat; selbst im Halbdunkeln des Raumes erkennt er, um was es sich dabei handelt. „Lass es hier…“, meint er kurz angebunden und stößt mit dem Fuß dagegen, sodass es aufgeht und sich die Fellfetzen und die Krallen über einen kleinen Radius verteilen. „Ich hol mir ein Neues…koste es was es wolle. Was sollte ich auch anderes tun…“, spricht er mit entrückter Stimme. Dann scheint ihm etwas einzufallen; er dreht auf dem Absatz um und geht in den Raum, welcher einmal Zirkons Schlafgemach war. An dem zerstörten Schrank hält er inne und kramt in den Trümmern des Möbelstücks. Kurz darauf holt er drei kleine Lederbeutelchen sowie einen leicht gebogenen Dolch mit goldenen Heft und gebogener Klinge mit der dazugehörigen Scheide hervor. Die Lederbeutel lässt Gravir verschwinden, und mit dem Dolch kehrt er in den Hauptraum zurück. Mit den Augen erspäht er Teleri, geht auf sie zu und drückt ihr die Waffe in die Hand. „Ich kann mit dem Zahnstocher nichts anfangen…und nun…wir sollten gehen…“, und Gravir wendet sich Richtung Ausgang zum Gehen…

    Teleri: +1 Elfendolch
    Geändert von Van Tommels (11.08.2010 um 11:18 Uhr)

  19. #19
    Teleri erschrickt heftig, als Gravir ihrem Blick begegnet und die volle Wucht seines Zorns sie trifft.
    Mist. Das war zu viel des Guten.
    Im nächsten Augenblick packt er sie grob und schmettert sie gegen die Wand, so heftig, daß ihre Zähne aufeinanderschlagen. Der brutale Griff ist zu viel für ihre noch immer empfindliche Schulter, und sie krümmt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht. Der mörderische Ausdruck im Antlitz des Bastards, nur wenige fingerbreit vor ihrem eigenen, ist so entsetzlich, daß sie die Augen schließen muß. Sein Atem streift ihr Gesicht.
    "Was fällt dir ein?!" faucht er heiser. "Du tauchst hier aus dem Nichts auf und versuchst mir jetzt, hier, in dieser Situation, in der ich mein Zuhause verloren habe, verständlich zu machen, daß das nie mein Zuhause gewesen wäre?! Daß ich weitersuchen soll?! Wo soll ich denn deiner Meinung nach hin? In einen schönen Telvanni-Turm einziehen? In Vivec ein schönes Geschäft für Kleidung aller Art eröffnen? Wie genau stellst du dir das vor!?" Teleri fängt all die Wut auf, die er ihr entgegenschleudert. Bewußt oder unbewußt hat sie sich selbst zum Ziel gemacht, und jetzt muß sie dem Sturm standhalten. Mittlerweile schreit Gravir sie unkontrolliert an. "DAS hier war mein Zuhause, der einzige Ort, an dem mich nicht jeder angeschaut hat als wär ich ein Oger oder ein Haufen…"
    Ein Haufen was? fragt sie sich noch immer etwas benommen. Aber der Zorn ist verraucht. Vorsichtig öffnet sie die Augen und schaut in ein blasses, verwirrtes Gesicht. "Ich... oh. Verzeih mir." Endlich lockert er den stählernen Griff um ihre Schultern, schaut sie aber weiterhin an, als sähe er sie zum ersten Mal. Und vielleicht stimmt das auch. Auf eine gewisse Weise.

    Schließlich läßt der Rothwardon sie los. Er sieht etwas verloren aus, als wüßte er selbst nicht genau, was gerade geschehen ist. Aber die Starre ist überwunden.
    "Wir sollten uns auf den Weg machen... Laß es hier", sagt er, und meint damit offenbar das Bündel mit dem Wolfsfell. Er versetzt dem Ding einen Tritt: "Ich hole mir ein neues... koste es, was es wolle. Was sollte ich auch anderes tun..." unvermittelt wendet Gravir sich ab und marschiert in den Nebenraum.

    Was du anderes tun solltest? Das alte flicken, zum Beispiel? Was bei den neun Ebenen von Oblivion ist so verdammt wichtig an diesem Fell?!
    Etwas fühlt sich klebrig an. Teleri löst sich von der Wand. Ihr Rücken und ihre Haare sind voller Blut, ebenso die Schultern, dort wo der Halbvampir sie gepackt hatte. Zirkons Blut. Sie fährt mit den Fingern hindurch und betrachtet nachdenklich die rote Flüssigkeit an ihren Fingerkuppen. Wie seltsam. Einfach nur Blut. Er war so manchem Telvanni gar nicht so unähnlich. Gleichen wir uns vielleicht mehr, als man ahnen mag? Sie schüttelt den Kopf. Die Ereignisse holen dich endgültig ein. Jetzt fängst du an zu spinnen, Teleri. Trotzdem klaubt sie einen kleinen, blutgetränkten Kleiderfetzen vom Boden auf und verstaut ihn in ihrem Beutel. Warum sie das tut, ist ihr selbst nicht klar.

    Gravir kehrt zurück und drückt ihr einen eleganten, schweren Dolch in die Hand. "Ich kann mit dem Zahnstocher nichts anfangen", erklärt er knapp. "Und nun... wir sollten gehen."
    Teleri betrachtet die Waffe in ihren Händen. Ayleidenarbeit. Unglaublich selten und wertvoll. Doch die Symbolik des Dolches hat für sie weitaus mehr Bedeutung als der materielle Wert. Du hast mich nicht vernichten können, weil du die Zeichen um dich herum nicht erkannt hast. Du warst so sehr in deiner eigenen Boshaftigkeit und Lust gefangen, daß sie am Ende dich verschlungen haben. Und jetzt gehe ich hier heraus, mit einem Symbol deiner Gewalt in meinen Händen - damit hast du jede Macht über mich verloren.
    Sie macht auf dem Absatz kehrt und folgt Gravir nach draußen.
    Geändert von Glannaragh (11.08.2010 um 16:43 Uhr)

  20. #20
    Bevor er realisieren kann, was geschehen ist, fällt der Nord, versucht sich abzustützen, rutsch aber auf dem Lampenöl aus und fällt auf Myria. Keine Sekunde später donnert ihm Mergoth auf den Rücken und zusammen rutschen die drei die Treppe hinunter. Zuerst will Skarin sich hochstemmen, erinnert sich aber an den Kaiserlichen, den er ansonsten von sich geschleudert hätte. Nachdem sich dieser jedoch aufgerappelt hat, erhebt sich auch der Waldläufer, indem er sich an der Hand die ihm Mergoth entgegenstreckt hoch zieht. Dann wendet er sich Myria zu, die unglücklicherweise am untersten gelegen hatte. Die blauen Flecken, die er vom Sturz davon getragen hat, ignorierend, hilft er der Magierin auf die Beine und setzt sie behutsam auf eine trockene Stelle der Treppe. Dann schaut er abwechselnd zu ihr und zu Mergoth. "Alles in Ordnung", fragt Skarin. Zum Glück scheint es so, als sei keiner in die Waffen der anderen gefallen.

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