Zitat Zitat von .matze Beitrag anzeigen
Ja, aber es passt halt in keinsterweise in die Definition von Killerspiel, mit der dieser Beschluss zusammenhängt.
Im Kern steht nicht, ob die Definition korrekt oder praktisch ist, sondern dass sich die Auslegung in der Rechtspraxis in de nächsten Jahren aufgrund technischen Fortschrittes noch mal radikal verändern wird. Wo man früher Pacman, Battle Chess und Asteroids als Jugendgefährdend angesehen hat, wird man zukünftig Spiele mit dem System von Milo stehen haben...während angesichts der heute aktuellen Erreger kein Schwein mehr zuckt.

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Was hier einfach mein Problem ist, das die Leute scheinbar wirklich denken, Politiker wären böse alte Menschen, die die Technik verfluchen und uns Computerspiele wegnehmen wollen. Wäre das so, wäre so ein Verbot längst durchgesetzt (ist ja bei weitem nicht das erste mal das diese Debatte aufkommt). Wenn sie überhaupt etwas erreichen wollen, dann wird das wirklich nur die Streichung von als jugendgefährdend eingestuften Spielen sein, denn, ich hab hier zwar keine Zahlen, aber die Computerspieleindustrie und alles das damit zusammenhängt (Hardware...) bringt sicherlich massiv Steuereinnahmen und darauf will wohl kaum ein Politiker verzichten. Politiker sind keine Omas die denken die Jugend geht vor die Hunde wegen PC-Games, vielleicht ein paar, aber dann nur so wenige, das in der Richtung ohnehin nichts umgesetzt wird.
Das Problem ist, wie schon gesagt erstens dass sich Definition und Interpretation ständig ändert und das Gesetz somit zum Gummiparagraphen wir zweitens das der "Jugend"schutz in Deutschland die Jugend nicht schützt, aber dafür Medien für Erwachsene zensiert und drittens dass dies aus moralischen Überlegungen heraus umgesetzt wird. Der Staat hat kein recht, bei solchen Kinderlitzchen das Verhalten seiner Bürger zu bestimmen. Ist in etwa so, als würde er Nachrichten über Paris Hilton und Britney Spears nicht duchlassen und Barbie und Bratz verbieten weil ihr Frauenbild schädlich ist und zur Nachahmung anregt.
Grundlinie ist: Wir haben ein Recht, gegen Politiker vorzugehen, die uns ihre Moralvorstellungen aufzwingen wollen. Ob "die Mehrheit der Bürger", der Liebe Herrgott, die historisch unausweichliche Entwicklung zum Sozialismus oder ein paar besorgte Sozialarbeiter die den ganzen Tag mit verstörten Kindern zu tun haben und davon ihr Menschenbild gemacht haben ihnen recht geben ist scheißegal. Unser Recht mit den Steuern aufzuwiegen ist bescheuert angesichts 40% Belastung auf Einkommen.

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(Aber danke für das Milo Video, das ist ziemlich interessant (und auf SciFiFilm-Art irgendwie erschreckend^^))
Gern geschehen. Ich fand es selbst recht interessant.