Ich glaub, du machst dir zuviele Gedanken darüber, alles logisch und real aufzubauen. Fantasy ist weder logisch noch realitätsnah. Beschränke dich doch einfach auf einen gewissen Sprachstil und nicht auf die linguistischen Elemente an sich. Für den Leser ist es egal, ob es glaubwürdig ist, dass in einer fremden Welt ebensolche Einflüsse wie Latein vorhanden sind, viel wichtiger ist die Verständlichkeit und das Ausdrucksvermögen.

Wenn du ein mittelalterliches Setting hast, na dann schmeißt du mit wirren Satzkonstruktionen und obsoleten Begriffen um dich. Ist es eher futuristisch, dann ist die Sprache genormt und voll mit technisierten Begriffen. Für Gegenwartsnähe gilt Ähnliches.

Bei Tolkien reden sie ja auch die meiste Zeit Englisch, wenn du dir mal ein bisschen Sci-fi anschaust, da können dir seltsamerweise auf fremden Planeten auch ohne Weiteres fließend Englisch sprechen (und was die alles so entlehnt haben, braucht man ja nich aufzuzählen).
Es muss nicht realistisch sein, es muss nur etwas übermitteln. Für den Leser ist viel entscheidender, wie der einzelne Charakter sich gebärdet.