Das ist wahr, allerdings ist es sehr schwer, einen Lehrer zu finden, der sich völlig vom Lehrbuch abkoppelt und selbiges ist nunmal immer total retarded (wie wir coolen Leute sagen!).
Kurzgeschichten gab es dann bei uns auch und Bücher durften wir auch lesen, allerdings war es im Nachhinein speziell so, dass man uns nur den letzten Mist vorgesetzt hat, den es dann nach dem Schema aus dem Lehrbuch (das mehr als dilettantisch war) zu Analysieren gab. Auch das hängt sehr stark vom Lehrer ab, aber selbst der kann nicht viel machen, wenn die Lektüre sich auf Dead Poet Society (das schrecklichste Buch überhaupt) und Educating Rita (das zweitschrecklichste Drama überhaupt) beschränkt und dann durch Kurzgeschichten aus den 80ern (also Kriminal- und Gothgeschichten) und drittklassigen Dokuausschnitte erweitert wird. Von Vollhorstbelletristik und semi-dokumentaren Infofilmchen kann man nicht viel Stilistik erwarten und man gebe mal eine tiefgründige Charakterinterpretation zu DPS. Irgendwann spricht man nur noch in Phrasen und frequently used expressions vom auswendiggelernten Arbeitsblatt. "To put it in a nutshell" hilft mir nicht weiter, wenn ich in einer Diskussion meine eigenen Gedanken durch oberflächlichen Mist ausdrücken muss.
Wie gesagt, klar ist das vom Lehrer abhängig, ich hatte auch das Glück drei Jahre eine sehr gute Lehrerin zu haben, aber der Lehrauftrag und die Materialien werden davon auch nicht besser, vor allem, weil man immer noch dazu gezwungen wird, alles sehr breit zu fächern. Dass ich mit einem Arzt im anglophonen Ausland ein halbwegs ergiebiges Gespräch führen könnte, verdanke ich Grey's Anatomy; im Gegenzug kann ich aber natürlich fragen, wo die nächste Schlickergrube ist - das hat sicher auch was.
Word. (wie wir coolen Leute sagen! \o/ )Zitat






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