Ich hab von Lem Solaris gelesen, fand es furchtbar und hab seitdem nichts mehr von dem Autor angerührt. Lag es an mir?
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Ich habe es selbst nicht gelesen, weiß aber, dass Solaris zu seinen früheren Werken gehört, genau wie beispielsweise "Der Unbesiegbare", das mir auch nicht so gut gefallen hat. Das sind noch richtige Science-Fiction-Romane.
Lass dich davon nicht beirren. Lems später entstandenen Kurzgeschichten sind genial. Sie enthalten viel weniger konkrete Handlung, aber dafür viel mehr Referenzen zu philosophischen und historischen Konzepten, und sind meistens auch noch verdammt lustig. Mit den früheren Romanen haben sie nicht mehr viel gemein. Ich würde dir die "Sternentagebücher" oder "Die Phantastischen Erzählungen" empfehlen.
In der "Waschmaschinentragödie" beispielsweise rüsten zwei konkurrierende Haushaltswarenhersteller ihre Wachmaschinen mit immer neuen Features auf, bis sie Gedichte rezitieren, den Hund ausführen, den Liebhaber bzw. die Liebhaberin ersetzen können und schließlich die Menschheit völlig überlaufen.
In der "Auferstehungsmaschine" versuchen zwei Wissenschaftler, den menschlichen Geist auf eine Maschine zu übertragen. In Dialogform (eindeutig angelehnt an Texte von Platon) diskutieren sie, ob und wann genau man den menschlichen Körper töten muss, damit der Geist auch wirklich auf die Maschine übertragen wird, und man nicht bloß eine Kopie von sich selbst erhält, aber immer noch in seinem biologischen Körper feststeckt.
In einem Kapitel der Sternentagebücher landet die Hauptfigur auf einem Planeten menschenhassender Roboter