Wasser rann aus dem Segeltuch, das Raa Mon sich über die Schulter geworfen hatte und füllte die in den Boden geritzten Zeichen. Sie versuchte, lautslos zu gehen, aber das Wasser ihrer Kleidung machte ihr da einen Strich durch die Rechnung. Ihr Blick zuckte nervös hin und her. Sie hätte nicht gedacht, dass sie nach dem Anblick auf dem Deck noch etwas hätte erschüttern können. Entgegen ihrer Hoffnung gab es hier unten nichts mehr, dass die Straßenkinderbande hätte gebrauchen können. Vielleicht in den anderen Räumen des Schiffes.
Als Raa Mon das schummrige, leicht flackernde Licht entdeckte, blieb sie abrupt stehen und lauschte. Sollten sich tatsächlich Pünderer in diese Hölle geschlichen haben? Oder waren das etwa Wachen?? ("Alles, bloß nicht letzteres...")

Sie hörte leise SChritte und dann sagte eine rauhe Männerstimme: "Na dann wollen wir mal"
Raa Mon schlich auf Zehenspitzen näher, wobei sie hoffte, dass ihre nasse Kleidung möglichst wenig platschte und spähte vorsichtig um die Ecke.