Sorry, mir mangelte es die Tage an Motivation.

Wie die Geschichte weitergeht, werde ich dir bestimmt nicht vorschreiben.
Wie erwähnt, du musst allen voran aufpassen, dass du nicht in das übliche Kitschmuster reingerätst, denn davon gibt es schon 300 besser geschrieben Geschichten mit dem gleichen Setting (und mindestens 1000 noch schlechtere..) - also musst du irgendetwas bieten, was den Leser fesselt.
Übliche Ansätze (die natürlich für beinah alle Geschichten gültig sind):
  • (Wirklich) überraschende Wendungen. Wenn der Leser nach 2 Seiten weiß, was im Rest des Buches passiert, muss er auch nicht weiterlesen.
  • In dem Kontext auch vielschichtige Charaktere. Vielleicht ist der Vater nicht nur ein empathieloser Arsch, der nur an seine Ehre denkt, vielleicht handelt er so, weil er seine Tochter ernsthaft beschützen will (über eine irgendwie verdrehte Logik). Das wäre auch nichts wirklich neues, aber ein Anfang. Ein weiterer üblicher Weg wäre, sein Handeln mit irgendeinem Kindheitstrauma (oder ähnlichem) in die Story einzubinden. Das könnte ihn natürlich auch verändern, wobei man vorsichtig sein sollte, sowas nicht allzu drastisch darzustellen.
  • Allgemein: Veränderung bei den Charakteren is immer toll. Kaum jemand bleibt sein Leben lang gleich, und auch wenn es keine 180° Wendung sein muss (sein sollte!), kann Charakterentwicklung eine Geschichte sehr interessant machen.
  • Emotionen und Atmosphäre sind in meinen Augen stark unterschätzt. Wenn du dich darin übst, starke oder sogar vielseitige und widersprüchliche Gefühle beim Leser auszulösen, kann das sehr anziehend für die Geschichte sein. Momentan hat man Mitleid mit der Hauptheldin und findet den Rest des Casts abstoßend - nicht gerade besonders komplexe Emotionen.

Wie gesagt, ich sag dir nicht, wie du weitermachen sollst, aber wenn jetzt der metaphorisch perfekte, mysteriöse Ritter auf seinem Pferd angalloppiert kommt, bin ich raus.


Zur High Society: Du hast...
Zitat Zitat von Moana
Nun, du weißt sicherlich, dass die Korukio-Makisawa Familie in der japanischen High-Society sehr angesehen ist. Unsere Vorfahren haben bereits in der Edo-Periode gelebt und haben dort viel Gutes getan.
Da ist übrigens eine gewisse Sinnlosigkeit drin: Selbst meine Vorfahren haben schon in der Edo-Periode gelebt. Der Fokus liegt wohl eher auf ihren guten Taten, lass das "haben gelebt" weg.
Davon abgesehen fällt mir augenblicklich folgendes ein.
Zitat Zitat
Nun, wie du sicherlich weiß, ist die Korukio-Makisawa Familie sehr angesehen (in unserer Gesellschaft).
Wenn sie so angesehen ist, hat sie bestimmt auch keine Hemmungen, sich als wichtig für ganz Japan zu bezeichnen. Die Gesellschaft am Ende könnte man sogar weglassen, aber genaueres braucht man mit Sicherheit nicht - Leute aus der High Society neigen im Gespräch eher dazu, ihre Society als die einzig relevante zu sehen, vor allem, wenn sie darstellen wollen, wie wichtig sie sind. Stell ich mir zumindestens vor mit meinem naiven Schriftstellerdenken.