Ich kann Apple schon uneingeschränkt empfehlen, wenn Du was in die Medien-Design-Richtung damit machen möchtest oder wenn Du sehr viel Geld hast (Dann greifst Du am besten zum Mac Book Air, wobei sich mir der Sinn dieses Gerätes und vorallem der Preis nicht erschließen will).
In Deinem Fall tut es auch ein mittelprächtig ausgerüstetes Windows-Notebook. Die werfen sie Dir mittlerweile für 500 Euro nach - oft haben sie auch noch eigenen dezidierten Grafikspeicher und einen Intelprozessor, der zwar keine Bäume ausreissen kann, aber schnell genug für die Standardanwendungen läuft. Auch zwei bis drei Jahre alte Spiele sind für solche Kisten, die ja mit 3-4 GB RAM ausgeliefert werden kein Problem mehr und 17" - Monitore kannst Du auch in diesem Preissegment finden.
Apple kostet da mindestens das Doppelte, auch wenn man es nicht vergleichen kann, da die Mac-Systeme sehr individuell aufeinander abgestimmt sind. Zum Beispiel läuft jede auch noch so ressourcenhungrige 3D-Anwendung mit dem Einsteiger MacBook ohne dezidierten GrafikRAM sehr flüssig - es sieht halt nur extrem scheiße aus. Aber Du kannst - grafisches Vorstellungsvermögen vorausgesetzt - damit fast genau so gut arbeiten, wie mit einem Mac Book Pro, wobei Du natürlich aufgrund längerer Renderzeiten etwas mehr Geduld mitbringen musst.
Da Du ja Mathematik an einer Universität studierst wirst Du evtl. auch Programmiersprachen beigebracht bekommen. Ein guter Bekannter von mir studiert Elektrotechnik an der TU-München. Sie bekommen regelmäßig clientgestützte Programme, die alle für Windows (manchmal auch für Linux) ausgelegt sind. Schon alleine der Zugriffsclient für das Uninetzwerk wird dort per Windows laufen. MacIntosh ist nicht unbedingt so verbreitet unter den TU-Studenten. Und wenn, dann haben sie via Bootcamp auch noch Windows auf ihrem Mac Book laufen.
Dazu sei gesagt, dass Windows auf MacBooks teilweise besser läuft, als auf "normalen" Notebooks, da die Treiber von Apple kommen und die ihre verwendete Hardware gut kennen - vor Systemabstürzen schützt das natürlich auch nicht, aber ich bin selbst erstaunt, wie schnell und einfach mein altes Windows XP Pro SP2 auf meinem MacBook Pro läuft. Allerdings kostet ein Mac-System halt fast doppelt so viel, wie ein PC-System und ist daher nur zu empfehlen, wenn man auch Gebrauch von Mac OSX macht. (Ansonsten reicht Dir ein mittelprächtiges Notebook. Zu empfehlen wäre auf jeden Fall Toshiba - die Systeme sind nämlich nicht schlecht konfiguriert und mein altes Toshiba Notebook mit Windows XP lief immerhin fast zuverlässig. Abraten kann ich von HP und Acer - ich kenne genügend Leute, die damit sehr sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben.)
Mac OS X eignet sich halt für die fast latenzfreie Verwendung von Cubase VSTi-PlugIns, wie Halion Symphonic Orchestra, für eine Schnittsoftware namens ProTools, welche in der PC-Version grade während wichtigen Aufnahmen gerne abgestürzt ist (was auf dem Mac noch nie passiert ist), für ein After Effects CS4, das plötzlich nicht, wie auf dem PC wegen eines unbekannten Fehlers einfach neu startet, für ein Premiere, wo ich sogar noch HDV-Filme im Vorschaufenster betrachten kann, für ein Sibelius, das überhaupt läuft,... Naja, alles Programme, die Du wahrscheinlich eher weniger verwenden wirst.
Ach ja, beim neuen Mac is iWork dabei, das hat ne Textverarbeitung integriert, die einigermaßen mit Microsoft Word kompatibel sein soll. Folglicherweise liefert der Mac schon einiges mit. Beim PC kriegst Du in den meisten Fällen nur eine 60-Tages-Demo von Word dazu.
Wegen den USB-Laufwerken: Es gibt eine von Google entwickelte Applikation für Mac, MacFuse mit ntfs3g. Damit kannst Du dann sämtliche Windows-Laufwerk-Arten einbinden. Ich habe somit mal eine Datenrettung einer kaputten Windows-Platte, die unter Windows nicht mehr erkannt wurde vollzogen und voila, der Mac konnte die Daten immerhin noch runterkopieren.
Das Bedienkonzept von Mac OSX is auch ganz simpel und um einiges einfacher und benutzerfreundlicher als bei Windows, gleichzeitig hast Du auch eine Unixkonsole, mit der Du natürlich auch allerhand Schabernack treiben kannst. Beim Mac is alles Drag& Drop und es sieht auch schön aus (Das Design hat sich seit 9 Jahren gehalten, ab und an wurden kleine Dinge verändert). Du wirst Dich dort sehr schnell zurecht finden. Auch Netzwerkkonfiguration ist damit ausgesprochen einfach (Was habe ich Stunden verwendet, um mit Windows Netzwerke aufzubauen), da Du nix konfigurieren musst. Ich würde mal sagen, ein Betriebssystem für Leute die a) kein Risiko eingehen wollen
b) zu faul oder zu dumm zum Konfigurieren sind
c) auf Funktionalität Wert legen
d) sehr viel Geld haben.
Noch ein Punkt ist die Ruhe, die ich habe seitdem ich mit dem Mac arbeite. Laptops und PC sind hörbar laut, der Mac schweigt 95% während Du mit ihm arbeitetst. Nur wenn ich eine Audiofile exportiere, gleichzeitig einen Film rendere und noch im Internet surfe wirft er den Lüfter für die Dauer der Belastung an. Dann kann auch der Mac röhren, aber der PC macht es die ganze Zeit.
Dennoch würde ich Dir vorerst zu einem vernünftigen PC raten, denn bevor Du ein Mac Book Pro im Wert eines Kleinwagens kaufst und davon nur 15% seiner eigentlichen Leistung nutzt tuts auch ein gut konfigurierter einfacher PC-Laptop für diese Ansprüche. Und erkundige Dich mal, ob sie bei Dir auf der Uni Windows-Software bevorzugen.
Achte beim Laptop vielleicht trotzdem drauf, dass der Grafikchip eigenen Speicher mitbringt, 256 DDR3 sollten es schon sein und schau, dass Du Vista evtl. durch XP ersetzen kannst.
Greetz, Cuzco
EDIT: Oh, da haben ja schon einige ihren Senf dazugegeben - als ich angefangen habe das zu tippen, gab's noch keine Antwort.





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. Und wer jetzt noch ein mattes Display sucht, wird abgestraft, da diese meist einen Aufpreis haben...







